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    AW: Sind alle Guten schon weg?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was wäre denn, wenn du das einfach so annimmst? Ja, ich hab alles im Griff, und komm allein gut klar und trotzdem brauch ich wen? Ist das für dich wirklich so ein Gegensatz?
    Ich finde das keinen Widerspruch in sich. Anzuerkennen, dass wir nicht alle unsere Bedürfnisse selbst befriedigen können. Deswegen schrieb ich in meinem Post "fast" frei von Bedürftigkeit. Und empfinde in diesem Sinn "Bedürftigkeit" nicht als negativ.
    - Virginia Satir / Ich bin ich, ein Stück Lebensphilosophie -

  2. Inaktiver User

    AW: Sind alle Guten schon weg?

    Könnte man meinen... vielleicht schützt es aber auch vor einer innigen Beziehung mit einem Guten? Was ja ziemlich kontraproduktiv wäre...

    Ich denk inzwischen, den einzigen Schutz kann ich mir nur selbst bieten. Das kann ich nicht auf den Partner verlagern, denn schlimmstenfalls führt dieses Misstrauen oder diese Angst dazu, dass sich jemand der dieses Misstrauen gar nicht verdient nicht für mich interessiert.

    Ich will das nicht bagatellisieren - aktuell fällt es mir auch nicht grad leicht, da meinen ganzen Mut zusammenzunehmen anstatt schreiend wegzurennen. Aber anders wird es nicht gehen, fürchte ich.

  3. Inaktiver User

    AW: Sind alle Guten schon weg?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das sind ja auch für mich grad ganz aktuelle Themen... man macht sich schon sehr verletzlich wenn man diesen Panzer ablegt...
    Natürlich. Ich finde es immer erstaunlich, dass Menschen ihre Bedürfnisse etc. leben wollen, sich dann aber nicht mit allem, was sie haben, präsentieren wollen. Bedürfnis ausleben-light. Wie war das bei den Bee Gees: How deep is your love.

  4. Inaktiver User

    AW: Sind alle Guten schon weg?

    Zitat Zitat von Singingintherain Beitrag anzeigen
    Ich finde das keinen Widerspruch in sich.
    Nein, für dich nicht. Aber ich denke, Schlaflos traut sich das nicht, eben um sich zu schützen...

    Und die - vermeintliche - Kontrolle so zu behalten.

  5. Inaktiver User

    AW: Sind alle Guten schon weg?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich. Ich finde es immer erstaunlich, dass Menschen ihre Bedürfnisse etc. leben wollen, sich dann aber nicht mit allem, was sie haben, präsentieren wollen. Bedürfnis ausleben-light. Wie war das bei den Bee Gees: How deep is your love.
    Und weißt du was: Sogar ICH finde das erstaunlich

  6. Inaktiver User

    AW: Sind alle Guten schon weg?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und weißt du was: Sogar ICH finde das erstaunlich
    In diesem Zusammenhang bekommt Geborgenheit ein ganz andere Bedeutung. Ich denke, Liebe ist beyond the comfort zone.

  7. Inaktiver User

    AW: Sind alle Guten schon weg?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde dieses BRAUCHEN-Thema hochproblematisch, glaube ich. Denn ich will nicht gebraucht werden (im Sinne der grundlegenden Bedürfnisse), und ich will auch niemanden brauchen. Es sollte eine Begegnung auf absolut gleicher Augenhöhe sein.
    Magst du mal erklären, was du unter Augenhöhe verstehst, oder noch genauer: absolut gleicher Augenhöhe, wie du formulierst? An anderer Stelle hast du mal den Ausdruck verwendet "mir das Wasser reichen können" (ich finde grade nicht, wo genau). Ich muss zugeben, dass ich mich mit beiden Formulierungen schwertue.

    Das mit der Augenhöhe habe ich noch nie verstanden, was das heißen soll. Zu einer Zeit, als dieser Ausdruck noch nicht in Mode war, hatte ich mal einen Freund, der auf den Zentimeter so groß war wie ich (was bei meiner geringen Körperhöhe ungewöhnlich war). Irgendwann stellten wir erfreut fest, dass wir die Dinge um uns herum aus derselben Höhe sehen, das fanden wir interessant. Ansonsten waren wir sehr verschieden: Anderer kultureller Hintergrund, andere Interessen, komplett divergierender Musikgeschmack, ganz unterschiedliche familiäre Erfahrungen etc. pp. Gemeinsam war uns Neugier auf die Welt des jeweils anderen, Freude an- und Lust aufeinander, um mal wesentliche Dinge zu nennen.

    Wenn ich bei dir lese: Missbrauch in der Kindheit, dann überlege ich sofort, wie kann jemand da auf Augenhöhe sein - außer er hat das auch erlebt und, mehr noch, auf ähnliche Weise verarbeitet wie du. Und da du das "absolut gleich" bei der Augenhöhe so betonst, dann frage ich mich, ob es so jemanden überhaupt geben kann (darin steckt für mich auch wieder der Perfektionsanspruch). Ist das nicht der Wunsch nach einem "Zwilling" des anderen Geschlechts - so jemand wie ich, nur als Mann? Und deshalb auch hier wieder die Frage: Was genau steckt hinter diesem Wunsch nach Augenhöhe?

    Und zu dem anderen Ausdruck: Wie muss denn jemand sein, der dir das Wasser reichen darf? Denn können tun es sicher viele. Und wie passt das zu deinem Anspruch, niemanden brauchen zu wollen? Heißt das, du holst dir das Wasser immer selbst? Für mich heißt das: Ich nehme nix! Und von Fremden schon gleich gar nicht. Tja, wie soll da jemand an dich rankommen? Dich erreichen? Dir am Ende gar das Wasser reichen dürfen?

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    AW: Sind alle Guten schon weg?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, für dich nicht. Aber ich denke, Schlaflos traut sich das nicht, eben um sich zu schützen...

    Und die - vermeintliche - Kontrolle so zu behalten.
    Deswegen habe ich das nochmal so bestätigt - ICH empfinde es nicht als Widerspruch, eben um anzustoßen, dass sich ohne "trauen" das, was wir vermeintlich "wollen", eben nicht geht. Das sind wir wieder bei dem "Wollen" und "selbst dabei am meisten im Weg stehen". Sich damit auseinandersetzen: Wenn ICH mich nicht traue, dann KANN mein Wille nichts werden. Mut fassen, alte Muster loszulassen. Oder einfach Mut fassen, mal etwas anderes auszuprobieren. Es "verpflichtet" mich zu nichts, wenn ich das tue. Ich kann doch "jederzeit" wieder zurücktreten.
    Geändert von Singingintherain (12.11.2015 um 12:28 Uhr)
    - Virginia Satir / Ich bin ich, ein Stück Lebensphilosophie -

  9. Inaktiver User

    AW: Sind alle Guten schon weg?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde es immer erstaunlich, dass Menschen ihre Bedürfnisse etc. leben wollen, sich dann aber nicht mit allem, was sie haben, präsentieren wollen. Bedürfnis ausleben-light.
    Was ist daran erstaunlich? Ich finde es eher traurig.

    Wo soll das denn herkommen, wenn man z.B. schon als Kind erfahren hat dass man nicht so geliebt wird wie man ist, sondern nur wenn man eine bestimmte Rolle spielt?

    Das seh ich weniger als Frage des Wollens... man macht das sicher nicht bewußt...

  10. Inaktiver User

    AW: Sind alle Guten schon weg?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Magst du mal erklären, was du unter Augenhöhe verstehst, oder noch genauer: absolut gleicher Augenhöhe, wie du formulierst? An anderer Stelle hast du mal den Ausdruck verwendet "mir das Wasser reichen können" (ich finde grade nicht, wo genau). Ich muss zugeben, dass ich mich mit beiden Formulierungen schwertue.
    Wieso tust du dir schwer?

    Ich versteh darunter eine Balance, ein in Summe ausgewogenes Kräfteverhältnis, wo sich beide gewachsen sind und keiner den anderen manipulieren oder dominieren kann, weil der ihm unterlegen ist und nichts entgegensetzen kann.

    Es gibt doch jede Menge Beziehungen, wo genau das nicht gegeben ist.

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