Guten Abend,
die letzte Woche war aus diversen Gründen nicht viel Kontakt zwischen uns, und wenn, dann war er eher neutraler Art. Das war ein großer Gegensatz zu den Wochen zuvor, da gab es viele lustige Telefonate und - wenn man es so bezeichnen will - ein paar nette Flirtereien.
Er geht mir nicht aus dem Kopf. Wäre er nicht mein Chef, dann würde ich sagen, ich will ihn einfach gerne näher kennenlernen. Aber das ist in der Situation kaum realistisch.
Es gab nur schon so einige Momente, in denen es bei mir wirklich "geknistert" hat.
Vielleicht sollte ich mal wieder andere Männer daten, so dass ich mir IHN besser aus dem Kopf schlagen kann...
_Winterkind
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06.10.2015, 21:42
AW: Wie "verbietet" man sich zu großes Interesse?
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24.10.2015, 09:06
AW: Wie "verbietet" man sich zu großes Interesse?
Guten Morgen ihr Lieben,
Zwischenstand von mir: ich bekomm ihn nicht aus dem Kopf
.
Jetzt ist Wochenende und ich muss erstmal wieder "zu mir kommen".
Es gibt konkret nichts Neues, nur dass ich feststelle, evtl wirklich etwas verliebt in ihn zu sein.
Ich genieße die Nähe und wir lachen sehr viel.
Ich muss aufpassen, dass ich mich nicht blöd verhalte oder ihm irgendwelche Nachrichten schicke
Winterkind
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24.10.2015, 09:31Inaktiver User
AW: Wie "verbietet" man sich zu großes Interesse?
Es gibt Risiken im Leben, die muß man eingehen. Wenn ich es richtig interpretiere würdest du dich gerne auf ihn einlassen, wenn von ihm eindeutig was zurückkäme. Dann aber nicht nur ein Flirt oder Affäre sondern eine Beziehung. Aber das weiß man vorher nicht, was draus wird. Je nachdem wie es läuft, könntest du auch deine Stelle lossein. Da sind so einige unbekannte Variablen, es gibt hier keine Nummer Sicher. Spiel doch mal durch, was schlimmstenfalls passieren könnte, wenn du die Initiative ergreifst und ob du mit den Konsequenzen klarkommen würdest.
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24.10.2015, 09:36
AW: Wie "verbietet" man sich zu großes Interesse?
Ich würde auch überlegen, es nicht vielleicht doch zu versuchen.
Wie leicht fändest du in deiner Branche einen neuen Job? Bist du auf deinen jetzigen angewiesen? Wie alt bist du?
Lg
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24.10.2015, 10:19
AW: Wie "verbietet" man sich zu großes Interesse?
Ja! Für eine "Bettgeschichte" wäre mir das definitiv zu heikel, da würde ich anderweitig suchen

Zunächst wüsste ich gar nicht, wie ich die Initiative ergreifen sollte. Das wäre Unsicherheit Nr. 1
Die möglichen Konsequenzen:
1) Sollte er ähnlich empfinden wie ich: Diesen Gedanken verbiete ich mir eigentlich immer. Aber, mal angenommen er findet mich auch gut. In meinen Augen könnte man es dann eine gewisse Zeit lang miteinander "versuchen".
1a) Sollte es klappen, dann würde ich drüber nachdenken, intern eine andere Stelle zu suchen. Einfach um da kein Diskussionspotenzial etc aufkommen zu lassen.
1b) Sollte es nicht klappen, kommt es bestimmt drauf an, warum nicht. Es kann auch sein, die Gefühle verschwinden bei beiden wieder. Ich denke, dann könnte man sogar gut zusammen weiterarbeiten.
1c) Sollte einer von beiden sehr verletzt werden (weil Gefühle nicht erwidert werden o.ä.), dann würde ich ebenfalls versuchen, weg zu kommen.
2) Eine Abfuhr könnte ich vermutlich nur schwer verkraften. Ich würde mich bloßgestellt und "dumm" fühlen. Im Sinne von "sie dachte tatsächlich, er könnte ähnlich empfinden". Andererseits wäre es dann auch klar, dass ich gar nicht weiter hoffen und träumen brauche. Danach wäre das Verhältnis sicher nicht mehr wie zuvor, aber ich denke auf professioneller Ebene könnte ich versuchen darüber hinweg zu sehen.
Wenn ich das so analysiere...
... ich genieße die Situation momentan. Wir flirten, es gibt Körperkontakt etc. Kann man auch alles noch als Umgang unter "guten Kollegen" bezeichnen. Ich denke, ich genieße das noch so lange, wie es geht. Der Übergang ist aber vermutlich fließend - zu dem Punkt, an dem diese Ungewissheit bzw die Frage nach dem "mehr" zu präsent wird.
Ich sage es mal so: Ich glaube mittlerweile bin ich so weit, dass ich evtl auch woanders hingehen würde (auch räumlich gesehen). Angewiesen bin ich auf den Job nicht und es gäbe bestimmt ein paar Möglichkeiten, die Probleme aus der Chef - Mitarbeiterin-Beziehung zu "umschiffen". Daran würde es aus meiner Sicht nicht scheitern.
Ich bin Ende 20.
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24.10.2015, 10:56Inaktiver User
AW: Wie "verbietet" man sich zu großes Interesse?
Mit Initiative ergreifen meine ich nicht, daß du über ihn herfallen sollst.
Da gibt es doch subtilere Methoden z.B. den Augenkontakt etwas länger werden lassen, ihn öfter mal anstrahlen, seine Nähe suchen... sich halt so verhalten, daß er merkt, du findest ihn nicht nur als Chef toll. Wenn er da nicht drauf anspringt hat er meines Erachtens auch kein Interesse an dir als Frau.
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24.10.2015, 11:25
AW: Wie "verbietet" man sich zu großes Interesse?
Das gibt es schon, also die gefühlt ewigen Momente, in denen wir uns in die Augen schauen. Da wir beide auch immer viel lachen, fällt das mit dem Anstrahlen auch nicht so schwer

Wir können uns sehr gut "kappeln", das liebe ich ja an Männern und das genieße ich bei ihm auch sehr.
Evtl hat er ja die gleichen Interpretationsschwierigkeiten und fragt sich auch, ob das alles nur freundschaftlich ist.
Tendenziell würde ich Dir Recht geben. Ich hatte aber auch schon einen Fall, da war es ähnlich und er war tatsächlich interessiert, nur einfach sehr sehr schüchtern.
In der Konstellation ist es aber vermutlich so, dass er "entscheidet", wie es weitergeht. Bis zu einem Punkt, an dem ich es für mich einfach abhaken muss.
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24.10.2015, 11:47
AW: Wie "verbietet" man sich zu großes Interesse?
Hallo Winterkind,
zwei Gedanken dazu: Woher kommt bei Dir die Scham bei möglicher Zurückweisung? Ich meine, für keinen ist das besonders schön. Aber nicht jeder fühlt sich dann dumm. Das ist eine krasse Wertung Deinerseits über Dich.
Sie macht Dich übrigens unfrei. Du kannst Dich nicht selbst ausdrücken, weil Du ja erst ein eindeutiges Signal brauchst, damit Du Dich im Selbstausdruck nicht mehr schämen musst. Und damit sendest Du unter Umständen die falschen Signale.
Im Grunde genommen hast Du Dich selbst verlassen und achtest Deine Grenzen nicht. Eigentlich willst und brauchst Du Klarheit - entweder in Bezug auf Chancen oder aber zumindest in Bezug zur Ebene, auf der ihr euch bewegt. Beides kannst Du aber nur durch Selbstausdruck haben.
In dem Zusammenhang finde ich das Verhalten Deines Chefs übrigens nicht gut. Er sollte da sensibler für Grenzübertritte sein.
Eigentlich hast Du also nur zwei Optionen: Karten auf den Tisch oder Rückzug auf für Dich bequemere Gebiete. Dein Dilemma ist: Du willst beides nicht.
Aber das ist auch nicht dramatisch. Das passiert viel öfter, als Du denkst.
LG
BabetteZurück ist ein Ort, den es nicht gibt.
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24.10.2015, 12:10
AW: Wie "verbietet" man sich zu großes Interesse?
Hallo Babette,
Ja. Mangelndes Selbstbewusstsein? Ich nehme so etwas sehr persönlich und kann es oft schwer akzeptieren, bzw. denke, dass ich nicht "richtig", oder gut genug bin.
Das ist ein sehr interessanter Aspekt, den ich bisher so gar nicht gesehen habe. Ich glaube, dass ich ihm gegenüber schon recht selbstbewusst auftrete. Andererseits hast Du Recht. Es schwingt vermutlich immer der Gedanke/die Furcht mit, dass ich nicht "gut genug" für ihn bin. Und so etwas zeigt sich ja meist irgendwie, ob man will oder nicht.
Hier muss ich widersprechen. Ich hatte es auch vorher schon geschrieben - ich werde "das" nur mitmachen, so lange es mir nicht weh tut. Früher, vor ein paar Jahren, habe ich mich oft komplett in Dinge verrannt, mich komplett davon abhängig gemacht und mein "Glück" an solche Dinge geheftet.
Davon bin ich heute zu einem großen Teil abgekommen. Ich weiß, dass die Situation nicht klar ist, aber das muss sie - momentan - für mich auch noch nicht sein. Um ehrlich zu sein schöpfe ich auch sehr viel Kraft aus dieser Konstellation.
Da muss ich ihn in Schutz nehmen ;) Ich bin mir ziemlich sicher, dass er das alles nicht tun würde, wenn ich da zurückhaltender wäre. Er ist da aus meiner Sicht schon sehr sensibel und würde bestimmt auch den Kontakt reduzieren bzw verändern, wenn ich das ansprechen würde.
Ich habe auch zu keiner Zeit das Gefühl, dass an der Sache irgendwas "geschmackloses" ist.
Auf mich vermittelt er den Eindruck, dass es ihm auch einfach gut tut. Es kommen keine anzüglichen Sprüche von ihm und auch die Berührungen sind nicht "derb". Ich denke, sonst wäre das auch gar keine Frage für mich - bei sowas würde ich mich nämlich sofort zurückziehen.
Du hast Recht
Im Moment will ich beides nicht! Weil die Gefahr des Verlustes zu groß ist und weil ich es auch sehr genieße, so wie es ist. Mittelfristig werde ich mich aber entscheiden müssen, da hast Du vollkommen Recht.
Vielen Dank für Deinen Beitrag, da ist einiges dabei, worüber ich nachdenken werde.
Winterkind
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24.10.2015, 16:07


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