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Thema: Phew-Crew

  1. Inaktiver User

    AW: Phew-Crew

    Lach, ich bezog mich auf den Roman!

  2. Inaktiver User

    AW: Phew-Crew

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    jedenfalls seitdem mein Hauptanbeter gestern der Meinung war 8 Wochen Ferien nach 13 Jahren unermüdlicher Schufterei wären gar nicht gut für einen Menschen, sondern würden ihn verweichlichen, verderben, zuschanden reiten, (es könnte einem Pubi zu gut gehen, denke ich) ...:

    Ich fürchte, ich will doch keinen Mann. Das ist mir zu anstrengend.

    Herbstblatt2 fällt ohnmächtig um und wird auf ihr Sofa getragen, wo sie die nächsten 2 Jahren dem Oblomowieren huldigt.
    Mit der Zeitung wedle, Herbstblatt,
    was läßt du dich so schnell von einem Hauptanbeter erschrecken?
    Wieviel Kinder hat der denn erzogen?
    Such dir einen Nebenanbeter!
    Aufi komm...
    Hilly

  3. Inaktiver User

    AW: Phew-Crew

    Zitat Zitat von ChristianCH
    Ja, ja, warum sehe ich auch hier gewisse Parallelen zwischen uns? Könnte es sein, dass unsere Mütter verwandt waren ?

    ....

    Mein Resumée: die Prägung durch unsere Eltern beeinflusst uns mehr, als wir uns wahrscheinlich eingestehen. Nur, es wäre auch absolut weltfremd, anzunehmen, dass uns nur ihre positiven Seiten beeinflussen. Wir müssen dies einfach erkennen, und damit umgehen können.
    Es ist wohl die Generation der Mütter und die Prägung durch ihre Mütter, die uns Parallelen entdecken lässt.

    Meine Mutter hat sich nicht anders zu helfen gewusst, als durch für mich nicht nachvollziehbare Aktionen, ihre Mißbilligung auszudrücken.
    In der Kindertagen waren Schweigezeiten über Wochen für mich so schmerzlich, dass ich als Erwachsene immer versucht habe, Wogen zu glätten, die Vermittlerin zu sein.
    Lieber habe ich klein beigegeben und mich verbogen, mich entschuldigt und "Schuld" auf mich genommen, nur um nicht mit Schweigen und "dumm tun" durch die andere Seite bestraft zu werden.
    Mit Abstand betrachtet liefen Mutters alte Muster zwischen ihr und mir ab.
    Meine Schwester sagte mal vor ein paar Jahren, sie hätte das Glück gehabt, die jüngere zu sein und habe durch Beobachtung genau gewusst, wie sie sich verhalten müsse, um nicht die Strafen von unserer Mutter zu erhalten, die ich bekam.
    Meine Schwester hat jedoch alles genauso erleben müssen, nachdem ich nicht mehr zu Hause wohnte, also nicht mehr greifbar war.

    Auch wenn ich eine ganze Menge Verständnis für meine Mutter hatte und habe, ihre Überforderung und ihre Ohnmacht nachvollziehen konnte, so tat es dennoch unendlich weh, zu erleben, dass sie ihre Töchter "retten/schützen" wollte, sie jedoch klein gemacht hat.
    Sie wusste es nicht anders, hatte ja keine Vorbilder und niemanden, der ihr mal die Meinung gesagt hat.
    Und sie ist eine sehr belesene Frau, doch wenn ein Buch an die Substanz ging hat sie es abgelehnt, meistens jedenfalls. Es wären wohl auch zu viele Verletzungen an die Oberfläche gekommen.

    So sind wir erwachsenen Kinder gefordert unseren Weg zu gehen.

    Unsere Eltern lieben zu können ohne widerspruchlos alles hinzunhemen, sie zu achten und zu respektieren, doch nicht aus falsch verstandener Dankbarkeit die "Klappe" zu halten.

    Saris, vielleicht radikale, Ansicht:
    Ich erwarte von meinen Kindern Achtung und Respekt, jedoch keine Dankbarkeit für das, was ich für sie getan habe.
    Sie sollen nicht ständige Kniefälle vor mir machen, nur weil ich versucht habe, sie zu anständigen Menschen zu erziehen, sie zu nähren und zu kleiden.
    Sie wurden nicht gefragt, als wir Eltern uns dafür entschieden haben, sie zu bekommen.
    Wir wollten die Kinder und haben damit auch die Verantwortung übernommen für sie zu sorgen.

    @ herbstblatt
    Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass ich erst nach meiner "Aufarbeitung" der familiären Verstrickungen "freier" auf eine neue Partnerschaft zugehen konnte.
    Gelingt nicht immer, doch wenn man sich anschaut, ob die Gnaas im Jetzt existent sind oder Relikte aus der Vergangenheit, kommt man ein gutes Stück weiter.

  4. User Info Menu

    AW: Phew-Crew

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Lach, ich bezog mich auf den Roman!
    Der Duden auch .

    An unserer Wohnungstür hängt übrigens ein Schild "Oblomovka 69", da ich den Begriff nach meiner Entschleunigungsphase als durchaus passend fand.

    Nur Vorsicht meine Liebe! Da du dich auf den Roman beziehst, solltest du auch wissen, wie tragisch die Geschichte endet:
    '... und Stolz konstatiert "Er ist um nichts zugrunde gegangen".'

    Gruss, christianCH

    [Edit hat noch einen Link eingefügt]
    Geändert von ChristianCH (02.03.2007 um 13:22 Uhr)
    Bei jedem Schritt löst man sich von der Erde und hat ein Stück Himmel unter den Füssen.
    Bertrand Piccard

  5. Inaktiver User

    AW: Phew-Crew

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Saris, vielleicht radikale, Ansicht:
    Ich erwarte von meinen Kindern Achtung und Respekt, jedoch keine Dankbarkeit für das, was ich für sie getan habe.
    Sie sollen nicht ständige Kniefälle vor mir machen, nur weil ich versucht habe, sie zu anständigen Menschen zu erziehen, sie zu nähren und zu kleiden.
    Sie wurden nicht gefragt, als wir Eltern uns dafür entschieden haben, sie zu bekommen.
    Wir wollten die Kinder und haben damit auch die Verantwortung übernommen für sie zu sorgen.
    Diese Ansicht ist nicht radikal, sie ist genau die, die ich versuche mit meinen Kindern zu leben.

    Für mich und die kids gilt, die Tür ist immer offen, von beiden Seiten. Sie können jederzeit hinaus und sie können jederzeit herein, sie sind immer willkommen. Es gibt immer Brot und Wein, ein Bett und Mutterns Herz.

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    AW: Phew-Crew

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ... Und wenn ich gestehe, daß ich einen Heidenschiß vor so einem Gespräch habe ...
    Was denkst du, was ich hatte? Und wie lange ich das deshalb hinausschob?
    ... und mir wohl mit oximoxi einen Fluchtpunkt suche, glaubst du mir das? ...
    Ohne Einwand!
    ... Warum zum Teufel nochmal empfinde ich es als undankbar meiner Mutter gegenüber? ...
    Ja, das ist eben der kleine Teufel, der sich auf unserer linken Schulter festkrallt. Ohne Schmerz zu erleiden, reisst du den nicht weg.
    ... Mein Vater hätte Verständnis, das weiß ich ziemlich sicher. ...
    Da bin ich mir sogar ganz sicher. Meiner war damals leider schon verstorben und das war ein Grund, weshalb ich mir Vorwürfe machte, es nicht früher geklärt zu haben. Er hat darunter nämlich auch gelitten.
    ... Das Visier zum nichtsehen und nichtgesehen werden?
    Ohne Zweifel primär ersteres.

    Gruss, christianCH
    Bei jedem Schritt löst man sich von der Erde und hat ein Stück Himmel unter den Füssen.
    Bertrand Piccard

  7. Inaktiver User

    AW: Phew-Crew

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Diese Ansicht ist nicht radikal, sie ist genau die, die ich versuche mit meinen Kindern zu leben.

    Für mich und die kids gilt, die Tür ist immer offen, von beiden Seiten. Sie können jederzeit hinaus und sie können jederzeit herein, sie sind immer willkommen. Es gibt immer Brot und Wein, ein Bett und Mutterns Herz.
    Hilly

    Und das gilt es in "Babyschritten" auch deinen Eltern zu vermitteln, in Bezug auf ihr Verhalten gegenüber dir und deinen Kindern.
    Ihre Ansichten sind nicht besser oder schlechter als deine Ansichten - sie sind "nur" ANDERS ...

    Während der Aussprache mit meiner Mutter habe ich zu ihr gesagt: "Mutti, es geht nicht darum, wer von uns beiden "Recht" hat. Ich will dir meine Gefühle, meine Empfindungen in den jeweiligen Situationen mitteilen und bitte dich, mir nur zuzuhören."

    Christian, ja diese Gespräche gehen mehr als unter die Haut, auf beiden Seiten - wenn es beide Seiten zulassen.

  8. User Info Menu

    AW: Phew-Crew

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ... diese Gespräche gehen mehr als unter die Haut, auf beiden Seiten - wenn es beide Seiten zulassen.
    Und abgeschlossen sind sie erst, wenn sich beide Seiten verzeihen konnten.
    Bei jedem Schritt löst man sich von der Erde und hat ein Stück Himmel unter den Füssen.
    Bertrand Piccard

  9. Inaktiver User

    AW: Phew-Crew

    Zitat Zitat von ChristianCH
    Und abgeschlossen sind sie erst, wenn sich beide Seiten verzeihen konnten.
    Ich weiß nicht, ob es verzeihen ist, wenn man sich gegenseitig zuhört, Aufmerksamkeit zuteil wird und versucht, sich mit der Vergangenheit auszusöhnen.
    Anstatt sie zu verdrängen, den Deckel drauf und den Deckel bei der nächst "passenden" Gelegenheit wieder lupft.

    Es gibt wohl eine Reihe von Facetten, was verzeihen und vergeben anbelangt.

    Mir hat das Gebet von Christof Friedrich Oetinger sehr geholfen und es ist mein Begleiter:

    Gott gebe mir die Gelassenheit,
    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern,
    die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.


    Ich bin "unperfekt", manchmal holt mich die Vergangenheit ein und ich "hänge jemandem etwas um", was ihm/ihr nicht gehört.
    Doch bin ich mutig genug, um dazu zu stehen, aus tiefstem Herzen um Verzeihung zu bitten und "es tut mir leid" nicht als Floskel zu benutzen.

  10. Inaktiver User

    AW: Phew-Crew

    Zitat Zitat von ChristianCH
    Der Duden auch .


    Nur Vorsicht meine Liebe! Da du dich auf den Roman beziehst, solltest du auch wissen, wie tragisch die Geschichte endet:
    '... und Stolz konstatiert "Er ist um nichts zugrunde gegangen".'

    Gruss, christianCH

    [Edit hat noch einen Link eingefügt]

    Jesses, ist er wirklich noch gestorben ... das hatte ich vergessen. Nun gut, dieses Ende schreiben wir in jedem unserer Lebensromane .

    Ja, aber es war auch witzig, wie er da vor sich hin träumte und sich vorstellt, wie eine Angebetete zu ihm kkäme ... und draußen auf'm Ofen träumte sein fauler Diener.

    Liebe Hillary,

    stimmt, er hat nie nich niemals Kinder erzogen und da sollte ich es iihm nachsehen (ich mich nochmals, aber schon leichter, erzürne!!! Mein Schnuppelhäschen bekommt seine Ferien. Ich hatte sie ja auch nach dem Abitur ... und heh heh, ich habe ja viel gejobbt von der achten Klasse bis einschließlich Studium und auch in der Kleinkindphase meiner Häschen manchmal vormittags, wenn sie im Kiga waren ... aber nach dem Abitur habe ich mir nur den Faulen gemacht, wir alle: Trampen, baden, feiern ... das gehört sich alles so.
    Mein Großer bekommt allerdings noch ein bis zwei Wochen Intensivkurs Englisch irgendwo, wo er hin will, gesponsert, denn die Zeiten sind hart, und ich sehe es wie Du, liebe Hillary: Ich will sie gern mit Diplomabschluss sehen, sicherheitshalber, Garantie für Arbeitsplatz gibt es ja eh' nicht.


    Liebe Sari,

    ja, ich hatte eine Musiktherapie, selbst bezahlt von mir, weil ja Luxus, und da habe ich nachträgliche Trennungshilfe bekommen. Klingt jetzt wahrscheinlich rüde, aber es ist eben auch alles lange her und in mir verblasst. Damals war es schlimm für mich und manchmal, wenn mir so zärtliche Erinnerungen kommen, ist es ein wenig schwer und tun mir auch meine Eltern Leid, nicht dass ich mich von ihnen getrennt habe, das war in Ordnung, sondern, dass sie mich bekommen haben und wären mit meinen Schwestern und meinem Bruder ohne mich doch viel glücklicher gewesen.

    Manchmal passen Menschen nicht zusammen. Und mit meinem Chorkollegen (was ja auch ein bisschen wie Familie ist) muss ich wohl mal reden. In letzter Zeit habe ich das Gefühl, als würde er manchmal zuschnappen, war kürzlich schon irgend etwas. Ich habe es vergessen ... Ist vielleicht das Nebenprodukt, dass wir sonst gut miteinander können und vielleicht fühlt er sich ja auch durch mich irgendwie angegriffen.

    LG herbstblatt (gerade habe ich heute noch einen kleinen Auftrag bekommen und er ist schon wieder draußen ... und ein Bild ist auch wieder weg, Hosianna, Hosianna! Geld ist etwas Feines, wenn genug da ist - natürlich ist es völlig unmoralisch

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