Oh je, das ist eine schwere Frage... Aber da geht es hin, das spüre ich... Es wäre gut, dafür ein besseres Bild zu bekommen... Ich weiß, dass mir Berührung ganz wichtig ist - im doppelten Sinne. Körperliche Berührung, aber auch auf seelisch-geistiger Ebene... Sich inspirieren... In Gesprächen, im gemeinsamen Tun (wandern, Ausflüge machen, reisen, essen, zusammen genießen können)... Garnicht immer reden müssen - zusammen einfach nur vorhanden sein können... Ich weiß, dass ich mir jemanden wünsche, der sich nicht nur um sich selbst dreht, sondern auch offen ist für die Dinge, die in der Welt vor sich gehen und der sich auch gesellschaftlich interessiert / engagiert... Leonard Cohen singt "I need to see you naked. In your body and your thought". Das trifft es irgendwie. Ich wünsche mir jemand, mit dem das möglich ist - perspektivisch, versteht sich. Das geht nicht sofort.
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Ergebnis 31 bis 40 von 121
Thema: Wie das Herz offen halten?
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04.01.2016, 20:40
AW: Wie das Herz offen halten?
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04.01.2016, 20:53
AW: Wie das Herz offen halten?
Das wichtigste das du tun kannst ist jeden tag, jede Minute fest daran zu glauben, dass du Glück verdienst!
Zweifel nicht daran!
Verwöhn dich!
und lebe und lasse nur in dein leben was dir gut tut!
Ich glaube, dass man dann tatsächlich auch anzieht was einem gut tut. Bzw. Jm anzieht, der einem gut tut.
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04.01.2016, 20:59
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05.01.2016, 00:05
AW: Wie das Herz offen halten?
Ich denke Demut ist das Zauberwort.
Du wirst nie besser sein, als du bist - du bist gut genug, so wie du bist.
Schon dass du dir so viele Gedanken machst, zeigt das. Nur eben diese Gedanken loslassen kann hilfreich sein, denn das hast du nicht in der Hand.
Du kannst dich 1000 mal fragen, warum es bisher nicht mit den Männern nichts wurde, wissen wirst du es nie.
Ich war mal an einem ähnlichen Punkt, nur waren die Männer nicht gebunden oder unerreichbar, ich hab mich trotzdem nicht zu 100% auf sie eingelassen.
Irgendwann stellte ich fest, dass ich nir für mich allein eine glpckliche Beziehung definiere, sondern nur mit dem Partner gemeinsam.
Als ich dann aufhörte, mir überhaupt Gedanken zu machen, habe ich es gefühlt als er DA war. Ich wurde automatisch verbindlich....Huch!
Das ist nun schon einige Jahre gleichbleibend, ich "fürchte", das hört niemals auf und ich genieße es/ihn einfach!
Ich bin dankbar, das zu erleben, obwohl ich nichts dazu tat, außer gelassen zu sein, vertrauensvoll zu sein und es einfach annehmen zu können. Nur hilft mir dabei niemand, außer ich mir selbst, indem ich ihn so akzeptiere, wie er ist. Und er ist (m)ein Ritter.... außer er kann grad nicht, das nehm ich dann eben hin, sowie es ist
Wenn schon, denn schon!
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05.01.2016, 00:43
AW: Wie das Herz offen halten?

super, gut geschrieben!!!! und trotzdem nicht in jedem Moment einfach ;) manchmal vermischen sich "Dinge" und man sieht nicht mehr klar...irgendwann lernt man einfach durchzuatmen, Geduld zu haben und ein paar Tage zu warten...meistens erledigen sich dann die Dinge von alleine (weil man erkennt was passiert ist bzw erkennt, dass es Projektion/Wunschdenken war und nichts mit dem Mann zu tun hat)
Geändert von jocely (05.01.2016 um 01:11 Uhr)
lieben Gruß jocely
"Man ertrinkt nicht, weil man unter Wasser taucht, sondern weil man unter Wasser bleibt"
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05.01.2016, 08:21Inaktiver User
AW: Wie das Herz offen halten?
Gesehen, vielleicht. Aber du kannst sicher sein: So lange jemand Unerreichbarer auf dich eine Faszination ausübt, der du auch bei Gelegenheit nachgehen würdest, so lange bist du mit dem Thema null durch.
Ersetze "alle Frauen" mit konkreten Namen. Das nimmt die Allumfasstheit, das nimmt den Schrecken. Mit "allen Frauen" kannst du es niemals aufnehmen. Aber du kannst dich abgrenzen, indem du die Fakten deutlich machst. "Frau X" hatte diese Beziehung. "Frau Y" hatte diese Beziehung. "ICH" hatte diese Beziehung. Vergleiche sind ja gut und schön, aber sie sollten fair vonstatten gehen.
Du musst dich selbst dazu bringen zu erkennen, dass es kein Familienkarma gibt, sondern anerzogenen Glauben. Diese Frauen sind nicht du. Du bist jemand anders. Du bist nicht das lebendig gewordene Schicksal deiner Familie.
Nicht nur Kinder haben Phantasien. Jugendliche nutzen ihre Vernarrtheit in einen Star, um Lieben zu lernen in einer Zeit der großen Selbstunsicherheit. Aber irgendwann ist es Zeit, erwachsen zu werden. Wer in Phantasien stecken bleibt UND GLEICHZEITIG etwas in der Realität nicht auslebt, obwohl er es könnte und wollte - der hat angst.
Falls du also aus Furcht vor deinem vermeintlichen Karma deine Sehnsucht nach Nähe durch Unerreichbare zu stillen suchst, dann bringt dir nur die Antwort auf die Frage den Ausweg, wovor du eigentlich wegläufst. Weißt du das, dann ist genau das deine Aufgabe.
Aber das muss jetzt nicht zwangsläufig irgendein Kindheitstrauma sein oder so. Manchmal steckt man schlicht fest in irgendeiner Phase und hat nicht ausreichend Leidensdruck entwickelt, um in die nächste Phase überzuwechseln. Dann schützt dich die Phantasie (oder der Unerreichbare) vor endgültigen Schritten, die du eigentlich noch nicht wagen willst.
Entscheide selbst, was auf dich zutrifft
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05.01.2016, 10:02Inaktiver User
AW: Wie das Herz offen halten?
oh ja, das kenne ich...

bei mir war es gut, zu sagen: ich will einfach eine beziehung. punkt.
und das bedeutete keineswegs: mit irgendwem. sondern es bedeutete: ich gestehe mir ein, nicht das unerreichbare zu wollen, sondern jemanden, mit dem ich diese dinge tun kann (wandern, kochen etc.), mit dem ich es fein im körperlichen sinne habe, der mit mir in politischen/gesellschaftlichen dingen konform geht UND bei dem ich geborgenheit und relative "sicherheit" der beziehungswilligkeit habe.
und es hat funktioniert.
vor 5 jahren. ich fand und finde es so unglaublich entspannend und förderlich für mein leben, mit jemandem zusammen zu sein, der mich liebt (ohne sich deshalb irgndwie "aufzugeben"), mit dem ich schöne dinge tun kann, den ich respektiere und mit dem ich "einfach zusammensein" kann.
es stimmt aber, dass das erst geht, wenn das eigene selbstbewusstsein so weit ist, dass frau sich eben nicht mehr über den tollen mann definiert. ("der will mich?" -dann kann er nicht gut genug für mich sein, weil ich bin ja nicht so toll -also halte ich ihn mir auf distanz....
ich habe das jahrelang unbewusst gespielt)
ich habe meinen selbstwert ziemlich vom beziehungsstatus entkoppelt und dann festgestellt, dass ich gerne "dauerhafte" zärtlichkeit, gemeinsamkeit und jemanden zum wandern, politisch austauschen etc. haben möchte...
-so kam ich auf die idee, eine beziehung zu wollen.
mit jemandem, mit dem es für mich passt, egal, wie die "statusoptik" nach außen ist....
und eigentlich habe ich dann -nach recht dramaqueenartigen jahren - recht schnell den gefunden, mit dem es schön ist.
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05.01.2016, 10:22Inaktiver User
AW: Wie das Herz offen halten?
Das setzt zwei sehr selbstbewusste Persönlichkeiten voraus, die auch noch des Gebens fähig sind. Ausgehend von Cohen suchst du eine Art "poetische" Beziehung. Die Kraft von Poesie liegt aber im Moment (manchmal mit langem Nachhall), sie ist auf Dauer unerreichbar. Wenn du dein Beziehungsglück runterbrichst, was kommt dann heraus? Was machst du mit den realen Begebenheiten?
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05.01.2016, 10:51Inaktiver User
AW: Wie das Herz offen halten?
ich verstehe, was du meinst - doch manchmal gibt es auch in einer längeren beziehung die "kleinen momente der poesie" - da liegt die kunst darin, sie (noch) wahrzunehmen.
nix großes, ein streicheln, ein blick voll zärtlichkeit.
dass eine beziehung etwas mehr als ein magischer anfang mit schnellem nachlassen sein sollte, darin sind wir uns einig, oder...
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05.01.2016, 11:13Inaktiver User
AW: Wie das Herz offen halten?
Ich finde es schon schwer genug, für mich selbst diese kleinen Momente der Poesie zu erschaffen. Das ist für zwei noch viel schwieriger. Deswegen ist Cohen's Musik auch so melancholisch. Was bei mir allerdings funktioniert, ist, diese (wenigen) kleinen Poesiemomente bis in die Beziehung ausstrahlen zu lassen. Das heißt, wenn ich sie für mich erschaffen habe, versuche ich, diese erschafften Momente in die Beziehung zu tragen, damit sie eine Zeitlang wirken. Aber sie entstehen nicht durch Zufall.
Die Frage, was für einen selbst eine glückliche Beziehung ausmacht, geht ja über den Anfang hinaus. Und wenn manchmal eine "poetische Verzauberung" gewünscht wird, sollte mit diesem Wunsch klar werden, welche Hebel man selbst in Bewegung setzen sollte, um jene Momente zu erleben. Poesie ist aktiv, sie fliegt einem nicht zu.



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)... Ich weiß, woher die Wunden kommen... wer wie "unerreichbar" für mich war und für wen ich mir ein Bein ausgerissen hätte, um ihn zu "bekommen"... Hab auch die Gefühle dazu gefühlt, betrauert, alles... Ja, vielleicht kann man sich Liebe und Beziehung auch nicht "verdienen"... Das kann man eh nicht. Vom Kopf weiß ich das. Aber vielleicht denke ich unbewusst "wenn ich mich noch mehr anstrenge... und alles bearbeite... und richtig mache, dann.....
Eben auf dem Heimweg habe ich über Demut nachgedacht, darüber, dass nicht alles im Leben von uns "machbar" ist und dass ich vielleicht garnicht "schuld" bin, wenn "es" nicht passiert, sondern dass ich mehr Vertrauen ins Leben haben darf... Dass mir auch mal was geschenkt wird und ich nicht soviel dafür leisten muss. Ich habe vielleicht auch keine wirklich positiven Bilder einer guten Beziehung. Habe dafür kaum Beispiele und schwanke zwischen einer romantischen Phantasie ("und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende") und Horrorgeschichten von Gefängnis und Enge (ich würde mal sagen, alle Frauen aus meiner Herkunftsfamilie fühlten sich in ihrer Ehe gefangen und der Mann war "der Klotz am Bein"). Vielleicht habe ich auch davor Angst. In einer unglücklichen Beziehung gefangen zu sein.