Nach vielem Hin- und Her hier im Forum und langem Nachdenken ist mir selbst aufgefallen, dass ich als Frau von den Männern entweder als guter Kumpel akzeptiert werde oder sie haben total Angst vor mir.
Die einen heulen sich bei mir aus über ihre Beziehungskisten und verschwinden, sobald die Wogen geglättet sind wieder für ein paar Wochen und bei den anderen muss ich mich immer dafür rechtfertigen, dass ich als Single nicht gleich in jedem Mann einen potentiellen Partner sehe, wenn ich nur mit einem Mann einmal etwas reden möchte!
Bisher hatte ich nicht sehr viel Glück in meinem Privatleben, wobei es auf die Betrachtungsweise ankommt. Glück insofern, dass mir rechtzeitig etwas erspart geblieben ist und weniger Glück, dass nach jeder Trennung immer ein bitterer Nachgeschmack bleibt.
Ich habe mir sagen lassen, dass es nicht an meinem Aussehen liegt. Der Beruf erfordert natürlich eine große Selbstsicherheit und ich muss mich auch gut durchsetzen können. Bin aber dabei nicht der Typ Karrierefrau im strengen Nadelstreifenkostüm, Knoten im Haar und strengem Blick! Privat bin ich ein Jeanstyp! Natürlich passiert es mir auch, dass mir einmal ein Mann in die Jacke hilft oder Sachen trägt – aber sobald ich einen näher kennen lerne, will er entweder Freundschaft oder hat eben Angst davor, dass ich ihm zunahe kommen könnte!
Im Berufsleben bin ich durchaus dominant, aber im Privatleben möchte ich das eigentlich nicht sein! Evtl. aber nehme ich viel von meinem Berufsleben in das Privatleben mit – zumindest nach außen hin!?
Auch wenn ich nach meiner jüngsten privaten Pleite nicht auf der Suche bin (was nicht ausschließt, dass ich auch eine gewisse Sehnsucht nach Nähe habe), so würde es mich doch interessieren, ob es anderen Frauen ähnlich geht! Oder auch von Männern erfahren, was ihnen „Angst“ machen könnte oder warum sie eine Frau gerne als Kumpel sehen!
Evtl. gibt es da Dinge in meinem Leben, die ich ändern muss!
Gruß...Bienie
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Thema: Kumpel oder Abschreckung?
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14.01.2007, 00:34
Kumpel oder Abschreckung?
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14.01.2007, 10:42
AW: Kumpel oder Abschreckung?
Hi bienie, irgendwie scheint es an "weiblicher" Ausstrahlung zu mangeln. Beruflich dominant und privat ein Weib - wenn man da nicht ganz bewußt etwas für die weiche Seite tut, kommt da "Powerfrau" rüber. Die wollen sie zum klönschnacken und ausheulen, aber nicht zum liebhaben. Ist mir klar. Jeanstyp ist kein Problem, aber das kann man sehr weich und mädchenhaft stylen oder eher burschikos, mit Jeansjacke und einfachem Shirt drunter, vielleicht noch Stiefel an...
Mir hat mal sehr der Ratgeber...äh...wie heißt er noch...irgendwas mit "Uschi" geholfen. Ach ja "Das Uschi-Prinzip". Den habe ich schon x-mal weiter empfohlen und Du solltest mal meine Freundin Christie hören, wie ihr dieses Buch weiterhalf...sie ist jetzt glücklich unter der Haube. Klar, sie ist immer noch ein dominanter Typ, aber sie hat da gelernt, wie sie sich weiblicher geben kann.
Das fängt bei der Klamotte an und geht über die Kommunikation weiter.
Echt - hol Dir das Buch, Dir wird ein Seifensieder aufgehen!
Bin gespannt, was hier noch für Tipps kommen. Ich wünsche Dir viel Erfolg und vor allem Spaß!
Gruß Karla
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14.01.2007, 10:42Inaktiver User
AW: Kumpel oder Abschreckung?
Bienie,i
ich glaube ,wir haben das gleiche Problem.
Viele Grüsse
sintilay
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14.01.2007, 11:16
AW: Kumpel oder Abschreckung?
Woher willst du wissen, ob solche Männer Angst vor dir haben? Für einen Rückzug kann es viele Gründe geben, das kann an deinen Macken liegen, es kann an seinen Macken liegen, oder auch daran, daß seine Macken nicht zu deinen passen.
Zitat von bienie

Und es gibt natürlich auch Männer, die nicht gleich in jeder Frau eine potentielle Partnerin sehen, sondern nur mal mit einer Frau etwas reden möchten.
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14.01.2007, 11:35Inaktiver User
AW: Kumpel oder Abschreckung?
Hallo Bienie,
Da haben wir wohl ein ähnliches Problem. Mit sintilay zusammen können wir ja einen Club gründen.
Ich halte normalerweise wenig von solchen Ratgebern aber als Anregung ist das vielleicht gar nicht so schlecht. Ich bin jedenfalls ausreichend verzweifelt, um es mir nächste Woche zu kaufen.Mir hat mal sehr der Ratgeber...äh...wie heißt er noch...irgendwas mit "Uschi" geholfen.
Das hört sich so einfach an aber das ist es nicht. Ausstrahlung ist etwas, das von innen heraus kommt und das man nicht einfach so erlernen oder erwerben kann.Das fängt bei der Klamotte an und geht über die Kommunikation weiter.
Klamotten allein bringen jedenfalls nichts. Ich hatte mal eine Freundin, die sich immer auffallend sexy gekleidet hat und die bei manchen Männern geradezu Sabberanfälle ausgelöst hat. Wenn ich mich so angezogen habe, wie sie, hat mich trotzdem keiner wahrgenommen. Ich fühlte mich offenbar zu unwohl in den Klamotten und habe das auch nach außen hin abgestrahlt.
Man muss schon Sachen anziehen, die einem selbst gefallen und in denen man sich wohl fühlt. Nichts ist weniger überzeugend, als eine Frau, die sich ständig am zu kurzen Mini herumzupft, weil sie fürchtet, man könnte zu viel sehen.
Ein Kleid z.B. ist ein sehr feminines Kleidungsstück aber wenn man darin kein gutes Gefühl hat, wirkt es eher gegenteilig, man sieht aus, als hätte man sich verkleidet.
Das Briefkastentanten-Syndrom habe ich zum Glück nicht. Die Jungs merken offenbar schnell, dass sie bei mir keine Therapiestunde bekommen. Ich höre zwar zu, wenn mir einer seine Sorgen erzählt, sage aber nichts dazu oder behaupte, keinen Rat zu wissen oder ihm nicht helfen zu können. Das mag zwar herzlos klingen, befreit einen aber sofort von allen "Patienten".
Bleibt noch das Kumpel-Syndrom. Ein Mann kann mit einer Frau keine Männerfreundschaft haben. Was also bewegt einen Mann dazu, bei mir eine soche zu erwarten? Offenbar habe ich zu viel Männliches an mir.
Vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam das loszuwerden. Ich bin jedenfalls auch auf weitere Anregungen gespannt.
LG,
Dory
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14.01.2007, 11:40
AW: Kumpel oder Abschreckung?
Liebe Karla,
ich denke auch, dass ich oft zu dominant "rüberkomme", bin auch gerade dabei, meinen Kleidungsstil zu ändern, wobei ich immer sehr aufpassen muss, da ich von der beruflichen Seite her (die Leute sehen mich auch privat), immer seriös erscheinen sollte! Mal überlegen! Wie gesagt: Für Tipps bin ich sehr offen!!!!!!!
Hallo Glaux,
gut geschrieben! Das mit den Macken gefällt mir. Wenn ein Mann nur mit mir reden möchte, dann bin ich der Kumpel, aber ich frage mich, warum manche sich zurückziehen, wenn ich reden will - d. h. ich einmal zur Abwechslung mit einem männlichen Kumpel sprechen möchte! Ich muss mich dann immer rechtfertigen, dass ich in ihm keinen potentiellen Partner sehe! Wenn ein Mann mit mir spricht, dann falle ich ihm auch nicht gleich ins Wort und sage gleich - "Also nicht, dass wir uns falsch verstehen, ich suche keinen Mann." Aber anders herum muss ich mir das anhören und das stimmt dann wieder nicht mit meiner kumpelhaften und dominanten Ausstrahlung zusammen!
Doch, ich flirte eigentlich ganz gerne, oder habe es getan, aber seit mir das letztere jetzt häufiger passiert, habe ich es sein lassen! Vielleicht liegt es am Alter (werde 39) und alle denken, dass bei der jetzt die biologische Uhr tickt?! Für mich ist es einfach oft nicht faßbar, dass ich gerne einfach etwas reden möchte - warum nicht auch mit einem Mann - und zunächst einmal werden die Grenzen gesteckt - da verliere ich die Lust zum Reden und denke nur: langweilig, das erstickt alle interessanten Gesprächsmöglichkeiten sofort im Keim.
Grüße von der nachdenklichen - aber nicht unglücklichen Bienie
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14.01.2007, 11:51Inaktiver User
AW: Kumpel oder Abschreckung?
Der Beruf nimmt in Deinem Artikel sehr viel Platz ein und mir fällt das krasse Unterscheiden zwischen "Privatleben" und Beruf auf, selbst hier in diesem "Privat"-Forum.
Klar, das man im Beruf gefordert wird, aber mir kommt es dadurch vor wie zu viel Schauspielerei.
Klingt für mich nach Doppelleben, da hat kein Mann und keine Frau Bock drauf.
Den Job macht man im schlimmsten Falle, um Kohle zu verdienen. Im besten Falle, weil er ein Hobby ist. Ich würde aber nie anfangen, MEIN eigenes Leben und Denken deswegen durchzutrennen.
Vielleicht solltest Du noch mehr "Privat" werden? Du bist ja ein Mensch und keine Maschine... ;-)
Das ist meine Ansicht und das meine ich absolut nicht böse und ich hoffe, Du verstehst Du was ich meine?
Gruß
Dambo
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14.01.2007, 11:51
AW: Kumpel oder Abschreckung?
Hi Dory,
die Nachricht von Dir hat sich mit meiner überschnitten! Beim "Briefkastensyndrom" musste ich lachen! Gut beschrieben!
Im Grunde genommen ist es bei mir so, dass ich schon Männer kennenlerne. Wenn ich mich dementsprechend anziehe, scheint auch etwas rüber zu kommen! Aber wenn ich den Mund aufmache kommt evt. doch noch zu viel Dominanz rüber - und schwups bin ich in einer ganz anderen Schublade! Aber als Dummchen kann und will ich mich auch nicht verstellen! Ist vielleicht allgemein ein Problem von Frauen, die über eine Menge Wissen, Erfahrungen und Durchsetzungsvermögen verfügen. Braucht die überhaupt einen Mann? Solch eine Frage wurde mir auch schon gestellt! Dass ich einen solchen Kontakt abgebrochen habe, ist vermutlich nachvollziehbar! Womöglich haben Männer mit einer gewissen Autorität und Wissen weniger "Angst" vor mir - aber ich habe nur wenige getroffen. Wenn, dann sind sie vergeben und wir finden uns auf der Kumpel-Ebene. Ja oder ich gerate an psychisch instabile Männer, die sich von meiner Stärke angezogen fühlen und dann die Kurve nicht bekommen. Ein Grund dafür, dass ich im Augenblick auch nicht auf der Suche bin.
Oh, wollte nur ein paar Zeilen schreiben, es muss am miesen Wetter liegen, dass ich heute extrem zu Romanen neige!
Gruß...Bienie
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14.01.2007, 11:57
AW: Kumpel oder Abschreckung?
Hallo Dambo,
natürlich bin ich nicht böse, sonst würde ich auch nicht ins Forum schreiben und um ehrliche Meinungen bitten!
Du hast sicher recht damit, dass die Trennung von Beruf und Privat einfach nicht so verläuft, wie es natürlicherweise laufen sollte! Mein Problem ist nur, dass ich früher so viel privaten Mist erlebt habe, dass mich der Beruf gewissermaßen aufgefangen hat! Dann widerum wurde meine Existenz im Beruf bedroht - ein ewiger Kreislauf! Ich war früher total schüchtern und habe mich in dieser Beziehung absolut gedreht! Aber im Berufsleben muss ich mich auch und vor allem viel gegen Männer durchsetzen und ich habe das Gefühl - genau das ist es, was ich dann mit mir nach Hause nehme!
Was den Beruf ansonsten angeht: Eine Familie gründen kann ich leider nicht, aber Ziele braucht man. Also hatte ich mir berufliche Ziele gesteckt, vermutlich war ich dann aber zu sehr darauf fixiert!
Eure Zeilen geben mir Grund zum Nachdenken!!!! Genau so wie ich es auch möchte!
Gruß Bienie
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14.01.2007, 12:50
AW: Kumpel oder Abschreckung?
interessantes thema...ich dacht mir ich junger hüpfer schreib auch mal ein paar zeilen dazu...
also ich glaube es ist ein grunsätzlich gesellschaftliches problem. ich (24) befinde mich schon wieder in einer anderen generation, wo die geschlechter langsam lernen, dass grauzonen gibt zwischen berufsleben des mannes/der frau und dem privaten bereich. man hat heutzutage einfach so verdammt viele möglichkeiten seinen weg zu gehen, wahlmöglichkeiten wie karriere oder familie oder karriere und familie oder hausfrau/-mann oder überzeugter single oder alleinerziehend oder homosexuell...whatever! das ist toll, dass man quasi gesellschaftlich, egal welchen weg man geht, trotzdem "annerkant" wird, aber mitunter auch verwirrend, denn man muss sich heutzutage seine "rolle" suchen, jeden macht etwas anderes glücklich.
was ich damit sagen will, ist dass es besonders in den letzten sagen wir zwanzig jahren zu erheblichen veränderungen im rollenverhalten der männer ud frauen gegeben hat und ich glaube, dass besonders die männer damit eher ein problem haben als die frauen...denn schließlich hat die aktive veränderung des rollenbildes der frau die veränderung des rollenbildes des mannes einhergehen lassen, nicht umgekehrt!
nicht umsonst wird heutzutage das rollenbild des mannes in sozialwissenschaftlicher hinsicht so vielseitig diskutiert und man merkt, dass männer sich in ihrer "neuen" rolle erstmal einfinden müssen. (den jüngeren fällt dies leichter, weil sie schon mit einer neuen generation frauen aufwachsen, die etwas älteren müssen akzeptieren, dass sie nicht mehr nur die "tarzane" sind und wir frauen nur die "janes"!)
nun zum thema "männern angst machen", ja, mit sicherheit macht man einigen männern angst. denn starke frauen machen männern immer ein wenig angst, schließlich ist es ja auch für die beschützer,jäger und sammler eigenartig "plötzlich" einer frau gegenüberzustehen, die sagt, hey, das kann ich auch und das mach ich schon jahrelang und mir gehts gut damit. das erweckt dann vielleicht gedanken in den männern "wozu braucht sie MICH dann?", sicherlich nicht bewusst, sondern unterbewusst, aber ich glaube als frau muss man einfach versuchen die männer langsam an den gedanken heranzuführen, dass man sie trotz der eigenen selbständigkeit durchaus braucht.
es gibt schließlich trotz all der gesellschaftlichen veränderungen einfach dinge zwischen männern und frauen, die uns unterscheiden und das ist es was es gilt hervorzuheben, damit beide geschlechter wissen was die stärken/schwächen des anderen sind und was man aneinander hat.
gegenseitiger respekt und verständnis für den anderen sind hier die schlagwörter.
viellecht warst du manchmal zu dominant oder hast, wenn du männer kennenlernst zu schnell klargestellt, dass du einfach arsch in der hose hast.vielleicht musst du einfach einen gang runterschrauben und ein bisschen handzahmer werden im privaten bereich? männer sind eben einfach schneller überfordert mit neuen dingen, das liegt in der natur des mannes und das soll hier nicht herablassend klingen, es ist lediglich eine feststellung. geh vielleicht mit mehr verständnis an die sache ran und lass die männer mal ein bisschen "machen" damit sie sich sicher fühlen und sich überhaupt trauen dich toll zu finden.
es ist ja nun mal so dass man heutzutage von allem ein bisschen haben möchte, nicht den kompletten macker, aber mitunter im richtigen moment, nicht nur den frauenversteher, aber mitunter, im richtigen moment usw....das ist bei den männern bezüglich der frauen sicherlich nicht anders.
durchleuchte mal dein verhalten und schau, ob bei dir die "harte" seite viellecht zu stark überwiegt, weil du es jobmäßig einfach so machen MUSST, was ja auch völlig ok ist- aber im privaten bereich kann man sich auch mal locker machen...
wir sind doch alle nur menschen und liebesbedürftig!
in diesem sinne, ein roman...uiuiui...
die perle
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KOCHEN ALLE NUR MIT WASSER!


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