Ich stimme Röschen insofern zu, dass es immer wieder unterschiedliche Lebensentwürfe und Stationen gibt.
Auch meine ich, dass jeder Mensch ein anderes Ideal als sein inneres Bild in sich trägt.
Es ist nicht besser oder schlechter als das Ideal eines Anderen - es ist nur anders.
Eine liebe Freundin von mir ist mit einem Mann verheiratet, der 16 Jahre älter ist als sie. Sie hatte immer ein Faible für weitaus ältere Männer, ich eher für die gleichaltrigen und etwas jüngeren.
Keiner von uns beiden hat herumgekritelt, es waren/sind die jeweiligen Präferenzen. Nicht besser, nicht schlechter - eben anders.
Und um das erkennen zu können, leben zu können, muss man wohl erst bei sich selbst angekommen sein.
Sich selbst annehmen mit all den lichten und den schattigen Seiten - es ist nichts Schlechtes an mir, es gibt Seiten an mir, die mir nicht so gefallen, doch auch die gehören zu mir.
Nur so fühle ich mich in der Lage, auch die weniger lichten Seiten meines Gegenübers (die ich ggf. als weniger erfreulich ansehe) annehmen zu können.
Mit einem anderen Menschen SEIN - unter dem Aspekt des liebevollen Ergänzens, jedoch nicht unter dem Aspekt "du bist alles, was mir fehlt".
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Thema: Phew-Crew
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07.05.2007, 22:43Inaktiver User
AW: Phew-Crew
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07.05.2007, 22:45Inaktiver User
AW: Phew-Crew
ehe ich schlafen gehe, muss ich noch was hinzusetzen: mir ist klar, dass meine augenhöhe-allergie ziemlich der bricom-tradition entgegengesetzt ist.
ich bin also gefasst darauf, eines auf den deckel zu bekommen.
trotzdem ist es wichtig für mich, das mal schreiben zu können, ich bin einfach mit der "alles ist ausredbar, alles ist erarbeitbar-" theorie ziemlich gescheitert und habe mich dabei verbogen.
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07.05.2007, 22:45Inaktiver User
AW: Phew-Crew
wir sollten das alles etwas gelassener angeehn. wie mit allem setzen wir uns auch mit der beziehung unter druck. kein alltag darf sein. keine reibungspunkte. alles muss toll sein.
ist doch schotter. ehrlich.
ich habe hier in den letzten zwei tagen soviel unerfülltes sehnen und hoffnungen und verborgene wünsche nur in einem thread gelesen. und da gehen wir hier noch offen mit einander um.
wofür lohnt es sich zu leben?
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07.05.2007, 22:50Inaktiver User
AW: Phew-Crew
rosie, nochmal:
du sollst deinen weg des glücklichwerdens gehen, ich den meinen.
ich bin sehr zufrieden mit meinem leben.
meine kinder sind noch nicht groß, ich lebe in einer sehr guten großfamilie, ich erlebe täglich wärme und geborgenheit, sogar in meinem job, und gebe davon viel.
es ist mein weg, der sich auch wieder ändern kann.
ich kritisiere deinen nicht.
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07.05.2007, 23:12Inaktiver User
AW: Phew-Crew
ach meine 2 Rosen,
ich kann jede von euch verstehen...
und sari sowieso.
ich bin der absolute Verfechter der Lebensabschnittsgefährtentheorie.
Die Augenhöhe wünsch ich mir, weil ich die Schnauze voll hab vom Betteln. Betteln um Verständnis und Liebe. Ich will dieses "du bist zu gut für mich"nie wieder hören, nie wieder! Statt mich zu erhöhen, erniedrigt es mich, es kommt bei mir auf der Ebene des "du hast schon wieder unter dich gegriffen" an. seltsamerweise waren all diese Herren Akademiker.
Und immer habe ich die Schuld am scheitern der handvoll Beziehungen bei mir gesucht und auch gefunden. all die Typen sind heut mit meiner Nachfolgerin glücklich.
Rosie wir sind ganz sicher einen ähnlichen Weg gegangen, aber ich hab wohl noch ein paar Schritte vor mir.
Ich lieb mich selber nicht, ich bin zwar stolz auf meine Kinder und auf all das was ich erreicht hab, aber eben erkämpft, manchmal auch verbissen. Ziel anvisiert und losmarschiert. um jeden Preis dieses Ziel erreichen, das hieß nach der Scheidung aber nie mehr Partnerschaft mit einem Mann. Ich habe dem Vater meiner Kinder nie so richtig verziehen, was er damals gemacht hat. Das er für seine Gefühle ja auch nix konnte, das Vernunft so gut wie nie über das Herz siegt, das lass ich jetzt erst langsam zu. Ich habe mich in meine Verletzungen eingehüllt wie in einen Mantel, ich hab sie immer wieder aufgerissen, um den Schmerz zu spüren, er hat mich nicht gelähmt, sondern nach vorn gepeitscht und hart mir gegenüber gemacht.
Und immer wen ich diesen Schmerz vergass, kam jemand anderes und riss die Wunde auf. Es war, als sollte ich einfach keine Ruhe, kein Vertrauen zu anderen mehr finden.
Und doch wollte ich es immer wieder allen recht machen, bin gesprungen wie ein Hase.
Ich merks grad beim *äufräumen*, was ich alles verbuddelt, nie losgelassen, entsorgt hab.
Wofür es sich lohnt zu leben? Keine Ahnung, ich denk als Mutter lebt man so lang für seine Kinder, bis die ihren Weg allein gehen können.
ob ich meinen großen Traum vom Bücherschreiben einmal erfüllen kann? Wer aber soll die lesen, wen interessiert mein Gedankengekrösel?
hilly
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08.05.2007, 05:52Inaktiver User
AW: Phew-Crew
Nimmt sich ein Na und.....was solls, ändern kann ich es nicht, es geht irgendwie weiter.
Zitat von Inaktiver User
Guten Morgen!
Ich stelle schon mal den Kaffee hin, Tee ist auch da.
Q.
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08.05.2007, 06:15Inaktiver User
AW: Phew-Crew
Volltreffer versenkt......Autsch
Zitat von Inaktiver User
Stimmt, erzwingen kann man das nicht, mit Glück bekommt man es geschenkt.
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08.05.2007, 06:50
AW: Phew-Crew
Für Rosie
Dich
Dich nicht näher denken
und dich nicht weiter denken
dich denken wo du bist
weil du dort wirklich bist
Dich nicht älter denken
und dich nicht jünger denken
nicht größer nicht kleiner
nicht hitziger und nicht kälter
Dich denken und mich nach dir sehnen
dich sehen wollen
und dich lieb haben
so wie du wirklich bist
(von Erich Fried)
für alle
Echte Begegnungen
Ich möchte dich lieben,ohne dich einzuengen
dich wertschätzen, ohne dich auf etwas festzulegen
zu dir kommen,ohne mich dir aufzudrängen
dich einladen,ohne Forderungen an dich zu stellen
dir etwas schenken,ohne Erwartungen daran zu knüpfen
von dir abschied nehmen, ohne wesentliches versäumt zu haben
dir meine Gefühle mitteilen,ohne dich für sie verantwortlich zu machen
dich informieren.ohne dich zu belehren
dir helfen,ohne dich zu beleidigen
mich um dich kümmern,ohne dich ändern zu wollen
mich an dir freuen, so wie du bist.
wenn ich von dir das gleiche bekommen kann,
dann können wir uns wirklich begegnen
und uns gegenseitig bereichern.
Kahlil Gibra, glaube ich, alt aber immer wieder schön.
„Leben ist das, was uns zustößt,
während wir uns etwas ganz anderes
vorgenommen haben..“
. Henry Miller
*********************************
LG Sun
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08.05.2007, 06:59
AW: Phew-Crew
Seh das auch eher so wie Rosie, ich will nicht mehr arbeiten an mir nicht und auch nicht an einer Beziehung
Denke! wenns stimmt, läufts auch von alleine, mit Alltag und Reibungspunkten.
Kann ja sein das ich mich täusche.
In solchen Momenten geht mir immer der Kalwasch ihr Spruch durch den Kopf
den anderen können wir nicht ändern, nur uns selber.
Der Verwirrt mich immer zimlich, heist es doch das wir nicht gut sind wie wir sind.
Ich bin aber toll wie ich bin.
Noch mal was zum verzeihen, denke das ist das wichtigste überhaupt um wieder "frei" zu werden.
Übung die ich gemacht habe.
Bei jedem "denken" an den anderen umgeschweckt und gedacht "Ich verzeihe dir"
Hat bisher nach einigen wiederholungen ganz gut geklappt, auch wenn zu Anfang beim einen oder andern heftig überwindung gekostet hat und ich mir in Gedanken beinahe die Zunge abgebissen habe.
Selber bei mir merke ich schon das, sobald einer näheres Intresse bekundet ich auf "Flucht" umschlage
Werde Bockig, Provuziere ect..
„Leben ist das, was uns zustößt,
während wir uns etwas ganz anderes
vorgenommen haben..“
. Henry Miller
*********************************
LG Sun
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08.05.2007, 07:33Inaktiver User
AW: Phew-Crew
Hm, Ich glaube nicht das ich alles verzeihen muss um frei zu werden.
Zitat von Sun64
Etwas das absichtlich oder aus niederen Beweggründen getan wurde will ich nicht verzeihen.
Solchen Menschen kann ich durchaus in der Rubrik was niemand wirklich braucht entsorgen.
Q.


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