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    AW: Warum machen "wir" soviel mit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber dass du die These mit den "zu hohen Ansprüchen" noch nie gelesen oder gehört zu haben scheinst kann ich tatsächlich kaum glauben. Ich finde das in nahezu jeder Diskussion zu dem Thema, egal ob hier oder im Spiegel oder in Büchern oder in TV Dokus und eben auch im realen Leben.
    natürlich kenne ich diese "These", aber für mich ist die in der heutigen Zeit lediglich ein Klischee, mit dem halt gern gespielt wird. Als These ist das viel zu allgemein und oberflächlich gehalten. Die Frage ist doch: was habe ich für Ansprüche und welche davon sind für mich essentiell, welche sind weniger wichtig für mich? Darüber machen sich doch viele Leute überhaupt keine Gedanken, sondern bleiben statt dessen an Oberflächlichkeiten hängen, die sich dann in einer inneren Checkliste äußert, die abgehakt wird.

    Zu glauben, Ansprüche sind bäh und hinderlich, kommt wahrscheinlich aus der" Katholiban"-Ecke, in der auch Schuld und demutsvolle Weibchen beheimatet sind. Ansprüche sind legitim, ja wichtig, um sich als Mensch - sowohl einzeln als auch miteinander - weiterzuentwickeln. Es ist eher diese Anspruchlosigkeit, die in diese traurigen Beziehungsdesaster führt. Wobei hier Anspruch auch sehr missverständlich ist. CZu einem großen Teil werden mit diesem Argument auch ganz menschliche und legitime Grundbedürfnisse wie Anerkennung und Respekt vom Tisch gewischt.

    Was mir auch immer wieder auffällt: diese Anspruchs-"These" ist rein traditionell schon eine Einbahnstraße, die an die Frauen gerichtet ist. Von Männern wirst du diesen Satz wohl eher nicht hören und auch in diesen Geschichten und Filmen ist diese Frage nach dem Anspruch doch eher einseitig dargestellt.

    Ich kann daher nur empfehlen, dieses Klischees oder Thesen oder wie auch immer wir das nennen wollen, zu hinterfragen. Denn letztlich stecken unsere ureigenen Glaubenssätze dahinter, die wir durch unsere Sozialisierung erworben -und durch Erfahrungen weiter bestätigt und vertieft haben. Glaubenssätze kann man tatsächlich mindestens entschärfen. Dazu gibts einige Techniken. Aber die greifen auch nur, wenn die Erkenntnis ihnen voraus geht.

    Jegliches feedback von außen komplett an sich abperlen zu lassen - zum einen glaub ich nicht dass das irgendwer wirklich kann, zum anderen halte ich das auch nicht für wirklich konstruktiv.
    ein feedback, das mir nicht am Popo vorbei geht, regt mich dazu an darüber nachzudenken, warum es mir nicht am Popo vorbei geht und was mir das über mich selbst sagt. Und dann bin ich eben schon so manches mal auf oben geschilderte Glaubenssätze gekommen, die mir letztlich mein Lebensglück verhagelt haben. Und die zu erkennen, das ist schon die halbe Miete. Auch wenn wir sie nie ganz los werden, aber spätestens ab dem Moment müssen wir uns von diesen Überzeugungen auch nicht mehr beherrschen lassen.

    Ob das nun hilft den "richtigen" Mann zu finden, keine Ahnung. Heutzutage haben wirklich viele - und zwar nicht nur Männer - ziemlich einen an der Klatsche. Aber es hilft die eigene Lebenszufriedenheit zu finden. Das ist meine Erfahrung.
    Geändert von Amelie63 (14.03.2015 um 11:00 Uhr)
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Warum machen "wir" soviel mit?

    Ich verstehe absolut nicht, warum das Lebensziel immer noch darin bestehen sollte, den richtigen Mann zu finden. Das kommt mir erschreckend vorgestrig vor.

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    AW: Warum machen "wir" soviel mit?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Ich verstehe absolut nicht, warum das Lebensziel immer noch darin bestehen sollte, den richtigen Mann zu finden. .
    Und um dies mit dem Strangtitel zu verknüpfen: es hängt eben sehr stark davon ab, ob und was ich ins Zentrum meines Lebens stelle und drumrumkreisle - wie hoch der Preis sein wird, den ich bereit bin dafür zu bezahlen (und folglich auch bezahlen werde)
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  4. Inaktiver User

    AW: Warum machen "wir" soviel mit?

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    n

    Zu glauben, Ansprüche sind bäh und hinderlich, kommt wahrscheinlich aus der" Katholiban"-Ecke, in der auch Schuld und demutsvolle Weibchen beheimatet sind. Ansprüche sind legitim, ja wichtig, um sich als Mensch - sowohl einzeln als auch miteinander - weiterzuentwickeln. Es ist eher diese Anspruchlosigkeit, die in diese traurigen Beziehungsdesaster führt.
    Ich sehe darin im Prinzip 2 andere Probleme.

    1) Erfolgreiche Frauen sind eher allein, eben weil sie Ansprüche haben und es weniger Männer zur Auswahl gibt, die diese überhaupt erfüllen könnten bei gleichzeitig recht limitierter Zeit.

    2) Und da haben wir schon das 2. Problem, neben den Ansprüchen, was habe und will ich in einer Beziehung geben? Diese Frage habe ich hier selten gelesen und die stellen sich auch die wenigsten. Was sie haben wollen vom Partner schon eher und wenn z.B. Zeit fehlt dann wird es zusätzlich eng bei der Partnersuche. Es gibt ja Studien, dass sich Singles 5mal so schnell entwickeln können, wie Paare. Wenn man also den Schwerpunkt Karriere hat, kann es Sinn machen in dieser Zeit hauptsächlich allein zu bleiben und danach ggf. sogar die Ansprüche etwas runterzuschrauben in Bereichen in denen man das kann, wenn man sich wirklich einen Partner wünscht.

    Letzteres hat auch nichts damit zu tun, dass man alles mitmacht, aber es kann sein, dass man statt dem erfolgreichen, gut aussehenden Jüngling über 1,80 doch einen Mann im angemessenen Alter mit einem guten Job und normalem Aussehen akzeptiert, der einen aber gut behandelt und beziehungsfähig ist und der die Beziehung an erste Stelle setzt, aber auch eine erfolgreichere Partnerin akzeptiert. Das hat vielmehr in gesundem Maße mit Realismus und Beziehungsfähigkeit zu tun meiner Meinung nach.

    Im Prinzip auch mit Markt und Nachfrage. Die Chance einen top ausgebildeten intelligenten, gut aussehenden ab 50jährigen zu treffen, der auch noch umfassend bindungswillig ist und in eine Beziehung investiert, na wie hoch wird die wohl sein und wenn er das will, was für eine Frau kann er dann haben? Das sind Punkte, die man einfach auch mal realistisch einbeziehen muss.

    Grundsätzlich ist es aber auch nicht wirklich schlimm allein zu leben, wenn man diese Phase gut für sich nutzt und es kann genauso gut das passende Lebensmodell sein, wenn man weiß, dass die eigenen Ansprüche eben eher nicht erfüllt werden können und dass einen das was man bekommt eben nicht glücklich macht. So leben doch mittlerweile sehr viele. Das ist doch schon normal. Blöd ist es nur dann und kollidiert mit der Außenwelt, wenn die eigene Meinung beginnt ein wenig verschroben zu werden und wenn andere einem mangelnden Realismus unterstellen.
    Geändert von Inaktiver User (14.03.2015 um 13:33 Uhr)

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    AW: Warum machen "wir" soviel mit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    1) Erfolgreiche Frauen sind eher allein, eben weil sie Ansprüche haben und es weniger Männer zur Auswahl gibt, die diese überhaupt erfüllen könnten bei gleichzeitig recht limitierter Zeit.
    welche Ansprüche vermutest du bei erfolgreichen Frauen, die weniger erfolgreiche Frauen nicht haben, wenn man das schon an dem Attribut Erfolg (den man auch noch unterschiedlich deffinieren kann) festmachen will?

    Ich halte das mit den Ansprüchen eher für eine individuelle Sache, die nicht parallel mit Erfolg einhergeht. Aber es ist vielleicht ja möglich, dass sich manche Seiten der Männer erst zeigen, wenn die Frau "erfolgreich" ist? z.B. wenn sie mehr verdient als er oder mehr Verantwortung im Job hat usw. Dann hätte sich ihr Anspruch nicht verändert, jedoch der Blick auf sie hättet sich verändert und bei ihm ganz neue Seiten hervorgezaubert

    Und um nochmal auf den Strangtitel zu kommen: es sind hier doch nicht (nur) die klassischen "Karrierefrauen", die in der BriCom schreiben, auch nicht in den Trennungs- und Singleforen. Also Erfolg scheint nicht die Ursache der vielen Liebesdramen zu sein, jedenfalls nicht in der breiten Masse.
    Geändert von Amelie63 (14.03.2015 um 13:23 Uhr)
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Warum machen "wir" soviel mit?

    Die wirs aus dem Strangtitel sind doch eher, die die eben keine hohen Ansprüche haben. Warum würden sie sonst soviel mitmachen?

    Mir scheint, da kommt manches zusammen.

    Zum einen scheint immer noch die Vorstellung herumzugeistern, dass eine Frau einen Mann haben muss. Ich verstehe nach wie vor nicht, dass frau das so akzeptiert im Jahr 2015.

    Zum anderen gibt es Menschen, die völlig unrealistische Vorstellungen von ihrem eigenne 'Marrktwert' haben und daher nach Mr und Mrs Perfect (mein absloluter Lieblingsbegriff) suchen, obwohl sie alles andere als perfekt sind.

    1) Erfolgreiche Frauen sind eher allein, eben weil sie Ansprüche haben und es weniger Männer zur Auswahl gibt, die diese überhaupt erfüllen könnten bei gleichzeitig recht limitierter Zeit.
    Zitat shortmessage

    Das kann ich nachvollziehen allerdings nicht, warum das Anlass sein sollte, soviel mitzumachen. Ich rede jetzt nicht von einmaligen Ausrutschern, aber ich wundere mich schon über die, dienen das häufiger passiert.

  7. Inaktiver User

    AW: Warum machen "wir" soviel mit?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen

    Zitat shortmessage

    Das kann ich nachvollziehen allerdings nicht, warum das Anlass sein sollte, soviel mitzumachen. Ich rede jetzt nicht von einmaligen Ausrutschern, aber ich wundere mich schon über die, dienen das häufiger passiert.
    Das hat nichts damit zu tun, dass man so viel mitmacht. Das habe ich auch geschildert in einem eher positiven Beispiel.

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    AW: Warum machen "wir" soviel mit?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Ich verstehe absolut nicht, warum das Lebensziel immer noch darin bestehen sollte, den richtigen Mann zu finden. Das kommt mir erschreckend vorgestrig vor.
    Mir auch nicht, deshalb habe ich meine Kinder so erzogen, dass man auch eine ganzer Mensch ohne Mann ist.

    Ich denke der Hauptgrund warum Frauen nicht aus einer schlechten Beziehung raus gehen ist, sie unterschätzen sich - haben Angst vor Veränderung.

    Dieses Hautsache er ist "Mann" kenne ich ehrlich nur aus der Brigitte.

    Ich denke wir als Eltern müssen mehr tun, wir sollten unseren Kinder vermitteln - der Preis ist zu hoch um in einer unerfüllten Beziehung zu bleiben.

    Meine Meinung steht fest, der wo sich nicht selbst genügt, genügt meistens auch nicht anderen.

    Ein Anfang wäre, sich selbst wichtig zu nehmen.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

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    AW: Warum machen "wir" soviel mit?

    " warum machen "wir" soviel mit?"

    ich denke, weil man durch "schlechte erfahrungen" sich selbst gut kennenlernt, sich klarer wird, was man möchte. könnte also sein, dass ein gewisses mass an schlechten erfahrungen nötig ist. nach einer langen durststrecke, geniesst man dann mehr die "funktionierende beziehung".

  10. Inaktiver User

    AW: Warum machen "wir" soviel mit?

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    welche Ansprüche vermutest du bei erfolgreichen Frauen, die weniger erfolgreiche Frauen nicht haben, wenn man das schon an dem Attribut Erfolg (den man auch noch unterschiedlich deffinieren kann) festmachen will?
    Man will eben zusätzlich noch einen Mann, zu dem man aufschaut, ggf. hat man in heißen Phasen wirklich weniger Geduld und und und. Frau stellt dann schon mal die Karriere vor die Beziehung, was vielen Männern eben nicht passt. Und manche fragen sich dann auch schnell, welchen Stellenwert sie haben für solch eine Frau und wenn dann noch wenig Zeit da ist, aber auch das kann man realistisch sehen und dann ist es eben normal, dass es nicht so klappt mit einer Partnerschaft.

    Klar sind es hier nicht nur Karrierefrauen, die hohe Ansprüche haben, aber es geht doch letztendlich darum zu einem realitätsnahen umsetzbaren Anspruch an eine Beziehung bzw. möglichen Partner zu kommen, vorausgesetzt frau will wirklich eine bzw. einen. Wenn man zum Schluss kommt, dass man mit ganzem Herzen Single ist, dann reicht ggf. einfach ab und an eine lockere Affäre, aber das dann bitte bewusst. Dann entspricht es nicht dem Lebensplan zusammenzuziehen und letztendlich kann man es dann auch lassen aktiv weiterzusuchen. Nur viele tun dies und meist kommt vieles über das 1. Date nicht hinaus. Selbst da wird schon fast nur nach Knackpunkten gesucht.

    Manche ziehen mit ihren Ansprüchen eher einen Halodri an als einen Mann mit dem sie bodenständig glücklich werden können und übersehen geradezu nette Männer, weil die nicht gut genug aussehen z.B.. Gerade ab 40 wird es doch immer schwieriger diese zu finden oder? Das hat etwas mit realistischer Sicht auf den Markt zu tun und entsprechend sollte man seine Werte überprüfen. Ab 40 oder 50 Aussehen an die erste Stelle zu setzen, ist ggf. nicht ganz so geschickt z.B.. Da sollte ggf. auch eine Blick in den Spiegel, die eigenen Falten, Cellulites etc. einiges zurechtrücken. Und wer ernsthaft sucht, muss sich damit und mit anderen eigenen Unzulänglichkeiten und dem Markt auseinandersetzen. Alles andere halte ich ggf. für ein Hobby, also Dating, aber beiweiten nicht für eine ernsthafte Suche und das merkt man vielen auch an. Genauso wie manche eben nur den Marktwert testen oder sich während oder direkt nach einer Beziehung ein wenig trösten lassen wollen.
    Geändert von Inaktiver User (14.03.2015 um 14:17 Uhr)

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