Und das nennt sich dann Beziehung auf Augenhöhe.
Bedeutet nichts anderes, als das er sich dazu runterbeugen soll.
Ich stimme dir vollkommen zu, wer erwartet das man(n) auf ihn/sie zugeht, muss auch entgegenkommen
Interessante Sichtweise, zwei identische Verhaltensweisen heissen bei ihr:
- Sie traut sich (was auch immer) und füllt dabei ihr Leben aus
und bei ihm
- Er hat kein Interesse oder ist zu feige
Sorry, klingt für mich immer noch nach prinzessinenhafter Ausrede.
Der Punkt ist - meiner Ansicht nach - nicht, dass Männer Frauen nicht mehr umwerben wollen oder sollen.
Ich finde das sogar ganz nett und tue es ggf. auch gern.
Was mich stört ist diese Erwartungshaltung und die ambivalente Haltung einerseits auf viktorianische rules zu bestehen, andererseits aber (wenn das Ding eingetütet ist) die berühmte Augenhöhe einzufordern.
Ein modernes Märchen, oder? Zuerst ist sie Schneewitchen, aber wenn sie wachgeküsst wird verwandelt sie sich in eine moderne selbstbewusste Frau.
Welch wundersame Verwandlung ...
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23.11.2015, 19:35Inaktiver User
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
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23.11.2015, 20:02
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23.11.2015, 20:13
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
Ich finde es bemerkenswert, in welchen Rechtfertigungszwang ich hier komme. Obgleich ich immer wieder betone: Frau hat ihr eigenes Leben. Frau pflegt ihr eigenes Leben. Frau bleibt unabhängig. Frau ist empfänglich und freundlich gegenüber Mann und gibt ihr Bestes. Und es ist eben genau das Gegenteil von Ambivalenz: Eine Frau, die sich umwerben lässt, ist megaklar gesettelt. Die weiß, was sie will. Und sie reagiert ehrlich, direkt und anständig. Und das tut auch den Männern gut!
IHR macht daraus "Schneewittchen" und "Prinzesschen" und "passiv lächle".
Und warum?! Weil es heutzutage eben nicht modern ist, Unsicherheit auszuhalten. Wir können nichts mehr aushalten. Wir sind es gewohnt: Alles jetzt hier. Klick zack weg. Fun und Spaß und komm ich heut nicht, komm ich morgen. Und "Elegant und gekonnt mal abwarten und zu nix drängeln" wird verwechselt mit "Manipulation, Spielchen spielen und sich verstellen".
Daher finde ich den Titel des Strangs "Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen" grandios und mutig! Weil er letztlich exakt das Problem spiegelt: Wir halten uns selbst nicht aus! Wir wollen unsere Gefühle nicht mehr wahrnehmen!
So. Und jetzt bin ich erstmal raus.
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23.11.2015, 20:34Inaktiver User
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
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23.11.2015, 20:48Inaktiver User
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
Das ist kein Rechtfertigungszwang.
Ich finde nur dein Modell von "unabhängiger Frau" nicht attraktiv - wenn man deine "Rules" von Beitrag #80 dazuliest.
Klar ist deine Frau unabhängig: die lehnt sich zurück und lasst den Mann machen und dann wählt sie aus, welcher ihr am besten gefällt.
Das wollte ich nicht geschenkt haben so ein Modell, auch wenn es für dich "funktioniert" hat (du also auf diese Weise einen Mann an Land gezogen hast).
Ich wollte so einen Mann gar nicht, der so ein Spiel mitspielt und dann noch denkt, er bekommt damit eine "unabhängige" Frau. Der wär mir schlicht zu unintelligent.
Ich denke eher, dass du da was verwechselst.IHR macht daraus "Schneewittchen" und "Prinzesschen" und "passiv lächle".
Und warum?! Weil es heutzutage eben nicht modern ist, Unsicherheit auszuhalten. Wir können nichts mehr aushalten. Wir sind es gewohnt: Alles jetzt hier. Klick zack weg. Fun und Spaß und komm ich heut nicht, komm ich morgen. Und "Elegant und gekonnt mal abwarten und zu nix drängeln" wird verwechselt mit "Manipulation, Spielchen spielen und sich verstellen".
Die Unsicherheit kommt aus der Exposition - das kennst du ja gar nicht, du lässt ja den Mann "machen" und damit vergibst du dir ja nix. Ergo hast du auch keinen Grund, überhaupt unsicher zu sein.
Das hat nix mit Unabhängigkeit zu tun - das ist simple Cleverness.
Nicht schlimm, bestimmt zielführend bei bestimmten Männern, aber eben eine Frage des persönlichen Stils.
Worthülsen.Daher finde ich den Titel des Strangs "Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen" grandios und mutig! Weil er letztlich exakt das Problem spiegelt: Wir halten uns selbst nicht aus! Wir wollen unsere Gefühle nicht mehr wahrnehmen!
Verständlich, bei der Qualität deiner Argumente.So. Und jetzt bin ich erstmal raus.
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23.11.2015, 21:19Inaktiver User
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
Interessant das du den oberen Teil meines Posts nicht kommentiert hast
Ja, ich hoffe sehr das sie ihr eigenes, unabhängiges Leben hat.
Spricht ihr das jemand ab?
Und Freundlichkeit ist das Beste was sie zu geben hat? Das wäre traurig.
Willst du ein Geheimnis hören?
Auch Männer sind manchmal unsicher, zweifeln, werden abserviert und brauchen manchmal auch ein wenig Ermunterung. Zum kennenlernen gehört ein wenig Mut, ein offenes Visier und auch das Risiko auf den Pinsel zu fallen ... auf beiden Seiten.
Aha, was genau tut uns denn gut?Und es ist eben genau das Gegenteil von Ambivalenz: Eine Frau, die sich umwerben lässt, ist megaklar gesettelt. Die weiß, was sie will. Und sie reagiert ehrlich, direkt und anständig. Und das tut auch den Männern gut!
Die klare Ansage was du von Männern erwartest?
Wie wäre es denn wenn du Männern die gleichen Rechte einräumen würdest, die du als Frau einforderst?
Willst du behaupten Spielchen und Manipulation würden nur Männer betreiben?IHR macht daraus "Schneewittchen" und "Prinzesschen" und "passiv lächle".
Und warum?! Weil es heutzutage eben nicht modern ist, Unsicherheit auszuhalten. Wir können nichts mehr aushalten. Wir sind es gewohnt: Alles jetzt hier. Klick zack weg. Fun und Spaß und komm ich heut nicht, komm ich morgen. Und "Elegant und gekonnt mal abwarten und zu nix drängeln" wird verwechselt mit "Manipulation, Spielchen spielen und sich verstellen".
Nicht dein Ernst, oder?
Weil in einem Frauenforum mehr Posts von Frauen stehen, die diese Erfahrung gemacht haben?
Welch ein Wunder ...
Ich halte weder Männer, noch Frauen für die besseren Menschen und manipulative Charaktere gibt es auf beiden Seiten. Aber so eine selbstgewählte Opferhaltung finde ich wenig attraktiv.
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23.11.2015, 22:45
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen
Fullquote, weil ich dieses Gesamtkunstwerk weiblicher Entspanntheit und partnerschaftlicher Beziehungsanbahnung nicht entstellen möchte.
Und was kommt als Nächstes?
Dass Frauen unter Schmerzen Babies gebären und Männer das nicht tun, nicht können? Dass Frauen sich dabei die Figur ruinieren?
Und Frauen schon deshalb mit irgendwelchen Vorrechten entschädigt werden müssen? Das lebenslange Recht auf Feigheit vor dem Freund haben?
Der Schmerz, den Frauen bei der Geburt erleiden, ich verstehe ihn als Abschiedsschmerz. Er ist die Kehrseite der unschätzbaren 40 Wochen, die Mutter und Kind nur miteinander verbringen dürfen.
Zeit, Nähe und Verbindung, die kein Vater jemals bewusst erfahren oder aufholen kann.
Und für das Kind die erste dringliche Mahnung:
Das Leben ist lebensgefährlich.
Die gerechte, liebevolle, gute Mutter Natur hat das mit den Babies gut eingerichtet - es funktioniert seit Jahrtausenden bestens.
Den halben Himmel und die halbe Hölle für die Frauen, die anderen Hälften für die Männer.
Nicht mehr, nicht weniger, sondern genau das.
Anders geht es nicht, und anders soll und muss es auch gar nicht gehen.
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23.11.2015, 23:28Inaktiver User
AW: Aushalten der Unsicherheit beim Kennenlernen

Ich find ja das ganze Leben unsicher. So ganz grundsätzlich. Die Unsicherheit beim Kennenlernen ist vielleicht deutlicher - aber wer glaubt denn wirklich an die Sicherheit wenn man sich schon kennengelernt hat? Und - wollte man das? 100% wissen, dass man den anderen "hat", für immer und ewig, egal was kommen mag? Ich bin mir selbst da unsicher.
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23.11.2015, 23:29
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23.11.2015, 23:30




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