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  1. Inaktiver User

    AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    sagen wir mal so, sojourner:

    an dem tag, an dem unverheiratete eltern und verheiratete eltern in jeder hinsicht gleich gestellt sind, und die versorgungsprivilegien für hausfrauen abgeschafft sind, lehne ich mich entspannt zurück und sage zu frauen wie dir: mach mal.

    bis dahin behalte ich es mir vor, über solche themen zu streiten

  2. User Info Menu

    AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Das Geld, das du mit deiner Arbeit verdienst, ermöglicht dir eine eigene Rente und verhindert Rechtfertigung von Ausgaben gegenüber deinem Mann.
    Man kann (und sollte) auch als Hausfrau für die Rente vorsorgen, ferner soll es Ehen geben, in welchen das vom Mann erwirtschaftete Einkommen als gemeinsames betrachtet wird, da auch die Frau ihren Beitrag leistet (Haushalt und Kindererziehung).


    Doch, leider schon, nur war es nicht so offensichtlich und tauchte in jeder Statistik auf. Bis 1977 war die Frau dem Mann rechtlich nicht gleichgestellt und hat bei einer Trennung, die von ihr ausging, fast immer die Kinder verloren.
    Sich arm zu rechnen oder "dauerhaft arbeitslos" zu sein, ist heute einfacher für Männer als für Frauen.
    Das mag stimmen - allerdings ist das nicht die Art und Weise, in welcher alle Männer und Väter, die sich trennen, verfahren. Ich bezweifle nicht, dass es schlimme Fälle gibt (und schon immer gegeben hat) - allerdings sind und waren diese keine Regel.


    Nein, diesen Einfluss hast du nicht.
    Oder du manipulierst ihn. Wenn er nicht nach deinen Vorstellungen tanzt, bekommt er Ärger oder er fliegt aus deinem Leben.
    Doch, und ich würde es schätzen, wenn du mir zugestehen würdest, das für mich selbst durchaus einschätzen zu können. Ich habe nicht auf alles Einfluss, aber ich habe durchaus Einfluss darauf, wie eine Beziehung sich gestaltet (und im Trennungsfall verläuft).

    Fast alle diese "Nur-Hausfrauen und Mütter", denen ich im Laufe der Jahre begegnet bin, haben vormittags ihre Kinder in den Kindergarten gebracht, um sich anschließend mit ihren Freundinnen auf ein vormittägliches Kaffeepläuschchen zu treffen. Hausarbeit war in einer Stunde erledigt, Kochen auch.
    Von gemeinnütziger Arbeit sprachen diese nie, keine von ihnen hat einen Angehörigen gepflegt, einen großen Garten bewirtschaftet oder gar die Kleidung selbst genäht. Nachmittags wurden die Kinder im Kinderzimmer alleine gelassen oder im Garten. Die Mütter spielten nicht mit ihnen, sondern kümmerten sich um ihre Erholung. Abends wurden die Kinder dann vor dem Fernseher platziert.
    Frühkindliche Förderung? Fehlanzeige.
    Urlaube? Ja, der Mann hat ja genug verdient.

    Nur ganz wenige von diesen Frauen, insgesamt drei, haben sich gemeinnütziger Arbeit verschrieben.
    Wie ich bereits schrieb - ich kenne wunderbare und glückliche Hausfrauen und Mütter. Du magst, und das schreibst du auch, "wenige" kennen, die sich dem Hausfrauen- und Mutterdasein mit Leidenschaft zugewandt haben - es impliziert allerdings nicht, dass das auf jede Hausfrau und Mutter zutreffen muss.

    Ich habe eine Zeit lang in der klassischen Hausfrauenehe gelebt und fühlte mich unterfordert. Dafür habe ich meine Ausbildung nicht gemacht. Zudem hatte ich das schale Gefühl, nicht mein Geld auszugeben.
    Ja, das sind deine Erfahrungswerte, und ich kann nachempfinden, dass wenn eine Frau fühlt, auf etwas verzichten zu müssen, oder das erwirtschaftete Geld des Mannes nicht als ihr Gemeinsames betrachtet, obwohl sie ebenso ihren arbeitstechnischen Beitrag leistet, nicht lange Gefallen am Hausfrauen und Muttersein finden wird.

    Ich persönlich finde, solche Erfahrungen können vermieden werden, wenn man sich im Vorfeld intensiver mit der Thematik befasst und auch, wenn man sich selbst ein wenig besser kennengelernt hat (Lebenserfahrung, Reife).

    Und mir gab es nichts, Muster in den Teppich zu saugen oder in den Rasen zu schneiden.
    Ich kenne Hausfrauen und Mütter, die hierbei und bei anderen dekorativen Tätigkeiten regelrecht aufblühen. Wie gesagt, hierfür sollte man natürlich - wie auch für einen bestimmten Beruf- "gemacht" sein. Und unter traditioneller Ehe verstehe ich auch nicht, eine zeitlang in der "klassischen Hausfrauenehe" gelebt zu haben - sondern von Anbeginn mit dem Vorsatz in die Ehe und Familiengründung zu gehen, nach dieser Tradition zu leben und sie auch weiterführen zu wollen.

    1. Wenn der Mann nicht mehr von seiner Arbeit redet, dann schließt er seine Frau aus diesem großen Teil seines Lebens bewusst aus. Das ist ein Schritt hin zum Ungleichgewicht.
    Das sehe ich nicht so - es gibt Männer, die ihre Arbeit auch einfach dort lassen, wo sie ist und nach Feierabend auch einfach entspannen wollen. Sie berichten, wie der Tag war, möchten aber keine intensiven Gespräche über ihren Berufsalltag führen, sondern sich Frau und Kindern widmen. Es soll auch Frauen geben, die das tun. Das bedeutet nicht, dass der Partner für Sorgen kein offenes Ohr hat und nicht unterstütztend zur Seite steht - aber nicht alle Männer empfinden ihre Frau als uninteressant(er) als die Arbeitskollegin, weil diese nichts "interessantes" zu berichten hat bzw. nicht in selbem Umfang mitreden kann.

    2. Was zu Hause passiert, ist keine Banalität. Vor allem nicht für die Hausfrau. Du wertest ihre Arbeit hier gewaltig ab. Das führt auch zum Ungleichgewicht.
    Amüsant, dass ausgerechnet mir solches unterstellt wird.

    Ich schrieb nirgends, dass das, was zu Hause geschieht, Banalitäten sind, ferner verbinde ich mit Banalitäten nichts Negatives. Ich empfinde allerdings durchaus, dass vieles im Haushalt im Vergleich zum Berufsleben, durchaus banal(er) ist und sein kann - hierbei werte ich keineswegs ab, sondern erkenne einfach, dass die Arbeit des Mannes durchaus komplexer und herausfordernder sein kann.

    Ein solches "Ungleichgewicht" sehe ich hierbei gar nicht - da ich nicht empfinde, dass überhaupt die Notwendigkeit herrscht, den Beitrag beider Partner gegeneinander aufzuwerten.

    Eine gezielte Förderung ist für die meisten Mütter aber zu viel verlangt, weil ihnen der pädagogische Hintergrund fehlt. Den Väter übrigens auch. Zudem erfordert gezielt Förderung auch einen ziemlichen "Fuhrpark" an Material und Räumen. Drittens ist die durchgehende Betreuung der eigenen kleinen Kinder eine gewaltige Belastung für die Mutter. Sie hat kaum Ruhepausen, um selber aufzutanken und Abstand zu gewinnen

    Du lebst noch in der Theorie. Ich habe mein Kind bereits durch die ersten drei Jahre gebracht und weiß, wovon ich schreibe. Es ist ein pflegeleichtes Kind gewesen. Trotzdem hat es mich an meine körperlichen und seelischen Grenzen gebracht.
    Ich glaube dir dass du weisst, wovon du schreibst, aber ich kenne eben auch Mütter (darunter auch meine eigene) die mit viel Freude über jene Jahre berichten, und es trotz der sicher schwierigen Phasen nicht eine Sekunde lang bereuten und es schafften, ihre Kinder zu wohlerzogenen, selbstbewussten, starken und vertrauensvollen Menschen zu erziehen. Ich bin meiner Mutter jedenfalls vom Herzen unendlich dankbar, dass sie bei uns war und uns solche Priorität beigemessen hat

  3. Inaktiver User

    AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Die Kinder an ein Kindermädchen abzugeben, ist kein "abgeben"? Die Betreuung mag umfangreicher sein, als in einer Kindertagesstätte, aber es ist dennoch ein "abgeben".

    Ich finde ja hierbezüglich die Ausführungen von Anne-Marie Slaughter, einer sehr erfolgreichen Karrierefrau, recht spannend und wunderbar aufrichtig.
    Nach meinem Empfinden ist es kein „Abgeben“, denn ich engagiere ja eine Fachkraft, die nach den Vorstellungen meiner und meines Partners unsere Kinder betreut. Die ist nur für uns da, nur für unsere Kinder. In Kindertagesstätten müssten wir uns ja dem beugen, was dort Usus ist. Zudem träfen die Kids dann mit anderen Kindern aus Schichten zusammen, die uns definitiv nicht genehm wären. Würden wir eine private Einrichtung auswählen, würden die Kosten fast ebenso hoch wie die sein, die eine ausgesuchte Nanny verursacht.

    Selbstverständlich kann Frau es selbst übernehmen, sofern sie kein eigenes Berufsleben und vom Ehemann abgegrenztes soziales Leben anstrengt.

    Das muss jeder für sich selbst entscheiden, aber das Thema haben wir zwei doch nun durch.

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    AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    sagen wir mal so, sojourner:

    an dem tag, an dem unverheiratete eltern und verheiratete eltern in jeder hinsicht gleich gestellt sind, und die versorgungsprivilegien für hausfrauen abgeschafft sind, lehne ich mich entspannt zurück und sage zu frauen wie dir: mach mal.
    Unverheiratete Eltern wären verheirateten Eltern in dem Augenblick "gleichgestellt", in welchem sie eine Ehe eingehen, und könnten somit in selbem Umfang von den Versorgungsprivilegien profitieren, sofern erwünscht.

    Gegen eine Ehe spricht wohl meist, dass man nicht zusammen sein möchte - was für mein Empfinden keine sonderlich gute noch solide Basis für ein gemeinsames Kind ist.

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    AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...

    Suchen Sie vielleicht einen Sugardaddy statt einen neuen Freund?

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    AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Unverheiratete Eltern wären verheirateten Eltern in dem Augenblick "gleichgestellt", in welchem sie eine Ehe eingehen, und könnten somit in selbem Umfang von den Versorgungsprivilegien profitieren, sofern erwünscht.

    Gegen eine Ehe spricht wohl meist, dass man nicht zusammen sein möchte - was für mein Empfinden keine sonderlich gute noch solide Basis für ein gemeinsames Kind ist.
    Du kannst DEIN Leben und das deines evtl. Partners und zukünftigen Ernährers so planen wie euch das am liebsten ist.

    Unverheirateten Paaren jedoch vorzuschreiben, sie bräuchten ja nur zu heiraten, empfinde ich als überaus dreist - und dies ist äusserst harmlos ausgedrückt.
    Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.

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    AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nach meinem Empfinden ist es kein „Abgeben“, denn ich engagiere ja eine Fachkraft, die nach den Vorstellungen meiner und meines Partners unsere Kinder betreut.Die ist nur für uns da, nur für unsere Kinder. In Kindertagesstätten müssten wir uns ja dem beugen, was dort Usus ist. Zudem träfen die Kids dann mit anderen Kindern aus Schichten zusammen, die uns definitiv nicht genehm wären. Würden wir eine private Einrichtung auswählen, würden die Kosten fast ebenso hoch wie die sein, die eine ausgesuchte Nanny verursacht.
    Wenn es für dich so wichtig ist, dass deine Kinder in den richtigen Schichten verkehren, würde es sich eigentlich lohnen, in eine exklusive, private Einrichtung zu investieren, diese Kosten sind ja spätestens dann fällig, wenn sie auf eine gute Privatschule müssen. Ansonsten soll auch ein Wohnortwechsel helfen.

    Kontakt mit anderen Schichten haben die Kinder allerdings mit Gewissheit durch ihre Nanny.

    Das muss jeder für sich selbst entscheiden, aber das Thema haben wir zwei doch nun durch.
    Ja, das muss jede für sich selbst entscheiden. Hätte es dennoch spannend gefunden zu erfahren, was du von Anne-Marie Slaughter hälst.

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    AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die ist nur für uns da, nur für unsere Kinder. In Kindertagesstätten müssten wir uns ja dem beugen, was dort Usus ist. Zudem träfen die Kids dann mit anderen Kindern aus Schichten zusammen, die uns definitiv nicht genehm wären.

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    AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...

    Zitat Zitat von DerHeld Beitrag anzeigen
    Unverheirateten Paaren jedoch vorzuschreiben, sie bräuchten ja nur zu heiraten, empfinde ich als überaus dreist - und dies ist äusserst harmlos ausgedrückt.
    Ich schreibe niemandem vor, dass er eine Ehe eingehen muss. Aber ich schreibe, dass wenn man sich von den durch die Ehe ergebenden Versorgungsprivilegien profitieren möchte, nunmal hierfür eine Ehe eingehen müsste.

    Verheiratete Eltern sind unverheirateten Eltern nicht gleichgestellt, weil sie eben verheiratet sind (und füreinander einstehen).

    Wer selbige Privilegien möchte, sollte auch selbige Pflichten eingehen. Genau das, ist das Fundament einer Ehe.

  10. Inaktiver User

    AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen

    Ich schrieb, dass hier in diesem Forum nicht eine einzige Frau eine traditionelle Ehe geführt hat - insofern besteht eigentlich, nicht einmal eine gemeinsame Diskussionsgrundlage. Es ist unwahrscheinlich, dass ich "dieselben" Erfahrungen mache - da ich auf einer gänzlich anderen Basis Beziehungen eingehe.


    Dafür, dass du das Bedürfnis hast, mich wiederholt nicht gerade wenig herablassend belehren zu müssen (in Bezug darauf, dass Liebe vergehen kann, Aussehen nicht alles ist, Hausfrauen nichts zu berichten haben) und zudem falsche Fakten über die berufliche Situation von Frauen an mich heranträgst, finde ich diese Aussage interessant.

    Im Gegensatz zu anderen hier stelle ich bei keinem einzigen Schreibenden die eigenen Lebensmodelle in Frage, noch greife ich sie an oder versuche, sie vom Gegenteil zu überzeugen. Ich vertrete hier alleinig meine eigenen Lebensentscheidungen.

    Auf Argumente gehe ich ein, weise darauf hin, wenn es sich um falsche Fakten handelt - ich empfinde, ich diskutiere hier sehr fair.

    Wenn deine Erfahrung ist, dass Liebe grundsätzlich vergehen muss, Menschen nicht an ihren Beziehungen arbeiten, Hausfrauen nichts zu berichten haben und Frauen keinen Wiedereinstieg ins Berufsleben schaffen, dann sind das natürlich deine Erfahrungen - aber ich akzeptiere sie nicht als gegebene Fakten, weil es schlichtweg keine sind.

    Ich kann nicht mehr machen, als zu schreiben, dass dies nicht meine Erfahrungswerte sind - das ist keine Beratungsresistenz, sondern schlichtweg eine Diskussion.
    Doch, ich habe diese traditionelle Ehe mit 3 Kindern geführt, ungefähr 10 Jahre lang.

    Ich empfinde deine Art zu schreiben ebenfalls sehr herablassend, denn - ich wiederhole mich - du hast keinerlei Ahnung von der Materie. Weder von einer Ehe, noch von Kindern und schon gar nicht von der Kombination Kinder und Berufstätigkeit. Dennoch maßt du dir an, dir ein Urteil bilden zu können.

    Deinen alten Thread habe ich übrigens auch gelesen. Hoffentlich bereust du deine Entscheidung nicht irgendwann. Einen Mann, mit dem alles so gut passt, wegen eines evt. Hirngespinstes zu verlassen (wer sagt dir, dass du überhaupt Kinder bekommst?), ist schon sehr mutig.

    Und eine Diskussion, die auch nur ein Mindestmaß an Substanz haben soll, kann man führen, wenn beide Diskussionspartner wissen, wovon sie sprechen. Du versuchst zu belehren, ohne jegliches Fundament dafür vorweisen zu können.

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