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  1. Inaktiver User

    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Das ist ja das Problem - wenn sich die Aufgaben der Frauen ändern, die der Männer aber nicht.
    Das ist mir zu einseitig, Amelie. Es gibt auch noch die dritte Variante, dass die Aufgaben sich für Frauen und Männer ändern und das Konstrukt "Familie mit Kindern" für eine bestimmte Lebensphase nicht mehr vorgesehen ist. Manche Ideen wie das Social Freezing lassen es erahnen.

  2. gesperrt

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    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Weshalb sich Leute ohne dringlichen Kinderwunsch das Kinder haben auch inzwischen komplett sparen. Für sie (ich gehöre dazu) bringt es einfach nichts.

    Vorherige Generationen mussten dafür noch den Sex einschränken. Heute ist das nicht mehr nötig.

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    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist mir zu einseitig, Amelie. Es gibt auch noch die dritte Variante, dass die Aufgaben sich für Frauen und Männer ändern und das Konstrukt "Familie mit Kindern" für eine bestimmte Lebensphase nicht mehr vorgesehen ist. Manche Ideen wie das Social Freezing lassen es erahnen.
    Verstehe ich nicht. Was ist "social freezing"?

    Familie mit Kindern ist übrigens bei unserer heutigen Lebenserwartung rein zeitlich gesehen wirklich nur noch eine Lebens-PHASE von vielen. Und nicht alle entscheiden sich dafür, was ich legitim finde. Manche können es auch einfach nicht, aus medizinischen oder wirtschaftlichen Gründen heraus z.B. Auch darum finde ich es nervig, wenn Familie immer als DAS Maß aller Dinge, absolut erstrebenswert, und sozusagen die "Königsdisziplin" aller Lebensentwürfe gepriesen wird. Es werden damit einfach auch viele Menschen im Grunde beschämt, weil sie gar nicht so frei in ihrer Wahl sind.

    Auf der anderen Seite wird ja auch selbstverständlich Verantwortung erwartet, wenn Menschen eine Familie gründen wollen, d.h. wenn das dann die wirtschaftlich schwächeren machen und öffentliche Gelder beziehen, dann werden sie auch u.U. moralisch dafür verurteilt. Es gibt also schon viel Doppelmoral in unserem Land. Und meist entlädt die sich an den Frauen bzw. Müttern ("Karrierefrau", Alleinerziehende usw.) Für die Männer, die diese Kinder gezeugt haben, interessiert sich dann kaum einer in seinem Werteurteil
    Geändert von Amelie63 (25.03.2017 um 10:58 Uhr)
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  4. Inaktiver User

    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Verstehe ich nicht. Was ist "social freezing"?
    Einfrieren von Eizellen für später.

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    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Einfrieren von Eizellen für später.
    Aso, danke. Ist das nicht eine ziemliche Randerscheinung? Und noch dazu eine, die sich nicht jeder wird leisten können?

    Ich bezweifle, dass das unter den heutigen Lebensumständen eine Normalität wird, dass Menschen im Rentenalter oder kurz davor nochmal Eltern werden. Da müssten sich die gesellschaftlichen und medizinischen Rahmenbedingungen doch noch ein ganzes Stück gravierend verändern. Das werden sie zwar, aber sehr wahrscheinlich noch stärker in Richtung Zwei- oder Mehrklassensystem. d.h. dieses Problem sehe ich auch in der Zukunft eher als ein Priviligiertenthema.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Manche Ideen wie das Social Freezing lassen es erahnen.
    Ehrlich gesagt - ganz ohne moralische Attitüde - lässt mich dieser Gedanke trotzdem ein wenig erschauern. Immerhin geht das Alter von Erstgebärenden schon jetzt gegen die 40. Das noch mehr hinauszuschieben würde bedeuten, Eltern sind um die 70, wenn ihre Kinder 20 sind. Ich möchte mir das nicht vorstellen. Und ich weigere mich zu akzeptieren, dass uns in Zukunft nichts Klügeres einfallen sollte, als im Dienste der Wirtschaft solche Verrenkungen zu veranstalten.
    Ich will gar nichts schönreden, aber ich finde tatsächlich, dass diese Dinge in der DDR schon annäherungsweise sinnvoller gelöst schienen (das nur als Beispiel, weil ich dazu persönliche Erfahrungen habe und zwar nicht die Schlechtesten).
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Ich will gar nichts schönreden, aber ich finde tatsächlich, dass diese Dinge in der DDR schon annäherungsweise sinnvoller gelöst schienen (das nur als Beispiel, weil ich dazu persönliche Erfahrungen habe und zwar nicht die Schlechtesten).
    war es nicht da der Fall, dass die Frauen sehr sehr jung Kinder bekamen, weil es einfacher war als Familie eine Wohnung /Auto usw zu bekommen?

    jedenfalls war es mein subjektiver Eindruck, dass nach der Wiedervereinigung die Zahl der sehr jungen Mütter sehr anstieg und sich das auch noch in der Generation nach der Wende gehalten hat.
    Ich hab hier keine Zahlen, es ist einfach meine subjektive Beobachtung.

    Und aktuell? Keine Ahnung, aber ich fürchte, dass die Schere hier parallel zu den Einkommens- und Bildungsschichten (die auch schon längst nicht mehr identisch sind) weiter auseinander klaffen wird, also Eltern, die sehr jung oder sehr alt sind. Aber in dem Alter, in dem es bisher üblich war, eine Familie zu gründen, wird es vielleicht immer schwieriger. Weil man entweder schon eine Familie sehr früh gegründet hat - oder weil man immer länger damit beschäftigt ist die Grundlagen dafür zu schaffen.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    war es nicht da der Fall, dass die Frauen sehr sehr jung Kinder bekamen, weil es einfacher war als Familie eine Wohnung /Auto usw zu bekommen?
    Also ich kann das jetzt nicht aus meinem Umfeld bestätigen, dass jemand Kinder bekommen hätte, um eine Wohnung zu bekommen. Aus meiner Sicht hat man sich nicht so viele Gedanken um diese Sachen gemacht, weil Kinder zu haben nicht "das Ende von Leben und Karriere" bedeutet hat, so wie es heute wohl manchen erscheint. Allerdings war das natürlich vor sehr vielen Jahren.
    Mittlerweile stehen sich die potentiellen Eltern wohl vor allem mit ihren eigenen Ansprüchen selbst im Weg , z.B. finanziell, karrieretechnisch, in Bezug auf das "Eltern- bzw. Muttersein". Gerade bei Letzterem sind die Ansprüche derart, dass einen das schon Abschrecken kann, wahrscheinlich um so mehr, je mehr man darüber nachdenkt.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Ich bestätige das mal, Sprachlos, ich war 20 bei der ersten Schwangerschaft und es war ja völlig klar, das ich danach wieder arbeite, wenn das Kind da ist.
    Das war solch eine Selbstverständlichkeit, das mich ein Kind nicht einschränkt, das darüber eigentlich gar nicht geredet wurde.
    Aufgefallen ist mir das erst bei meinen zwei weiteren Kindern, im Westen geboren.

    Manchmal habe ich hier schon gedacht: Mittelalter.
    Ja, Frauen, die ihren Männern alles abnehmen und lieber ruhig sind, bloß keine Auseinandersetzung riskieren, dann macht man den ungeliebten Kram lieber selbst. Oft gehört, die Beschwerden der Kolleginnen, froh waren sie jedoch nicht.
    Mich hat auch im Osten niemand gefragt, wie ich denn arbeiten will mit einem Kind?
    Hier schon mehrfach bei Bewerbungsgesprächen.

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    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Immernagellack Beitrag anzeigen
    Ich bestätige das mal, Sprachlos, ich war 20 bei der ersten Schwangerschaft und es war ja völlig klar, das ich danach wieder arbeite, wenn das Kind da ist.
    Das war solch eine Selbstverständlichkeit, das mich ein Kind nicht einschränkt, das darüber eigentlich gar nicht geredet wurde.
    Aufgefallen ist mir das erst bei meinen zwei weiteren Kindern, im Westen geboren.
    Du hattest nach Art. 24 der DDR Verfassung ja auch die Pflicht zu arbeiten, nicht nur das Recht auf eine Beschäftigung. Deswegen gab es auch die ganztägliche Rundumbetreuung für Kinder ab 3 Monaten: Krippe, Kindergarten, Hort. Vollbezuschusst vom Staat - und der war dann bekanntlich irgendwann mal Pleite... Ich seh da jetzt keine große Leistung deinerseits bei DEN Rahmenbedingungen.

    Zitat Zitat von Immernagellack Beitrag anzeigen
    Mich hat auch im Osten niemand gefragt, wie ich denn arbeiten will mit einem Kind?
    Hier schon mehrfach bei Bewerbungsgesprächen.
    Weils im Osten egal war, ob du tatsächlich produktiv gearbeitet oder nur deine Zeit abgesessen hast und zudem noch 2 Wochen im Monat wegen kranker Kinder zu Haus bleiben musstest, plakativ ausgedrückt. Macht heute im Kapitalismus dann doch schon einen Unterschied.

    PS: Heirat war Grundvoraussetzung auf Zuteilung einer staatlichen (Plattenbau-)Wohnung (wer von zu Hause ausziehen wollte, brauchte also jemanden mit Wohneigentum oder eine Ehe). Kinder nicht. Bei Autos hat jeder einzeln einen Antrag gestellt, um die Chancen auf Zuteilung zu erhöhen. Ehe/Kinder egal.

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