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    AW: Partnersuche trotz psychischer Belastung?

    Hallo in die Runde,

    ich habe gerade eine so schönen Spruch gelesen und der veranlasst mich jetzt ihn hier zu posten, da er wie ich finde gut paßt:

    Irgendwann wirst du jemand finden, dem deine Vergangenheit egal ist, weil er deine Zukunft sein möchte.


    LG Akasia
    "Denke das Unmögliche und du kommst der Wahrheit am nächsten" - Che Guevara

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    AW: Partnersuche trotz psychischer Belastung?

    Vielen Dank für eure Antworten.

    Natürlich ist es so, dass man in meinem Alter allein zurechtkommen muss und ich denke, dass ich das soweit auch gut kann. Ich bekomme aber im Freundes-/Bekannten- und Kollegenkreis mit, wie es da so läuft. Die Familien hängen nicht unbedingt ständig aufeinander, aber es gibt immer mal wieder Treffen und vor allem auch viel Unterstützung (emotionale und finanzielle) bei wichtigen Dingen. Sie können aufeinander zählen.

    Ich weiß noch, nach meiner Scheidung tat es mir sehr weh als ich mitbekam, dass mein Ex glücklich von den Eltern seiner Neuen willkommen geheißen wurde. Und ich hatte noch gedacht, dass es für ihn sicherlich auch mal gut ist, nicht ständig in so einem schwierigen Familiengefüge zu „hängen“ wie bei mir, sondern auch mal eine stützende Situation seitens der neuen Familie zu erhalten. Das tat sehr weh.

    Und das andere Problem ist, dass ich dann wirklich nur den Partner als emotional nahestehende Person habe. Ich frage mich, ob das nicht eventuell abschrecken könnte („Hilfe, die ist so einsam.“) und außerdem wäre im Falle einer Trennung niemand da, der mich „auffangen“ könnte. Das hatte ich schon bei den letzten Mal so erlebt. Meine Exen konnten immer Unterstützung bei ihren Familien (z. B. auch Geschwistern) finden.

    Zitat Zitat von GranatApfel Beitrag anzeigen
    Wenn Du Dich aber gerade selber so wenig attraktiv findest, dann finde ich eine Partnersuche schwierig. Die Ausstrahlung spielt schon eine grosse Rolle. Wer sich selber nicht mag, der strahlt das auch aus. Und das kann zu weiteren Enttäuschungen führen, die Du in Deiner Situation schlechter wegsteckst als jemand, der mit sich im Reinen ist.

    Ich würde mich erstmal darauf konzentrieren, etwas zu suchen, dass Dir gut tut. Machst Du Sport? Gibt es etwas, was Dir Spass macht, wofür Du brennst? Wie wäre es statt Partnerbörse erstmal damit Deinen Bekanntenkreis zu vergrössern, egal ob Verein, Wandergruppe, Theatergemeinschaft etc. etc. etc. Da könntest Du ohne grossen Druck einfach Leute kennenlernen.
    Genau das ist der Punkt. Ja, ich müsste wirklich etwas dafür tun, um mich besser zu fühlen. Aber es kommt halt immer wieder diese Blockade – gerade weil man nicht abgeschottet lebt, sondern mitbekommt, wie es bei anderen besser funktioniert. Und ich mir denke, was soll ein guter anständiger Mann denn von mir bloß wollen?

  3. Inaktiver User

    AW: Partnersuche trotz psychischer Belastung?

    Seine Familie hat man sich ja nun nicht ausgesucht, wenn da wenig oder kein Kontakt ist ist das halt so.

    Aber wieso hast du keinen Freundeskreis?

    Mein engerer Freundeskreis besteht z.b. fast ausschließlich aus Leuten die ähnlich katastrophale Eltern hatten wie ich - das verbindet anscheinend sehr. Das ist mir irgendwann mal aufgefallen.

    Leute die eine behütete Kindheit und liebende Eltern hatten leben für mich gefühlt oft in einer anderen Welt.

    Aber es gibt ja genug andere...

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    AW: Partnersuche trotz psychischer Belastung?

    Naja, wer ist denn nicht psychisch belastet? Wer hat keinen "Schaden"?
    Wie auch immer der im Einzelfall sein mag. Vielleicht kommst Du Dir auch so einzigartig oder besonders vor (im Bezug auf die psychische Belastung), weil Du eher weniger Kontakt hast zu anderen Menschen?
    Ich finde, Du hast doch wirklich viel gerissen. Du stehst nach einer wohl nicht einfachen Geschichte auf eigenen Füßen und hast Dich nicht unterkriegen lassen; das ist doch eher etwas, worauf Du stolz sein kannst. Und das ist doch auch eher attraktiv?

  5. Inaktiver User

    AW: Partnersuche trotz psychischer Belastung?

    Zitat Zitat von Hoffnung_ Beitrag anzeigen
    [...]
    Damit fühle ich mich so unglaublich unattraktiv. Es gibt da draußen so viele tolle und gutaussehende Frauen. Wieso sollte jemand mich wählen und „darf“ ich das überhaupt verlangen?
    Kann man mit so einer Vergangenheit und Gegenwart überhaupt attraktiv sein? Mutet man dem Partner nicht viel zu viel zu? Was kann ich überhaupt „geben“?
    Klare Antwort .... ja, man kann.
    Für seine Herkunft ist niemand verantwortlich.
    Emotionale Narben kann man sich auch im späteren Leben holen und ich kenne eigentlich niemanden, der frei davon ist. Du bist sozial nicht breit vernetzt? Auch da bist du in guter Gesellschaft. Viele Menschen haben zwar Bekannte, aber nicht unbedingt enge Bindungen.
    Was du geben kannst .... hast du ein nettes freundliches Wesen?
    Das wäre doch schon mal die halbe Miete
    Und hebe Männer nicht auf ein so hohes Podest. Sie haben auch genug Probleme mit sich und zwischenmenschlichen Beziehungen. Die meisten haben sich aber antrainiert das zu überspielen, weil Selbstzweifel und Unsicherheit auch in der heutigen Gesellschaft nicht sonderlich männlich ist.
    Also, Kopf hoch ... für deine Herkunft bist du nicht verantwortlich, für deine Zukunft schon.

  6. Moderation

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    AW: Partnersuche trotz psychischer Belastung?

    Zitat Zitat von Hoffnung_ Beitrag anzeigen
    Ich weiß noch, nach meiner Scheidung tat es mir sehr weh als ich mitbekam, dass mein Ex glücklich von den Eltern seiner Neuen willkommen geheißen wurde. Und ich hatte noch gedacht, dass es für ihn sicherlich auch mal gut ist, nicht ständig in so einem schwierigen Familiengefüge zu „hängen“ wie bei mir, sondern auch mal eine stützende Situation seitens der neuen Familie zu erhalten. Das tat sehr weh.
    Genau das kann dir doch auch passieren? Du wirst von der Familie deines neuen Partners liebevoll aufgenommen ...
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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  7. Inaktiver User

    AW: Partnersuche trotz psychischer Belastung?

    Brausepaul

  8. User Info Menu

    AW: Partnersuche trotz psychischer Belastung?

    @Elloit

    Danke genauso so fühlte ich auch gerade über die Stimme von Brausepaul! Also auch an Brausepaul, schön gesagt!
    "Denke das Unmögliche und du kommst der Wahrheit am nächsten" - Che Guevara

  9. Inaktiver User

    AW: Partnersuche trotz psychischer Belastung?

    Zitat Zitat von Hoffnung_ Beitrag anzeigen
    Und das andere Problem ist, dass ich dann wirklich nur den Partner als emotional nahestehende Person habe. Ich frage mich, ob das nicht eventuell abschrecken könnte („Hilfe, die ist so einsam.“) und außerdem wäre im Falle einer Trennung niemand da, der mich „auffangen“ könnte.
    Für mich wäre das nicht Grundsätzlich ein Problem, im Gegenteil damit hätten wir etwas gemeinsames was für mich durchaus attraktiv ist. Ob das natürlich ideal ist, zwei Leute die niemanden anderen haben ist sicher fraglich.
    Wichtig wäre daß die Frau sich auch alleine beschäftigen kann, Hobbies, Interessen hat, so wie ich.
    Für mich wäre es vermutlich schwieriger eine Frau mit großem, aktivem Sozialleben zu treffen die erwartet daß ich daran intensiv teilnehme und sie umgekehrt auch über mich Menschen kennenlernt - aber das ist wieder mein Thema.

  10. User Info Menu

    AW: Partnersuche trotz psychischer Belastung?

    @Duesenberg

    da stimme auch absolut zu. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, daß gerade das zur TE gut passen kann, da es ein erster Schritt in die gemeinsame zuerst zwei gesinnte Richtung ist und dann kann man ja noch und das immerhin schon gemeinsam sicher auch noch ein paar gemeinsame Kontakte aufbauen.
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