Wir wollen dies offensichtlich nicht, da es uns nicht glücklich macht, sonst wären wir in so einer Konstellation (mit wir meine ich jetzt einmal ganz allgemein gesprochen). Manchmal beneide ich dennoch diese Menschen, weil es sie vermutlich doch glücklicher macht, in so einer lauwarmen Konstellation zu leben, als es mich glücklich machen könnte. Und nur darum geht es ja.
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11.04.2016, 14:11
AW: Wie ändert man sein Beuteschema?
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11.04.2016, 14:12
AW: Wie ändert man sein Beuteschema?
Danke weiterweg.. ein kleiner Trost - ja ich schaue genauer hin.
Es stimmt, die Kombination, die mein Vater hat, habe ich sehr gern. Also er hat einen bodenständigen Beruf, ist aber kulturell interessiert, sehr viel gereist, diskutiert gerne über Politik und Menschen. Ich bin ja inzwischen in diesem Punkt sehr ähnlich geworden.
Die Konfliktunfähigkeit... richtig erkannt - ich habe immer mal wieder Männer angezogen, die das auch hatten. Komme eher schlecht damit zurecht, weil ich Konflikte gerne bereinige. Tja. Und jetzt?
Ergänzung: Wenn es nur die Konfliktunfähigkeit wäre, würde ich ja damit leben, mein Vater war ja zum Beispiel sehr zuverlässig und ansonsten bindungsfähig. Ich hingegen ziehe momentan Männer an, die nicht mal wirklich bindungsfähig UND konfliktunfähig sind.
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11.04.2016, 14:17
AW: Wie ändert man sein Beuteschema?
So, liebe Eulin. Die freundlichen Beiträge haben wir jetzt.

Bist du bereit für ein bischen Pfeffer?!
Ich fürchte, du suchst deine Partner nach Projektionen. "Jurist", "Künstler", "Architekt" - alles Hüllen. Wohlklingende Hüllen, zugegeben: Aber hast du den Menschen dahinter wirklich betrachtet? Achtung, jetzt wappnen bitte: Ich unterstelle dir Naivität.
Der "Weltenbummler" erzählst du hat JEDE Beziehung nach 2 Jahren beendet, ggf. inkl. Fremdgängerattitüde. Des "Künstlers" letzte Beziehung ging auseinander, "weil sie sich kaum sahen". Hast du gedacht, DIR würde es mit diesen Kandidaten anders ergehen?
Es wird mit Sicherheit 1000 Anzeichen gegeben haben von Anfang an, die dir hätten Warnung sein müssen. Aber entweder hast du sie geflissentlich ignoriert ODER warst schlicht blind in deiner Naivität.
Was ich dir rate? Nicht dein Beutschema ändern. Sondern HINGUCKEN das nächste Mal. Ein sehr guter Indikator, was DICH künftig erwartet und mit welchen Baustellen du dich bei einem Mann befassen darfst, liegt in 3 Fragen:
Wie verlief deine Exbeziehung? Wer hat Schluss gemacht? Und: Warum?
Hier kannst du die Essenz herausziehen, was für einen Kandidaten als Menschen du dir herausgesucht hast. Und kannst ggf. dann früher deine Notbremse ziehen.
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11.04.2016, 14:22
AW: Wie ändert man sein Beuteschema?
Ja gerne Pfeffer, kein Problem, ich suche ja Lösungen.
Wenn Du meine letzten Beiträge liest, wirst Du sehen, dass ich genau damit begonnen habe, genau hinsehen und schnell aussortieren.
Ich gebe Dir recht, ich war manchmal ein bisschen gutgläubig. Aber ich habe nicht aktiv gedacht, mir würde es mit diesen Männern anders ergehen, sondern ich habe schlicht und einfach nicht früh genug die relevanten Informationen zu den Ex-Beziehungen gesammelt, erfragt, bekommen. Und als ich sie bekam, war ich emotional schon zu involviert.
Auch gebe ich Dir recht, auf die 3 Fragen zu achten.
Wo ich Dir eher nicht recht gebe, ist mit den Berufen. Es sind Berufe, mit denen ich selbst in meiner Arbeit zu tun habe und deshalb auch viele Freunde aus diesen Feldern habe. Ich bin in einem Akademiker-Haushalt aufgewachsen und habe selbst eine akademische Ausbildung - das ist nicht wertend gemeint, sondern nur so, dass es mich geprägt hat und ich da auch oft Menschen kennenlerne.
An und für sich spielt mir der Beruf nicht die zentrale Rolle, aber diese Berufe stehen halt sehr oft für eine gewisse Belesenheit, ein Interesse an politischen oder kulturellen Fragen.
Käme jetzt ein Mann mit einem ganz anderen Beruf daher, der aber belesen, offen, interessiert und zuverlässig ist, glaube mir, der Beruf wäre mir recht egal.
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11.04.2016, 14:22Inaktiver User
AW: Wie ändert man sein Beuteschema?
Aber sie hat das doch erkannt? Was ist daran denn naiv?
Ob jemand beziehungsfähig ist stellt sich eben erst im Lauf des Kennenlernens raus - ob ich mich mit jemand gut unterhalten kann merk ich nach 5 Minuten. Also kann auch nur das der erste Filter sein.
Wenn ein anderer noch so bindungsfähig ist aber man sich schweigend gegenübersitzt und krampfhaft Themen sucht wird es halt nix. Genauso wenig wenn man dem schon gar nicht gefällt.
Es muss doch auch beiderseits ein Gefallen da sein.
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11.04.2016, 14:26
AW: Wie ändert man sein Beuteschema?
Das Problem hatte ich gerade mit einem anderen Mann, der sich sehr für mich interessierte. Nett und zuverlässig, und ich wollte ihm unbedingt eine Chance geben. Er hat mir auch optisch gefallen. Aber wir hatten uns sehr wenig zu sagen und ich hatte bald das Gefühl, es wird verkrampft beziehungsweise dass es an mir liegt, das Gespräch am laufen zu halten.
Ich wollte aber wirklich unbedingt weg von den Erfahrungen der Unverbindlichkeit der letzten Zeit, endlich jemand Zuverlässigen, Netten, und habe ihn drei mal getroffen und oft mit ihm telefoniert und geschrieben. Es hat nichts genutzt, es war verkrampft und irgendwann ging einfach die Kommunikation aus.
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11.04.2016, 14:31
AW: Wie ändert man sein Beuteschema?
Seh ich ziemlich ähnlich.
Nochmal Zustimmung zu diesen Sätzen.Was ich dir rate? Nicht dein Beutschema ändern. Sondern HINGUCKEN das nächste Mal. Ein sehr guter Indikator, was DICH künftig erwartet und mit welchen Baustellen du dich bei einem Mann befassen darfst, liegt in 3 Fragen:
Wie verlief deine Exbeziehung? Wer hat Schluss gemacht? Und: Warum?
Gut ist es auch immer, wenn man darauf achtet, ob der Kandidat grundsätzlich in der Lage ist, verschiedene Blickwinkel auf die unterschiedlichsten Themen (des Lebens) einnehmen zu können, ohne zugleich völlig 'beliebig' zu sein.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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11.04.2016, 14:32
AW: Wie ändert man sein Beuteschema?
Würden diese Aspekte tatsächlich keine wirkliche Rolle spielen, hättest du diese nicht so sehr betont. Du hast hier auch dadurch eine gewisse Kategorisierung vorgenommen. Ich verstehe, dass du intellektuell in deinem Gewässer bleiben musst (Himmel, ja!). Aber ich habe bei dir auch den Eindruck, dass dieses Attribut, was die Berufe ausmacht, dich auch etwas verblendet.
Schau mal, Künstler: Fällt mir sofort ein, freiheitsliebend, lebensfreudig, kreativ, macht viel, will viel reisen, ist mutig, hält nix von fixen Systemen, ist variabel. Beim Juristen fällt mir ein, strategisch, erfolgreich, taff, connectet gerne, kennt viele Leute, braucht ggf. immer wieder eine Herausforderung, ggf. Helfersyndrom oder zuviel Aggress. So steckt man iiiiirgendwie ja "doch" seine Projektionen in solche Berufsbezeichnungen rein.
Vielleicht steckt da auch der Wunsch nach einem erfolgreichen Mann dahinter oder einem Freigeist. Vielleicht, weil du selbst nicht den Erfolg hast, den du dir wünschst? Verstehste? So "lebst" du deine eigenen Anteile über die Männer aus.
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11.04.2016, 14:33
AW: Wie ändert man sein Beuteschema?
Das stimmt auf jeden Fall. Hier kann Frau viel ableiten. Nur mal eine Frage an alle Mitdiskutanten: Wann stellt ihr derartige Fragen im Kennenlernen? Ich traue mich das oftmals nicht schon beim zweiten Date zu fragen, weil es doch recht intime Fragen sind. Hab es schon oft erlebt, dass der Mann dann meinte, er wolle nicht über Ex-Beziehungen reden oder einfach vom Thema ablenkte. Will auch keine Verhörsituation schaffen. Wie geht ihr da vor?
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11.04.2016, 14:36
AW: Wie ändert man sein Beuteschema?
Ich habe begonnen damit, genau hinzusehen. Das war früher sicher ein Fehler von mir. Danke für den Input.
Bisher hat das genau Hinsehen leider nur dazu geführt, dass ich zwei Kategorien feststelle, die ich anziehe: Die Unkonventionellen, kreativen, Weltoffenen einerseits, die aber nix mit konservativer Bindung am Hut haben, oder die Zuverlässigen, Netten, Bindungsfähigen andererseits, die kaum Interessen mit mir teilen.
Ich hoffe, das ändert sich noch.
Ich habe das ja vorher schon geschrieben: Ich bin einerseits ziemlich konservativ in meinem Beziehungsbild, suche eine hundsnormale Beziehung mit einem netten Mann mit guten Werten (wie ich sie schon einmal hatte) und gleichzeitig halt einen Mann, mit dem ich Interessen wie zum Beispiel Kultur, Politik, Reisen, Diskussionsfreude teilen kann.
Ich bringe eben beides mit und ich habe manchmal das Gefühl, es gibt zu grossen Teilen nur entweder oder: Also entweder nett, beziehungsfähig und bodenständig ohne die mir wichtigen Austausch-Interessen; oder eben die genannten Interessen ohne Bodenständigkeit. Das belastet mich.
Aber ich hoffe wirklich, dass das nicht wahr ist.



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