Das sehe ich genauso, und völlig unabhängig von Witwer oder nicht.
Wie kann man sich derart in eine neue Bekanntschaft, wo man von dem anderen im Grunde noch gar nichts weiß, hineinsteigern, von wegen er sei der Tollste und Beste weit und breit ? Das verstehe i8ch im Teenie-Alter, aber nicht bei jemand, der 5 Lebensjahrzehnte hinter sich hat.
Und dann der dauernde Klärungsbedarf .....
So treibt man auch jemand bindungswilligen ohne Altlasten in die Flucht. Das klingt alles sehr verkrampft.
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Thema: Witwer kennen gelernt...
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23.09.2016, 17:56Inaktiver User
AW: Witwer kennen gelernt...
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23.09.2016, 17:59Inaktiver User
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23.09.2016, 18:20Inaktiver User
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24.09.2016, 13:36
AW: Witwer kennen gelernt...
Ich wundere mich, denn ich sehe hier eigentlich ZWEI Menschen, die BEIDE in einer akuten Trauersituation sind, BEIDE in einer emotionalen Ausnahmesituation, weil sie einen geliebten Menschen verloren haben... es ist aber immer nur von der Trauer und den Gefühlen des Mannes die Rede... und auch die_eine scheint mir hauptsächlich auf ihn und seine Situation fixiert.
Liebe die_eine, es tut mir unendlich leid für dich, dass du deine Schwester verloren hast.
Ich wünsche dir auch, dass du mit deinem Bekannten glücklich wirst. Aber im Moment könnt ihr euch wohl gegenseitig nicht die emotionale Stabilität geben, die jeder von euch braucht. Da ist das "inne halten" sicher das Beste. Und dann gemeinsam, wenn ihr BEIDE bereit seid, einen völlig neuen Weg einzuschlagen.
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24.09.2016, 14:32Inaktiver User
AW: Witwer kennen gelernt...
Ich denke, den Partner zu verlieren, ist schon etwas anderes, als die Schwester. Und Du weißt ja auch nicht, wie nah sie sich standen.
Mir scheint eher, dass die TE recht einsam ist, und jetzt krampfhaft eine Beziehung herbei zwingen möchte. Das ist durchaus verständlich, denn mit 50+ (bin ich auch) stehen nicht mehr haufenweise attraktive Kandidaten vor der Tür.
Aber mit dieser Fixierung dürfte das schwer werden.
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24.09.2016, 16:47
AW: Witwer kennen gelernt...
Da gebe ich dir schon recht.
Es ist sicher völlig anders, aber deshalb doch nicht weniger.
Und Trauer, denke ich, ist immer ein Ausnahmezustand.
Ich stehe meiner Schwester heute auch nicht sonderlich nah, aber immerhin ist sie ein Teil meiner Kindheit, also ein Teil von mir. Ich wäre am Boden zerstört, wenn ich sie verlieren würde.
Einerseits verstehe ich die_eine, wenn sie sich an diesen Mann klammert, und wahrscheinlich ist er auch der Mensch, mit dem sie sich im Moment am meisten verbunden fühlt. Und er sich auch mit ihr.
Aber mir scheint, dass jeder für sich nochein Stück weit die eigene Krise bewältigen muss, bevor sie zusammen sein können. Und sie scheint sich aber nur auf seine Krise zu beziehen.
Ich sehe keinen Grund, warum die zwei nicht irgendwann in der Zukunft miteinander glücklich sein könnten. Das einzige, was die Verbundenheit, die sie beide im Moment fühlen, zerstören könnte, ist meiner Meinung nach der Druck, den sie auf ihn ausübt.
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24.09.2016, 22:54
AW: Witwer kennen gelernt...
Liebe TE,
ich sehe das überhaupt nicht negativ. Ich habe mich für vielen Jahren auch in einen Witwer verliebt, bin zwischenzeitlich mit ihm verheiratet.
Ich hatte nie ein Problem damit, dass er Witwer war und dass er seine Frau verloren hat. Aber ich muss auch sagen, er hat es mir leicht gemacht. Er hat mir immer das Gefühl gegeben, dass ich jetzt die Frau bin, die er liebt. Ich weiß nicht, ob ich mit der Trauer um die verstorbene Frau hätte umgehen können. Für mich hätte das vermutlich nicht zusammengepasst. Einerseits die Liebe zu mir, andererseits die Trauer um die verstorbene Frau.
Keine Ahnung, ob er damals mit der Trauer schon durch war, ob er sie mir nur nicht gezeigt hat, oder ob die Liebe zu mir.. die Freude über das Glück, eine neue Liebe erleben zu dürfen, größer war als die Trauer. Aber ich war nie sonderlich konfrontiert mit der verstorbenen Frau, emotional gesehen. In anderen Bereichen schon, aber da habe ich geschafft, darüber zu stehen. Aber es lag vor allem an ihm. Er hat mir die Zuversicht gegeben, dass ich nun Die Frau an seiner Seite bin und nicht nur ein Ersatz.
Zur Erklärung noch: seine Frau war schon länger krank und ist nicht urplötzlich aus dem Leben geschieden. So hatte er vermutlich auch Zeit, sich innerlich von ihr zu verabschieden. Und Ja, er wollte auch wieder glücklich sein nach all den schweren Zeiten. Ich habe ihn deswegen nie verurteilt oder ihm Lieblosigkeit unterstellt.
Was ich sagen will: Wichtig war für mich sein absolutes Bekenntnis zu mir. "Gemeinsam" zu trauern um seine verstorbene Frau wäre mir nicht möglich gewesen.bbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb bbbb
Werde, die du bist

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25.09.2016, 01:09
AW: Witwer kennen gelernt...
@all, ich fürchte das wird sehr lang!Ich denke, den Partner zu verlieren, ist schon etwas anderes, als die Schwester. Und Du weißt ja auch nicht, wie nah sie sich standen.
Mir scheint eher, dass die TE recht einsam ist, und jetzt krampfhaft eine Beziehung herbei zwingen möchte. Das ist durchaus verständlich, denn mit 50+ (bin ich auch) stehen nicht mehr haufenweise attraktive Kandidaten vor der Tür.
Aber mit dieser Fixierung dürfte das schwer werden.
Hallo Lorelei,
ich finde es irgendwie immer wieder befremdlich wenn hier so über "die TE" gesprochen wird.
Wieso sprichst du nicht mir?
Vor allem irgendwelche Spekulationen darüber wie nah meine Schwester und ich uns standen, was dies alles mit meiner Fixierung auf den Witwer zu tun hat und wie einsam ich wohl bin..was bringt das?
Frag doch einfach, ich les doch mit!
Meine Schwester war meine beste Freundin, meine Ratgeberin in allen Lebenslagen, meine Sonne, mein Mond, alles.
Eine wunderbare, gebildete, humorvolle, kreative, witzige, abenteuerlustige und tatkräftige Frau, die 6 Jahre lang dem Krebs die Stirn geboten hat, um am Ende von Metastasen im Hirn um ihren Verstand gebracht zu werden.
Unsere Söhne- fast gleich alt- sind die besten Freunde, sind zusammen aufgewachsen.
Unfassbar schwer ohne sie zu sein.
Aber machbar - wir haben uns gut voneinander verabschiedet, sie ist im Kreis Ihrer Freunde und Familie gestorben, wir waren alle dabei- das war ihre Art, sie hat es uns zugemutet, all das Schwere und so sind wir über uns hinaus gewachsen und haben alle gelernt dass nichts auf der Welt unendlich ist und das man den Moment leben muss- sie war so ein Mensch, sie verlieh Flügel
Bei ihm nun der Tod seiner Frau, eine ganz andere Welt- so sieht es für aus. ER, der Macher, der, der alles im Griff hat und kontrolliert, muss hilflos mit anschauen wie seine Frau stirbt.
Und muss jetzt hilflos mit ansehen wie er noch nicht darüber hinweg ist, alles immer wieder durchlebt und ihr totes Gesicht sieht an Stelle ihres lebendigen, gesunden - das war es doch woran er sich erinnern wollte.
Und ich kann ihm da nicht helfen, sehe es auch nicht als meine Aufgabe an ( also seine Therapeutin zu sein), aber finde es natürlich furchtbar wie schlecht es ihm geht.
Und drüber reden macht es für ihn schlimmer, er weiß dass diese Phase vergehen wird, diese akute,und so lange wird sich bei uns einfach nichts tun. Nicht weil er nicht will, er KANN nicht. Ihm wächst gerade alles über den Kopf, er hat das Gefühl die Kontrolle zu verlieren .
Ich hab viel nachgedacht woher meine extreme Unsicherheit kam, ich glaube es war eine besondere Kombination aus meiner immer bestehenden Anfangsunsicherheit wenn ich einen Typen richtig richtig toll finde und diesem Gefühl ich müsste es irgendwie hinkriegen dass er sich wieder gut fühlt und locker flockig schreibt und wir uns treffen.
Jetzt weiß ich: Ich werde es nicht ändern können, er wird aus diesem Loch klettern und einfach weiter gehen oder er wird denken oh toll jetzt kann ich endlich zu ihr.( also zu mir
)
Und dieses Beziehungsding, das kam auch total von ihm, ER hat immer davon gesprochen wie es wird wenn alle mich kennen lernen, wenn er bei mir übernachtet, wir in Urlaub fahren, zusammen einkaufen, kochen, die nächsten 19 Jahre Sex haben und er mich immer wieder dabei überraschen wird.....ein Traum ja, im Moment auf jeden Fal,l aber eben von uns beiden geträumt.
Ja, ich habe geklammert weil ich Angst hatte er ist sonst weg, weil er mir wirklich etwas bedeutet .
Das können einige von Euch nicht verstehen, ich weiß.
Ich glaube an Liebe auf den ersten Blick, ich hab sie erlebt und das nicht nur einmal.
Ich will nicht krampfhaft eine Beziehung herbeizwingen, ich hatte diese ja eigentlich schon von Anfang als unmöglich eingestuft aber habe mich dann drauf eingelassen (@Stecher war das wirklich so ne gute Idee??
).
Ich weiß jetzt echt nicht wie ich es sagen soll, aber eine Beziehung zu haben war noch nie mein Problem, ich muss jetzt auch keine Wartemarken verteilen, aber da gibts schon genügend Bewerber, die auch alle ok sind..
Aber die sind halt nicht er.
Und er ist der mit dem herzlichen Lächeln, den superfeuchten Küssen
, dem Wahnsinnskörper, dem witzigen Geist, dem unglaublichen Selbstbewusstsein, den blauen Augen, der Lust auf alles Neue, der Stärke, der Klarheit und..da wären wir bei meiner Schwester-er schafft es, dass ich über mich hinaus wachse, denn er traut mir, zu dass ich das schaffe auf ihn zu warten.
Denn ob Euch das gefällt oder nicht, ob ihr das versteht oder nicht..ich finde ihn wirklich toll und ich bin mir sehr sicher dass sich diese Scheißzeit lohnen wird.Geändert von skirbifax (25.09.2016 um 08:23 Uhr) Grund: Zitat repariert
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25.09.2016, 01:25
AW: Witwer kennen gelernt...
Du, dann mach halt.
Ich finde es nach wie vor masochistisch, sich an einen Mann zu hängen, der gefühlsmäßig noch an einer anderen Frau klebt. Was würde hier wohl geschrieben, wenn die Frau nicht gestorben wär, sondern ihn verlassen hätte.
Meine Güte, der Mann kann sich doch noch gar nicht auf dich einlassen. In meinen Augen bist du maximal Übergangsfrau.
Aber ja, jetzt kommt hier wieder blabla und was weiß ich nicht alles... der arme Mann... herrje...war halt einsam, als er sich in der SB angemeldet hat, und man muss ihm doch nur Zeit geben bla.
Ich werde in diesen "der arme Witwer"-Kanon nicht einstimmen, nach wie vor nicht.
Ich wünsche dir alles Gute, ich denke, du wirst das dringend brauchen. Und ich hoffe, dass du da einigermaßen unbeschadet rauskommst, ganz ehrlich.
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25.09.2016, 01:36
AW: Witwer kennen gelernt...
Ich möchte an dieser Stelle nochmal deutlich machen, dass ich sehr wohl großes Mitgefühl für den Mann habe - aber darum geht es nicht. DU bist es, die hier einen Strang eröffnet hat, und deshalb schreibe ich auch nur für dich, nicht für den Mann.



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