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28.11.2015, 21:56
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
Geändert von Josyfine (29.11.2015 um 00:06 Uhr)
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28.11.2015, 22:00
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
Liebe Leute,
ich finde auch es geht hier leider z.T. ziemlich unter die Gürtellinie.
Bitte nehmt nicht alles persönlich.
Wobei ich es ja auch sehr amüsant finde hier
Also ich möchte gerne weiter meine These darlegen, wir müssen uns ja nicht einigen:
Drehen wir es doch mal um: Ein Mann hat nie Erfolg bei seinen Dates.
Er macht der Frau, die er datet, nie ein Kompliment, weil er es eben so nicht kennt-obwohl ihm viele Sachen auffallen die er an der Frau mag.
Er hat noch nie Blumen gekauft für seine Freundin.
Er findet es ätzend mal das Geschirr zu spülen und seine Frau damit zu überraschen, wundert sich aber, dass sie unzufrieden ist.
Was ist dagegen einzuwenden, dass er lernt, wie er seine Freundin, seine Frau oder sein Date glücklich machen kann?
Was ist dagegen einzuwenden, zu lernen, wie man durch sein Verhalten anderen eine Freunde machen kann, wie man anziehender sein kann?
Wer meint, er sei per se ein Segen für das andere Geschlecht, und es läuft, der braucht solche Tipps vielleicht nicht, weil er es sowieso schon im Repertoire hat. Aber andere sind vielleicht einfach nicht an diesem Punkt.
Soll man sie im Dunkeln tappen lassen?
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28.11.2015, 22:05
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28.11.2015, 22:08
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
Hi Josy,
also wenn ich das verstanden habe, vertrittst du also die Meinung: Wenn Männer lernen, wie sie für Frauen attraktiver sind (ich nannte es taktieren) dann fändest du das gut-wenn der Mann das auch will.
Wenn Frauen das lernen, nicht.Denn dann müssen sie sich ja "verstellen".
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28.11.2015, 22:08Inaktiver User
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
was genau drehst du denn um? hat jemand von den schreiberinnen hier nie erfolg?
ich bin bis jetzt davon ausgegangen, dass jede aus ihrer erfahrung berichtet.
es gibt kein patent dafür, das man lernen kann.Was ist dagegen einzuwenden, dass er lernt, wie er seine Freundin, seine Frau oder sein Date glücklich machen kann?
Was ist dagegen einzuwenden, zu lernen, wie man durch sein Verhalten anderen eine Freunde machen kann, wie man anziehender sein kann?
die eine frau freut sich über blumen, die nächste kriegt die krise.
der eine mann freut sich, wenn die frau sich meldet, der nächste läuft davon.
das finde ich irgendwie arrogant.Wer meint, er sei per se ein Segen für das andere Geschlecht, und es läuft, der braucht solche Tipps vielleicht nicht, weil er es sowieso schon im Repertoire hat. Aber andere sind vielleicht einfach nicht an diesem Punkt.
Soll man sie im Dunkeln tappen lassen?
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28.11.2015, 22:12
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
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28.11.2015, 22:59
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
Dann hier noch mal zur Erinnerung der Eingangspost, auf den ich mich hier beziehe:
Zitat Jocey:"aber wenn ich jemanden richtig interessant finde (und das passiert ziemlich selten), kann ich mich gedanklich ziemlich in die Sache hinein steigern...kämpfe dann mit allem was ich habe dagegen an, aber merke, dass es mir ziemlich viel Energie abzieht..vielleicht bin ich da auch einfach zu unlocker..Vielleicht hat ja jemand einen Tipp, wie man da lockerer und gelassener wird, dafür wäre ich sehr dankbar :)"
Für mich steht fest, dass ich Lockerheit bekommen kann, indem ich mein Verhalten auf eine bestimmte Weise lenke bzw. verändere.
Andere sehen das nicht so. So what.
Muss ja nicht jeder die gleice Meinung haben. Die TE ist sowieso schon nicht mehr dabei.
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29.11.2015, 07:06Inaktiver User
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
Das ist jetzt schwierig, weil du den Begriff "taktieren" sehr viel umfassender verwendest als ich, z.B.
Da kann es dann schon Missverständnisse geben im Meinungsaustausch.
Für mich ist taktieren, wenn mein Reden und Handeln primär darauf ausgerichtet ist, beim Gegenüber eine Wirkung zu erzielen.
Das kann Verstellung bedeuten oder auch die geschickte Betonung dessen, was ich sowieso bin - letzteres finde ich völlig in Ordnung, nur eben nicht als Mittel zum Zweck.
Ich will doch bei der Partnersuche einen Menschen erst einmal kennen lernen und er soll mich kennen lernen - und nicht eine optimierte Show erleben davon, was gefallen könnte.
Dass man sich dabei erst einmal positiv darstellt, hat für mich damit nichts zu tun. Das mache ich ja auch in anderem Kontext, z.B. im Beruf.
Es geht hier in der Diskussion mehr um den manipulativen Aspekt des taktierens, denke ich.Wenn wir nicht taktieren würden, wären wir Tiere.
Ja, das ist natürlich richtig. Für mich gehört dazu, sich erst einmal zu akzeptieren, wie man ist.Menschen die unter sich selbst leiden, müssen anfangen, ihr eigenes Verhalten zu studieren und zu verändern, um eine allgemeine Veränderung herbei zu führen.
Das ist gar nicht so einfach, wie es sich anhört.
Nur wenn es eine echte, umfassende Selbstakzeptanz gibt, kann ich z.B. meine Bedürftigkeit akzeptieren und lernen, wie ich damit (besser) umgehe. Ansonsten würde ich sie leugnen und verdrängen wollen, das macht der Mensch eben mit unangenehmen Dingen. Das ist es auch, was jocely die Energie kostet: die Verdrängung, nicht die Unlockerheit selbst.
Eigentlich treffen wir uns ja an dem Punkt dann wieder:
Nur finde ich es irritierend, ein reflektiertes Verhalten als taktieren zu bezeichnen. Da ist die übliche Begriffsverwendung einfach ein anders. Kann aber auch sein, dass das nur mir so erscheint.Taktieren ist nichts "Böses" oder Unnatürliches. Es sollte immer auch ein Teil von einem selbst sein, der eben unterdrückt wird normalerweise (z.B. die Frau, die immer klammert, lebt ihren unterdrückten Drang nach Freiheit und Überlegenheit aus)
Taktieren heisst, sich seines Verhaltens bewußt sein.
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29.11.2015, 12:09Inaktiver User
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
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29.11.2015, 12:54
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
Hi print,
finde deinen Beitrag hier richtig gut, und ich stimme dir zu!
Der Begriff "taktieren" wurde nicht von mir in den Raum geworfen.
Er wurde in den Raum gestellt, um das, was ich beschrieben habe, als falsch dar zu stellen, als unnatürlich.
Denn es ist genauso: Sein Verhalten zu verstehen, womöglich zu hinterfragen, ist unbequem.
Schnell heisst es also: Waaaas, ich "taktiere" doch nicht!!! Der Typ hat zu tun, was ich möchte, ansonsten kann er aus meinem Blickwinkel verschwinden!!
Ich habe also den Begriff "taktieren" hier stehen lassen, da ich diese Diskussion schon kenne und mich damit nicht aufhalten wollte.
Denn mir geht es nicht um Begrifflichkeiten.
Um so besser, dass du sie also korrigierst.



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