So etwas kenne ich wirklich nicht. Ich kenne ein sich verlieben oder "vergucken" und so etwas kann hormonell schon sehr ausgeprägt sein, aber auch das hatte bisher seine Grenzen, selbst wenn man anfangs oder gerade beim ersten Mal viel durch die berüchtigte rosa Brille sehen kann. Doch der Teil, den ich fett hervorgehoben habe, klingt schon schwierig.
Wenn ich ehrlich bin und ohne das böse oder moralisch abwertend zu meinen: Ab einen gewissen Grad klingt das für mich schon nach Besessenheit. So ähnlich wie bei einem Stalker, wenn man wirklich so sehr davon gequält wird und nicht mehr davon los kommt. Vielleicht ist dann bei einem irgendwas im Ungleichgewicht oder zählst du das von dir beschriebene noch zu einer "normalen" möglichen Stufe eines "verliebt seins"?
Antworten
Ergebnis 81 bis 89 von 89
-
01.04.2015, 23:39
AW: Das ewige Leid mit den Affären
-
02.04.2015, 00:01
-
02.04.2015, 00:29
-
02.04.2015, 05:55
AW: Das ewige Leid mit den Affären
Interessant ist doch, dass Liebe und hormoneller Rausch nach wie vor komplett verwechselt werden.
Natürlich kann man sich körperlich zu einem Riesenarschloch hingezogen fühlen. Das sind die Hormone- wenn die Säfte zueinander passen, dann signalisiert der Körper einem sowas-und in der Hochphase der eigenen Gebährfreudigkeit ist das wohl auch ganz normal.
Letztlich hat man aber auch ein Gehirn und kann so ganz nebenbei dieses auch mal einschalten.
Mit so jemandem dann eine Beziehung führen zu wollen ist natürlich totaler Quatsch.
Ich habe in meinem Freundeskreis derzeit auch einige Frauen im Alter Anfang bis Mitte 30 , die komplett irrational durch die Gegend eiern.
Ich kann mir das nur mit einer hormonellen Hochphase erklären und ziehe mich da auch zurück, da eine Auseinandersetzung bez. falscher Männer, etc. auf rationaler Ebene im Moment kaum möglich ist.
Ich weiss nur eins: das geht vorbei!
-
02.04.2015, 06:58Inaktiver User
AW: Das ewige Leid mit den Affären
-
02.04.2015, 07:08
AW: Das ewige Leid mit den Affären
"Idiot" war ein salopper Ausdruck, ich wollte damit nur sagen, dass durchaus nicht nur positive Gefuehle fuer diesen Menschen da sein muessen. Und ja, es ist eine Art Besessenheit, die allerdings ganz normale Menschen ueberfaellt. Hab es selbst erlebt und mich dann dazu gruendlich belesen! :) Wen es interessiert, sehr zu empfehlen, allerdings gibts diese Buecher nur auf English:
"Love and Limerence" und "Love Sick: Love as a Mental Illness".
-
02.04.2015, 08:04
AW: Das ewige Leid mit den Affären
Ich finde es auch höchst problematisch, dass viele offensichtlich das Herz mit den Eierstöcken verwechseln Und das Gehirn dabei komplet ausschalten. Ich wüsste auch nicht, wie man da jemanden helfen könnt, wer sich weigert, rational zu denken und darauf noch stolz ist.
-
02.04.2015, 08:21
AW: Das ewige Leid mit den Affären
Vielleicht kann es auch sein, dass einem etwas der Halt im Leben fehlt. Das muss nicht bei jedem der so agiert sein, kann aber bei manchen ein Faktor sein. Wenn es jedenfalls bei einer Person so weit geht, dass er oder sie den ganzen Halt an einem möglichen Partner festmacht, dann ist man nach meiner Vorstellung noch geneigter nicht mehr loslassen zu können, obwohl die Zeichen nicht gerade in allem dafür sprechen. Wenn man sich zu abhängig von einzelnen Menschen macht, dann ist man bildlich gesprochen auch wie jemand der das Fundament seines Hauses auf Sand baut und wenn dann der Sturm kommt, dann bricht alles zusammen. Dann kann nicht sein, was nicht sein darf. Muss ja nicht immer ein Idiot oder Arschloch sein, aber reicht ja das Menschen mehr oder weniger um sich selbst kreisen und nicht im kollektiv fühlen. So kann sich jeder irgendwann als wetterwendisch erweisen, der die Gefühle nicht oder nicht mehr in dem selben Maß teilt und deswegen kann ein möglicher Partner nicht alleine genommen wie ein Fels im Leben sein, der unter allen Umständen bleibt. So etwas ist dann sicher ein Glücksfall, aber nichts wodrauf man im Vorfeld bauen kann.
Also wenn man viele oder intensiv gefühlt andere Sachen hat, die einem Halt bieten, dann ist man bezogen auf dieses Thema evtl auch robuster. Z.B. Glaube (sofern friedfertig), Freunde, Familie, Hobbies, Lebensziele etc. Doch das ist sicher nur eine Idee oder Möglichkeit von einigen und das wollte ich mit dem Punkt "Ungleichgewicht" erfragen.Geändert von hondo1998 (02.04.2015 um 08:34 Uhr)
-
02.04.2015, 15:22
AW: Das ewige Leid mit den Affären
Sicher ist eine Person immer als Gesamtpaket der Eigenschaften und Eigenheiten zu Betrachten. Es können auch welche dabei sein, die mir "fremd" sind, ich aber doch erstaunt oder im Bestfall wohlwollend auch mal amüsiert zu Kenntnis nehmen kann.
Sollten gar mehrere Anteile der Person auf mich unangenehm wirken, kann ich davon zwar angezogen sein, aber auf Dauer nur genervt sein, dies wiederum hindert mich daran von der Person besessen zu sein.
Ich mag nur positive Besessenheit. DAS ist dann für mich Liebe in der ich mich als Person auch neben all der Erotik entspannt und wohl fühle.
"Kranke" Anziehung lösten nur die Partnerschaft in mir aus, die nicht passend genug waren. Anfangseuphorie bestätigt sich nicht immer...
Klar ist mir das erst mit meinem aktuellen Mann geworden. Da kam dieses AHA! Das geht auch anders. Eine euphorische Gelassenheit habe ich gespürt.



Zitieren