@ Amboise, du bist der Hammer![]()
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11.12.2015, 22:31Inaktiver User
AW: Wunsch nach einer Beziehung - suchen oder finden lassen?
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11.12.2015, 23:14Inaktiver User
AW: Wunsch nach einer Beziehung - suchen oder finden lassen?
„Man“ sollte… Will das heißen, dass Du solltest?
Ich sah meine Beziehungen und sehe meine jetzige überhaupt nicht aus Zweckgemeinschaft, die auf beiden Seiten Bedürfnisse zu befriedigen hat. Ich sah meine Partner und sehe den aktuellen als Bereicherung meines Lebens, als Zugewinn, als Geschenk.
Wer aber die Erfahrung machte, dass direkt eine neue Partnerin auf dem Sofa saß, der wird halt realisieren müssen, dass er möglicherweise beliebig ausgetauscht worden ist und es vielleicht tatsächlich nur um irgendeinen Menschen ging und nicht, wie von Dir aufgeführt wohl um Dich. Aber läuft das wirklich immer so?
Auch hier eine verallgemeinernde Behauptung. Wenn Du das so erlebt hast und erlebst, okay. Auf mich trifft das nicht zu. Somit schwirrt nichts allgemein in unseren Köpfen herum...Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, haben sich Dichter und Denker über die "Liebe" im allgemeinen und besonderen ihr Hirn zermartert und genau die dichterliche schwülstige, alles ertragende, alles duldende Liebe schwirrt in unserem Kopf rum und wir vergessen komplett unsere eigentliche Daseinsberechtigung
.

Auch dieses „immer“ finde ich schwierig. Woran machst Du „immer“ fest? Kennst Du tatsächlich jeden einzelnen Menschen auf diesem Planten persönlich, dass Du „immer“ manifestieren kannst?Guckt man in gescheiterten Beziehungen hinter die Fassade, kommen immer enttäuschte Erwartungen und die Nichtbefriedigung von ureigenen Bedürfnissen zum Vorschein (brauche nur meine unter die Lupe nehmen
).
Es mag sein, dass Du das so siehst. Trifft das dann automatisch auf alle Menschen zu, auf all derer gelebte Erfahrungen?Und ich betone, dass im Wort "Befriedigung" nicht nur das Bett gemeint ist, sondern alles, was uns Menschen ausmacht, angefangen von der Kommunikation, über Hilfestellung bei Problemen etc. pp. Die Achtsamkeit lässt mit den Jahren automatisch nach, weil ich nach wie vor der Meinung bin, dass der Mensch eben nicht dazu geschaffen ist, ein lebenlang mit ein und demselben Partner zusammen zu sein.
Über welches Zeitalter sprichst Du hier?Die wenigen, die in Zuneigung und Achtung miteinander alt geworden sind, können wir mit der Lupe suchen und ein Großteil lebt mehr recht als schlecht nebeneinander her und da spielen andere Dinge eine Rolle, wie zB.: finanzielle Abhängigkeit oder nicht-allein-sein-können oder gar gesellschaftlicher Druck, so nach dem Motto: Lieber mit dem Paddel verheiratet als ledig durch die Gegend laufen etc. pp.
Ergänzungen sind nicht übel, Bereicherungen besser.Wenn überhaupt habe ich für mich die Losung gefunden, dass es nur über die sog. Ergänzung geht. Ergänzt man sich im Alltag und in der Freizeitgestaltung, ist das schon mal die halbe, wenn nicht sogar die ganze Miete!
Das ist meiner Meinung nach eine gesunde Einstellung. Vorausgesetzt, Du lässt auch Kompromisse zu, denn ohne die geht es bei zwei Individuen, die auch genau so individuell bleiben dürfen nicht anders, wenn sie zudem noch ein „gemeinsam“ für sich finden möchten. Wer das nicht möchte, sollte ggf. besser allein bleiben.Und auch hier schreibe ich es nochmal: Ich lasse mich auf keinen sog. "Abschleifungsprozess" in einer Beziehung ein! Ich bin ich und er ist er und das soll auch bitte schön so bleiben…
Verständlich. Denn wäre das denn der Sinn einer befriedigenden Beziehung? Sich gegenseitig so lange zu verändern, bis man als „Einheit“ verschmilzt, der jeweils andere zu Gunsten der Gemeinsamkeit assimiliert worden ist? Eher nicht… Vermutlich würde dann auch genau die Langeweile einkehren, die eine Trennung einleiten würde. ??Ich will an keinem mehr herumerziehen und "schleifen", bis es für mich passt und auch ich will nicht erzogen oder geschliffen werden (wird eh keinem gelingen
).
Ist was dran!Wer sich jedoch darauf einlässt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er eines schönes Tages in den Spiegel guckt und sich nicht (mehr) wiedererkennt
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12.12.2015, 08:42Inaktiver User
AW: Wunsch nach einer Beziehung - suchen oder finden lassen?
Liebe Hope47 ... ich glaube, Du hast noch nicht so richtig verstanden, auf was ich hinaus will
und greife daher nur mal exemplarisch Deine beiden Sätze heraus und antworte Dir:
Dann stellst Du die Bedingungen auf, was für Dich als Zugewinn, Geschenk, Bereicherung gilt! Und wenn der jeweilige Partner diese Anforderungen von Dir erfüllt, ist ja alles bestens
. Tut er das nicht, wirst Du kaum Deine eigenen Anforderungen (Bedürfnisse) hintanstellen und trotzdem mit demjenigen zusammenbleiben, oder?
Und genau an diesem Punkt setzt bei vielen diese nebulöse Argumentation ein, dass man ja Kompromisse machen muss. Was heißt Kompromiss? Es ist die Einigung auf einen gemeinsamen Nenner unter Aufgabe eigener Standpunkte, um einen "Mittelweg" zu finden. In diesem Punkt ist m.E. von äußerster Wichtigkeit, wer wieviel Standpunkt aufgibt, um endlich zu einer Lösung zu kommen.
Und meist gibt einer mehr als der andere und in dieser elenden Kompromiss-Sucherei hat sich auch schon manch Beziehung aufgerieben. 
Aber auch in diesem Punkt habe ich eine Lösung (für mich) gefunden: Und zwar die Überzeugung! Wenn mein Partner es schafft, mich von einer Lösung zu überzeugen, dann wär das was für mich.
Geändert von Inaktiver User (12.12.2015 um 09:53 Uhr)
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12.12.2015, 08:50Inaktiver User
AW: Wunsch nach einer Beziehung - suchen oder finden lassen?
Auch wenn Du es im Moment nicht verstehst, aber es ist wirklich immer so, auch wenn ich nicht jeden einzelnen Menschen auf dem Planeten kenne. Lies Dich z.B. exemplarisch hier durch die einschlägigen Stränge (Vorschlag: Einsam in der Ehe .. ist es aus zwischen uns).
Denn keiner beendet eine Beziehung/Partnerschaft/Ehe, die gut funktioniert, wo man sich geborgen und gut aufgehoben fühlt und das gefunden hat, wonach man schon so lange gesucht hat = vollste Bedürfnisbefriedigung. (Ironiemodus aus)
Geändert von Inaktiver User (12.12.2015 um 09:54 Uhr)
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12.12.2015, 09:39
AW: Wunsch nach einer Beziehung - suchen oder finden lassen?
Ich würde es so formulieren, dass wir Beziehungen, welcher Art auch immer, zu Männern oder generell zu Menschen eingehen, um unsere Bedürfnisse, welcher Art sie auch sein mögen, gegenseitig zu befriedigen. Wenn ich kein Bedürfnis nach einem Mann habe, dann suche ich mir auch keinen. Und wenn ich ein sehr starkes Bedürfnis nach einem Mann habe, suche ich viel stärker und gehe ggfs. vielmehr Kompromisse ein. Liebe in partnerschaftlichen Beziehungen wird jeder anders sehen und jeder wird auch seine ganz eigenen Gründe haben, überhaupt Beziehungen zu Männern einzugehen oder nicht einzugehen. Dennoch, Liebe innerhalb einer partnerschaftlichen Beziehung ist sehr von den eigenen Bedürfnisbefriedigung begründet und behaftet. Sie ist eine ganz andere als zu Eltern, Kindern. Denn sie sind einfach da und wir lieben sie eher selbstlos. Anders auch bei Freundschaften, da sind die Erwartungshaltungen anders gelagert und eher milde.
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12.12.2015, 09:49Inaktiver User
AW: Wunsch nach einer Beziehung - suchen oder finden lassen?
Verwunderte ... Du greifst auch einen für mich sehr wichtigen Aspekt auf: Nämlich den der unterschiedlichen "Liebe"
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An anderer Stelle wurde uns "Unbemannten" schon fast unterstellt, nur weil wir keinen Partner hätten, würden unsere Gefühle ja verkümmern und nur ein Mann könne uns Frauen das geben, was wir bräuchten
. Ich bin da nicht drauf eingegangen, weil ich mehr oder weniger koppschüttelnd hier vor der Glotze gesessen habe und mir dachte: Okay, da schreibt sie nun .. und kann nicht anders
.
Also um meine Gefühlswelt muss sich niemand sorgen, da ich auch unbemannt ein großes Herz und viel Empathie habe, die ich sogar ausleben kann/darf. Man soll's kaum glauben, aber ich fühle mich richtig gut!
Das nur mal so OT.
Übrigens: Allen hier einen schönen 3. Advent!

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12.12.2015, 11:41
AW: Wunsch nach einer Beziehung - suchen oder finden lassen?
Aktiv suchen und sich reaktiv finden lassen schliessen sich doch auch gar nicht gegenseitig aus.
Wenn man mal von den Menschen absieht, die beim Einkaufen ö.ä. mit Tunnelblick unterwegs sind oder es sogar prinzipiell als Zumutung empfinden, in solchen Situationen angesprochen zu werden.
Es bedarf m.E. auch keiner Definition von Liebe. Reicht doch, wenn jede/r für sich klar hat, was das ist oder genauer, wie sich das anfühlen muss, damit's welche ist.
So gesehen stimmt es auch, dass eine Liebesbeziehung "nur" dazu da ist, den Beteiligten Bedürfnisse zu befriedigen - welche auch immer.
Und so erklärt sich auch, warum hier so viele Liebesbeziehung(sanbahnung)en beschrieben werden, die für mich schlicht eine Folter wären.
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12.12.2015, 13:14Inaktiver User
AW: Wunsch nach einer Beziehung - suchen oder finden lassen?
Ich stimme dir zu.
Liebe ist aber auch geben zu können und zu wollen?
Meiner Meinung nach ist für einen Menschen der schon geliebt hatte und geliebt wurde Liebe nicht erklärbar.
Sie ist ein Abenteuer, ein Mysterium - und ein Risiko.
Nicht geliebt zu haben fände ich eventuell schlimmer als nicht geliebt worden zu sein.
Es setzt so wahnsinnig viel Energie frei.
Einen Gefährten haben zu wollen finde ich einfach was Legitimes.
Es ist nichts was man rational oder schon gar nicht akedemisch erklären kann.
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12.12.2015, 13:17Inaktiver User
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12.12.2015, 14:03
AW: Wunsch nach einer Beziehung - suchen oder finden lassen?
Eine partnerschaftliche Liebesbeziehung ist für mich, theoretisch betrachtet, die egoistische von allen Lieben. Keine andere Liebesbeziehung ist von einer solchen Erwartungshaltung an Bedürfnisbefriedigungen "überfrachtet", wie eine partnerschaftliche. Und in keiner anderen kann man so austauschbar sein, weshalb ich immer darauf bedacht gewesen bin, nach einer Trennung weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis zu meinen Expartnern aufrechtzuerhalten, da ich Menschen nicht einfach aus meinem Leben streichen möchte, die mir einmal viel bedeutet haben und dies heute auch noch tun aber auf eine andere Weise, die ich im Verhältnis gesehen, weitaus entspannender finde, eben, weil sie freier von Erwartungen ist.
Ein Mann ist für mich nur ein Teil von vielen Beziehungen in meinem Leben und viele kleine Teile ergeben ein Ganzes. Ich muss ihn daher nicht unbedingt haben.An anderer Stelle wurde uns "Unbemannten" schon fast unterstellt, nur weil wir keinen Partner hätten, würden unsere Gefühle ja verkümmern und nur ein Mann könne uns Frauen das geben, was wir bräuchten
Geändert von Verwunderte (12.12.2015 um 14:10 Uhr)


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