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  1. User Info Menu

    AW: Verschiedene Lebenseinstellungen...

    Zitat Zitat von Schrappnella Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich? Vergiss es! Am besten beende das Ganze so schnell wie möglich. Langfristig wird das nichts......
    Dem kann ich mich nur anschließen.
    Für eine langfristige Beziehung mit dir ist dieser Mann doch völlig ungeeignet, zumal du davon schreibst, dass du eine Familie und eigene Kinder haben möchtest (dann ist er erst recht nicht der richtige Mann für dich).

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    AW: Verschiedene Lebenseinstellungen...

    Ich muß mich als Heilpraktikerin jetzt unbedingt einmal einklinken...Also...erst einmal ist die Naturheilkunde ja nun keine Domäne der Heilpraktik, sondern auch für viele Ärzte interessant, da auch diesen ja nicht verborgen bleibt, dass tatsächlich im Bereich der klassischen Schulmedizin einiges im Argen liegt. Aber kein Heilpraktiker würde irgendwelche Globuli statt nötiger Herzmedikamente empfehlen! Was aber z.B. im Bereich der Kardiologie passiert ist: sehr wirksame Mittel, die für die Pharma nicht lukrativ genug waren, verschwanden vom Markt, neue, mit mehr Nebenwirkungen, aber besser patentierbar, ersetzten sie...
    Oder Autoimmunkrankheiten: hier bietet die Schulmedizin fast gar nichts, was wirklich hilft. Kortisontherapie ist z.B. sogar oft off-label...hat also keine Zulassung, wird aber gemacht. Der Patient muss selbst aktiv werden, sein Leben ändern, das ist leider so. Mit Schuld hat das nichts zu tun, aber es kann schon traurig machen, wenn das nicht verstanden wird.
    Und zum Thema Impfungen ist zu sagen, dass wir keine Volldeklaration der Inhaltsstoffe haben. Also auch Impfstoffe, die als frei von...Quecksilber oder Aluminium vermarktet werden, nutzen aber diese Schwer- bzw. Leichtmetalle, versteckt in anderen Inhaltsstoffen, um den Wirkstoff in den Körper einzuschleusen.
    Das Immunsystem wird schon dauerhaft verändert, bevor es überhaupt voll ausgebildet ist, die Metalle fest in die Zellen eingebaut. Was das alles mit deinem Thema zu tun hat? Vielleicht ist dein Freund ja gerade der Mensch, der dich dazu bringt, in deinem Bereich, der Medizin, auch nach links und rechts zu schauen...das schließt sich doch nicht aus! Es gibt doch genug Mediziner, die dies machen.
    Bei uns an der Uniklinik wird bis heute gelehrt, dass Amalgam unschädlich ist. Es kommt als Gift deklariert in die Praxis, ist in den Patienten eingebracht unschädlich, aus den Zähnen entfernt dann Sondermüll...
    Nimm´ ihn doch einfach nicht so ernst, aber beschäftige dich, fachlich fundierter als er es kann, mit dem Thema! Sehr interessant beispielsweise sind die Erkenntnisse von Dr. (!) Klinghardt....

  3. Inaktiver User

    AW: Verschiedene Lebenseinstellungen...

    Ich glaube so sehr ist diese Heilpraktikersache gar nicht Thema - mich würde total abnerven wie er missioniert.
    Und das nicht nur bei der TE sondern auch bei Eltern und Freunden von ihr....nach 1,5 Monaten!!

    Und das wird sicher nicht besser im Laufe der Beziehung.

    Und solltet ihr doch mal Kinder haben....der Arzt impft ja auch ohne das der Vater dabei wäre wenn es mal soweit kommen sollte.

    Tja - beobachte ihn....aber für mich wäre das total abturnend wenn er nur nachplappert was er von Mama weiß....

    Missioniert die Mutti auch so?

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    AW: Verschiedene Lebenseinstellungen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und solltet ihr doch mal Kinder haben....der Arzt impft ja auch ohne das der Vater dabei wäre wenn es mal soweit kommen sollte.
    Normalerweise müsste der Arzt dafür beide Elternteile fragen, sofern beide Elternteile das gemeinsame Sorgerecht haben.

    Abgesehen davon ist so etwas doch keine Lösung, das gegen den Willen des anderen Elternteiles zu machen. Da sollten sich beide schon einig sein.

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    AW: Verschiedene Lebenseinstellungen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube so sehr ist diese Heilpraktikersache gar nicht Thema - mich würde total abnerven wie er missioniert.
    Und das nicht nur bei der TE sondern auch bei Eltern und Freunden von ihr....nach 1,5 Monaten!!

    Und das wird sicher nicht besser im Laufe der Beziehung.
    Genau so sehe ich das auch.

    Es gibt ja genug Menschen, die beides in Anspruch nehmen oder auch beides praktizieren. Das schließt sich ja nicht gegenseitig aus. Aber, aber diese Grundeinstellung des Verteufelns, das Missionieren, das ist wirklich unangenehm.

    Hat seine Mutter den vor Ausspruch der Empfehlung an Deinen Vater wirklich eine Ferndiagnose gemacht? Oder gab es eine Anamnese? Wenn das auch noch eine Ferndiagnose war, dann kann ich nur noch meinen Kopf schütteln. Das wäre wirklich absolut unseriös.

    Habt Ihr denn mal über das Thema gesprochen? Damit meine ich nicht die verschiedenen Einstellungen, die schon in der kurzen Zeit zu Konflikten geführt haben, sondern den Umfang mit den verschiedenen Einstellungen, den Respekt vor Deinem Beruf und Deinem künftigen Beruf?

    Zur Frage verschiedene Lebenseinstellungen meine ich also im Ergebnis: kommt drauf an, wie damit umgegangen wird. Ich wüßte sehr unterschiedlich Paare, die die andere Lebenseinstellung des Partners akzeptieren und die sich gegenseitig nicht reinreden. Dann kann das gehen. Wenn aber einer dem anderen sein Modell aufdrücken will, wird das nichts. Dabei denke ich noch nicht mal an Kinder. Da reicht doch eine nette kleine Bronchitis.

  6. Inaktiver User

    AW: Verschiedene Lebenseinstellungen...

    Liebe TE,

    zu Deinem Post Nr. 13: Wie schaut es denn nun aus bei Euch? Wie soll es weitergehen?

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    AW: Verschiedene Lebenseinstellungen...

    Hallo, wow danke für die vielen Antworten. Ich versuche mich mal daran auf diesen vielen Input einzugehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du solltest aber doch berücksichtigen, dass Dein Ex nicht Dein jetziger Freund ist. Das sind zwei Personen. Was mit dem Ex gewesen ist, das ist Vergangenheit. Was kommt, ist neu.
    Da hast du natürlich Recht. Das sind zwei verschiedene Menschen. Es ist halt so - Erfahrungen die man in vergangenen Beziehungen gemacht hat nimmt man ein Stück weit mit, versucht auch draus zu lernen. Und ich sehe hier schon Parallelen, nämlich dass wir in bestimmten (großen) Lebensbereichen sehr konträre Einstellungen haben und es eben fraglich ist, inwiefern wir da miteinander als Paar umgehen können.

    @ Schrappnella und Josyfine, das was ihr schreibt ist eben genau das was ich auch für den schlechtesten Fall befürchte. Frage mich aber gleichzeitig, ob ich so schnell die Flinte ins Korn werfen soll - ob es wirklich in jedem Fall so "schlecht" laufen wird - oder ob wir nicht noch Zeit haben, es auszuprobieren wie wir damit besser umgehen... vielleicht auch voneinander lernen. Aber ihr habt natürlich recht dass es nicht allzu gut im Moment aussieht.


    Zitat Zitat von yell Beitrag anzeigen
    Liebe TE,
    Auf meinen Posting bist du nicht eingegangen, in dem ich darauf hinwies, dass es eigentlich unmöglich sei, mit jemandem eine ernsthafte Beziehung zu führen, der die Berufswelt des Partners komplett ablehnt. Du möchtest wohl selbst deine Erfahrungen sammeln.
    Entschuldige - ich bin auf das meiste eher als Gesamtes eingegangen. Hab deinen Beitrag durchaus gelesen und ja auch geschrieben, dass es mir jetzt schon zu schaffen macht, dass er mich in meinem Beruf so (in meinen Augen) abwertet.

    Zitat Zitat von yell Beitrag anzeigen
    Liebe TE,
    Ich finde außerdem, du betonst zu oft, wie tolerant du gegenüber anderen Meinungen bist. Ich glaube, auch heute darf man dummes fundamentalistisches Zeug als solches bezeichnen. Sorry, aber meine Glaskugel sieht für euch keine gemeinsame glückliche Zukunft.
    Beim wiederholten Durchlesen ist mir auch aufgefallen, dass das ständige "ich versuche tolerant zu sein" schon sehr penetrant war War wahrscheinlich aus Reflex weil ich mir in der Exbeziehung oft anhören durfte ich müsste einfach offener und toleranter gegenüber anderen Weltanschauungen sein etc. Aber das muss ich natürlich trennen. Und ja du hast Recht, man muss auch nicht alles gut finden.

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Ist es nur ein Gefühl, das er vermittelt, oder sagt er dies deutlich?
    Er bezieht das nie direkt auf mich/MEINE Arbeit. Aber er äußert sich schon allgemein abwertend über Schulmedizin (was ja nunmal mein Feld ist) und ja, er sagt z.B. auch dass erwachsene Leute, die sich von diesem System so "verarschen" lassen, auch ein Stück weit selber Schuld sind wenn sie immerzu krank sind. Er führt gerne an, dass er selber äußerst selten krank ist und das stimmt auch. Aber das dann als Grund zu nehmen, anderen kranken Menschen z.B. meiner Freundin mit der Autoimmunerkrankung das Gefühl zu geben, sie sei zu gewissem Maße selbst Schuld, finde ich nicht okay.

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Stört es dich vielleicht auch, dass er sehr auf den Rat seiner Mutter, die ja Heilpraktikerin ist, hört, statt dich als angehende Medizinerin ernst(er) zu nehmen?

    Wie ist es mit dir im Privatleben, erteilst du ungefragten medizinischen Rat?
    Das kann ich wirklich verneinen. Wir hatten ja auch nie ein Problem miteinander als wir "nur" befreundet waren und jeder für sich einfach gemacht hat, was er für richtig hielt. Wir hatten da auch Gespräche und haben dann am Ende einfach das des anderen so stehen lassen. Es geht mir wirklich überhaupt gar nicht darum, dass er "auf mich hören" soll. Da müsste es ihm gesundheitlich schon mal SEHR schlecht gehen, dass ich ihn möglicherweise dazu drängen oder ihn fragen würde, ob er nicht zum Arzt gehen will statt Globuli zu nehmen. Aber auch dann würde ich akzeptieren wenn er das nicht will.
    Zu den Menschen die sich ungefragt in die Gesundheitsfragen anderer einmischen gehöre ich definitiv nicht. Wenn ich um Rat gefragt werde, gerne. Aber ich hab grade mal zurückgedacht und überlegt, ob ich wohl jemandem schon mal meinen medizinischen Rat aufgedrängt habe... und kann das verneinen. Ich hab da auch gar keine große Lust, meinen Beruf im Privatleben auch noch auszuleben.



    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Ich bin weder Heilpraktikerin, noch Ärztin, aber meines Wissens dürfen Heilpraktiker gar keine "unverantwortlichen" Behandlungsmethoden vorschlagen. Zumal er auch in keinem medizinischen Bereich tätig ist?

    Vertraust du denn nicht der Urteilsfähigkeit deines Umfeldes? Die meisten Menschen gehen immer noch zum Arzt oder Heilpraktiker, wenn sie Rat benötigen.
    Ich weiß nicht, ob er das "darf". Jedenfalls hat er das gemacht, nachdem er mit mir ein ausführliches Gespräch über meinen Papa hatte (welche Vorerkrankungen und alles mögliche). Also er hat sich schon informiert, nach den Angaben seiner Mutter und das dann an seine Mutter weiter gegeben. Für mich und meinen Papa war das okay, fanden es auch erstmal nett dass sie versuchen zu helfen. Aber dann mit so einem Vorschlag anzukommen hat mich echt geärgert. Ja, ich vertraue der Urteilsfähigkeit meines Umfelds - mein Papa hat den Vorschlag seine Medis abzusetzen ja auch nicht umgesetzt. Trotzdem ärgert mich sowas. Es gibt Menschen die in ihrer Not, in einer schweren Krankheit sicher nach jedem Strohhalm greifen und dann auch auf solche Vorschläge eingehen. Mag sein dass das in seinen Augen und den Augen seiner Mutter richtig so wäre, aber ich finde es unverantwortlich. Ist auch ein Stück weit spielen mit den Ängsten anderer Menschen.

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Ich würde mich viel eher fragen, weshalb du wiederholt an Männer gerätst, die an deinen Glaubenssätzen rütteln wollen.
    Na ja, zwei von meinen Beziehungen waren jetzt so. Wobei die jetzige noch nicht unbedingt eine feste Beziehung ist. Ich hatte noch zwei andere Beziehungen in denen das gar nicht so war. Ich würde da jetzt nicht unbedingt ein Muster sehen sondern Zufall. Aber wer weiß. Spätestens wenn mir sowas noch ein drittes mal passiert würde ich wohl doch mal ins Grübeln kommen

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Alles Gute jedenfalls
    Danke!




    Zitat Zitat von Barbarella13 Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist dein Freund ja gerade der Mensch, der dich dazu bringt, in deinem Bereich, der Medizin, auch nach links und rechts zu schauen...das schließt sich doch nicht aus! Es gibt doch genug Mediziner, die dies machen.
    Hallo Barbarella, danke für deinen Beitrag.
    Ich denke schon, dass ich auch nach links und rechts gucke. Bin sicher nicht der Prototyp derjenigen die NUR an Schulmedizin "glauben". Meine eigene Mutter ist zum Beispiel auch eher alternativmedizinisch orientiert, sie hat eine lange Krankenhaus-Odyssee hinter sich in ihren 30ern und hat damals für sich in alternativen Heilmethoden die größte Hilfe gefunden. Es ist also nicht so dass mir das alles vollkommen fremd ist und ich das komplett ablehne.
    Auch alles was du schreibst über Problematiken im Gesundheitssystem - sicher, es ist nicht von der Hand zu weisen dass es da so einige Probleme gibt. Sobald ein Krankenhaus ein wirtschaftlicher Betrieb ist, der in erster Linie mal "überleben" muss, wird eben auch viel eingespart und das häufig nicht zum Wohl des Patienten. Das ist ziemlich traurig und ich erlebe das ja oft aus nächster Nähe. Im Pharmabereich dasselbe. An der Forschung kurativer Medikamente für einige schwere Krankheiten wird massiv gespart - man würde sich ja nur selbst das (lukrative) Geschäft mit den Medikamenten kaputt machen, welche diese Patienten z.T. lebenslang einnehmen müssen, wenn diese Krankheiten geheilt werden könnten.
    Das sind alles schwierige Themen und manchmal fühle ich mich im System "Krankenhaus" das nunmal mein berufliches Zuhause ist auch unwohl, wenn man wieder einmal eine frustrierende Situation erlebt in der einem die schweren Mängel die dieses System hat wieder ganz klar vor Augen treten.

    Aber ich vergesse auch die positiven Seiten nicht und bin dankbar, für alles was die Schulmedizin uns ermöglicht hat. Nicht umsonst ist die Lebenserwartung heute in medizinisch gut versorgten Gebieten so viel höher als früher.
    Das zweite rhesus-negative Kind einer rhesus-positiven Mutter hätte früher eher geringe Überlebenschancen gehabt, während es heute gar keine Schwierigkeit mehr darstellt dass so ein Kind ganz normal auf die Welt kommt und lebt. Das bedeutet ein ganzes Menschenleben.
    Wenn wir von Autoimmunerkrankungen reden - ja da gibt es noch soo viel Spielraum für bessere (oder überhaupt irgendeine) Therapie. Aber meine Freundin z.B. hat eine Schilddrüsen-Autoimmunerkrankung. Früher wäre sie nach Ausbruch der Erkrankung relativ bald verstorben. Heute hat sie eine normale Lebenserwartung dank ihrer Medikamente.
    Ich finde, auch sowas darf man nicht vergessen.
    Und das sind eben Punkte, die mein Freund völlig abstreitet. Thema Impfungen - ich sehe das auch nicht ganz unkritisch, sein Bruder hatte einen nachgewiesenen Impfschaden, sowas gibt es und Impfungen sind sicher nicht komplett harmlos und ungefährlich. Im Gegensatz zu ihm sehe ich aber auch die Vorteile von Impfungen. Sein Argument ist - er ist ohne Impfungen ja auch völlig gesund. Das mag sein, aber vielleicht liegt das daran, dass um ihn herum die Gesellschaft in der er lebt relativ gut durchgeimpft ist. Er streitet auch ab dass Impfungen irgendwas mit der Ausrottung der Pocken zu tun hatten, und das empfinde ich persönlich als weltfremd.


    @ Dharma, ja in meinen Augen geht es auch eher um das Thema, dass er doch ziemlich radikal in seinen Ansichten ist und da auch mehr oder weniger aufdringlich versucht andere davon zu überzeugen. Klar, wenn man von etwas überzeugt ist, springt man dafür in die Bresche. Mache ich ja auch. Aber ich merke dass mich seine Art dabei doch sehr stört.
    Seine Mutter kenne ich persönlich nur sehr flüchtig, kann deshalb nicht sagen wie sehr sie "missioniert".

    Im Endeffekt, je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr empfinde ich das als großes Problem das sich vielleicht nicht lösen lässt. Ich möchte dem noch etwas Zeit geben, weil ich da nichts überstürzen will, und es drängt mich ja nichts zu übermäßiger Eile. Wenn ich feststelle es geht nicht, kann ich immer noch einen Schlussstrich ziehen.

    Eigentlich finde ich, sowas könnte sich auch gut ergänzen - so wie du, Barabarella das auch geschrieben hast. Dass man miteinander über den Tellerrand blickt, das kann ja auch spannend sein. Was voneinander lernen und mal was auszuprobieren.
    In meinen Augen sind es zwei Punkte, die mich daran hindern:
    Dass er auch tatsächlich nachweisbare Vorteile von schulmedizinischen Verfahren abstreitet und "mein" Feld als komplettes abwertet.
    Und dass er in seiner Überzeugung sehr aufdringlich werden kann und das auch vor meinem Umfeld keinen Halt macht.


    Schade ist, dass wir uns sonst so super verstehen. Wir haben auch den Abend gestern zusammen verbracht und es war einfach schön. Da fragt man sich dann schon, will ich den wirklich ziehen lassen.


    Edit: die neueren Beiträge erst grade gesehen ;)

  8. Inaktiver User

    AW: Verschiedene Lebenseinstellungen...

    Zitat Zitat von kraniche Beitrag anzeigen
    Ich habe immer gedacht, solang man dem anderen gegenüber respektvoll und tolerant ist, könnte sowas kein Problem werden.


    Um mal ein Beispiel zu nennen: Er wollte mir vor kurzem Globuli mitgeben für meinen herzkranken Papa. Er meinte, dass das meinem Vater viel besser helfen würde als die ganzen Medikamente die er ärztlich verordnet einnimmt.


    Ein anderer Punkt war eine gemeinsame Freundin (er kennt sie über mich). Die hat eine Autoimmunerkrankung die als nicht heilbar gilt. Sie kommt damit ganz gut zurecht, muss zwar lebenslang Medikamente nehmen, aber wenn man bedenkt dass sie ohne diese Medikamente tot wäre, nimmt man das ja gern in Kauf.


    Wie gesagt, ansonsten ist alles toll und abgesehen von diesen Dingen haben wir viele Gemeinsamkeiten. Ich fühle mich sonst total wohl mit ihm und wir sind ansonsten wirklich sehr auf einer Wellenlänge.

    Aber diese Dinge geben mir manchmal zu denken.
    Müssen wir nur beide ein bisschen toleranter sein?

    Ich würde mich über Erfahrungen oder sowas freuen, auch einfach nur wie andere Menschen das sehen - ob sowas langfristig ein Problem werden kann.

    Danke euch.

    Lg
    kraniche
    Hat Dein Vater oder Deine Freundin Dir oder ihm einen Auftrag gegeben? Wollten einer von denen andere Medikamente oder Lösungswege? Falls nein, das ist das einfach nur übergriffig und zu unterlassen.

    Und ja, warum nicht das mal grundsätzlich klären, dass man nur Menschen behandeln kann, die das möchten. Mal ganz davon abgesehen, dass ich denke, dass das erwachsene Menschen sowieso nicht mit sich machen lassen. Dachte ich jedenfalls bisher, aber ich kann mich auch irren.


    Jeder darf also seine Ansicht gern behalten. Gut, bei möglichen gemeinsamen Kindern sollte man schon in der Lage sein eine Lösung bzgl. der Impfungen zu finden. Das erfordert Auseinandersetzung, notfalls bis einer aufgibt.

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    AW: Verschiedene Lebenseinstellungen...

    Zitat Zitat von kraniche Beitrag anzeigen
    Er bezieht das nie direkt auf mich/MEINE Arbeit. Aber er äußert sich schon allgemein abwertend über Schulmedizin (was ja nunmal mein Feld ist) und ja, er sagt z.B. auch dass erwachsene Leute, die sich von diesem System so "verarschen" lassen, auch ein Stück weit selber Schuld sind wenn sie immerzu krank sind. Er führt gerne an, dass er selber äußerst selten krank ist und das stimmt auch. Aber das dann als Grund zu nehmen, anderen kranken Menschen z.B. meiner Freundin mit der Autoimmunerkrankung das Gefühl zu geben, sie sei zu gewissem Maße selbst Schuld, finde ich nicht okay.
    Ja, das kann ich nachvollziehen, und stimme zu. Allerdings gibt es ja nicht wenige Schulmediziner, die ebenfalls systemkritisch sind und Behandlungsmethoden hinterfragen, usw.

    Dennoch ist es etwas anderes, wenn die Tätigkeit als Schulmediziner als solche abgewertet wird.


    Ich hab da auch gar keine große Lust, meinen Beruf im Privatleben auch noch auszuleben.
    Verständlich. In der Regel geschieht das allerdings von alleine, alsbald das Umfeld weiss, dass man Arzt ist.

    Ich weiß nicht, ob er das "darf".
    Meines Wissens dürfen sie es nicht, kenne mich allerdings bezüglich der Gesetzeslage nicht aus. Was ich allerdings weiss ist, dass viele Heilpraktiker mit Schulmedizinern kooperieren (sofern sie selbst nicht beide Qualifikationen aufweisen).

    Jedenfalls hat er das gemacht, nachdem er mit mir ein ausführliches Gespräch über meinen Papa hatte (welche Vorerkrankungen und alles mögliche). Also er hat sich schon informiert, nach den Angaben seiner Mutter und das dann an seine Mutter weiter gegeben.
    Verstehe ich das richtig, dass seine Mutter, die Heilpraktikerin ist, deinen Vater gar nicht in ihrer Praxis gesehen hat, und dennoch Behandlungsvorschläge erteilte?

    Für mich und meinen Papa war das okay, fanden es auch erstmal nett dass sie versuchen zu helfen. Aber dann mit so einem Vorschlag anzukommen hat mich echt geärgert. Ja, ich vertraue der Urteilsfähigkeit meines Umfelds - mein Papa hat den Vorschlag seine Medis abzusetzen ja auch nicht umgesetzt. Trotzdem ärgert mich sowas. Es gibt Menschen die in ihrer Not, in einer schweren Krankheit sicher nach jedem Strohhalm greifen und dann auch auf solche Vorschläge eingehen. Mag sein dass das in seinen Augen und den Augen seiner Mutter richtig so wäre, aber ich finde es unverantwortlich. Ist auch ein Stück weit spielen mit den Ängsten anderer Menschen.
    Verständlich.

    Im Endeffekt, je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr empfinde ich das als großes Problem das sich vielleicht nicht lösen lässt. Ich möchte dem noch etwas Zeit geben, weil ich da nichts überstürzen will, und es drängt mich ja nichts zu übermäßiger Eile. Wenn ich feststelle es geht nicht, kann ich immer noch einen Schlussstrich ziehen.
    Ja, so auch mein Empfinden.

    Eigentlich finde ich, sowas könnte sich auch gut ergänzen - so wie du, Barabarella das auch geschrieben hast. Dass man miteinander über den Tellerrand blickt, das kann ja auch spannend sein. Was voneinander lernen und mal was auszuprobieren.
    In meinen Augen sind es zwei Punkte, die mich daran hindern:
    Dass er auch tatsächlich nachweisbare Vorteile von schulmedizinischen Verfahren abstreitet und "mein" Feld als komplettes abwertet.
    Und dass er in seiner Überzeugung sehr aufdringlich werden kann und das auch vor meinem Umfeld keinen Halt macht.

    Ich persönlich empfinde auch, dass das eine wunderbare Ergänzung darstellen könnte - kennst du denn seine Mutter, und ist sie ebenso radikal eingestellt?

  10. gesperrt

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    AW: Verschiedene Lebenseinstellungen...

    Zitat Zitat von Barbarella13 Beitrag anzeigen
    Oder Autoimmunkrankheiten: hier bietet die Schulmedizin fast gar nichts, was wirklich hilft. Kortisontherapie ist z.B. sogar oft off-label...hat also keine Zulassung, wird aber gemacht. Der Patient muss selbst aktiv werden, sein Leben ändern, das ist leider so. Mit Schuld hat das nichts zu tun, aber es kann schon traurig machen, wenn das nicht verstanden wird.
    ..
    Liebe Barbarella,
    Auch wenn das OT ist, muss ich meinen Senf dazu geben: es gibt autoimmune Erkrankungen, die mit Hilfe von Medikamenten sehr leicht in griff zu bekommen sind. Die Person kann bei guter Einstellung ein praktisch normales Leben führen. Diese Menschen zu verunsichern finde ich grob fahrlässig.
    Und Impfungen sind sicherlich nicht unproblematisch, dennoch der Kinderlähmung oder Dyphterie vorzuziehen.

    Zur TE: sorry, aber für mich ist es so, als ob eine ehrgeizige Staatsanwältin versuchen würde, mit jemandem eine Beziehung aufzubauen, der aus einer "ehrenwerten Familie" stammen würde.
    Geändert von yell (21.01.2015 um 21:31 Uhr)

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