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  1. Inaktiver User

    AW: Meine Eltern werden ihn niemals akzeptieren

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Anna, wenn dein Vater das nächste Mal mit seiner Rückkehr nach Polen droht, dann sagst du ganz cool: "Dann mach doch."

    Jede Wette, was danach passieren wird? Ja, genau: rein gar überhaupt nichts.
    Ich denke, Du siehst das Problem zu simpel - offensichtlich macht er ja der Mutter damit Druck, und die nimmt das schon ernst - sie dürfte ihren Mann und die eheliche Situation kennen.

    Das Problem ist, das Anna sich da reinziehen lässt , und der Kinderrolle noch nicht entwachsen ist.
    Geändert von Inaktiver User (08.12.2014 um 18:20 Uhr)

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    AW: Meine Eltern werden ihn niemals akzeptieren

    Hallo,

    eine Bekannte von mir hat als Teenager im Urlaub einen Tunesier kennengelernt, das ist etwa 20 Jahre her. Heute ist sie mit ihm verheiratet und sie haben zwei Kinder. Ihre Mutter dreht wegen ihres Schwiegersohns seit 20 Jahren am Rad - erfolglos.

    Mit der Mutter ist es nicht möglich vernünftig zu reden: ihre Sorgen waren anfangs ja noch nachvollziehbar (ein gutaussehender tunesischer Gigolo verdreht der Tochter den Kopf). Aber der junge Mann lernte sehr gut deutsch, ist gebildet, gab in Tunesien einen guten Job mit guten Karriereperspektiven auf, um nach Deutschland zu ziehen in eine ungewisse Zukunft und ließ seine eigene Familie und seine Freunde in Tunesien zurück. Nichts davon erreicht die Mutter, auch nicht, dass die beiden eine harmonische Ehe mit zwei netten Kindern führen. Er ist bis heute "der Mohammedaner".

    Das Ganze belastete und belastet auch die Ehe der Eltern. Die Mutter erpresste sowohl den Vater als auch die Tochter ("wenn Du zur Hochzeit gehst, lasse ich mich scheiden"). Sie sind aber bis heute verheiratet.

    Was ich Dir sagen will: es kann sein, dass sich die Gemüter wieder beruhigen, es kann aber auch sein, dass das nicht der Fall sein wird. Darauf solltest Du Dich gefasst machen.

    Zum Thema Studium: Du bist dafür nicht auf die Großzügigkeit Deiner Eltern angewiesen. Du hast entweder Anspruch auf Unterhalt oder auf BAföG. Und kannst Deine Nebenjobs sicher noch ein wenig ausbauen.

    Wie andere schon schrieben, es geht nicht darum, ob dieser Mann die Konflikte mit Deinen Eltern wert ist. Sondern es geht darum, Dich gegen Deine Eltern abzugrenzen. Sie dürfen ihre Meinung zu Deinem Leben, Deinen Freunden und Deinem Partner haben - das wars dann aber auch. Nicht Du und Dein Partner seid ein Problem, sondern ihr bringt nur eine Seite an Deinem Vater zum Vorschein, die ohnehin schon da ist.

    Mandelblüte
    Geändert von Mandelbluete (07.12.2014 um 13:32 Uhr)

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    AW: Meine Eltern werden ihn niemals akzeptieren

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dein Vater ist Ausländer und hat was gegen Ausländer?
    Weil sich das durch den ganzen Thread zieht, setze ich mal hier an:

    Dieser junge Mann ist kein Ausländer. Er ist hier geboren und hat wahrscheinlich Eltern, die nicht-deutsche Wurzeln haben. Menschen, die hier geboren, aufgewachsen, sozialisiert sind, können keine Ausländer sein. Sie sind unsere Mitbürger.

    Anna, wenn du diesen jungen Mann als "Ausländer" bezeichnest, weil seine Eltern "woanders" herkommen, bezeichnest du dich selbst auch als Ausländerin, weil dein Vater in Polen geboren ist?
    Hasssprache ist keine freie Meinungsäußerung.

  4. Inaktiver User

    AW: Meine Eltern werden ihn niemals akzeptieren

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, es wäre nett, wenn alle Menschen auf der Welt nett und vorurteilsfrei wären. Die Welt ist aber nun mal kein Wunschkonzert , und die Menschen sind nicht so.

    Davon ab verstehe ich das so, das der Mann aus einem arabischen Land kommt und der Vater dagegen Vorbehalte hat. Das ist sicher keine 'rein polnische' Sichtweise. Viele deutsche Eltern wären über eine Verbindung mit einem Araber auch nicht entzückt.
    In der heutigen Zeit sollte man diese Toleranz erwarten dürfen! Nennt sich auch Menschlichkeit und gehört in eine aufgeklärte Welt. Immerhin sind allein in Berlin 14 % der Bevölkerung Einwanderer.

    Wenn die Nachkommen der Urbevölkerung schon Vorbehalte haben, dann frage ich mich, was Einwanderer über andere Einwanderer zu meckern haben. Und wenn es dem Vater der TE nicht passt, darf er leben, wo er will, halt auch gerne wieder in Polen.

    Die TE mit einen solchen Schmarrn unter Druck zu setzen ist nicht nur lächerlich seitens ihres Vaters, sondern auch pädagogisch wertlos. Sie ist eine junge erwachsene Frau von 22 Jahren und kann für sich selbst Entscheidungen treffen. Vorbehalte/Abneigungen gegen Gruppen-/Glaubensgemeinsachften schüren zu wollen, halte ich darüber hinaus für bedenklich. Ein Vater sollte sich neutral verhalten.

    Wenn ich es recht verstanden habe, ist der Freund der TE nicht einmal muslimischen Glaubens.


    Zitat Zitat von Flabellina Beitrag anzeigen
    Das tut doch überhaupt nichts zur Sache, das Anliegen der TE ist nicht, wie lange sie sich Zeit lassen soll, bis sie bei einem Mann übernachtet! Keine Frau muss bei einem Mann übernachten und auch in diesem Fall muss die TN nicht bei ihm übernachten, sie will es. Und das ist völlig in Ordnung.
    Doch. Denn die TE erwähnte, es würde etwas ernster werden. Nach einem Monat…

    Ich höre schon das Geschrei hier im Forum, wenn sie nach einem weiteren Monat schreibt, dass es nach dem Sex vorbei war. Dann werden all die Stimmen laut, die ihr vorwerfen, so schnell Sex gehabt zu haben, sie sei ja selbst Schuld, hätte sich ausnutzen lassen.

    Insofern sei es mir doch bitte freigestellt das zu schreiben, worüber ich denke, dass es erwähnenswert wäre. Dankeschön.
    Die TE kann von hier mitnehmen, was ihr nützt und stehenlassen, was ihr nicht nützt. Das steht ihr frei. Das hast du nicht zu entscheiden.

    Die TE darf, soll und kann unbedingt für sich selbst entscheiden, keine Frage! Sie ist alt genug und ihr Freund auch und ihre Eltern haben sich da herauszuhalten, schon gar nicht steht ihnen zu, ihr Beziehungsdebakel auf ihrem Rücken auszutragen.
    Geändert von Inaktiver User (07.12.2014 um 13:53 Uhr) Grund: Schreibfehler

  5. Inaktiver User

    AW: Meine Eltern werden ihn niemals akzeptieren

    Zitat Zitat von zascha Beitrag anzeigen
    Anna, wenn du diesen jungen Mann als "Ausländer" bezeichnest, weil seine Eltern "woanders" herkommen, bezeichnest du dich selbst auch als Ausländerin, weil dein Vater in Polen geboren ist?
    Du kannst die Moralkeule gern wieder in den Beutel stecken, ich glaube, sie ist hier nicht wirklich von Nöten.
    Weder Anna, noch wir lieben Bri-Tanten, bezeichnen unseren freundlichen Mitbürger abwertend als "Ausländer".
    Das tut der Vater von Anna und er selbst ist einer.
    Deshalb mein Erstaunen und meine Nachfrage an Anna.
    Jeder Mensch auf dieser Welt ist ein Ausländer, wenn er sich ins Ausland begibt. Das kann man vielleicht einmal ganz wertfrei feststellen.

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    AW: Meine Eltern werden ihn niemals akzeptieren

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weder Anna, noch wir lieben Bri-Tanten, bezeichnen unseren freundlichen Mitbürger abwertend als "Ausländer".
    Das tut der Vater von Anna und er selbst ist einer.
    Ist der (in meinen Augen) vollkommen wertfreie Begriff "Ausländer" jetzt tatsächlich per se eine Abwertung? Wer hat das erfunden, derselbe, der das weibliche Ampelmännchen...äh, -frauchen einführen will??

    Zum Problem der TE: ich sehe persönlich auch das Problem darin, dass die Eltern sie mit den seltsamsten Drohungen zu erpressen versuchen, sich wunschgemäß zu verhalten.
    Der junge Mann ist in diesem Falle nur "Objekt", nicht "Subjekt".

    Meine ganze Kindheit hindurch stellte meine Mutter immer mal wieder klar, sie würde mich aus dem Hause werfen, sollte ich jemals Kontakt zu meinem leiblichen Vater suchen. Mit 20 war ich aus dem erpreßbaren Alter `raus und suchte nach meinem Vater. Meine Mutter hat mich daraufhin brieflich und unwiderruflich aus dem Hause geworfen.
    Indessen habe ich sie fast 26 Jahre nicht mehr gesehen.
    Das klingt jetzt vermutlich hochdramatisch - aber ich habe niemals daran gezweifelt, dass es für mich der richtige Weg war. Lieber keine Mutter als eine, die in einem derartigen Ausmaß über mein Leben verfügt.
    Es gab auch keinen realistischen Grund für das Verbot - es paßte ihr nur nicht.

    Das war natürlich nur die Spitze des Eisbergs, was ich allerdings auch hier vermute. Normalerweise hat man nicht 22 Jahre ein von liebevoller Toleranz geprägtes Familienleben und das schlägt urplötzlich ins Gegenteil um, nur weil eben mal der Schwiegersohn nicht so paßt. Solche Verhaltensmuster sind tief verwurzelt und haben üblicherweise eine Vorgeschichte.
    Sonst würden die Eltern gar nicht auf die krude Idee kommen, dass sie da ein Mitspracherecht bei der Partnerwahl der Tochter haben.

    Ich bin bis heute immun gegen emotionale Erpressung und das war immer hilfreich in meinem Leben.
    Ich würde der TE ebenfalls empfehlen wollen, in erster Linie bei sich selbst zu bleiben - ganz unabhängig davon, ob das nun der Mann für`s Leben ist oder nicht.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

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    AW: Meine Eltern werden ihn niemals akzeptieren

    Auch meine Mutter hat meinen Bruder und mich versucht, bei der Partnerwahl mit Druck zu beeinflussen. Wir sind trotzdem beide bei unserer Wahl geblieben! Eltern können da zwar ihre Meinung sagen und Ratschläge geben, entscheiden muss man selbst. Das vorher scheinbar ungetrübte Verhältnis zu den Eltern war damit auf einen Schlag kaputt. Wir waren die beiden jüngeren Kinder. Bei den älteren Geschwister hat sie sich so ein Verhalten nicht angemaßt.
    Das ist alles nun schon viele jahre her. Auch nach Jahren war das Verhältnis zwischen meiner Mutter und ihren "ungewollten" Schwiegerkindern nicht entspannt. Für mich habe ich gelernt, die Wahl meiner eigenen Kinder zu akzeptieren, denn es ist nicht mein Leben, um das es geht. Ich stelle mir dabei vor, wie es ist, in der Familie eines Partners nicht willkommen zu sein. Das ist etwas, das auch nach langer Zeit das gegenseitige Verhältnis belastet. Es ist mit Wohlverhalten nicht wieder gut zu machen.
    Die Ablehnung des neuen Freundes hier scheint rassistisch begründet! Das hat noch einmal einen ganz üblen Beigeschmack.

  8. Inaktiver User

    AW: Meine Eltern werden ihn niemals akzeptieren

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In der heutigen Zeit sollte man diese Toleranz erwarten dürfen! Nennt sich auch Menschlichkeit und gehört in eine aufgeklärte Welt. Immerhin sind allein in Berlin 14 % der Bevölkerung Einwanderer.

    Wenn die Nachkommen der Urbevölkerung schon Vorbehalte haben, dann frage ich mich, was Einwanderer über andere Einwanderer zu meckern haben. Und wenn es dem Vater der TE nicht passt, darf er leben, wo er will, halt auch gerne wieder in Polen.
    Merkst Du eigentlich was ?

    Du sprichst dem Vater das Recht auf eine eigene Meinung ab, weil er Ausländer ist. Und gar noch hier lebt. Da hat er doch Deine Sicht der Dinge zu teilen, gelle ?

    Damit bewegst Du Dich auf dem exakt selben Level, das wir hier für ihn annehmen.

    Sehr tolerant ....

  9. Inaktiver User

    AW: Meine Eltern werden ihn niemals akzeptieren

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Merkst Du eigentlich was ?

    Du sprichst dem Vater das Recht auf eine eigene Meinung ab, weil er Ausländer ist. Und gar noch hier lebt. Da hat er doch Deine Sicht der Dinge zu teilen, gelle ?

    Damit bewegst Du Dich auf dem exakt selben Level, das wir hier für ihn annehmen.
    Sehr tolerant ....
    Ja danke, ich merke noch eine ganze Menge…

    Ich spreche dem Vater nicht seine eigene Meinung ab, aber durchaus das Recht, über seine erwachsene Tochter zu bestimmen und sie mit Drohungen unter Druck zu setzen.

    Nein, ich bewege mich nicht auf seinem Level, denn wenn mir etwas absolut nicht passt, dann suche ich für mich Lösungen, sei es auch das Land zu verlassen und da zu leben, wo es mir besser gefällt, nie, wirklich NIEMLAS jedoch würde ich auf die Idee kommen, meine Familie zu instrumentalisieren. Und das tut er.

    Tolerant, ja, weil ich jeden gerne da lasse, wo er sein will. Das muss mir nicht gefallen, ich muss es jedoch akzeptieren.

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    AW: Meine Eltern werden ihn niemals akzeptieren

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Merkst Du eigentlich was ?

    Du sprichst dem Vater das Recht auf eine eigene Meinung ab, weil er Ausländer ist. Und gar noch hier lebt. Da hat er doch Deine Sicht der Dinge zu teilen, gelle ?

    Damit bewegst Du Dich auf dem exakt selben Level, das wir hier für ihn annehmen.

    Sehr tolerant ....
    OT: Genau das habe ich mir beim Lesen auch gedacht.
    Lg Mondfisch


    Die schöne Dame auf meinem Avatar ist Madame de Montespan und sie war lange Zeit die Mätresse des Sonnenkönigs...
    * * * * *
    Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib Acht, ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist.
    Friedrich Nietzsche

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