Es geht darum das ein Frosch, der in einen Topf mit kochendem Wasser hüpft, sofort wieder herausspringt.
Wenn er aber in den Topf springt wenn das Wasser kalt ist und man es dann mit ihm darin zu kochen bringt, merkt er es nicht, bzw. er passt sich an bis es zu spät ist.
Ich denke dieses Phänomen ist nicht unbedingt geschlechtstypisch, sondern eher eine Frage der Harmoniebedürftigkeit und der Leidensfähigkeit.
Es mag allerdings sein, dass Frauen da tendenziell etwas stärker vertreten sind.
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13.03.2015, 10:56Inaktiver User
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
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13.03.2015, 11:07
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Ich kenne viele Frauen, die lieber jammern statt Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für ihr Leben. Sie sind nicht bereit, auch die negativen Konsequenzen zu tragen und bleiben deshalb lieber im bequemen Nest sitzen.
Das ist traurig. Aber wenn man es ihnen sagt ist man diejenige, für die eh alles leichter ist
Z.B. ist eine Bekannte sehr unglücklich in ihrer Ehe, arbeitet aber mit über 50 halbtags. Sie sagt, sie hätte gar nicht genug Geld, um alleine zu überleben. Na ja, mit einem Halbtagsgehalt hätte ich das auch nicht.......
Viel Trägheit und Angst vor dem Alleinsein.Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)
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13.03.2015, 11:34
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Ich habe mir früher auch immer viel zu viel gefallen lassen. War einfach nur lieb und gutgläubig. Zum Glück für mich bin ich aber immer an Männer geraten, die ebenfalls lieb zu mir waren und mich gut behandelt haben.
Bis ich dann auf zwei gegenteilige Exemplare traf. Miese, manipulative Schwei** waren das. Und ich bin da - obwohl zu diesem Zeitpunkt schon Mitte/Ende 30 - total naiv ran geraten. Das, was die da mit mir gemacht haben, konnte ich gar nicht mit meinen Werten in Einklang bringen, bzw. ich habe die Niederträchtigkeit, die dahinter stand, gar nicht begriffen, weil mir solche Wesenszüge und Handlungsweisen bis dahin komplett unbekannt waren. Diese beiden Männer, die ich nacheinander kennenlernen "durfte" und in die ich sehr verliebt war, haben mich fast kaputt gemacht.
Ich denke, das geht vielen, gerade älteren, Frauen so: die kommen aus langjährigen normalen Beziehungen und fallen erstmal vom Glauben ab, wenn sie sehen und erleben dürfen, was für kaputte Typen da draußen mittlerweile rumlaufen. Und als gutgläubige, naive Frau, die sich gerne wieder einen Partner wünscht, ist man da erstmal leichtes Opfer. Für viele ist das Single-Dasein nach wie vor eine Horrorvorstellung.
Irgendwann wacht Frau dann auf, meistens nach einem langen Leidensweg. Wenn sie selbstbewusst und stark genug ist, wird sie sich aus dieser ungesunden Beziehung lösen.
In der Zukunft wird sie dann - sofern sie psychisch gesund ist und nicht immer wieder alte ungesunde Muster bedient - einen großen Bogen um Ar***löcher machen.
Begegnungen und Erfahrungen mit miesen Typen hinterlassen natürlich auch ihre Spuren. Mir ist es heute nicht mehr möglich, völlig unbefangen an ein neues Kennenlernen heran zu gehen - ich misstraue erstmal grundsätzlich. Und schieße Männer sofort ab, sofern sie kleinste Anzeichen von irgendwas zeigen, was mir nicht passt. Auch bin ich nicht mehr so "lieb" wie früher, sondern egoistischer und selbstbewusster. Was allerdings generell gut ist.
Wenn ich hier in der Bri Stränge von Frauen lese, die sich von Männern wie die letzten Putzlappen behandeln lassen, hoffe ich immer, dass ihre Leidensgrenze bald erreicht ist. Denn man kann sich die Finger wund schreiben und noch so eindringlich warnen - die Betroffenen hören eh nicht drauf und reden sich ihr Putzlappen-Dasein nur noch schöner.
Gesunde Frauen werden irgendwann aus diesen für sie schlechten Beziehungen aussteigen und haben dazu gelernt - die Anderen bedienen immer weiter ihre ungesunden Muster.
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13.03.2015, 11:38Inaktiver User
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Nun das geht sicher Menschen (!) so die ihre Grenzen nicht kennen. Angst vor dem Alleinsein haben etc.pp
Genau hinsehen, Dinge ansprechen auch wenn sie unangenehm sind usw.
Wer sich wie ein Feudel verhält wird auch so behandelt.
Nicht nur in Beziehungen - das trifft auch in allen anderen Lebenslagen zu!
Da muß man oder frau eben auch mal die Klappe aufmachen und sich nicht verarschen lassen!
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13.03.2015, 11:40
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Und auch nicht zu wissen was sie wirklich zutiefst glücklich machen würde im Zusammensein mit einem Partner und auch nicht den Mut dies dann mit aller Konsequenz umzusetzen. Lieber wird dann darauf gehört, was "Experten"; die Lieblingsfrauenzeitschrift oder - Serie dazu sagen wie das mit der Liebe geht. Oder darauf was in der Frauenclique toll ankommt.
"Das höchste Glück ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit." Erasmus von Rotterdam...
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13.03.2015, 12:06
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Wenn ich hier im Forum immer schon lese, "ich stelle mich vielleicht nur an", "eigentlich ist ja alles OK, nur", "anderen geht es ja viel schlimmer"... Da ist so ein Grundzweifel an der Gültigkeit der eigenen Wahrnehmung, und ich habe den Verdacht, daß das Frauen öfter betrifft als Männer.
Das kann der Annahme "es gibt nichts besseres als das" (oder "ich vediene nichts besseres als das") in die Hände spielen, oder eine Folge davon sein, meist ist es beides.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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13.03.2015, 12:35Inaktiver User
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13.03.2015, 12:37Inaktiver User
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
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13.03.2015, 12:41Inaktiver User
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Verstehen kann ich das schon.
Es mag ja sein, dass andere Frauen immer nur zugewandte und ausgeglichene Männer treffen, die beziehungsfähig und -willig sind, bei gegenseitiger Anziehung natürlich, und mit denen ein partnerschaftliches Leben lebbar ist.
Ich kenn das leider weniger.
Und so ist halt die Wunschvorstellung die eine, das reale Angebot an Partnern das andere, und so kann man sich halt entscheiden, gehe ich Kompromisse ein und hab einen Partner, oder bleib ich bei mir und bei dem was mir guttut - und lebe kürzer oder länger oder für immer alleine.
Dass man nach langen Singlephasen so zermürbt ist dass man sich dann vielleicht doch wieder auf was einlässt was nicht das Wahre ist - ich kann das gut nachvollziehen.
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13.03.2015, 12:45
AW: Warum machen "wir" soviel mit?
Ich gehöre mit meinen 26 Jahren zwar noch nicht zu den Beziehungserfahrensten, aber auch in meinem Leben bin ich des Öfteren an solche Idioten geraten... Bei mir war es, dass diese Männer Kindheitserfahrungen bei mir getriggert haben, die ich durch sie "heilen" wollte. Was natürlich nicht geht ;)
Konsequenzen habe ich kaum gezogen... Ich habe mir immer alles schön geredet, habe mich immer mehr verbogen und verleugnet. Als dann Schluss war, ist eine Welt für mich zusammen gebrochen.
Die Männer, die es gut mit mir meinten, habe ich nicht ertragen und nach kurzer Zeit (meist 3 Monate) wieder aussortiert.
Bei meinem letzten Ex gelang es mir, die Reißleine zu ziehen. Der hat mich mit seiner "Ich bin ein armer Junge, der dich halt nicht öfter als 1 Mal pro Woche sehen kann, weil mir Pärchen-Situationen Angst machen" ein Jahr lang hingehalten. Sex gab es da bereits nach wenigen Monaten kaum noch (vll alle 3 Monate mal und dann auch noch sehr egoistisch). Ich habe das ewig entschuldigt, dass er halt nicht anders kann, dass das normal ist, dass er mich bei den seltenen Besuchen in seinem Freundeskreis einfach stehen lässt und mich immer behandelt wie eine Krankheit. Ich war kaputt dadurch - dann habe ich eine Therapie angefangen und habe nach Wochen die Kraft gefunden, mich zu trennen. Ich bin ihm nicht böse, er KANN wirklich nicht anders, aber er passt nicht zu mir ;)
Danach kam ein ähnliches Exemplar, hat mir schöne Augen gemacht und mich dann zwei Mal ziemlich übel verarscht und sich dann auch noch als das Opfer dabei hingestellt "Ich wollte ja, aber ich kann nicht, meine Ex, bla bla". Nach kurzer Zeit habe ich mit erhobenem Haupte die Sache in einem hinterlassenen Trümmerfeld an Beschimpfungen meinerseits verlassen und mich nie mehr bei dem Kerl gemeldet.
Inzwischen habe ich einen sehr lieben neuen Freund, der sich WIRKLICH binden will und wo einfach alles passt ;)



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