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    AW: In welche alten Muster möchtet Ihr in neuen Beziehungen nicht mehr hinein-plumpse

    Das Wort Nörgeln fiel hier das erste Mal im Zusammenhang mit nicht-kleingefalteten Milchtüten im Müll und nicht-runtergeklappten Klodeckeln. Ja, wer seinen Partner in solchen Kleinigkeiten nicht lassen kann, wie er ist, und nicht anerkennen kann, dass er die Weisheit diesbezüglich nicht mit Löffeln gefressen hat - der sollte es mit Beziehungen wohl lieber lassen.

    Die Handy-Geschichte finde ich schon schwerwiegender. Aber das hier
    Dem kann ich zustimmen. Wehe, ich spreche mit einem Bekannten, den wir per Zufall treffen, zu lange...da war ich auch schon überrascht über die Vehemenz der Nörgelei meines Partners...
    ist eigentlich das Gleiche - da misst Du offensichtlich mit zweierlei Maß.

    Und Exen gehören nun einmal zum Leben - wäre es nicht eher verwunderlich, wenn jemand nicht von ihnen spricht? Wenn du nichts von Ex-Partnern hören möchtest, möchtest du dich offensichtlich nicht auf den ganzen Menschen einlassen, sondern nur auf die von dir ausgewählten Aspekte.
    Nur wenn jemand schlecht von Expartnern spricht, wäre das ein Zeichen, die Alarmglocken schrillen zu lassen.

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    AW: In welche alten Muster möchtet Ihr in neuen Beziehungen nicht mehr hinein-plumpse

    gumsle,
    woran ist denn deine Ehe zuende gegangen?

    Seit 35 Jahren die gleichen Muster. Klar, manche Dinge mag man halt nicht, und manche Dinge gehören zur Höflichkeit, und Unhöflichkeit akzeptiert man eben nicht.

    Aber irgendwie lese ich zwischen deinen Zeilen, dass bei dir da wenig Entwicklung war, dass da keine (oder wenig) Reife und beginnende Altersweisheit ist. Selbst mit denselben Personen in ganz ähnlichen Situationen lernt man doch normalerweise (oder sollte das zumindest), sich anders zu verhalten - eben die Dinge zu klären oder gelassener zu nehmen und mehr Verständnis für den anderen zu haben.

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    AW: In welche alten Muster möchtet Ihr in neuen Beziehungen nicht mehr hinein-plumpse

    Ich habe nach drei Beziehungen im Leben, darunter eine lange Ehe, festgestellt, dass ich leicht auf Männer reinfalle, die sich "ein Bild von mir" gemacht haben und ich das nicht ausgefüllt habe.
    Zwar sehe ich gut aus, aber Äußerlichkeiten finde ich sehr oberflächlich.
    Diese Männer haben sich nicht für "meine Seele" interessiert, sondern wollten eine Frau oder irgendeinen Status der gutaussehenden Frau samt ihrer selbst an der Seite. Als es ihnen nicht mehr passte, wurde ich in den kürzeren Beziehungen blitzschnell entsorgt. "Tut mir leid, aber tschüss!"

    Da ich selbst kaum nach Männern schaue, höchstens träumerisch aber nicht mit fester Absicht/Hintergedanken, bin ich quasi "froh", wenn wir mir einer Avancen macht. Das "prüfe ich wohlwollend" und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Denn natürlich ist der Mann zuerst auf irgendetwas Äußeres aufmerksam geworden. Er hofft oder glaubt, dass ich seinem Bild von mir entspreche, während ich hoffe, dass er noch meinem edlen Charakter verfällt.
    Geht natürlich schief.

    Meine wesentlichen Beziehungen suchten übrigens alle nach einem Muttertier als Partnerin.
    Lol!
    Da waren sie sehr an der falschen Stelle hier. Nur, weil ich Mutter bin, bemuttere ich nicht gerne. Meine Partner müssen schon sehr selbständig sein und ohne meine ewige Rückversicherung und Betüddelung auskommen.

    Was nun daraus wird, weiß ich nicht. Aber die Erkenntnis nach Partner No. 3 im Leben ist mir persönlich viel wert und wird helfen, auf gewisse Arten der Bekanntschaftsanbahnung nicht mehr "hereinzufallen".

    Ich unterstelle wirklich keinem Absichten in meinen Beziehungen, nicht den Männern, nicht mir, - es waren einfach Muster.
    Doch ich für mich weiß eben inzwischen, was ich nicht mehr toleriere.

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    AW: In welche alten Muster möchtet Ihr in neuen Beziehungen nicht mehr hinein-plumpse

    Hallo gumsle, danke, ein sehr interessantes Thema hast du da für uns in den Raum gestellt.

    Das fortschreitende Lebensalter lässt mich nicht nur altersweitsichtiger werden, sondern auch nachsichtiger und vermutlich auch diplomatischer werden und doch gibt es da ein Thema, da kann ich nicht einfach Nachsicht walten lassen: Pünktlichkeit
    Gut, gut, es gibt Gründe warum ein Mensch unpünktlich ist, das meine ich nicht. Ich meine jene Menschen die immer wieder andere warten lassen, einfach so, privat und im Job. Seit Jahren spreche ich das Thema sehr klar an (weniger im Job, ich kann meinen Chef nicht ....... ) und es funktioniert immer besser.
    Vor kurzem habe ich erst eine Freundin gelobt, dass sie die letzten Jahre fast immer pünktlich ist (war sie vor 20 Jahren noch in keinster Weise) und sie hat sich gefreut wie eine Schneekönigin.

    Vielleicht wäre klares Ansprechen in vielen Fällen eine Möglichkeit Lösungen zu finden?

    Betreffend den unterschiedlichsten Beziehungen, ich für mich muss zu einem Menschen einfach "ja" sagen können, dann fällt es mir auch erstaunlich leicht tolerant zu sein und über vieles hinweg zu sehen. Ist dieses "ja" eher ein "ein" dann bin ich weniger nachsichtig.

    Diese Handysituation hätte mich früher vermutlich auch gekränkt, verunsichert oder verärgert. Heute würde ich es vielleicht auf lustige Art zu lösen versuchen indem ich mein eigens Handy zücke und Fotos oder Filme vom Gegenüber mache oder indem ich frech frage: sollen wir unser Treffen vielleicht verschieben, du wirkst heute etwas unaufmerksam auf mich.

    Gumsle, in unserer Kindheit gab es ja noch keine iPhones, aber war es da vielleicht etwas bei deinen Eltern was die Aufmerksamkeit von ihnen von dir weggelenkt hat? Vielleicht ist das ein Muster aus deiner Kindheit?
    War dein Vater vielleicht öfter mit etwas anderem intensiv beschäftigt wenn du seine Zeit und Aufmerksamkeit gerne für dich gehabt hättest?

  5. Inaktiver User

    AW: In welche alten Muster möchtet Ihr in neuen Beziehungen nicht mehr hinein-plumpse

    Zitat Zitat von -Lara- Beitrag anzeigen
    Das fortschreitende Lebensalter lässt mich nicht nur altersweitsichtiger werden, sondern auch nachsichtiger und vermutlich auch diplomatischer werden
    Ich möchte da mal einhaken :-)
    Ich bin gerade weder jung, noch älter, finde ich, mit bald 44 so mittendrin.
    Und es schleichen sich eingefahrene Muster ein.

    Ich stelle eben genau umgekehrt fest, dass die keinesfalls diplomatischer und altersmilde, sondern starrsinniger werden. Überhaupt unflexibler. Meine Mutter z.B. will sich partout nicht mit neuen Medien auseinandersetzen, und dazu gehört schon so etwas wie ein CD-Player. Sie ist also so mit 50 in diese Art Haltung gekippt: "das ist was für junge Leute, das brauche ich nicht mehr, basta". Zurzeit muss sie erleben, wie ihre Bankfilialen eine nach der anderen ausfällt, aber eine Bankcard will sie nicht benutzen. Also läuft sie mittlerweile quer durch die Stadt zum Geldholen.

    Und so erlebe ich das häufig. Diese "ich hab das immer so gemacht und es hat super funktioniert, jetzt muss ich mich ändern, aber ich mag nicht"-Haltung strahlt auch auf Bereiche aus, wo das eigentlich leicht machbar ist. Und das total unbewusst, so eine Verweigerungshaltung irgendwie. Das kippt leicht ins Nörgeln und Beklagen.

    Und mir macht schon Angst, dass ich langsam auch in sowas abgleite und mich weniger flexibel zeige.
    Klar muss man das genauer beobachten: stört mich das wirklich oder habe ich da irgendwelche verknöcherten Prinzipien, dass "man" das nicht macht. Oder umgekehrt: toleriere ich etwas nur, weil ich mich flexibel zeigen will, aber es ist tatsächlich unverschämt. Find ich voll schwierig.

    Ich merke bei mir selbst im Gegensatz zu Dir, Lara, dass ich doch unflexibler und weniger diplomatisch werde...

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    AW: In welche alten Muster möchtet Ihr in neuen Beziehungen nicht mehr hinein-plumpse

    Zitat Zitat von gumsle Beitrag anzeigen
    Kann es nicht ein "altes Muster" von mir sein, nun mehr Verbindlichkeiten zu verlangen? Wieso bin ich nicht zufrieden mit dem status quo, diese fast etwas paradiesischen Inseln im Alltag mit diesem verzaubernden Mann weiter zu geniessen? Dies allenfalls mit mehr Verbindlichkeit auch zu zerstören?
    Hmmm, ich weiss nicht, ich empfinde es eher als sehr gesund wenn man mit einem Menschen der einem verzaubert und mit dem man sich gut versteht mehr Alltag und mehr Zeit verbringen möchte.
    Die fehlende Verbindlichkeit (?) lässt sich halt leichter an dieser ganz konkreten iPhone-Situation festmachen (und überdenken und bereden) als so ganz allgemein. Kann es nicht sein, dass du gerne "mehr" (wie immer man das dann definieren möchte) hättest und deswegen auf die iPhone-Situation so reagierst?
    Geht es nicht viel mehr um ein vages Gefühl von zu wenig als um diese iPhone-Minuten?
    (So nach dem Motto: wenn er schon so wenig Zeit für uns hat dann soll er sich diese wenige Zeit wenigstens vollumfänglich uns widmen?)

  7. Inaktiver User

    AW: In welche alten Muster möchtet Ihr in neuen Beziehungen nicht mehr hinein-plumpse

    Zitat Zitat von Regbri Beitrag anzeigen
    Ich habe nach drei Beziehungen im Leben, darunter eine lange Ehe, festgestellt, dass ich leicht auf Männer reinfalle, die sich "ein Bild von mir" gemacht haben und ich das nicht ausgefüllt habe.
    @Regbri - ich habe so auch mal gedacht, aber ich glaube, diese Haltung ist sehr passiv. So einfach ist das meiner Meinung nach nicht. Die Männer haben sich kein Bild von Dir gemacht, das Du nicht bist: Du hast auf sie so gewirkt, Du warst so. Und an dieser Schraube kannst Du aktiv drehen. Männer wie Frauen sind bei der Anbahnung eigentlich ganz simpel gestrickt, man hat so ein Attraktivitätsschema, und wenn das passt, dann geht man den nächsten Schritt. Du wurdest ja doch nicht nur ausgewählt, du hast auch selbst ausgewählt.

    Ich würde das also mal versuchen anders herum zu betrachten: was haben diese Männer für Dich attraktiv gemacht, worauf bist DU hereingefallen? Was hat Dich angezogen? Gerade weil Du das Bemuttern anführst: ging mir auch so - und ich habe es verkannt. Genau wie Du schätze ich Eigenständigkeit, und ich fand es immer toll, wenn die Kerle mich machen ließen. Dass das aber schnell kippte und nicht mehr auf Augenhöhe stattfand, sondern sie sich dann in der Rolle des bemutterten Kindes wiederfanden, lag doch nicht nur an denen: sondern auch an mir. Sobald nämlich der Raum da war, hab ich nicht nur entschieden, sondern auch schon mal was vorbereitet und geplant und gerödelt und... hab mich dann beklagt, dass "er" nicht mitmacht. Ich habe ganz oft übersteuert. Zwar vielleicht vordergründig mit ihm gemeinsam geplant und entschieden, aber dann doch das Zepter in die Hand genommen und ihn in eine passive Rolle gedrängt. Und ja, ich hatte auch immer Partner, die das ganz gern mochten. Aber: irgendwann hab ich mich dann doch beklagt, dass der Partner nicht mal die Initiative ergreift. Mir war gar nicht klar, dass ich das quasi vor lauter Aktionismus oft im Keim erstickt habe.

    Und: mir war auch nicht klar, dass ich mir ganz unbewusst Männer gesucht haben, die diese Signale schon so ausgesandt haben.

    Vielleicht ist das ein Ansatz für Dich: ich bin ganz schlecht darin, die Kontrolle abzugeben.

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    AW: In welche alten Muster möchtet Ihr in neuen Beziehungen nicht mehr hinein-plumpse

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich merke bei mir selbst im Gegensatz zu Dir, Lara, dass ich doch unflexibler und weniger diplomatisch werde...
    Ich bezog es jetzt vor allem auf Menschen und menschliches Verhalten, ich glaube da werde ich wirklich immer milder und toleranter.

    Mit den neuen Techniken setze ich mich bewusst auseinander obwohl mich da manches auch stresst und nervt und ich auch richtig ungehalten werden kann wenn es nicht funktioniert. Ich möchte da ganz bewusst flexibel bleiben.
    Ich glaube viele Menschen verändern sich nicht gerne, ich zähle mich da mit dazu, aber es bleibt einem ja gar nichts anderes übrig, das Leben ist eine ständige Veränderung und irgendwann werden diese Veränderungen ja auch wieder zur liebgewonnenen Normalität.

    Versuchst du flexibler zu werden oder nimmst du es für dich einfach als gegeben, dass die das zunehmend schwerer fällt?

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    AW: In welche alten Muster möchtet Ihr in neuen Beziehungen nicht mehr hinein-plumpse

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Regbri - ich habe so auch mal gedacht, aber ich glaube, diese Haltung ist sehr passiv. So einfach ist das meiner Meinung nach nicht. Die Männer haben sich kein Bild von Dir gemacht, das Du nicht bist: Du hast auf sie so gewirkt, Du warst so. Und an dieser Schraube kannst Du aktiv drehen. Männer wie Frauen sind bei der Anbahnung eigentlich ganz simpel gestrickt, man hat so ein Attraktivitätsschema, und wenn das passt, dann geht man den nächsten Schritt. Du wurdest ja doch nicht nur ausgewählt, du hast auch selbst ausgewählt.
    Doch, ich habe dann fast nur noch: "Oh, toll, ein Kerl!" gesagt.
    Bin nicht so eine aktive Sucherin.
    Es hat gereicht, dass sie irgendwie "gut" waren, bsp. besonders attraktiv UND interessieren sich für mich. Und sie können gut mit Menschen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich würde das also mal versuchen anders herum zu betrachten: was haben diese Männer für Dich attraktiv gemacht, worauf bist DU hereingefallen? Was hat Dich angezogen? Gerade weil Du das Bemuttern anführst: ging mir auch so - und ich habe es verkannt. Genau wie Du schätze ich Eigenständigkeit, und ich fand es immer toll, wenn die Kerle mich machen ließen. Dass das aber schnell kippte und nicht mehr auf Augenhöhe stattfand, sondern sie sich dann in der Rolle des bemutterten Kindes wiederfanden, lag doch nicht nur an denen: sondern auch an mir.
    Nee, umgekehrt: Weil ich sie eben nicht so bemuttert habe, wie sie es wünschten, servierten sie mich ab. :)
    Der eine hat jetzt seine Mami gefunden. Sie dackelt ihm treu hinterher und tut alles für ihn. Der andere sucht noch. Mann No. 1 servierte ich ab, der Vater meiner Kinder, und er weint jetzt noch und will zurück zu Mami (mir), nach über sechs Jahren ...

    Mir sollte zu denken geben, dass sie mich jeweils in schwachen Momenten erwischt haben. Als ich jeweils keinen Gedanken an eine neue Partnerschaft hatte und ihnen dann trotzdem nachgegeben habe.
    Bsp. mit nur noch Sorgen im Leben trotzdem noch so ansprechend zu wirken (oder war es eher bedürftig in dem einen Fall?) mich nicht mehr auf Zwischenmenschliches einlassen.

    Ich war so zu, so voll, so mit meinem eigenen Leben in den Momenten beschäftigt, dass ich mich quasi "retten" ließ.

    Welche Ansprüche ich grundsätzlich an einen Partner habe/hätte, weiß ich. Aber ich traue mir nicht wirklich, einen aktiv zu suchen usw.
    Ein anderes Muster.
    ;)

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    AW: In welche alten Muster möchtet Ihr in neuen Beziehungen nicht mehr hinein-plumpse

    ...z.B. irritiert mich, wenn meine neue Bekanntschaft sich erlaubt, trotz meiner wichtigen Anwesenheit sich seinem i-Phone zu widmen.
    Warum sollte das einen nicht irritieren, warum nicht einfach ansprechen, wenn es nervt?

    Ich kann Dich da sehr gut verstehen, da kommt ja auch bestimmt die Frage ob sich das Gegenüber langweilt und deswegen auf dem Telefon herum tippt.

    Wer mit dem Verhalten kein Problem hat, hat halt keines.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

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