Wäre ja alles kein Drama, wenn er nicht ständig vorschlagen würde, dass er vorbeikommt, dann aber nichts passiert. Ich hasse diese erst-gackern-und-dann-nicht-legen-Mentalität.
Dann kann ich es bis an mein Lebensende lassen. Ich bin so gestört, das wird sich wohl nicht mehr großartig ändern.
That's the point!!!!!!
Keine Ahnung, was er jetzt ist und ob ich es je noch herausfinden werde...
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Ergebnis 11 bis 20 von 84
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26.11.2016, 17:20
AW: Wenn mir ein Mann gefällt, bin ich nicht mehr ich selbst...extrem! :-(
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26.11.2016, 17:41Inaktiver User
AW: Wenn mir ein Mann gefällt, bin ich nicht mehr ich selbst...extrem! :-(
Dann müssen wir herauszufinden warum du so gestört bist.
Wie war deine Kindheit?
Du bist in Therapie was kam raus bisher?
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26.11.2016, 18:33
AW: Wenn mir ein Mann gefällt, bin ich nicht mehr ich selbst...extrem! :-(
Ich denke leider auch, dass der Drops mit dem Mann hier gelutscht ist. Wenn ich mir das umgekehrt vorstelle: Da lerne ich einen Mann kennen, treffe mich einige Male mit ihm und merke, dass bei mir der Funke nicht überspringt. Dann würde ich ihm das sagen - und das wärs dann auch für mich. Den Zusatz mit der Freundschaft habe ich früher auch immer gemacht, damit der Korb nicht allzu heftig rüber kam. Nachdem einige Männer allerdings über diese Schiene weiterhin versuchten, mich rumzukriegen, mache ich das heute nicht mehr.
Denn mal ganz ehrlich: Dieses Freundschaftsangebot kann man doch in 99,9 Prozent aller Fälle eh nicht ernst nehmen. Da hätte so manch Eine(r) ja ein halbes Fußballstadion als Kumpels, wenn er aus allen missglückten Dates/Kennenlernphasen Freundschaften gemacht hätte.
Daher war deine Reaktion völlig überzogen. Wenn ich umgekehrt nun in der Lage des Mannes wäre, wäre ich spätestens jetzt ganz sicher nicht mal mehr an einem kumpelhaften Kontakt interessiert. Natürlich kannst du ihn nochmal kontaktieren, aber dann müsstest du wohl sehr ehrlich sein zu ihm. In dieser Situation auf dein "Recht" zu beharren, zickig gewesen zu sein - da würde ich mir nur denken: "Die tickt doch nicht ganz sauber" und gar nicht mehr reagieren.
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26.11.2016, 18:39
AW: Wenn mir ein Mann gefällt, bin ich nicht mehr ich selbst...extrem! :-(
Selbst, wenn du dich ihm so gezeigt hättest, wie du bist - weißt du noch lang nicht, ob er sich auch in dich verliebt hätte. "Gut zusammen gepasst" - das hätte ich mit so manchem Mann in meinem Leben - trotzdem habe ich mich nicht verliebt.
Daher würde ich an deiner Stelle nun den Fokus weg von dem Mann hier nehmen. Ich glaube nicht, dass da noch irgendwas zu retten ist. Und stelle die waghalsige These auf, dass er sich auch nicht mehr in dich verlieben würde, wenn du ab morgen nur noch ganz du selbst wärst.
Versuche lieber, dich jetzt ganz auf dich selbst und dann auf den nächsten Mann zu konzentrieren. Dieser hier war es m.E. nicht.
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26.11.2016, 19:10
AW: Wenn mir ein Mann gefällt, bin ich nicht mehr ich selbst...extrem! :-(
Ich möchte mich mal an einem anderen Ansatz versuchen.
Du schreibst, du bist nicht du selbst, wenn du mit dem Mann zusammen bist. Dem möchte ich erstmal widersprechen: Die Person, die da zum Vorschein kommt, bist ebenfalls Du! Du bist eben nicht nur streitlustig und tough und witzig und clever und laut, sondern auch harmoniebedürftig, sensibel und leise. Es spielt keine Rolle, dass Du "nur" im Umgang mit deinem neuen OdB so bist wie Du bist - trotzdem bist Du das und es gibt keinen Grund, diese Person abzulehnen. Ein Partner, mit dem Du glücklich werden kannst, muss eben auch diese Seite an dir mögen.
Vielleicht ist dieses andere Ich ja sogar näher an deinem innersten Ich, an deinem Wesenskern, als das andere, toughe Ich? Du willst doch geliebt werden und Nähe haben - warum solltest du das nicht zeigen dürfen?
Ich denke, Du solltest gemeinsam mit Deiner Therapeutin mal daran arbeiten, welche Männer dir gefallen und warum, welche Muster du da hast. Vielleicht können dir einfach die ausgesuchten Männer keine Sicherheit vermitteln oder sind einfach die Falschen? Ich persönlich habe zumindest diese Erfahrung gemacht. Bevor ich meinen Mann traf, war ich ein zynischer Großstadt-Langzeit-Single. Und traf überall auf ebensolche. Man überbot sich gegenseitig im Coolsein und kam sich nicht nahe. Wenn du genau dieses Coole nicht hast, kann das auch ein Schutz sein. Jedenfalls ist es bei mir dann noch gut ausgegangen und ich habe noch einen sehr sensiblen, tollen Mann getroffen, bei dem ich sein konnte, wie ich wirklich bin, nämlich eigentlich auch sehr sensibel, ängstlich und verletzlich.
Alles Gute für Dich!
Pola
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26.11.2016, 20:07
AW: Wenn mir ein Mann gefällt, bin ich nicht mehr ich selbst...extrem! :-(
Hallo Josy, die Du ja nun doch nicht denselben Mann gedatet hast wie ich (kleiner Insider, es gab eine kurze private Kommunikation bzgl. eines anderen Typen)! ;-)
Ich versuche jetzt auch mal, mir die Sache anders herum vorzustellen, so wie Du das getan hast.
Ups, das wurde ein elendig langer Text, ich hab ihn wieder gelöscht. In Kurzform: Ja, ich wäre neugierig auf den "anderen" und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass da plötzlich mehr draus wird. Ist doch klar, dass nette Ja-Sager(inner) maximal nett und sympathisch sind, aber nicht mehr. Natürlich weiß ich nicht, ob er mein normales Ich zum Verlieben gefunden hätte. Das wäre ja auch zu einfach. Aber ich behaupte, der Unterschied ist so groß, dass er mich wirklich mit ganz anderen Augen sehen würde. Gut, wenn dann nichts ist, dann ist eben auch nichts. Du hast Recht, als platonischen Freund wollte ich ihn dann auch nicht. Kein Fußballstadion! Das war in diesem Fall einfach nur das Hintertürchen, das ich mir ganz bewusst offen gehalten habe.
Pola, gegen harmoniebedürftig und sensibel ist ja so gesehen nichts einzuwenden, im Gegenteil. Wenn harmoniebedürftig allerdings bedeutet, dass ich ständig meine eigenen Bedürfnisse hintenanstelle, damit kein Streit (!) entsteht, dann stimmt irgendetwas nicht.
Blödes Beispiel dazu: Er hat einen Hund und statt einer normalen Leine hat er so einen etwas dickeren Führstrick für Pferde (falls das jemand kennt). Da ist erstens keine Schlaufe dran, was ich furchtbar unpraktisch finde, und außerdem stehe ich auch nicht auf knallorange. Er hat mir dann stolz erzählt, warum er eben diesen Strick hat (normale Leinen wären unverschämt teuer blabla). Ich habe ihm natürlich sofort beigepflichtet und ihn für diese tolle Idee gelobt. Normalerweise hätte ich gesagt, dass ich die Farbe gewöhnungsbedürftig finde und dass mich die fehlende Handschlaufe stören würde. Das wäre ja nichts gewesen, was die Harmonie zerstört hätte. Nicht im Geringsten. Über Geschmack lässt sich ja auch nicht streiten. Aber selbst bei solchen Kleinigkeiten benehme ich mich dann wie ein Opferlamm!
Anderes Beispiel: Für unser drittes Date hatte ich vorgeschlagen, dass ich mich jetzt mal um eine Location kümmern würde, er hätte sich ja schließlich schon zweimal gekümmert. Seine leicht angepisste Reaktion war, dass er es wohl schon noch geschafft hätte, einen dritten netten Ort zu finden. Oh Gott! Jetzt habe ich ihn sauer gemacht! Hilfe! Er will mich jetzt bestimmt gar nicht mehr sehen! So fühlt es sich dann für mich an. Und ganz schnell lenke ich ein und rechtfertige mich, warum ich jetzt auch mal einen Vorschlag machen wollte. Inklusive Entschuldigung. Und dass er natürlich super kreativ sei und dass die ersten beiden Locations wirklich ganz toll waren. Bloß beschwichtigen und wieder gut Wetter machen! Jedem anderen Mann hätte ich einen neckisch-frechen Spruch entgegengeschleudert.
Und diese unterwürfige, extrem harmoniesüchtige Seite finde ich eben nicht ok. An mir nicht und auch an keinem anderen. Das ist eine leblose Hülle ohne eigene Meinung. Ganz schlimm.
Deinen letzten Absatz habe ich mir jetzt mehrfach durchgelesen und irgendwas klemmt bei mir. Ist Coolsein nun Schutz oder nicht? "Man überbot sich gegenseitig im Coolsein und kam sich nicht nahe. Wenn du genau dieses Coole nicht hast, kann das auch ein Schutz sein."
Mir gefallen die ruhigen, nachdenklichen Männer ohne coole Sprüche. Die, die auch mal darüber sprechen, was sie bewegt. Die nicht die typischen Männerhobbies haben wie Fußball, am Motorrad rumschrauben oder Kraftsport. Wenn man es böse ausdrücken wollte, könnte man sagen, ich mag Langweiler. Die stinknormalen Büro-Sesselpupser, die keiner extremen Freizeitgestaltung nachgehen, sondern die, die vielleicht noch eine sozialen Sache/ Ehrenamt ausüben. Er z. Bsp. gibt zweimal die Woche Schwimmunterricht für Schwimmanfänger, um das Seepferdchen zu erwerben. Hört sich total öde an, aber als ich das gehört habe, hat es mir ihn gleich noch sympathischer gemacht. Soweit off topic...
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26.11.2016, 21:52Inaktiver User
AW: Wenn mir ein Mann gefällt, bin ich nicht mehr ich selbst...extrem! :-(
Ja, wir wollen uns von unserer Schokoladenseite zeigen. Und kehren unsere schönsten Facetten nach außen. Alles ganz normal beim Kennenlernen. Vielleicht sind ja einfach nur Deine Kandidaten, die Du in die engere Auswahl ziehst, nicht richtig für Dich?
Und was willst DU denn von einer Beziehung? Hast Du Dir das schon mal ganz ganz klar gemacht vor Deinem inneren Auge? Denn es könnte doch auch gut sein, dass Du - so wie Du bist - ein ganz wunderbarer Mensch und eine tolle Frau für genau den Richtigen bist? Dann verbiegst Du Dich auch nicht mehr, denn wenn eine klare Vorstellung von der Traum-Beziehung in Deinem Kopf wäre, dann fallen ja alle "falschen" Kandidaten eh durchs Raster... So ist es bei mir bisher gewesen. Alles, was ich mir gewünscht hab, hab ich bekommen. Jetzt übe ich mich im Wünschen
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26.11.2016, 22:21
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26.11.2016, 22:35Inaktiver User
AW: Wenn mir ein Mann gefällt, bin ich nicht mehr ich selbst...extrem! :-(
Ich hab alles gelesen, was du geschrieben hast. Und ich sehe ehrlich kein Problem bei Dir. Der Typ passt halt nicht zu dir. Der will eben genau eine nickende leblose Puppe und hat schnell gemerkt, dass du das im Grunde nicht bist, auch wenn dir das vielleicht selbst so vorkam... Weshalb er komisch wird, wenn dir der Kragen platzt.
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26.11.2016, 23:10
AW: Wenn mir ein Mann gefällt, bin ich nicht mehr ich selbst...extrem! :-(
Doch, ich kann das schon verstehen, bzw. glaube nachfühlen zu können, was die TE meint. In sehr jungen Jahren war ich ähnlich. Ich habe mich meinem (männlichen) Gegenüber nie wirklich gezeigt, sondern mich immer irgendwie ihm angepasst. Das sah dann so aus, dass ich natüüüürlich die Musik toll fand, die er toll fand (obwohl ich sie eigentlich fürchterlich fand), ihm eine alte Platte schenkte, weil er die unbedingt haben wollte (obwohl ich die eigentlich nie abgeben wollte), mit ihm Sport machte, obwohl ich Sport bis zum Erbrechen hasse usw.
Das Alles entsteht aus einem geringen Selbstwertgefühl und dem unbedingten Wunsch, gefallen zu wollen. Bei mir hat sich das irgendwann von selbst gelegt.
Trotzdem bin ich überzeugt davon, dass die Männer damals sich auch nicht in mich verliebt hätten, wenn ich authentischer gewesen wäre. Aber mit meinem schrägen Verhalten hatten sie dennoch nichts zu tun, auch wenn sie nicht die "Richtigen" für mich waren.



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