Eine Herz-OP ist etwas Existenzielles, natürlich werden da Probleme und Ängste besprochen, das schrieb ich ja schon.
Wenn mir dann jemand sagt, dass ihm in der Situation das Leichte und Schöne fehlt, dann finde ich das ziemlich deplatziert.
MIR würde an seiner Stelle dann Empathie, Interesse und Nähe fehlen, egal ob du Partner oder Freund wärst.
Deshalb habe ich dir eine Affäre oder Bekanntschaft empfohlen.
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08.02.2017, 19:46Inaktiver User
AW: Chronische Erkrankungen belasten Kennenlernen
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08.02.2017, 22:07Inaktiver User
AW: Chronische Erkrankungen belasten Kennenlernen
Ich halte den Wunsch nach dauerhafter Leichtigkeit weder in einer Beziehung noch in einer Freundschaft für realistisch - wobei man sich in einer Freundschaft eher partiell entziehen kann.
Aber das alles ist jetzt auch gar nicht wichtig.Geändert von Inaktiver User (08.02.2017 um 22:57 Uhr)
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09.02.2017, 00:26
AW: Chronische Erkrankungen belasten Kennenlernen
Auch in einer Beziehung, auch in einer Freundschaft muss Leichtigkeit, Spass und das Schöne einen Platz haben. Sogar sehr viel!
Das nun als eher einer Affaire oder Bekanntschaft würdig abzutun, finde ich wirklich verfehlt, Gerade wenn man die Härten des Lebens auch schon kennengelernt hat, ist es umso wichtiger, das Leben auch so sehr zu genießen wie es irgend geht.
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09.02.2017, 00:29
AW: Chronische Erkrankungen belasten Kennenlernen
Ich glaube, es ging nicht darum, dass die TE nur Leichtigkeit etc. wollte, sondern nicht nur das Gegenteil. Man kann sich in Probleme und Sorgen auch reinsteigern, bis man selbst und sein Umfeld keine Freude an nichts mehr haben, weil sich alles nur noch um Krankheit und Probleme dreht.
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09.02.2017, 06:43
AW: Chronische Erkrankungen belasten Kennenlernen
Ich würde ihn jetzt bei der OP begleiten und nach der Reha meine Gefühle nochmal überdenken. Er braucht jetzt sicherlich Unterstützung und keinen Beziehungsstress, um alles gut zu überstehen. Und du bist anschließend sicherlich klüger. Du wirst merken, ob dir das alles auf die Nerven geht oder ob du ihn gern unterstützt.
Wie auch immer, es ist einfach nur fair, diesen Mann, mit dem du einige Monate zusammen warst, in seiner schweren Zeit nicht hängen zu lassen. Aber danach solltest du dir das ernsthaft überlegen.
Allein die Tatsachen, dass es eine Fernbeziehung ist und er 10 Jahre älter und außerdem nicht besonders fit ist, sprechen eher dagegen. Mir wäre die Pendelei allein schon zu lästig. Trotzdem würde ich einfach nur auf meine Gefühle hören. Für die Fernbeziehung hattest du ja bereits beim Beginn der Beziehung entschieden.
Du kannst ja auch mal den Ausgang der Behandlung abwarten. Jedenfalls musst du damit rechnen, dass der Mann immer wieder mit Spätschäden zu kämpfen hat und wahrscheinlich nicht besonders alt wird. In Kombination mit dem Altersunterschied wäre mir das nicht recht, ehrlich gesagt. Aber das ist mein wunder Punkt und muss nicht deiner sein.
Mal ganz grundsätzlich: was hast du von dieser Beziehung erwartet bzw. erwartest du? Ein paar Jahre Spaß oder die große Liebe bis zum Ende deiner oder seiner Tage? Ich glaube, das spielt für die Entscheidung eine große Rolle.
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09.02.2017, 12:52Inaktiver User
AW: Chronische Erkrankungen belasten Kennenlernen
wieso MANN_sicht..
I'm the Dude. So that's what you call me. You know, that or, uh, His Dudeness, or uh, Duder, or El Duderino if you're not into the whole brevity thing. ;-)
hab neulich durch zufall pahr posts von ihm gelesen die ich ziemlich antiquiiert finde. ausserdem beherrscht er die deutsche rechtschreibung besser als ich. wobei ich verstehe wieso du drauf kommst. weil der auch ohne sugar coating geschrieben hat.
war auch nicht meine intention dich zu erschüttern sondern zum reflektieren zu zwingen. wenn du das von dir aus schon tutst find ich das respektabel. dann solltes du die antwort auf deine frage aber kennen.
lass ihn jetzt nicht hängen wenn er angst hat nach der op nicht mehr aufzuwachen versuch ihm den weg dorthin schoener zu machen. vielleicht wacht er auch von der op nicht mehr auf dann loest sich das problem von selbst und macht den weg zur op noch wichtiger.
ich hab mir schon bei einer vermeindlich harmlosen op in die hose gemacht, darum kann ich das gut nachvollziehen. und alleine auffem brett zu liegen und darüber nachzudenken das könnts jetzt gewesen sein ist das beschissenste gefühl das ich in meinem leben hatte.
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09.02.2017, 13:16Inaktiver User
AW: Chronische Erkrankungen belasten Kennenlernen
Hast du bisher noch nichts von der Folgen der Diabetes bemerkt, mal abesehen davon, dass er gespritzt hat ? Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass vorher alles in Butter und so garnichts zu merken war. Ich glaube nicht, dass quasi aus dem Nichts eine schwere Herzoperation notwendig ist. Aber es gibt ja bekanntlich nichts wasses nicht gibt......
Ich kenne euch nicht persönlich, kann daher schlecht etwas dazu sagen. Wenn ich mal von mir ausgehe: du fühlst dich bereits jetzt der Situation nicht gewachsen und redest von "Bindungsangst". Sorry, aber so ein Gegenüber kann ein Schwerkranker als Letztes brauchen. Da ist ein Ende mit Schrecken (und zwar jetzt !) besser als ein Schrecken ohne Ende. Besonders merkwürdig fände ich es, erstmal zu "probieren" und z.B. bis nach einer Reha zu warten. Da werden Hoffnungen geschürt und nachher kommt der Absturz. Je länger du zuwartest, umso schwieriger und schmerzhalfter wird ein Abschied. Für beide Beteiligten.
Was schätzt du denn an ihm, Krankheit hin oder her ? Liebst du ihn ?
Gruß ElliGeändert von Inaktiver User (09.02.2017 um 13:23 Uhr)
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09.02.2017, 13:23
AW: Chronische Erkrankungen belasten Kennenlernen
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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09.02.2017, 17:10
AW: Chronische Erkrankungen belasten Kennenlernen
Ich bin eigentlich zum gleichen Ergebnis gekommen. Ich werde ihm jetzt "beistehen", so gut ich es kann und einfach sehen, wie es mir damit geht und wie sich meine Gefühle entwickeln. Es ist nicht so, dass mir der Altersunterschied nicht zu denken gibt und von Anfang an zu denken gegeben hat. Ich hatte noch nie eine Beziehung zu einem Mann, der 10 Jahre älter ist als ich... Zu deiner letzten Frage: Ich suche nicht "nur" Spaß für ein paar Monate oder Jahre, sondern einen Mann, auf den ich mich einlassen kann und der sich auf mich einlässt, mit dem ich wachsen kann, lachen kann, tanzen kann, mein Leben teilen kann. Dazu gehört auch Schwieriges und Trauriges - aber es muss sich die Waage halten. Er ist kein "schwermütiger" Mensch. Im Gegenteil. Er ist viel optimistischer und lebensfroher als ich. Aber wenn ich es mir mit ihm "schwer mache", weil ich ihn nicht wirklich akzeptieren kann wie er ist - und dazu gehört eine chronische Krankheit - dann tue ich mir und ihm keinen Gefallen.
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10.02.2017, 10:35



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