Guten Morgen,
es ist interessant, welche Wendungen das Thema teils genommen hat. Da wird mal eben die Kiste aufgemacht "konsumorientierte Frau ist ständig unzufrieden" und dann paßt mein Anliegen schnell in alle Klischees.
Der Anonymität halber möchte ich hier nicht in Detail gehen, aber ich bin sowas von nicht-konsumorientiert, habe ein Fahrrad und kein Auto und es steht nicht mal eine richtige Kaffeemaschine in meiner nicht vorhandenen Einbauküche. Ich halts da eher mit Erich Fromm, Haben oder Sein - jetzt sehr vereinfacht dargestellt.
Blue hat sehr schön geschrieben, worum es mir in einer echten Partnerschaft geht, und die geht für mich wohl einfach vom Verlieben aus. Ich habe das Thema hier eröffnet, weil mich Eure Beiträge interessieren und vielleicht ist ja auch jemand dabei, der sich auf den 10.Blick doch noch verliebt habt oder so...wie gesagt verunsichern mich meine ab und an auftretenden Einsamkeitsgefühle einfach.
Der soziale Status hat mich noch nie interesssiert; ich habe aber durchaus die Erfahrung gemacht, dass Männer das interessiert. Wenn ich sage: Ich bin nur an Deiner Persönlichkeit interssiert - oder - ich liebe Dich nur wegen Deiner Persönlichkeit, dann könnte man ja denken: Ach das ist ja toll.
Ich würde das jedenfalls großartig finden.
Das ist aber bei weitem nicht immer so mit Männern
Die Versorgerrolle verschafft ihnen natürlich auch Sicherheit, daß die Frau nicht weglaufen kann. Und das fördert bei dem ein oder anderen Mann auch schlechtes Benehmen. Das ist für mich aber doch keine Grundlage einer Beziehung.
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Thema: Die eigenen "Vorstellungen"
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05.03.2016, 09:10
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
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05.03.2016, 09:13
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05.03.2016, 09:26
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
In keiner dieser "dusseligen" Antworten wurde ihr geraten so eine Zweckbeziehung einzugehen oder die Fragestellung an sich bemängelt.
Dann ist das so. Es hat niemand geraten, dass die TE ihren inneren Kamin für halbangetrocknete, dröge Milchsemmeln anschmeißen soll.Ab einem gewissen Altergibt es zudem ein Überangebot an Deckeln für jeden Topf. Gemeint ist ein in etwa gleiches Level, die Deckel sind natürlich weiblich. Dieses Überangebot wird dann Jahr für Jahr größer....zumal die fitten Töpfe ja auch auf wesentlich jüngere Deckel zurückgreifen...
Und dass es dann auf diesem Markt auch viele Mängelemplare gibt, ist doch nur logisch...
Ich fühle mich von der gleichen Situation ebenfalls seit drei Jahren betroffen, habe allerdings bereits eine lange Ehe hinter mir und erinnere mich auch sonst ganz gut daran, wie der Markt mit Anfang 20 aussah...
Ich empfinde mich nicht als zu anspruchsvoll, kann an meinen Ansprüchen auch nichts ändern, und frage mich sehr oft, wie sich andere ihre Partner schöndenken...
Ich muß auch keinen inneren Kamin anschmeißen, mein Feuer kann lichterloh brennen, aber halt nicht für halbangetrocknete, dröge Milchsemmeln...
Warum muss das Umfeld dabei so abfällig betrachtet werden?
Was ist jetzt Dein nicht dusseliger Beitrag dazu?
Du sagst doch genau das gleiche, wie die Anderen hier, halt im Duktus der TE, abwertend gegenüber anderen.
Was willst Du denn hören? Ja, es ist schwer einen passenden Partner zu finden, je älter man wird umso mehr. Manche ziehen dann eine Zweckbeziehung dem allein sein vor, manche finden eine tolle Partnerschaft,
manche bleiben dann lieber allein.
Warum dann einige der allein sein-Gruppe der mit Partner-Gruppe hämisch zugrinsen müssen, was sie für Idioten abgeschleppt haben, und man selber würde ja nie
, erfreuliche Nachrichten: müsst ihr auch nicht.
Ich traue mir nicht zu von außen zu beurteilen, was tatsächlich Zweckbeziehung und was tolle Partnerschaft ist. Ich habe meine Maßstäbe, andere Leute andere.
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05.03.2016, 09:35
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
Ich kann dich echt gut verstehen und kenne diese Gedanken und Erfahrungen auch!
Ich glaube, die Lösung für die "Zwischenzeit" ist, das zu lieben, was grade da ist: sich selbst, Freund_innen, Ideen, Natur, Kunst, das große Ganze... und sich nicht zu sehr auf die Suche zu fixieren... und die Hoffnung wachzuhalten... und das Herz offen... Keine leichte Aufgabe... Für mich ist es auf keinen Fall das Eingehen einer Beziehung zu einem Menschen, den ich nicht wirklich respektiere, wertschätze, von Herzen mag und letztlich liebe (und bei dem ich auch umgekehrt dieses Gefühl habe)...
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05.03.2016, 09:37
AW: Die eigenen "Vorstellungen"

Mein Freund und ich hatten so zauberhafte, "magische" Dates als wir uns kennenlernten, dass ein Hinweis darauf, heute einen Streit schlichten kann, i.S.v. worauf kommt es wirklich an.
Ein Mann muss mir von Anfang an gefallen, dass sich da etwas körperliches entwickeln kann.Ein Mann, bei dem ich mich erst zwingen müsste, um mit ihm körperlich zu werden, käme niemals nie in Frage. Ohne Liebe gehe ich keine Partnerschaft ein. Einen Versorger benötige ich nicht.
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05.03.2016, 09:39Inaktiver User
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
Nachdem ich ja jetzt von der einen in die andere Gruppe gewechselt habe - nein, man muss es nicht. Aber es muss einem auch nicht dauernd dringend empfohlen werden.
Und manchmal tauschst man sich einfach aus - und kriegt so die Innensicht mit. Oder man macht sich eben ein Bild aus dem was man so hört und sieht. Wieso soll das nicht möglich sein?Ich traue mir nicht zu von außen zu beurteilen, was tatsächlich Zweckbeziehung und was tolle Partnerschaft ist. Ich habe meine Maßstäbe, andere Leute andere.
Wenn mir eine alte Schulfreundin, die ich seit 40 Jahren kenne, erzählt, sie wartet nur darauf bis die Kinder aus dem Haus sind um sich endlich trennen zu können - was außer einer Zweckbeziehung soll ich denn dann da erkennen?
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05.03.2016, 09:48
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
Was meinst Du?
Das ist sehr gut möglich. Dennoch muss ich dann doch nicht abwerten, wie andere Menschen leben.Und manchmal tauschst man sich einfach aus - und kriegt so die Innensicht mit. Oder man macht sich eben ein Bild aus dem was man so hört und sieht. Wieso soll das nicht möglich sein?
Für Deine und meine Maßstäbe ja. Für Deine Freundin offensichtlich nicht Grund genug, vorher etwas zu ändern. Jeder wie er will.Wenn mir eine alte Schulfreundin, die ich seit 40 Jahren kenne, erzählt, sie wartet nur darauf bis die Kinder aus dem Haus sind um sich endlich trennen zu können - was außer einer Zweckbeziehung soll ich denn dann da erkennen?
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05.03.2016, 09:52
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
Natürlich kann man sich auch auf den 10. Blick verlieben - was den Vorteil hat, dass man eine höhere Wahrscheinlichkeit hat, dass er auch dem 1000. Blick noch standhält.
Ich habe mich nie anders verliebt - und durchaus schon heftig in Leute, bei denen ich das anfangs ziemlich absurd gefunden hätte (meinen Mann, mit dem ich jetzt schon ein paar Jahrzehnte glücklich verheiratet bin, eingeschlossen).
Ich war dann sehr verliebt - ich bin aber auch überzeugt davon, dass Liebe entstehen kann, ohne dass es davor Verliebtheit gibt.
Und ich finde bei "Vernunftbeziehungen", die nicht mit überschwänglicher Verliebtheit beginnen, schon einen großen Unterschied, ob frau den ersten Dahergelaufenen nimmt, den sie nicht respektiert und über den sie abfällig spricht (Hauptsache überhaupt ein Mann), oder ob da ein Mann ist, den du magst, mit dem dich viel verbindet, der gut zu Dir passen würde, mit dem du dich wohlfühlst, ...
Was spricht dagegen, offen zu sein, ihn ein Stück in dein Leben zu lassen, und zu schauen, ob die körperliche Anziehung über die geistig-seelische Verbindung noch entsteht?
Ein besonderer Mensch scheint er doch für dich zu sein - austauschbar ist er damit sowieso nicht.
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05.03.2016, 09:58
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
Ich habe auch so eine Freundin, drei Kinder, sie und ihr Mann leben in einer WG und haben nichts mehr miteinander zu tun, wenn die drei aus dem Haus sind möchte sie sich trennen.
Diese ganzen Beobachtungen aus dem (gesellschaftlichen) Umfeld haben sehr wohl Auswirkungen, auch wenn ich sage, "Geht mich ja nichts an". Erstmal direkt auf mich, weil ich über die Maßen häufig Ehemänner "kennenlerne". Diese Verlogenheit widert mich eben an, vielleicht ist das eine Frage der Sensibilität.
Außerdem ist es berechtigt, die großen Fragen zu stellen, wie: Warum leben Menschen 2016 noch wie 1916? Wovor haben die Menschen Angst?
Vielleicht vor meinen Einsamksgefühlen, möglich. Aber das, was Maßstab ist, wirkt sich doch selbstverständlich auf alle aus. Das kann ich ja an mir selbst sehen, wie ich in einer schlechten Phase ins Grübeln komme.
Daß es mir um Häme geht, den Schuh laß ich mir hier nicht anziehen; wenn vorne rum Heile-Welt gespielt wird, hinten rum aber nur über die Männer hergezogen wird finde ich das ekelerregend und frage dann einfach: Warum lebst Du dann so?
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05.03.2016, 09:58Inaktiver User
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
Das frage ich mich auch regelmässig beim lesen in Strängen wie diesem.
Faszinierend, aber irgendwie auch ermüdend.
Was ist denn z.B. ein "fauler Kompromiss"?
Offensichtlich doch nur das, was man bei anderen immer glasklar erkennt und selber nieeee machen würde.
Darauf ein fröhliches: na und?
Und das sind eben alle Optionen im Bezug auf Wahl des Modells.Was willst Du denn hören? Ja, es ist schwer einen passenden Partner zu finden, je älter man wird umso mehr. Manche ziehen dann eine Zweckbeziehung dem allein sein vor, manche finden eine tolle Partnerschaft,
manche bleiben dann lieber allein.
Schwierig wirds nur, wenn man nicht klar dazu steht und dann aus einer Position heraus jammert, warum man nicht die Vorteile des anderen Modells haben kann.
Es muss eine große Gefahr darin liegen sonst würde es nicht ständig wiederholt und betont....Warum dann einige der allein sein-Gruppe der mit Partner-Gruppe hämisch zugrinsen müssen, was sie für Idioten abgeschleppt haben, und man selber würde ja nie
, erfreuliche Nachrichten: müsst ihr auch nicht.

Ich traue mir nicht zu von außen zu beurteilen, was tatsächlich Zweckbeziehung und was tolle Partnerschaft ist. Ich habe meine Maßstäbe, andere Leute andere.



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und das letzte Mal hat er mich nachts nach Hause gebracht, sich "erklärt" und wollte mit mir knutschen - aber ich konnte nicht.