Ich finde die meisten Antworten, die JeanneD bisher erhalten hat, relativ dusselig. Die Fragen, die sie sich stellt, sind doch für Single-Frauen ab einem gewissen Alter berechtigt. Und diese Zweckbeziehungen, die zum Kinderkriegen (forciert durch die Frau um 30) bestehen, enden wirklich selten glücklich.
Ab einem gewissen Altergibt es zudem ein Überangebot an Deckeln für jeden Topf. Gemeint ist ein in etwa gleiches Level, die Deckel sind natürlich weiblich. Dieses Überangebot wird dann Jahr für Jahr größer....zumal die fitten Töpfe ja auch auf wesentlich jüngere Deckel zurückgreifen...
Und dass es dann auf diesem Markt auch viele Mängelemplare gibt, ist doch nur logisch...
Ich fühle mich von der gleichen Situation ebenfalls seit drei Jahren betroffen, habe allerdings bereits eine lange Ehe hinter mir und erinnere mich auch sonst ganz gut daran, wie der Markt mit Anfang 20 aussah...
Ich empfinde mich nicht als zu anspruchsvoll, kann an meinen Ansprüchen auch nichts ändern, und frage mich sehr oft, wie sich andere ihre Partner schöndenken...
Ich muß auch keinen inneren Kamin anschmeißen, mein Feuer kann lichterloh brennen, aber halt nicht für halbangetrocknete, dröge Milchsemmeln...![]()
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Thema: Die eigenen "Vorstellungen"
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04.03.2016, 21:21
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
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04.03.2016, 21:26
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
Ich glaube, dass du Recht hast. Aber warum kann ich bei dir nichts davon erkennen? Bist du im wirklichen Leben so ein anderer Mensch als in deinen Beiträgen? Egal, davon abgesehen: Es lohnt sich über dieses Argument nachzudenken. Wieviel Liebe kann ich geben? Wie sehr mag ich mich, andere Menschen, die Welt, das Leben... Oder bin ich ausschließlich auf der Suche nach Liebe, nach Bestätigung... Es gibt dazu ein tolles Buch: Zen und die Kunst, sich zu verlieben...
PS.: Aber Glück gehört trotzdem dazu! Es ist nicht alles machbar im Leben und durch Anstrengung verdient man sich keinen Partner... Etwas Demut angesichts des Machbarkeits- und Optimierungswahns unserer Zeit finde ich nicht schlecht und irgendwie auch entlastend. Man hat nämlich nicht immer was falsch gemacht, wenn`s nicht so läuft...
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04.03.2016, 21:30
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
Das stimmt leider auch. Es ist statistisch erwiesen, dass die größte Gruppe der alleinstehenden Männer am unteren Ende der sozialen und bildungsmäßigen Skala rangiert und die größte Gruppe der alleinstehenden Frauen am oberen Ende. Ist ja logisch. Wenn die meisten Frauen sich "nach oben" orientieren und die meisten Männer "nach unten", dann bleiben diese beiden Gruppen übrig.
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04.03.2016, 21:32
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04.03.2016, 21:52
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
Hallo,
ja, vielleicht komme ich falsch rüber. Ich habe lange, gute Partnerschaften geführt; aber seit geraumer Zeit lerne ich hauptsächlich Männer kennen, die etwa in meinem Alter und einige Jahre verheiratet sind und denen offensichtlich langweilig oder was weiß ich ist. Diese Männer sind sehr offensiv in ihrem Begehren nach Abwechslung, was ich einfach nur schlimm finde; auf der einen Seite happy family, aber anscheinend auf Sand gebaut. Bei den nicht vergebenen Männern, und das sind nicht viele kommen eben die beschriebenen Faktoren hinzu. Ich bin nicht der Meinung, dass ich zu hohe Ansprüche habe. Auch wenn das jetzt esoterisch klingt, aber ich möchte an einer Partnerschaft wachsen und gedeihen und mich mit jemandem weitentwickeln, persönlich, erotisch. Das ist für mich nicht zu viel verlangt. Und er muß mich erotisch ansprechen, es ist mir doch egal, was andere sagen, was attraktiv ist.
Es scheint mir auch wirklich eine Frage des Alters zu sein; eine Freundin, 44 jetzt, war 7 Jahre Single, mit denselben Problemen. Sie hat seit zwei Jahren wieder einen Mann gefunden, der 8 Jahre jünger ist. Mir muß wohl Zeit, Glück und Zufall helfen. Da ich keinen Kinderwunsch habe drängt es von der Seite nicht; aber seit zwei, drei Monaten fühle ich mich als liebevolles und liebesbedürftiges Wesen ab und an richtig einsam. Das beschäftigt mich und macht mir auch Angst.
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04.03.2016, 22:28
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
Welcher halbwegs clevere Mann im selben Alter, der lange in einer Ehe gefangen war, Unterhalt abdrücken muss, Träume begraben hat, geht freiwillig nochmal in eine Beziehung? Diese Männer suchen nur noch was lockeres und wollen ansonsten ihre Ruhe. Die kinderlosen, schuldenfreien, gut erhaltenen Männer, die suchen sich kinderlose jüngere Frauen. Für Ihre Freundin bleibt nur ein 8-15 Jahre jüngerer unterlegener Mann, der von all dem noch nichts weiß.
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04.03.2016, 22:41
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04.03.2016, 22:46Inaktiver User
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04.03.2016, 22:59
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
Das sehe ich genauso. Ich habe eine Kollegin, die es ähnlich gemacht hat. Wie abfällig sie immer von ihrem Parter spricht, finde ich für mich sehr befremdlich. Er wurde nur als Samenspender benutzt und dazu, sie wirtschaftlich abzusichern.
Tja, aber hier liegt das Problem: Der Mann hat oftmals ja überhaupt keine Ahnung, dass er nur als Samenspender benutzt wird und die Frau ihn nicht liebt.
Wenn Beide einverstanden sind mit einer Vernunftsbeziehung, ist es natürlich ok. Für mich persönlich wäre das nie in Frage gekommen, aber ich hatte auch nie einen Kinderwunsch. Das ist dann wohl nochmal was Anderes.
Das habe ich tatsächlich vor ihrem Tod mal beide Großmütter gefragt. Und Beide haben mit einem klaren "Ja!" geantwortet. Die Eine hat ihren Mann nach über 30 Jahren Ehe mit Anfang 50 verloren, danach hat sie sich nie wieder verpartnert, weil sie meinen Opa sehr geliebt hat und sich nie einen anderen Mann an ihrer Seite vorstellen konnte. Die Frau ist übrigens über 90 geworden und hat noch auf dem Sterbebett von ihm geschwärmt.
Meine Eltern haben übrigens auch aus Liebe geheiratet. Die leuchtenden Augen meiner Mutter finde ich immer wieder rührend, wenn sie erzählt, wie sie meinen Vater vor 50 Jahren als Jugendliche beim Tanzen kennenlernte und es gleich funkte.
Ich persönlich bin der Ansicht, dass man den "Zauber" des Anfangs nicht unterschätzen darf. Davon kann man noch Jahre später zehren. Ein Mann, bei dem ich mich erst zwingen müsste, um mit ihm körperlich zu werden, käme niemals nie in Frage. Ohne Liebe gehe ich keine Partnerschaft ein. Einen Versorger benötige ich nicht.
Ach, Sie dann wohl auch, werter MANNsicht? Soweit man hier schon damals lesen konnte, sind sie ja ebenfalls seit langem (gefrusteter) Single.
Ist doch super. Ein jüngerer Mann ist nie verkehrt.
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04.03.2016, 23:03
AW: Die eigenen "Vorstellungen"
Ca. 1 Jahr, aber wir sind uns immer eher zufällig über den Weg gelaufen. Seit so 2, 3 Monaten sehen wir uns aber öfter und die letzten zwei Mal alleine. Auch das waren im Prinzip keine Dates, jedenfalls hatten sie diesen Stempel nicht. Zum Valentinstag hat er mir was vor die Tür gestellt, das war ja ganz süß
und das letzte Mal hat er mich nachts nach Hause gebracht, sich "erklärt" und wollte mit mir knutschen - aber ich konnte nicht.
Sonst hätte ich zugegriffen
Ich fürchte, ich bin einfach (noch?) nicht verknallt, was sicher nunmal auch mit der Anziehung zu tun hat (gibt ja hier gerade so ein ähnliches Thema, körperliche Anziehung usw.). Ich hatte mal eine Beziehung mit den gleichen "Startbedingungen", sie dauerte nur zwei Jahre und war dann auch nicht gut.
Mich beschäftigt das alles auch genannten Gründen; einerseits denke ich: Vielleicht trotzdem ausprobieren. Andererseits finde ich das auch reichlich mies.


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