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  1. Inaktiver User

    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen

    Dies ist die phantasievollste, aber unsinnigste Rechtfertigung für eine Frauenquote in der Politik, die ich je gehört habe.
    Was ist daran unsinnig? Ich befürworte zwar keine Quotenregelungen, aber in der Sache liegt VanDyck natürlich völlig richtig.

    Wenn man vom Frauenthema abstrahiert: Im Bundestag sitzen weit überproportional viele Juristen und Beamte. Und diese Überrepräsentierung bestmmter Berufsgruppen ist durchaus ein ernstzunehmendes Problem.

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    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Ich glaube, mir fällt keine andere Antwort ein, weil ich die Ausgangsbasis schon nicht teile. Erstens finde ich nicht, dass Frauen mehr jammern und sich beschweren als Männer; zweitens finde ich nicht, dass sie sich weniger engagieren. Nur anders.

  3. Inaktiver User

    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    @Kistenkumpel:

    Mir fehlt noch die Antwort auf meinen Beitrag 88.

  4. gesperrt

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    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Kistenkumpel:

    Mir fehlt noch die Antwort auf meinen Beitrag 88.
    Du hast dort keine Frage gestellt.

  5. Inaktiver User

    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Falsch gedacht.
    Auch wenn in einer Partei bspw. 32% der Mitglieder Frauen sind, so sollten die Bundestagsabgeordneten dieser Partei sehr wohl aus ca. 50% Frauen bestehen, weil nämlich Bundestagsabgeordnete in erster Linie nicht Vertreter der jeweiligen Partei sein sollen, sondern des ganzen Volkes.

    Paragraph 38 des Grundgesetzes lautet u.a.:
    Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.

    Oder anders gesagt: die Parteien sind verpflichtet, sich den rechtlichen Vorgaben des Grundgesetzes anzunähern. Nicht das Grundgesetz ist verpflichtet, sich an die Realitäten der Parteien anzupassen.

    VanDyck
    Das ist deine Interpretation.
    Das die Zusammensetzung dem prozentualen Anteil des Geschlechter des Volkes entsprechen soll, ist dort nicht erwähnt. Dann könnte man ebenso darauf pochen, dass der prozentuale passende Anteil z.B. auch für alle Glaubensrichtungen oder ethnischen Gruppen gilt

  6. Inaktiver User

    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Ferdinand_der_Stier Beitrag anzeigen
    Nur mal zur Info:
    Werden Frauen tatsächlich benachteiligt?

    Ein anderes Beispiel für „Verfälschen mit Statistiken“ ist der sogenannte Gender Pay Gap. Frauen verdienen in Deutschland Jahr für Jahr zwischen 22 und 23 Prozent weniger als Männer. Das klingt nach einem sehr großen Unterschied, aber basiert dieser Unterschied tatsächlich auf einer Benachteiligung von Frauen, wie vielfach behauptet wird?

    Dieser relativ große Unterschied ist unbereinigt, das heißt dass Unterschiede bei Qualifikation, Tätigkeit, Branche oder Berufserfahrung nicht berücksichtigt werden. Werden zumindest einige statistisch erfassbaren Unterschiede berücksichtigt, so beträgt der Unterschied laut statistischem Bundesamt nur noch rund 7 Prozent. Berücksichtigt man weitere Unterschiede, wie es etwa das Institut der deutschen Wirtschaft getan hat, so kommt man nur noch auf einen Gehaltsunterschied von 2 Prozent.
    Quelle:
    Lügen mit Statistik: Die Tricks beim Gender Pay Gap und der Armutsgefährdung | INSM – ÖkonomenBlog, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)

    Insofern tatsächlich ein Märchen.
    Tatsächlich ein "Märchen" oder einfach eine Frage der Interpretation?

    Rechnen wir mal ein frei erfundenes Beispiel durch:

    Anton und Berta sind Absolventen des Studiengangs BWL und haben die gleichen Schwerpunkte im Studium gesetzt. Leider gibt es BWL-Absolventen wie Sand am Meer. Unterstellen wir mal aus reiner Boshaftigkeit, dass Anton ein attraktiveres Jobangebot an Land zieht als Berta, weil die potenziellen Arbeitgeber Angst vor einer Schwangerschaft haben.

    Jetzt verdient Anton 15% mehr.

    Die beiden verheiraten sich und aus wirtschaftlicher Vernunft ist es Berta, die kürzer tritt, als sich Nachwuchs einstellt. Nach dem Wiedereinstieg hat sich das Gehalt weiter auseinanderentwickelt.

    Jetzt hat Anton plötzlich 30% mehr in der Tasche.

    Die Feministinnen nennen es Gender-Pay-Gap. Die INSM-Ökonomen rechnen Berufserfahrung, Branche und Tätigkeit heraus und plötzlich ist der Unterschied keiner mehr.

    Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.

  7. Inaktiver User

    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Du hast dort keine Frage gestellt.
    Na gut, wenn Du auf Formalitäten pochst. Ich schrieb:

    Wenn Deine Analyse irgend eine Aussagekraft haben soll, dann brauchst Du Zahlen darüber, wie sich der Frauen- und Männeranteil bei den Neumitgliedern im Laufe der Zeit entwickelt hat. Dass in der Altersgruppe der heute Siebzig- oder Achtzigjährigen deutlich mehr Männer als Frauen parteipolitisch aktiv waren, ist eine bekannte Tatsache. Daraus lassen sich aber keine sinnvollen Schlüsse über das Verhalten der heute Fünfundzwanzig- bis Vierzigjährigen ziehen.
    Welche Frage könnte man sich jetzt stellen?

    Schwierig. Schwierig. Vielleicht: Hast Du entsprechendes Zahlenmaterial?

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    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Seltsame (Un-)Logik - ich kann mir meine Frage doch beantworten. Aber meine Antwort gefällt mir nicht so gut, deshalb will ich ja andere Antworten kennenlernen.
    Nun gut, ein Versuch meinerseits:
    Es handelt sich einfach darum, dass die Frauen in dieser Rolle noch nicht wirklich vollumfänglich angekommen sein können, weil wie schon gesagt, an anderer Stelle auch schon von dir, sich traditionelle Muster nicht so schnell ändern. Tatsächlich erlebe ich Frauen doch als weniger durchsetzungsstark und offensiv, wenn es um die Vertretung eigener Interessen geht.
    Das scheint mir ziemlich sicher auf Erziehung (passiv, aktiv) und Vorbilder zurückzuführen zu sein.

    Im Übrigen empfinde ich es auch so, dass nicht die Männer den Frauen im Weg stehen bei ihrer Selbstverwirklichung, sondern wenn schon, dann doch eher die Frauen sich selbst durch Selbstbeschränkung.
    Aber mangelndes Selbsbewusstsein, Kleinmachen usw. sind eben auch Komponenten einer Erziehung die speziell Mädchen zuteil wird. Und natürlich können Eltern die das so praktizieren aus dieser Rolle auch nur schwer heraus (weil selbst so erzogen).

    Ein weiterer Punkt in dem ich eine gesellschaftliche Verweigerungshaltung sehe ist der, dass man von den wirtschaftlichen und politischen Gepflogenheiten einfach so angewidert ist, dass man da einfach nicht teilnehmen will. Ich mag das Gelaber, das Sich-Aufblasen und Wichtigmachen nicht. Und ich glaube, das ist halt bei Frauen eher so als bei Männern, logisch, denn beim Schwanzvergleich können sie aus naheliegenden Gründen schonmal gar nicht mithalten . Darum sind sie halt in derartigen Organisationen unterrepräsentiert, es geht dort nach wie vor nach Männerregeln zu. (Wobei ich persönlich vielleicht schon gar nicht nach Frauenregeln mitarbeiten wollen würde - omg )

    Aber es gibt ja auch genug Männer, die sich bei Vereinsmeierei und in politischen Organisationen nicht wohlfühlen, vorrangig aus obigen Gründen.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Ein weiterer Punkt in dem ich eine gesellschaftliche Verweigerungshaltung sehe ist der, dass man von den wirtschaftlichen und politischen Gepflogenheiten einfach so angewidert ist, dass man da einfach nicht teilnehmen will. Ich mag das Gelaber, das Sich-Aufblasen und Wichtigmachen nicht. Und ich glaube, das ist halt bei Frauen eher so als bei Männern, logisch, denn beim Schwanzvergleich können sie aus naheliegenden Gründen schonmal gar nicht mithalten . Darum sind sie halt in derartigen Organisationen unterrepräsentiert, es geht dort nach wie vor nach Männerregeln zu.
    Seh ich sehr ähnlich.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist deine Interpretation.
    Das die Zusammensetzung dem prozentualen Anteil des Geschlechter des Volkes entsprechen soll, ist dort nicht erwähnt. Dann könnte man ebenso darauf pochen, dass der prozentuale passende Anteil z.B. auch für alle Glaubensrichtungen oder ethnischen Gruppen gilt
    Nun ja - aus Paragraph 3 des Grundgesetzes, der da lautet ...

    (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
    (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.


    ... ergibt sich, dass der Staat ein besonderes Augenmerk darauf legen soll, die Gleichberechtigung von Männern und Frauen aktiv zu fördern.
    Bzgl. ethnischer Gruppen oder Glaubensrichtungen ist von dem Postulat einer aktiven Förderung nicht die Rede.

    Und niemand wird wohl behaupten, dass Männer benachteiligt sind, wenn der Bundestag aus ca. 50% Frauen besteht. Oder etwa doch?

    VanDyck
    Geändert von VanDyck (09.03.2016 um 15:19 Uhr)
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

  10. gesperrt

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    AW: Gender, Frauenrollen, Frauentag - Outtakestrang

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ist daran unsinnig? Ich befürworte zwar keine Quotenregelungen, aber in der Sache liegt VanDyck natürlich völlig richtig. ...
    Dann denkt mal einen Moment über die Bedeutung des Wortes "Vertretung" nach.

    Es ist zudem nicht so, dass nur eine Frau die Interessen einer Frau vertreten kann, oder nur ein Mann die Interessen eines Mannes, oder nur ein Kind die Interessen eines Kindes, nur ein Rentner die Interessen eines Rentners und so weiter.

    Mal ins Extrem gedacht: Was passiert, wenn eine Partei einfach keine weiblichen Mitglieder gewinnen kann? Darf dann niemand aus dieser Partei ein Bundestagsmandat einnehmen? Oder müssen die dann Frauen auf der Strasse rekrutieren, um welche ins Parlamant setzen zu können?
    Was passiert, wenn eine Partei ein ungerade Zahl Mandate gewinnt? Gibt es dann Überhangmandate, damit das Geschlechterverhältnis 50:50 abgebildet wird? Oder bleibt dann ein Sitz leer?
    Und überhaupt, wer sagt denn, dass es genau gleich viel Frauen und Männer gibt? Das muss dann ja vor jeder Wahl erst mal ausgezählt werden, damit der Bundestag das Volk auch ja richtig abbildet?!

    Sorry, Kinners, aber das meint ihr doch nicht ernst?

    Dass die Überzahl von Beamten und Juristen im Bundestag wie überhaupt in der Politik ein Problem darstellt, sehe ich auch so. Das hat aber nichts mit diesen Berufsgruppen zu tun, sondern damit, welche Interessen diese Leute individuell bzw. miteinander konzertiert faktisch vertreten und warum sie das tun (siehe Parteispenden und "Nebeneinkünfte")

    Theoretisch können sie auch die Interessen Anderer vertreten Machen sie auch ab und zu, weil das sonst zu auffällig würde.

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