Offen gestanden bin ich nicht scharf drauf. Warum? Weil es so berechenbar ist. In die andere Richtung aber auch.
Eines lese ich hier heute jetzt ganz klar heraus: Du denkst darüber nach und wirst tun, was Du für richtig hältst. Es wird noch eine Zeit brauchen. Heute argumentierst Du in zwei Richtungen. 1.) Er ist ja soooo lieb und toll aber Du bist nicht verliebt und Dich nervt seine Vergangenheit sowie sein Umfeld. Einige Kommentare hier nerven Dich aber auch und daher wirst Du 2.) fest bei der Überzeugung bleiben, dass alles kann und nichts muss. Jetzt kommt was ganz und gar nicht überraschendes: Richtig!Vorrangig geht es tatsächlich um sein Umfeld. Aber mit dem bin ich ja nicht zusammen, sondern mit ihm. Trennen kann man beides aber auch nicht. Dazu kommt aber dennoch die Vergangenheit.
Ich bin wirklich keinen Deut weiter, nicht in dem Sinn, dass ich zu 100% hinter dieser oder jener Entscheidung stehen kann.
Die Körperverletzung endete mit einer Geldstrafe, möchte ich auch nicht zu hoch hängen. Aber bei ihm kommen sehr viele Dinge zusammen, die ich bisher weder aus meinem Leben noch aus dem meiner bisherigen Partner kannte (Drogen, Kind, unregelmäßige Jobs, unsteter Lebenswandel, Hobbies, die ich nicht teilen kann, unterschiedliche Temperamente).
Erfahrungsgemäß kommen viele Paare mal an einen Punkt, an dem solche Unterschiede Probleme geben und ich denke, je mehr Unterschiede, desto mehr Konfliktpotential?
Außerdem sind da eben meine Vorurteile, dass ich denke, es ist nicht nur Vergangenheit, sondern hat auch Folgen für die Gegenwart und damit letztendlich auch für unsere Beziehung.
Ich wollte es aber nicht so einfach sein lassen, nur weil ich mir aufgrund von Erziehung und biederem Lebenswandel selbst im Weg stehe.
Er möchte es nicht locker angehen lassen. Er ist auf der Suche nach einer Partnerin mit Zukunftspotential. Letztendlich muss ich schon wegen ihm die Sache beenden. Wahrscheinlich wird er nicht so leicht finden, was er sucht, weil er einfach zu überschwenglich, zu verkrampft auf der Suche ist.
Dein letzter Satz passt aber wieder nicht zu Deiner Überlegung. Denn was er will, ist nicht Dein Thema. Dein Thema ist, was Du willst. Und hier schließt sich der Kreis "Ich weiß nicht, ob ich mit ihm zusammen sein will/kann". Es ist zwar keine Frage, die Du hier in den Raum geworfen hast, dennoch hast Du inzwischen selbst erkannt, dass NUR DU allein drauf kommen wirst. Niemand hier kann Dir bei der Entscheidung helfen. Du weißt eines ganz genau, nämlich, dass Du nichts weißt. Und Dich verunsichern einige Kommentare hier offenbar. Geh in Dich, nimm Dir Zeit, Dir selbst zuzuhören und dann wirst Du wissen, was zu tun ist.![]()
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07.02.2015, 21:05Inaktiver User
AW: Ich weiß nicht, ob ich mit ihm zusammen sein will/kann
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08.02.2015, 13:31
AW: Ich weiß nicht, ob ich mit ihm zusammen sein will/kann
Woher willst du wissen, dass er ein sehr netter Mensch ist? Das, was du über seine romantische Ader und seine Begeisterung für dich geschrieben hast, würde mich eher stutzig machen. Genauso seine Ruhelosigkeit. Am Ende ist er noch ein Mensch mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung oder Borderlinestörung. Dazu würden auch die Drogen, seine Impulsivität und sein Umfeld passen.
Du hast ja auch geschrieben, dass du dazu neigst, dich in komische Typen zu verlieben. Ich bin wirklich kein Mensch, der andere vorschnell verurteilt. Ich neige auch eher dazu, jedem eine Chance zu geben. Ob das aber immer so sinnvoll ist, daran zweifle ich so langsam.
Bei mir schrillen auch die Alarmglocken, wenn du davon schreibst, dass du dich fühlst wie in einem Liebesroman, weil er dich so umwirbt und weil du es toll findest, mit einem Mann zusammen zu sein, der von allen bewundert wird.Geändert von liebestoll (08.02.2015 um 13:38 Uhr)
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08.02.2015, 18:42
AW: Ich weiß nicht, ob ich mit ihm zusammen sein will/kann
Ja, hab ich missverstanden, sorryNein, das hast du missverstanden. Du warst nirgendwo boshaft. Aber ich persönlich würde mit keinem Mann zusammen sein wollen, der "so" über mich denkt
Ich verstehe ja auch, was ihr alle sagt. Ich würde es einer Freundin nicht anders sagen. Mir war nur wichtig, zu hinterfragen, ob ich trotz all dieser Vorurteile nicht doch mit ihm zusammen sein könnte. Ob es eben von meiner Seite aus Vorurteile sind, an denen ICH arbeiten könnte.
Er weiß schon, wo ich stehe und was ich für ein Mensch bin, das habe ich ihm gegenüber kommuniziert. Er ist sich selbst auch nicht sicher, ob wir zusammenpassen. Aber er ist verliebt und sieht vieles noch eher nach dem Motto "wird schon werden". Ich glaube, vieles sieht er auch einfach nicht so problematisch, wie ich. Was auch verständlich ist, da ich relativ unkompliziert binIm Endeffekt kannst eh nur du entscheiden, was du tust. Nur: bezieh den Mann mit ein. Alles Andere wäre nicht fair.
Sein hartnäckiges Werben bauchpinselt dich und du schreibst ganz offen, dass du schon sehr lange Single bist und einen deiner Ansicht nach passenden Mann nicht bekommst - daher dieser (faule?) Kompromiss.Ich finde das einfach nicht genug eine Beziehung auf ein paar gemeinsame Gefühle aufzubauen. Lieber ein gutes Leben allein als mit einem Menschen zusammen zu sein wo kein Fundament ist.Ich hab hier mal einige Zitate zusammengefügt. Also, nein, ich verliebe mich nie in komische Typen, das ist das erstemalDu hast ja auch geschrieben, dass du dazu neigst, dich in komische Typen zu verlieben
Ich verliebe mich nur immer in Männer, die zwar gern mit mir ins Bett gehen (würden), aber nichts festes wollen, weil a) sie sich nicht verliebt haben oder b) schon eine Frau haben. Das waren bisher ganz normale 0815-Männer und ja, es frustriert. Und ja, bevor er kam, hatte ich mich schon mental auf ein Leben allein eingestellt und ja, wenn da tatsächlich noch ein vernünftiger Kerl käme, würde mich das sehr wundern.
Also ich bin sicher alles andere als eine Sozialromantikerin und ich bezweifle, dass "er" von allen bewundert wird. Ich wollte nur beschreiben, warum ich nicht sofort gesagt habe, der ist es nicht. Es war eben schön und ich habe das so noch nie erlebt.Bei mir schrillen auch die Alarmglocken, wenn du davon schreibst, dass du dich fühlst wie in einem Liebesroman, weil er dich so umwirbt und weil du es toll findest, mit einem Mann zusammen zu sein, der von allen bewundert wird.
Stimmt vollkommen. Meine Vermutung ist allerdings eher, dass es an diesem ADHS liegt. Was es aber nicht unbedingt besser machen würde.Woher willst du wissen, dass er ein sehr netter Mensch ist? Das, was du über seine romantische Ader und seine Begeisterung für dich geschrieben hast, würde mich eher stutzig machen. Genauso seine Ruhelosigkeit. Am Ende ist er noch ein Mensch mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung oder Borderlinestörung. Dazu würden auch die Drogen, seine Impulsivität und sein Umfeld passen.
So bin ich auch, aber ich bin trotzdem nicht besonders naiv in dieser Hinsicht. Sonst wäre ich kaum misstrauisch.Ich bin wirklich kein Mensch, der andere vorschnell verurteilt. Ich neige auch eher dazu, jedem eine Chance zu geben. Ob das aber immer so sinnvoll ist, daran zweifle ich so langsam.
Aber es gibt einen Spruch, der die Situation gut beschreibt:
Wenn du etwas haben willst, was du noch nie hattest, musst du etwas machen, was du noch nie gemacht hast (oder so ähnlich).
So sollte es sein, aber ich fühle mich mies, weil ich mich schon mal getrennt habe. Er hat auch gesagt, dass er Angst hat, ich würde es mir nochmal überlegen. Dann hätte ich ihn besser in Ruhe gelassen, anstatt nochmal mit ihm anzubandeln. So tue ich ihm nochmal weh und weil er so lieb war, fühle ich mich diesbezüglich noch beschissener.Denn was er will, ist nicht Dein Thema. Dein Thema ist, was Du willst.




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