Offensichtlich liegt das zentrale Problem hier gar nicht in der Entfernung, die euch beide trennt, sondern an deiner aufgesetzen Coolness und daran, dass du ihm nicht zeigen kannst, wieviel du tatsächlich von ihm willst.
Oder anders gesagt: Mindestens trägst du selbst in einem hohen Maß dazu bei, dass sich bei euch keine positive Dynamik entfalten kann, wie sie üblich und zugleich wichtig ist, bei sich anbahnenden Beziehungen.
VanDyck
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22.07.2015, 10:37
AW: Schwieriges Kennenlernen/räumliche Distanz
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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22.07.2015, 10:44
AW: Schwieriges Kennenlernen/räumliche Distanz
Es ist allerdings auch eher unwahrscheinlich, dass sich ein wirklich interessierter Mann von so einer "aufgesetzten Coolness" im Sinne von "ich bin so beschäftigt" davon abhalten lassen wird, sie dennoch früher sehen zu wollen oder zumindest versuchen würde, ein früheres Wiedersehen zu organisieren.
Und die "Coolness" hat ihn ja nicht davon abgehalten, einen beruflichen Aufenthalt mit einem Besuch bei ihr zu kombinieren.
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22.07.2015, 12:33Inaktiver User
AW: Schwieriges Kennenlernen/räumliche Distanz
Was für ein verqueres Männerbild hier wieder propagiert wird. Er hat gefälligst, wenn er denn entflammt ist, alle zwei Wochen um die halbe Welt zu jetten und aktiv (auch gegen Coolness und wenig Kontaktaufnahme seitens der Frau) ständig "kommen", die Initiative ergreifen zu müssen?
Und Prinzesschen sitzt währenddessen in ihrem Turm und lässt ihr Haar herunter, wenn er dann endlich davor steht. Oder wie?
Beziehungen und auch deren Anbahnung beruhen auf positiver Dynamik, wie VanDyck richtig bemerkte. Und die entwickelt sich nur, wenn beide sich bewegen. Wie mir scheint haben sich hier zwei eigenständige Persönlichkeiten mit jeweils sehr ausgefüllten Leben getroffen. Mir wäre jemand suspekt, der plötzlich alles, was ihm sonst im Leben wichtig ist, stehen und liegen lässt, um mich rund um die Uhr zu bespaßen und ggf. um den halben Erdball zu fliegen. Die Entfernung spielt m.E. dabei durchaus auch eine Rolle, dass die Kennenlernphase durchaus etwas "unrunder" und langsamer vorangeht, aber eben auch das Verhalten und die Persönlichkeitsstruktur beider Beteiligten. Ich kenne das und es hat bei mir zwei Jahre gedauert, bis die persönliche Nähe die räumliche Distanz überwunden hat.
Er kann nicht Gedankenlesen! Er kann auch nur anhand dessen, was die TE sagt oder schreibt, einen Hauch einer Idee bekommen, wie sie fühlt und ob bzw. dass sie Interesse an ihm hat. Dass er unter diesen Voraussetzungen nicht sofort die nächsten 25 Wochenenden mit der TE verplant, finde ich mehr als nachvollziehbar:
Sehr positiv, und das zeugt davon, dass positive Dynamik durchaus entstehen kann, wenn sich auch die TE ans Herz fasst und aus ihrem Schneckenhaus (oder Rapunzel-Turm) raus kommt, finde ich dies:
Das Telefonat war offensichtlich schön und – siehe da! – nun haben sie schon die September-Option festgemacht.
Dass er nun zunächst den September festgezurrt hat (und nicht zunächst ein August-Date), finde ich nachvollziehbar: Für diesen Zeitpunkt hat er eine "Ausrede". Er ist eh in der Gegend. Er will nämlich vielleicht genauso wenig "bedürftig" wirken wie die TE. Er will sich ihr vielleicht nicht aufdrängen, hat vielleicht gar selbst eine gewisse Angst davor, abgewiesen zu werden oder zu viel zu investieren. Aber er will die TE offensichtlich wiedersehen und näher kennenlernen. Gut so!
Nur weil der September fest ist, muss es nicht heißen, dass man den August nicht auch noch anvisiert … Da fehlt ihm nur die "Ausrede". Man kann nun warten, bis dahingehend was von ihm kommt, ich finde aber durchaus, liebe Eliana, dass du ihm da eine Brücke bauen könntest.
Überhaupt: Dir ist euer derzeitiges Kommunikationsverhalten zu wenig? Dann tu du, Eliana, was und wie viel du möchtest! Seine Wünsche zu äußern bzw. einfach zu tun, wonach einem ist, ist nicht bedürftig, sondern wichtig, richtig und sinnvoll – nur so bekommt man auch, was man will.
Ich habe irgendwann einfach angefangen, meinem OdB jeden Montag einen guten Wochenstart und jeden Freitag ein schönes Wochenende zu wünschen und zu fragen, wo er gerade ist (beruflich viel unterwegs). Vorher habe ich höchstens einmal im Monat erfahren, wo er sich gerade rumtreibt, und maximal einmal die Woche intensiven E-Mail- oder SMS-Kontakt gehabt. Er wollte sich mir nämlich nicht aufdrängen und dachte, es würde mich nicht sonderlich interessieren (okay, unsere Beziehung ist sehr speziell, aber das ist dabei nebensächlich). Mir war das aber zu wenig, und so habe ich die Schlagzahl leicht erhöht und Dynamik in die Sache gebracht. Inzwischen bekomme ich fast jeden Tag (mindestens) eine SMS und aus jeder Stadt eine wunderbare Ansichtskarte.
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22.07.2015, 13:13
AW: Schwieriges Kennenlernen/räumliche Distanz
Sry aber das klingt jetzt auch nicht gerade wirklich prickelnd.
Sich einzureden man müsste selbst mehr, etwas anders machen, dient doch nur zum Verbergen der Tatsache, dass man die Entwicklung seines Interesses eben nicht in der Hand hat.
Manchmal erspart eine direkte Nachfrage wenn eine Situation komisch erscheint viel Gegrübel.... Könnte natürlich auch eine Illusion zerstören, aber das ist es wohl wert.
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22.07.2015, 13:14
AW: Schwieriges Kennenlernen/räumliche Distanz
-doppelt-
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22.07.2015, 14:18Inaktiver User
AW: Schwieriges Kennenlernen/räumliche Distanz
Nun ja, darauf einzugehen, wie prickelnd das ist, erscheint mir in diesem Unterforum nicht angebracht.
Sicher hat man die Entwicklung des Interesses eines anderen Menschen nicht zu 100 Prozent in der Hand, aber man kann schon eine ganze Menge tun, um sie zu begünstigen oder eben auch zu verhindern. Und es geht auch nicht darum, auf Krampf Dinge zu tun, die einem partout nicht liegen, sondern darum, sich nicht auf Krampf zu zwingen, besonders cool und unbeteiligt zu wirken, wenn man es tatsächlich gar nicht ist.
Klar, kann man sich nach ein paar Telefonaten und Treffen hinstellen und "Klartext" reden (wenn man denn selbst genau weiß, was man eigentlich will – das ist aber in der Kennenlernphase m.E. auch nicht immer ganz klar). Aber was soll die TE ihn denn konkret fragen? Willst du mich nicht sehen? Reichet dir ein Telefonat die Woche? Sorry, aber das finde ich bedürftig.
Ein bisschen Rumgeeiere gehört beim Kennenlernen für mich dazu, ohne das wäre es nur halb so spannend. Also beim nächsten Telefonat einfach noch mal auf den August zurückkommen und vielleicht andeuten, dass man ein langes Wochenende verreisen könnte … Und ansonsten einfach ab und zu mal eine "Guten Morgen und einen schönen Tag"-SMS. Mal sehen, was von ihm kommt …
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22.07.2015, 15:01
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22.07.2015, 15:35Inaktiver User
AW: Schwieriges Kennenlernen/räumliche Distanz
Mit meinen Rechenkünsten komme ich von Anfang März bis heute noch nicht einmal auf fünf Monate, und zudem ja auch nur zwei Treffen plus Kennenlernen auf der Hochzeit. Da überhaupt schon eine Idee zu haben, wohin die Reise gehen soll, finde ich eher verfrüht oder eben sehr bedürftig. Gut, es gibt Menschen, die ihren sehr genauen Lebensplan haben und daher alle potentiellen Partner auf Haus-Heirat-Kinder-Kompatibilität o.ä. abklopfen, aber ich habe nicht den Eindruck, dass die TE ihn schon "festzurren" will, sondern dass es wirklich zunächst "nur" um intensiveres Kennenlernen und demnach um Intensivierung des Kontakts und eben die Chance auf Entwicklung geht. Und da finde ich, kann sie durchaus einen Teil zu beitragen, indem sie ein etwas offeneres Kommunikationsverhalten an den Tag legt.
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22.07.2015, 15:46Inaktiver User
AW: Schwieriges Kennenlernen/räumliche Distanz
Wenn die TE mehr Kontakt möchte, so kann sie ihn doch herstellen, indem sie sich öfter bei ihrem OdB meldet. Sie wird ja sehen, ob er dann auch öfter die Initiative ergreift oder nicht.
Nachzufragen, ob er sich nicht öfter melden möchte, finde ich befremdlich. Anzusprechen, dass man öfter Kontakt haben möchte, auch. Einfach tun ist hier sicherlich die zielführende Lösung. Nicht alles muss zerredet werden, finde ich.
Und: Das Wort Bedürftigkeit kommt hier wieder einmal vor. Wieso ist ein Mensch bedürftig, weil er einen anderen Menschen mag und schätzt und sich deshalb einen intensiveren Kontakt als ein Mal in der Woche ein Telefonat oder auch nur hin und her schreiben wünscht? Ich nenne das Interessse an der Person haben mit dem Ziel, diese kennenlernen zu wollen, und nicht Bedürftigkeit.
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22.07.2015, 15:58
AW: Schwieriges Kennenlernen/räumliche Distanz
Ups, ja du hast natürlich recht :).
Trotzdem, es klingt für mich schon so als ob die TE in die Richtung Beziehung will und ich würde mich nicht wundern wenn sie sich gerade auch nicht weiter umschaut.
Ehrlich gesagt finde ich persönlich diese ewig langen Kennenlernphasen etwas befremdlich. In meinen letzten Beziehungen war praktisch schon nach dem ersten Date klar, dass wir eine gemeinsame Zukunft wollen oder uns zumindest vorstellen können.
Bei den Bekanntschaften bei denen ewig nichts festgezurrt wurde, bzw. die Kennenlernphase monatelang ging, ist dann auch nie eine Beziehung draus geworden. Jedenfalls bei mir nicht.
Wäre ich an ihrer Stelle würde ich nun nach seinen Zukunftsvorstellungen fragen und die Reißleine ziehen wenn sich das nicht mit meinen deckt. Aber wie gesagt, das wäre halt meiner Erfahrung geschuldet.



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