... hinterlässt diese Spuren. Wie lang die gemeinsame Zeit auch gedauert hat. Wie viel man auch immer miteinander erlebt hat. Wenn man begreift, dass man liebt und das innere Universum sich schlagartig nur um diesen einen Menschen dreht, gibt es kein zurück.
Ich hatte mein erstes Date mit ihm am 21. Januar 2014 danach gemeinsam mit der u-bahn. Als er ausstieg, gab er mir einen schnellen Kuss und eilte zum Ausgang um es noch rechtzeitig zu schaffen. Ich blickte ihm hinterher, lange als er nicht mehr in Sichtweite war, als die u-Bahn bereits weiter fuhr schaute ich ihm trotzdem hinterher, hatte diese Silhouette im Kopf, seine Stimme und seine Züge, dieses wärmende Lachen und die leichten Zuckungen seiner dunkelbraunen, beinahe schwarzen Augen. Den Moment als ich vor ihm stand und er auf der Bank saß und zu mir hinauf blickte. Sein Gesicht erstrahlte und er aufstand und ein "hi" austmete.. Ich sah es vor mir, diese 5 Stunden die wir gemeinsam verbracht haben, vergangen wie 5 Minuten. Und die Welt vor mir verschwimmte. Meine Augen waren mit Tränen gefüllt und kullerten beim nächsten blinzeln meine Wangen und meinen Hals hinunter. Ja, ich weinte. Weinte, da ich zu ihm wollte, so unbedingt. Und dennoch es nicht wahr haben wollte zu ihm zu wollen. Da ich es spürte und es wusste, und panische Angst hatte. Angst vor dieser Liebe, die auf mich einschlug wie ein Blitz. Zum ersten und einzigsten mal in meinem Leben.
Das war der Moment in dem mir klar wurde, "ich liebe M.!". Einen Monat war alles vorbei. Nach Tage und Nächtelangen konversationen. Nach dem ich mich seines entreißen wollte, da er mir gestand eine Freundin zu haben, er mich dennoch hielt und mir sagte dass er sich in mich verliebt hat und seine Beziehung beenden wird, und ich, wie ein blindes Schaf geglaubt und gefolgt bin. Ich hasse mich bis heute dafür. Denn all das war nichts anderes als eine List, dumpfe lüge. Seine Gefühle waren nie echt, und als ich mich dann losriss, regnete auf mich seine wahre Persönlichkeit herab. Er quälte mich Monate lang, da er ganz genau wusste wie sehr ich mich in ihn vertieft hatte. Und es wurde immer schlimmer. Ich war nur noch am weinen und konnte nicht schlafen. Und das schlimmste ist, ich konnte nicht aufhören diese solch zarten und tiefen Gefühle für diesen Menschen zu bergen. Und dann begegnete ich aus reinem Zufall seiner Freundin und erzählte ihr von allem. Er ließ mich in Ruhe. Und somit war eigentlich auch alles beendet. Das ist bereits über ein Jahr her. Und nach aussen spiele ich einen glücklichen und zufriedenen Menschen. Ich gehe aus, bin aktiv, habe dates. Dennoch lassen diese und auch alles andere mich so kalt im Inneren. Nur dieses Gefühl für M. ist trotz allem was geschehen ist, kein bisschen schwächer geworden. Und ich würde ihn, um ehrlich zu sein, nach wie vor einfach nur bei mir haben wollen. Und für diesen Mann würde ich Welten bewegen. Aber wieso? Ich bin keinesfalls dumm oder naiv. All das was passiert ist war ein solch schreckliches Erlebnis und ich müsste ihn hassen, er müsse mir gleichgültig sein. Aber ich denke jeden Tag an ihn. Und nachts, wenn ich schlafen kann, dann träume ich von ihm. Und es hüllt mich Tag für Tag immer mehr aus, ich frage mich nur was gibt es da noch aus zu hüllen? Und wann ist es vorbei, wann wird es vorbei sein. Wie viel Zeit muss noch vergehen und wann bin ich ihn endlich los?...
Und bin ich ihn jemals, irgendwann los?.
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Ergebnis 1 bis 10 von 16
Thema: Wo die Liebe hinfällt...
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25.05.2015, 00:13
Wo die Liebe hinfällt...
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25.05.2015, 00:21
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25.05.2015, 00:27
AW: Wo die Liebe hinfällt...
Eieiei... DRAMA....

Aber ich kenne das auch. Bin mies behandelt worden, und habe noch 2 Jahre später (!) geweint, als ich den Mann nur mal kurz wiedergesehen habe.
Menschen sind unterschiedlich, und Jede(r) braucht halt die Zeit, die er braucht, um zu verarbeiten. Es ist, wie es ist. Man sollte nur nicht Dinge unverhältnismäßig verherrlichen. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass du das tust, du scheinst da ganz klar zu sein in der Beschreibung des Mannes.
Sei nicht so streng mit dir und gib dir einfach die Zeit, die du brauchst. 1 Jahr ist nicht übermäßig viel, um eine derartige Sache, die einen emotional so geflasht hat, zu verarbeiten.
Irgendwann wirst du morgens aufwachen und merken, dass er nicht mehr das Erste ist, woran du denkst. Und es wird dann nicht mehr weh tun. Aber - das braucht Zeit. Gib sie dir einfach.
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25.05.2015, 00:30
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25.05.2015, 00:36
AW: Wo die Liebe hinfällt...
Nun, ich habe einfach versucht auch mein derzeitiges Gefühl wieder zu spiegeln und zu zeigen wie detailliert ich mich noch an alles erinnere und wie es mich auch heute noch mit nimmt.. und es ist tatsächlich so dass alles nach wie vor in meinem Kopf existiert und man kann schon fast sagen lebt, obwohl ich ihn als Person, was er tat (da wollte ich nicht unbedingt ins detail gehen weil dann die Fassung 5 Seiten lang wäre) einfach nur grauenvoll war. Ich weiß einfach nicht wohin mit mir. Was Ablenkung angeht habe ich schon alles mögliche ausprobiert. Und auch das offene reden darüber mit Freunden und sogar Familie. Es hat mich auch so krass verändert, mich so still und stumpf gemacht innerlich. Und das obwohl ich ihn so sehr loswerden will.
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25.05.2015, 00:44
AW: Wo die Liebe hinfällt...
Ja. Ablenkung hilft nur bedingt.
Manchmal heißt es einfach nur aushalten.
Immer wieder drüber sprechen hilft. Auch, wenn es andere Leute vielleicht teilweise nervt. Schreiben hilft auch.
Irgendwann wird es gut sein, das verspreche ich dir.
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25.05.2015, 01:39
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25.05.2015, 01:42
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25.05.2015, 12:57Inaktiver User
AW: Wo die Liebe hinfällt...
Oh jemine...

Vermutlich haben das viele Menschen mal erlebt. Man wurde schlecht behandelt und hängt diesem Menschen trotzdem noch nach.
Ich weiß nun nicht, wie alt Du bist. So mit bis Anfang 20 scheint mir das noch akzeptabel. Bist Du älter, liegt da möglicherweise ein Problem tief in Dir vor, welchem Du nachgehen solltest. Denn es ist nicht in Ordnung, sich derart von einem Menschen fremdsteuern zu lassen. Die Welt dreht sich nicht um einen Menschen, auch nicht um Dich. Sie dreht sich. Immer weiter. Auch wenn Du fort bist, auch wenn er fort ist. Deine Welt sollte sich um Dich drehen und um das, was Dir wichtig ist. Und um Menschen, denen Du gleichermaßen wichtig bist, wie sie Dir. Ansonsten darf man gerne loslassen. In Liebe, versteht sich. Er ist wie er ist und handelt nach seinen Möglichkeiten.
Mir hat vor vielen Jahren in einer ähnlichen Situation folgendes geholfen: Ich habe mir immer und immer wieder sein Bild angeschaut. Und mir das selbst vor Augen geführt, was er mit mir gemacht hat. Es dauerte gut ein Jahr, bis er mir so langsam unsysmpathisch wurde. Es kam der Tag, an dem ich ihm erneut begegnete und ich fragte mich, was ich jemals an ihm gefunden hatte. Auf mich wirkte er dann nur noch unattraktiv (innerlich wie äußerlich). Dann konnte ich beginnen, mich selbst zu hinterfragen. Die Ergebnisse waren interssant. DAS hat am Ende ganz viel mit mir gemacht, in Richtung nach vorne. Auch, dass ich mich selbst viel besser kennenlernte.
Setzte Dich nicht in die Opferrolle und bedenke, dass er kein Täter ist. Du bist für alles, was passiert, selbst verantwortlich. Und wenn Du einem anderen Menschen gestattest, Dich schlecht zu behandeln, dann bist Du auf Dich bezogen auch Täter, nämlich gegen Dich selbst.
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25.05.2015, 13:26Inaktiver User
AW: Wo die Liebe hinfällt...
Wieso, die Qual ist nun eben nur noch irreal da? Immer, wenn Du Dich ein wenig romatisch quälen willst in sonst eigentlich schönen Stunden und als Ablenkung vor Begegnungen mit Männern mit denen eine wirkliche Beziehung möglich wäre, denkst Du einfach an ihn und wie wunderschön er Dich verarscht hat, so dass Du Welten für ihn bewegen willst, ihn liebst und nur noch heulst. Hach, Liebe muss so schön sein! Hört sich ggf. bescheuert an, aber das macht nichts. Wenn gelernt hat so zu lieben, dann ist das genauso lange das Richtig für einen bis man sich damit auseinandergesetzt und da mal genauer hingeschaut hat.


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