Bin ich?
Aber, ja, die Grundzweifel entstehen dadurch, daß die eigene Empfindung und Wahrnehmung von der Umwelt permanent invalidiert wird. Wenn ich sage, "ich bin Single und das ist auch gut so", und die unterbeschäftigeten Horden starten eine Volksbewegung, die mich überzeugen soll, daß ich lüge, dann denke ich mir entweder "die haben sie nicht alle" oder ich greife fälschlicherweise zu der Heuristik, "wenn dir zehn Leute sagen, du bist ein Esel, hol dir Zaumzeug" und glaube ihnen.
Gibt's Studien zu. Wie zu so vielem.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 111
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13.03.2015, 12:49
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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13.03.2015, 13:01Inaktiver User
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Ich schon, gefühlt.

Egal ob in der Verwandtschaft, bei Freunden oder unter Kollegen. Ich nehm es niemand übel, kann ja jeder seine Meinung vertreten, ich fühl mich da auch nicht angegriffen - ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich es schwierig finde sich da überhaupt nicht in Frage zu stellen wenn einem vom Umfeld immer wieder vermittelt wird, man hätte zu hohe oder falsche Ansprüche, wäre zu romantisch oder wäre nicht pragmatisch genug. Natürlich sollte man das nicht alles komplett wegwischen und sich gar nicht mehr in Frage stellen, oder??
Mein Lieblingssatz ist ja: man muss halt Kompromisse eingehen in einer Beziehung. Und meine Lieblingsantwort ist: nein, das muss ich eben nicht.
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13.03.2015, 13:28
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Liebe Josyfine,
dein Post kann ich nur unterschreiben!!!
Ich habe doch beim letzten Kerl wirklich gedacht: DAS IST ER JETZT!
Er war der Mann (Junge), in den ich vor 40 Jahren einmal unsterblich verliebt war! Damals würdigte er mich keines Blickes! Unsere (wieder-)Begegnung vor fast einem Jahr hatte etwas Magisches... wie blöd kann Frau eigentlich sein?
Denke ich heute...
Das führte dazu, dass ich mir ganz zeitnah mal einen Mann aus meinem Umfeld, der alles andere als gut aussehend ist, aber reizend, liebevoll, um mich bemüht und... ist, näher angeschaut habe.
Ich fühle mich wohl in seiner Nähe und weiß eines ganz gewiss: Niemals wird ER mich mies behandeln!
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13.03.2015, 15:38Inaktiver User
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13.03.2015, 16:02
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Hmmm - also ich hör(t)e das sehr selten!

Liegt aber wohl daran, dass ich immer schon sehr konsequent meine Schiene gefahren bin und Kompromisse gern vermeide. Wer mich näher kennt, der merkt das auch und fragt nicht (mehr) dumm nach, wieso ich keinen Partner und/oder Kinder habe, wo das doch so toll ist und alle das doch wollen und wie schrecklich das doch ohne sein müsse...
In meinem Privatleben will ich mich nach Möglichkeit nur mit Menschen umgeben, die mir nicht auf den (nicht vorhandenen) Sack gehen.
My home is my castle und da will ich nicht den Drachen wohnen haben. Echt nicht!
Um also nochmal auf die Frage zurückzukommen:
Ich mache da gar nix mit!
Allerdings werden auch keine solchen Beziehungs-Ansinnen an mich herangetragen. Man weicht sich schon prophylaktisch aus.Geändert von phantomlake (13.03.2015 um 16:08 Uhr)
Wer Unsinn hören und glauben will, der wird auch Unsinn zu hören bekommen.
Cave: Meine Beiträge könnten Spuren von Ironie enthalten!
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13.03.2015, 17:17
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Ja, das solltest du tun.
@ phantomlake:
Mir geht es ebenso wie dir. Kein Mensch in meinem Umfeld schaut mich schief an, weil ich derzeit Single bin. Aber ich war da auch schon immer sehr selbstbewusst.
Und wenn meine liebe Mutter mal wieder meinte, an mir rumnölen zu müssen, weil sie es ja gar nicht verstehen konnte, wieso ich denn "so einen netten Mann" nicht haben wollte und dass man es mir "eh nicht recht machen könne" - dann hab ich immer nur gesagt, sie kann ja gern selbst mit dem Typ ins Bett gehen, wenn sie den so toll findet.
Uh, da war sie dann immer ganz pikiert, weil das wollte sie ja auch nicht, und Sex ist ja eh ein fieses Thema.
Naja, irgendwann kam dann auch nix mehr, und sie fragt heute nur noch selten mal ganz vorsichtig nach.
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13.03.2015, 17:51Inaktiver User
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Zur Ehrenrettung meines Umfelds muss ich sagen: ich sprach nicht von schiefangeschautwerden!!

Aber man unterhält sich doch darüber, wieso bist du dreissig Jahre liiert und ich nicht (wieso hast du Kinder und ich nicht, wieso wohnst du in der Stadt und ich auf dem Land) - das kann ja auch ganz wohlwollend stattfinden und so, dass man vom anderen was erfährt.
Und da höre ich schon oft, dass es normal wäre, Abstriche machen zu müssen in einer Beziehung und wenn ich meinen Realitätssinn einschalte, dann scheint mir das plausibel.
Ich kenne auch genug Leute, die Stein und Bein schwören, den absoluten Traumpartner zu haben (das sind dann die die gaaaaar nicht verstehen wieso man nicht auch so wen hat...) - nur, mein Glaube daran ist tatsächlich begrenzt.
Also, ich denke, wer nicht länger oder auf Dauer allein leben will der muss halt das eine oder andere in Kauf nehmen. Die Grenze dessen was man noch dem Alleinleben vorzieht ist fliessend.
Und oft genug bekommt man ja den Rat, nicht gleich hinzuschmeissen, ist ja auch nicht verkehrt. Und so dreht man halt oft noch ein paar Schleifen, auch wenn man hinterher sieht, man hätt auch gleich gehen können.
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13.03.2015, 18:07
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Das "Problem" an der ganzen Sache ist einfach, wenn Frau sich irgendwann an das Alleinsein gewöhnt hat und es sie nicht (mehr) stört. Wieso, zum Henker, sollte sie dann billige Kompromisse eingehen?

Nö. Tu ich nicht mehr.
Ich habe für mich auch erkannt, dass mir eine nur halbgare Kompromissbeziehung seelisch nicht gut tut. Mich macht das unglücklich und belastet mich nur. Ich fühle mich da als Single einfach ausgeglichener und glücklicher.
Zudem gibt es ja massig Beispiele dafür, dass auch ältere Menschen durchaus noch einen (für sie) tollen Partner finden. Das ist in der heutigen Zeit, wo so viele Paare sich in den 40ern trennen, nichts Ungewöhnliches mehr.
Glück gehört da natürlich auch zu. Aber es gibt ja auch Menschen, die schon mit 30 keinen mehr finden.
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13.03.2015, 18:16Inaktiver User
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Welches Problem?

Same here. Ich muss aber zugeben, für mich war das ein langer Prozess, ich bin jetzt Ü50. Erzählt wird einem doch was anderes, ich musste das für mich erst herausfinden, dass mich das Alleinleben tatsächlich zufriedener macht als dieser ewige Beziehungskrampf.Wieso, zum Henker, sollte sie dann billige Kompromisse eingehen?
Nö. Tu ich nicht mehr.
Ich habe für mich auch erkannt, dass mir eine nur halbgare Kompromissbeziehung seelisch nicht gut tut. Mich macht das unglücklich und belastet mich nur. Ich fühle mich da als Single einfach ausgeglichener und glücklicher.
Und ich bin jemand, der immer schon gern allein war. Ich kann mir schon vorstellen dass jemand, der ein geselligerer Typ ist sich da schwerer tut. Ganz zu schweigen von Frauen, die noch Kinder wollen.
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13.03.2015, 18:28
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
@ hilfskonstruktion:
Ich verstehe dich sehr gut.
Es ist ja nun auch nicht so, dass ich nie damit gehadert hätte. Auch habe ich mich auf Vernunftsgeschichten eingelassen - habe aber dann gemerkt, dass diese mir auf Dauer nichts geben. Ganz zu schweigen davon, dass das den Männern gegenüber auch nicht fair war.
Was ich allerdings wirklich nicht mehr kann: Beziehungen mit Männern, die mich schlecht behandeln, bzw. mir nicht das geben können oder wollen, was ich brauche. Solche Geschichten machen mich einfach nur völlig fertig.
Daher habe ich mich nun sehr gut in meinem Singledasein eingerichtet. Manchmal erschreckt es mich geradezu, wie gerne ich allein bin. Mir ist auch wirklich nie langweilig, wenn ich z.B. Tagelang alleine zu Hause bin.
Ein Mann hätte durchaus Platz in meinem Leben - aber er muss mir gut tun, da mein Job und andere private Dinge mich teilweise sehr fordern und ich keine Lust habe, mir auch noch einen kräfteraubenden Typen ins Haus zu holen.
Aber ich stimme dir zu: Geselligere Frauen oder Frauen mit Kinderwunsch haben es da sicherlich um einiges schwerer...



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