Ich hatte schon einige Beziehungen, an manchen bin ich sehr geklebt, an manchen nicht. Wenn ich mich nicht mehr wohlfühlte oder der Überzeugung war, das wird nichts, bin ich sehr schnell weggewesen.
Aber bei denen, wo ich einen Narren gefressen hatte, konnte ich sehr ausdauernd sein, auch wenn ich unglücklich war, bis ich mir irgendwann sagte: mei, du bist doch noch so jung, da kommt sicher noch was besseres.
Nun dauert meine jetzige Beziehung 6 Jahre, das ist Rekord. Und da gab es etliche Krisen. Nur habe ich mittlerweile die Einstellung, schlimmer gehts immer und halte daran fest.
Zwischen meinen Beziehungen gab es auch Singlezeiten, die ich anfangs genossen habe, aber mit der Zeit fand ich es einfach nur schrecklich.
Ich denke, würde ich mich jetzt trennen, wäre ich bestimmt die nächsten Jahre Single. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dieses ganze Gedöns vom Kennenlernen über die ersten Streits und klärenden Gespräche mit Lösungen und Kompromissen, Misserfolgen, Frust und yeah, jetzt sind wir weiter, nochmal von vorne anzufangen, denn jeder Mensch ist ja anders...Dazu hätte ich gar keine Kraft mehr.
Ich bin froh, dass wir in unserer Partnerschaft jetzt da sind wo wir sind und da haben wir eine Menge Kämpfe ausgefochten - tun es teilweise noch.
Wenn das alles umsonst gewesen sein soll und ich nochmal bei Null anfangen müsste...
neee, echt nicht...
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13.03.2015, 19:45Inaktiver User
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
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13.03.2015, 19:49
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Witzigerweise finde ich dieses ganze Kennenlern-Dings sehr interessant.

Mich nervt das gar nicht, ich finde es immer wieder aufs Neue spannend. Allein die ganzen fremden Sichtweisen, Ansichten..., die man da kennenlernt, finde ich super spannend.
Ich kann allerdings auch verstehen, wenn man auf diesen ganzen Dating-Mist keine Lust (mehr) hat. Es dauert halt schon eine Weile, bis man - falls man überhaupt zusammen kommt - ein eingespieltes Team ist.
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13.03.2015, 23:49
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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14.03.2015, 07:15
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Na ja, vielleicht muss Frau ja einfach noch lernen die Freiheit zu geniessen.
Viele Menschen bleiben ja lieber in vertrauten Gefängnissen ( Job, Mann, etc.) als sich auf eine etwas ungewisse Freiheit einzulassen.
Und: den eigenen Wert definieren Frauen nach wie vor häufig über Partnerschaft und Familie, die oft eher das Bedürfnis ist, zu einer bestimmten Gruppe dazuzugehören-nämlich jener, die " es geschafft hat".
Geschafft in diesem Fall: Mann und Kinder am Start!
Dauerhaftes Glück scheint das für die Hälfte der Leute trotzdem nicht zu bringen...( Statistisch gesehen).
Übrigens auch nicht die sog. Karrierefrauen oder gar jene die beides (Karriere und Familie) unter einen Hut bringen wollen...
Wie wäre es denn mal nichts davon in Angriff zu nehmen -sondern einfach glücklich und zufrieden im Mittelfeld rumzudümpeln, sein Leben zu geniessen und sich weder beruflich noch familiär auf irgendeiner Überholspur zu befinden...???
Wer impft denn eigentlich besonders den Frauen immer wieder ein, dass sie egal in welchem Bereich bitte Höchstleistung für die Gesellschaft zu erbringen haben?
Und wir doofen Frauen sagen immer wieder bereitwillig:
Ja klar: ich kümmere mich um zwei KInder, unterstütze einen Mann bei seinen Plänen, schmeisse den Haushalt, versuche jederzeit super auszusehen, hab einen tollen Freundeskreis und unternehme interessante Dinge und habe natürlich noch meine Karriere, die ich zielstrebig nach vorne pushe. Alles kein Problem!!!
Wir lassen uns mental versklaven,warum das immer noch so ist...tja..
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14.03.2015, 08:26
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
interessantes und unerschöpfliches Thema

da sollten sie sich dann manchmal aber auch einfach wieder zurück erinnern, warum sie sich in den Typen verliebt haben, was sie an ihm so anziehend fanden. Ich verstehe es nicht, dass viele Frauen den Menschen dann verändern wollen. Dann ist er doch nicht mehr der, in den sie sich verliebt haben?!
gerade im VL bin ich da sehr vorsichtig mit den Schilderungen. Es ist nämlich seltenst so, dass da einer zum Pöhsen mutiert ist, sondern das sind Dynamiken, die sich durch eine Beziehung, ja womöglich durchs ganze Leben durchziehen, und das, was wir hier in diesen Unterforen lesen, ist nur ein Fensterchen mit dem Ergebnis davon. Ein bißchen mehr Selbstreflektion (was was völlig anderes ist als diese Selbstanklagen, die wir auch immer wieder lesen) wäre da meist sehr hilfreich für die Zukunft.
ich habe für mich festgestellt, dass bei mir zu schlechter Behandlung das Frosch-im-Kochtopf-Verhalten geführt hat. Vor allem, weil ich das Muster drauf hab, dass ich mein(t)e erst geben zu müssen, um was bekommen zu dürfen. Das hat regelmäßig dazu geführt, dass ich zu großzügig war und zuwenig auf die Balance zwischen geben und nehmen geachtet hab. Mit dem Resultat, dass ich irgendwann immer wieder an den Punkt kam, an dem ich mich mit Krümeln begnügte.Und ich kenne das ja auch von mir (deshalb das "wir" im Titel).
Ziehen wir keine eindeutigen Grenzen? Oder haben wir keine? Vertrauen wir in unsere Wunschvorstellung?
Und in dem krassesten Fall, in dem ich wirklich schlecht behandelt worden bin, waren es unerfüllte Sehnsüchte und nicht gelebte Träume, die mich in diese Beziehung und letztlich in eine Abhängigkeitssituation führten. Das ist mir aber zum Glück nur einmal passiert, da es sich hier schlichtweg um einen Irrtum handelte und nicht um ein Muster.
Zitat von Inaktiver User
kenn ich höchstens von meiner Muttergeneration. Aber sonst ist mir das noch nie passiert, dass ich solche Sprüche zu hören bekam. Und wahrscheinlich lese ich solche Sachen nicht, weil sie keine Entsprechung in mir haben. Wenn jemand so einen Spruch ablässt, dann kommt der bei mir eh nur als Ausrede dafür an, warum dieser Mensch an seiner eigenen Unzufriedenheit nichts ändert. Meiner Meinung nach verwechselst du hier das Ei mit dem Entchen: die Unsicherheit ist schon da, und daher können da blöde Sprüche andocken.
von den wenigen Dauerliierten, die mir begegnet sind, höre ich genau das nicht. Die haben und hatten ihre turbulenten Zeiten, aber es ist die Liebe, die sie zusammen hält. Dass es nicht immer einfach war und Krisen gab, ja das höre ich. Aber "Abstriche" - so negativ empfinden die das anscheinend nicht.Und da höre ich schon oft, dass es normal wäre, Abstriche machen zu müssen in einer Beziehung und wenn ich meinen Realitätssinn einschalte, dann scheint mir das plausibel.
Und ich glaube, das ist ein recht gutes Indiz dafür, ob es sich um Liebe oder um Bedürftigkeit/Verstrickung oder ähnliches handelt: wenn ich das Gefühl des Verzichts und des Leids habe, was sich dann auch in meiner Ausdrucksweise niederschlägt, dann ist es wohl eher letzteres.
Zitat von Santacruz
Geändert von Amelie63 (14.03.2015 um 08:32 Uhr)
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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14.03.2015, 09:07Inaktiver User
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Nicht für jeden ist das Mittelfeld ein Ziel, wobei ich Dir in Bezug auf Partnerschaft sogar teilweise Recht geben muss, denn gerade wenn diese langfristig angelegt ist, wird es eben auch Phasen geben die nicht den Vorstellungen entsprechen. Das gehört dazu. Auf der anderen Seite auch als Single wird man phasenweise mal einsam sein.
Weiterhin ist es schon ein Problem, wenn frau ihre Freiheit genießt. Ich glaube sogar, wenn frau so wenig Verbesserung in einer Partnerschaft sieht, dann verläuft sich das beim Kennenlernen sehr schnell in Gleichgültigkeit, wenn es überhaupt jemals über das 1. Date hinaus kommt. Das ist dann das Gegenteil von zu viel mitmachen, da wird rein gar nichts mehr mitgemacht. Das ist massiv ein Stopp drin. Ich will das nicht werten. Aber wie und wo findet man dann zur Mitte? Ich lese hier eher die Extreme.
Mir ging es ja auch schon in Hochstressphase so und geht es noch so, dass ich in einer Beziehung nicht die Verbesserung für mich persönlich sehe. Da denke ich schnell, der wird mich nur aufhalten und für was? Sein Leben ist nicht das, wo ich hin will.
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14.03.2015, 09:15Inaktiver User
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Wer sprach denn von "andocken"? Aber dass du die These mit den "zu hohen Ansprüchen" noch nie gelesen oder gehört zu haben scheinst kann ich tatsächlich kaum glauben. Ich finde das in nahezu jeder Diskussion zu dem Thema, egal ob hier oder im Spiegel oder in Büchern oder in TV Dokus und eben auch im realen Leben.
Jegliches feedback von außen komplett an sich abperlen zu lassen - zum einen glaub ich nicht dass das irgendwer wirklich kann, zum anderen halte ich das auch nicht für wirklich konstruktiv.
Das Ziel muss in meinen Augen sein, solche Botschaften durchaus zur Kenntnis zu nehmen und mit der eigenen Haltung (die man natürlich entwickelt haben muss) abzugleichen - dann helfen einem auch andere Meinungen, sich zu positionieren. So kann man aus dem feedback für sich was mitnehmen, anderes als wenn man jegliche Kritik oder auch nur eine andere Perspektive gar nicht an sich ranlässt.Geändert von Inaktiver User (14.03.2015 um 09:27 Uhr)
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14.03.2015, 09:51
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Mich erschreckt, dass es im Jahr 2016 (!) immer noch SIngles gibt, die meinen, unter Dauerbeschuss zu stehen. Ich hätte da mehr Selbstbewusstsein erwartet.
Ich kann zwar gut verstehen, dass es einen kiekst, wenn alle heiraten, nur man selbst niicht. Ich kann auch enen unerfüllten Kinderwunsch mit damit verbundener Trauer verstehen.
Wenn es aber 'wirs' gibt, die zuviel mitmachen, sollten diese 'wirs' ganz dringend an sich selbst arbeiten. Wir schreiben das Jahr 2015 nicht 1955.
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14.03.2015, 10:14Inaktiver User
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Bei mir ist noch 2015, vielleicht liegts daran?

Nochmal: mein Selbstbewusstsein ist das eine, das macht mich aber nicht blind und taub.
Sprich: ich kann Kritik wahrnehmen (wobei das nicht mal Kritik sein muss, ich seh es eher als eine nicht völlig von der Hand zu weisende These), ohne sie mir zu eigen zu machen. Das ist ein Unterschied.
Wieso sollten die Menschen (ich nehme Männer da gar nicht aus) im Jahr 2015 auf einmal psychisch alle stabil und in sich ruhend sein?
Wenn es aber 'wirs' gibt, die zuviel mitmachen, sollten diese 'wirs' ganz dringend an sich selbst arbeiten. Wir schreiben das Jahr 2015 nicht 1955.
Ich sehe mindestens genauso viele Menschen, die rein gar nichts mehr "mitmachen", das ist das andere Extrem, aber nicht unbedingt gesünder.
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14.03.2015, 10:51
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
=hilfskonstruktion;26324208]Bei mir ist noch 2015, vielleicht liegts daran?
Hihi, aber in 2015 sollte es auch deutlich besser sein
Nochmal: mein Selbstbewusstsein ist das eine, das macht mich aber nicht blind und taub.
Sprich: ich kann Kritik wahrnehmen (wobei das nicht mal Kritik sein muss, ich seh es eher als eine nicht völlig von der Hand zu weisende These), ohne sie mir zu eigen zu machen. Das ist ein Unterschied.
Sind sie nciht, aber ich hätte schon erwartet, dass sie in der LAge sind aus Vergangenem zu lernen. Es gibt Ratgeber, die Gleichberechtigung ist vorangekommen etc. Wer sich dann immer noch von aussen (!) bedrängt fühlt, weil er Single ist, hat meiner Meinung nach ein ernsthaftes Problem. Ich kann verstehen, dass man sich das anders vorgestellt hat, aber nie waren die Lebenswege so frei wählbar, zumindest was das Private angeht.Wieso sollten die Menschen (ich nehme Männer da gar nicht aus) im Jahr 2015 auf einmal psychisch alle stabil und in sich ruhend sein?
Ich halte es für extremIch sehe mindestens genauso viele Menschen, die rein gar nichts mehr "mitmachen", das ist das andere Extrem, aber nicht unbedingt gesünder
ungesund, nur in Extremen zu denken. Die meisten befinden sich in Graubereichen bzw entwickeln sich. Da findet das Leben statt.


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