Nunja, nicht weiter weg eigentlich als deine Aussagen zu weiblichen/männlichen Chefs.
Dann sind mir deine Ausführungen unverständlich, sie klangen alles andere als nach praktizierter Gleichberechtigung.In der Arbeitswelt erhalte ich z.B. den gleichen Lohn wie meine männlichen Kollegen gleichen Alters, gleicher Qualifikation und gleicher Arbeitszeit. Der ÖD praktiziert die Gleichberechtigung - auch bei der Einstellung.
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03.12.2014, 18:48
AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...
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03.12.2014, 18:52
AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...
Ja, das stimmt - es ist nicht zwingend, dass sie mehr erreichen (wollen). Aber wenn sie es wöllten, hätten sie mehr Möglichkeiten hierzu, da weniger eingeschränkt. Muss ja nicht die große Karriere sein, aber gerade unter Akademikerinnen gibt es viele, die kinderlos bleiben (meist allerdings eher unfreiwillig).
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03.12.2014, 18:54
AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...
Ich weiß bei bestem Willen nicht wie du zu diesem glorreichen Schluß gekommen bist. Bitte zitiere den entzückenden Cakey, wo er dies sagte, anstatt seine Beiträge selektiv zu überfliegen und die aufgegabelten Bruchstücke frei durchmischt wieder so zusammenzusetzen, dass man möglichst viele misogyne Absichten hinein interpretieren kann.

Cakey darf sich mal wieder selbst zitieren:
Ich habe auch im Zusammenhang mit der Hausarbeit nicht von ersten Dates gesprochen. Das hättest du schon daran erkennen können, dass ich offensichtlich von einem gemeinsamen Haushalt gesprochen habe - und den hat man für gewöhnlich nicht bereits beim ersten Date.Ich weiß ja nicht wie es dir ergeht, aber ich lese da schon deutlich daraus, dass sie für einen bezahlten Cafe eben nicht meinen Haushalt zu schmeißen hat.Wenn wir irgendwann genug Geld haben sollten, um uns eine Putzkraft oder Haushaltshilfe leisten zu können, die den Haushalt übernimmt, würde ich sie trotzdem weiterhin immer einladen und beschenken.
Ich habe bevor wir zusammen gezogen sind - bis auf ihre Einladungen hier und da - immer bezahlt und ich wäre nie im Leben auf die Idee gekommen sie dafür zu mir nach Hause zu schicken und meinen Haushalt machen zu lassen. Ich habe nie, kein einziges Mal, von ihr verlangt für mich zu kochen. Darauf hat sie selbst bestanden und zwar bereits beim 3. Date mitsamt Einladung zu sich nach Hause. Nenn es südländische Gastfreundschaft.
Mir ging es darum, dass man nicht Rosinenpickerei betreiben sollte. Dass sie nicht sagt, sie sei altmodisch und bevorzuge das Versorgermodell, ohne zumindest auch bereit zu sein, die Rolle der Frau in diesem Modell anzunehmen. Dass sie sich nicht nur als altmodisch darstellt, weil sie durch Einladungen Geld sparen und sich aushalten lassen will, sondern weil sie tatsächlich dieses Modell mit allen Konsequenzen leben möchte.
Ich finde das auch nicht verwerflich von mir darauf zu achten, du willst doch auch keinen Mann an deiner Seite, der so modern ist, dass er seit dem 1. Date immer getrennte oder abwechselnde Rechnungen einfordert, dann aber sämtliche Haushaltspflichten ganz altmodisch wiederum nur dir überlässt, oder doch?
Altmodische Rollenverteilung ist vollkommen OK, durch eine Opportunistin ausnutzen lasse ich mich aber nicht.
Wenn sie die Bereitschaft zeigt, die Konsequenzen des altmodischen Rollenverständnisses auf sich zu nehmen, aber dies irgendwann gar nicht mehr muss (z.B. Haushaltshilfe), ist das ja nicht ihr Versagen und ich werde trotzdem sehr gerne weiterhin für ihr Wohl sorgen, und zwar nicht nur, wenn wir zusammen Essen gehen. Da war nirgendswo die Rede davon, dass sie für einen bezahlten Cafe gefälligst immer meinen Haushalt zu führen habe. Nirgendswo. Nur von "Geben und Nehmen", alles andere hast du allein hineingesponnen.
War die Verzerrung meiner Aussagen Absicht oder nur ein unaufmerksames Versehen deinerseits, Sugarnova?
Es erstaunt mich, dass du meine Antwort als "Retourkutsche" wahrgenommen hast, wenn es nur eine Klarstellung deiner verzerrten Wahrnehmung meiner Person war. Kann es sein, dass du deine eigene Motivation zu antworten auf andere projizierst?
Wir teilen uns auch die Arbeit. Nur eben anders als du. Und stell dir vor, wir sind trotzdem sehr glücklich und erfreuen uns am Leben.
Ich frage mich ernsthaft, wieso du das nicht - ohne irgendwelche selbstgerechten Bemerkungen über andere Lebensmodelle ablassen zu müssen - zu tolerieren vermagst.
Du hast außerdem zum wiederholten Male den Kern meines Beitrags vollkommen missverstanden: Ich kann den Haushalt nicht hälftig wahrnehmen, weil es zeitlich gar nicht machbar wäre. Und selbst wenn ich dafür sorgen würde, dass es machbar wäre, hätte meine Freundin eine Menge dagegen, weil sie mich nicht gerade gerne mit einem Putzlappen in der Hand sieht.
Es mag deinen Vorstellungshorizont sprengen, aber ja: genauso wie es Männer gibt, die darauf bestehen immer zu zahlen, gibt es auch Frauen, die immer darauf bestehen den Haushalt zu machen und die Vorstellung albern finden, ihrem Mann einen Putzeimer in die Hand zu drücken. Diese Sorte Frau findet sich noch in Massen in südländischen und osteuropäischen Kulturen - oder denkst du die erwähnten Italienerinnen helfen 21 Stunden mehr pro Woche, weil der Mann sie mit vorgezogener Pistole dazu zwingt?
Das ist übrigens eine vollkommen wertneutrale Aussage und soll in keiner Weise vermitteln, dass diese Rollenverteilung "richtig" ist.
Ich habe halt das Beste daraus gemacht und versuche ihre Mühe, die sie vollkommen unaufgefordert in unsere Beziehung und unser Heim steckt, so gut wie möglich auszugleichen. Die Rollenverteilung, die für sie selbstverständlich ist, so gut wie möglich durch die Erfüllung meiner Rolle zu ergänzen. Und in unserem Fall ist das aus nun mehrmals erwähnten Gründen sogar noch praktisch und von ökonomischem Wert für uns beide, denn würde ich meinen Job tauschen, könnten wir nicht mal mehr annähernd den bisherigen Lebensstil aufrechterhalten. Dann hätten wir zwar nicht wie jetzt genügend Geld für ein eigenes Haus ohne einen einzigen Cent Kredit aufnehmen zu müssen und wir hätten nicht wie jetzt ausreichend Rücklagen für eine eigene Familie, aber wenigstens räume ich dann einmal mehr pro Tag die Spül- und Waschmaschine aus.
Bleibt noch eine Frage übrig: Was genau erwartest du dir davon, mich mit deiner herablassenden Art als faul abzustempeln, obwohl ich mehr Zeit mit einer wesentlich stressigeren Aufgabe verbringe, die zudem einen deutlich größeren Nutzen für meine Freundin hat als meine Haushalts-Mithilfe jemals haben könnte?
Was erwartest du dir davon mich als arbeitsscheu zu betiteln, nur weil ich nicht die für uns eher nachteilige 50/50 Arbeitsteilung durchsetze, und damit gegen den Willen meiner Freundin handeln würde, nur weil du sie so preist und vergötterst? 
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht den Sinn hinter deinem "Vorwurf" und mich beschleicht das dumpfe Gefühl, dass du auch in deinen zukünftigen Beitragen nicht dazu imstande sein wirst, diesen noch sachlich zu vermitteln, sondern lieber anstachelst und provozierst.
In diesem Sinne!
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03.12.2014, 18:58Inaktiver User
AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...
Ja, es ist eine andere Frage.
Was aber nicht automatisch impliziert das sie es nicht wollen.
Ich kenne (und kannte) z.b. mit sicherheit mehr Männer, die nicht unbedingt das große Problem damit hätten eine Versorgungsbeziehung zu führen, als es ( nach manch weiblicher Meinung hier) den Anschein hat.
Ich glaube allerdings nicht das sie die Mehrheit darstellen, das stimmt.
Aber wenn die Rahmenbedingungen gegeben sind, also Kinder, ausreichendes Einkommen etc. ist das so selten nicht. Manchmal habe ich (vor allem bei Frauen) den Eindruck das bei bestimmten Themen eher der Wunsch der Vater des Gedankens ist
Davon abgesehen hängt der (subjektive) Eindruck natürlich auch immer von den Erfahrungen, dem persönlichen Umfeld, sowie der Alterklasse ab, in der man sich bewegt.
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03.12.2014, 18:58
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03.12.2014, 19:08
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03.12.2014, 19:25Inaktiver User
AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...
Ja, das stimmt. Wobei ich zugeben muss, dass ich während der letzten Jahre beruflich auf der Suche war bzw. es meinen Traumjob bis dato schlicht nicht gab - ich ihn also gar nicht finden konnte. Aber jetzt fügt sich plötzlich alles so zusammen, wie ich es mir nicht besser hätte malen können. Jetzt endlich bin ich nicht nur privat, sondern auch beruflich angekommen (das war ich früher auch schon mal, aber ich habe mich verändert).
Ja, ich kann mir das schon vorstellen. Warum soll man einen Finger im Haushalt krumm machen, wenn man im Geld schwimmt? Andere lösen das dann mit einer Haushälterin.
Das wundert mich jetzt. Ich habe erst neulich gehört, dass darüber nachgedacht wird, das Bewerberverfahren im ÖD zu "anonymisieren", um Diskriminierungen vorzubeugen. Wie passt das zusammen? Oder bin ich falsch informiert?
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03.12.2014, 19:43
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04.12.2014, 10:26
AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...
Cakehouse, du hast das schön beschrieben :)
Ich kenne Hausfrauenehen insbesondere auch aus den USA, Ländern im Mittleren Osten, Afrika sowie asiatischen Ländern - darunter durchaus hochindustrialisierte Länder. Und wenn ich so darüber nachdenke (leider habe ich keine Zahlen parat) dürfte es gut möglich sein, dass es das in Familien nach wie vor meist gelebte Modell sein dürfte.
Das impliziert nicht, dass es das "bessere" Modell ist - ich meine nur, dass es keineswegs so selten sein dürfte und für mein Empfinden, auch global noch recht gut verteilt ist (in diversen, teils sehr unterschiedlichen Kulturkreisen). In D ist es ebenfalls, so mein Empfinden, in manchen (wirtschaftlich starken) Regionen weit verbreitet.
Ansonsten, generell:
Ich habe mir die letzten Tage auch vermehrt Gedanken um diese Diskussion gemacht, und hierbei auch das Gefühl gehabt, dass die Argumente und Gründe gegen eine Hausfrauenehe sich ein wenig gewandt und spezifiziert haben (hiermit meine ich den hiesigen, in diesem Thread vorhandenen Diskussionsverlauf - nicht so sehr eine gesamtpolitische oder gesellschaftliche Tendenz).
Zu Anfang gingen die meisten Gegenargumente in die Richtung, dass Frau als Hausfrau und Mutter komplett (insbesondere intellektuell) unterfordert und von ihrem Mann finanziell abhängig sei, und man sich in gewisser Weise ja beruflich selbstverwirklichen wolle. Nach und nach kristallisierte sich heraus, dass die Arbeit von Hausfrauen und Müttern (welche als solche gar nicht anerkannt wird) nicht nur anstrengend, sondern ziemlich stressig zu sein scheint, und sogar stressiger, als das Berufsleben.
Und dass zur "Entspannung" und "Ausgleich" von dieser gerne arbeiten gegangen wird, weil es "im Büro ruhiger ist" oder man während des Nachtdienstes "ein paar Stunden schlafen kann". Logische Konsequenz einer solchen Notwendigkeit sollten allerdings bessere Hausfrauen- und Mütterrechte sein, nicht etwa, einer in den allermeisten Fällen ebenso anstrengenden Berufstätigkeit nachgehen zu müssen, für die ja nicht umsonst gesetzlich vorgeschriebene Pausen und Urlaube existieren.
Ich stelle gern nochmals die Frage, wann genau Mütter, die nebst dem Beruf auch Kindererziehung und Haushalt meistern, tatsächlich "entspannen"?
Nirgends wird übrigens geschrieben, dass der Beruf an sich Spaß macht, und vorallem wird nirgends - und das wurde hier ja permanent als Argument angebracht, damit argumentiert, dass Frau den Mann (im Gegensatz zu den faulen Hausfrauen) finanziell mit ihrer Berufstätigkeit entlasten möchte, geschweige denn, dass sie es vermisst, "eigenes" Geld zu haben. Geld verdienen oder Anerkennung im Berufsleben wurden als Motive fast nie genannt - dabei sollten sie es doch sein?
Die Vehemenz, in welcher viele daher die Hausfrauenehe ablehnen könnte daher viel eher darauf begründet sein, dass hier empfundene Ungerechtigkeit fehlgeleitet wird. So "anstrengend" und "stressig" wie das Hausfrauendasein als Mutter hier beschrieben wird, würde man ja meinen und erwarten, dass andere Mütter hiermit eher empathisieren müssten, und sich solidarisch zeigen.
Stattdessen wird Hausfrauen und Müttern unterstellt, es sich "bequem" machen zu wollen, und zudem, obgleich sie häufig keine Krippenplätze benötigen (welche von staatlicher Seite mit bis zu 1.200 Euro/mtl subventioniert werden), nichts beitragen.
Wenn es so bequem und einfach ist, weshalb waren viele dann so unendlich froh, sich im "Beruf" ausruhen zu können? Ich habe eher den Eindruck, dass hierbei stillschweigend das "kleinere Übel" gewählt wird.
Mich wundert vor allem, dass insbesondere keine Mutter Anstoß daran zu nehmen scheint, dass eine Mutter einer Berufstätigkeit nachgehen muss, um endlich ausschlafen zu können oder zu entspannen. Das ist, wie ich bereits schrieb, nicht Sinn einer Arbeit. Mir wäre neu, dass Arbeitgeber einen hierfür bezahlen, wenn Tiefenentspannung betrieben oder geschlafen wird. (Wobei sich hierbei natürlich das Klischee der arbeitenden Mütter, die nur mal "raus" wollen und etwas Abwechslung, bewahrheitet - und von vielen ja als diskriminierend empfunden wird, weil ihnen mangelnde Karriereambitionen unterstellt werden).
Wahrscheinlicher ist es (und darüber geben auch diverse Statistiken und Studien Aufschluss) dass das Groß der Mütter mit Doppelbelastung unter jener leidet und sich nicht viele auch, einiges schönreden.
Schuld daran sind allerdings nicht die Hausfrauen, die das Privileg haben zu wählen, ob sie zur "Entspannung" nebenher noch arbeiten gehen wollen, sondern Politik und Wirtschaft, und nicht zuletzt: "die Männer". Allerdings nicht in dem Sinne, als dass diese Schuld an der für sie oftmals total widersprüchlich erscheinenden Misere sind, sondern in dem Sinne, als dass emanzipierte Frauen heutzutage in den "gleichberechtigten" Beziehungen, die sie leben, auch entsprechend ihre Männer zur Verantwortung ziehen müssten - allerdings unter der Prämisse, dass gleiche Voraussetzungen gegeben sind, die eine faire Aufteilung der Arbeiten auch möglich macht. Hierbei wären die emanzipierten Frauen gefragt, auch entsprechend das, was sie scheinbar wollen, zu leben.
Das würde bedeuten, dass Frauen nicht mehr nach "oben" heiraten (in solchen Fällen nämlich ist es für die gesamte Familie von Nachteil, wenn der Hauptverdiener die Frau ist). Es würde auch bedeuten, andere Berufswahlen zu treffen.
Was ich auch nach wie vor nicht verstehe ist, wie vermeintlich Sorge um jene (vollzeitberufstätigen) Väter getragen wird, die ihre Kinder nicht ausreichend sehen, obwohl zeitgleich damit argumentiert wird, dass:
i) Kindererziehung/Haushalt anstrengender als Berufstätigkeit sind und ferner
ii)in den meisten Ehen sowieso beide in Vollzeit berufstätig sind, und das ja, weil die Frau sich hierbei gern "entspannt".
Zu i) weshalb in aller Welt sollten Männer dann freiwillig diese Arbeit auf sich nehmen? Ich vermute, dass sie nicht unklug handeln, wenn sie die Arbeit klassisch aufteilen wollen. Und ich persönlich finde, dass hierbei Hausfrauen meist besser davon kommen, als jene, die trotz Berufstätigkeit sowieso nebenher ebenfalls den Löwenanteil in Haushalt und Kindererziehung wuppen.
Zu ii) wie genau werden nun Väter beruflich entlastet, wenn sowieso beide in Vollzeit arbeiten? (Wobei statistisch betrachtet, in der überwiegenden Mehrheit Väter in Vollzeit und Mütter in Teilzeit arbeiten). Sprich: sie werden in kleinster Weise in der Hinsicht entlastet, als dass sie mehr Zeit mit den Kindern haben könnten.
Die Doppelbelastung (und alle daraus resultierenden beruflichen Nachteile und Einschränkungen) bleibt auch heute noch an den Frauen hängen - schlichtweg deshalb, weil sie versuchen "gleichberechtigt" zu leben, obwohl ungleiche Voraussetzungen gegeben sind.
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04.12.2014, 10:32
AW: Ist er geizig? Date möchte abwechselnd zahlen...
Ja, das gibt es auch. Ich beschrieb ein allgemeinhin bekanntes Phänomen der unfreiwillig kinderlosen Akademikerinnen (resultierend aus der Schwierigkeit, einen passenden Partner zu finden, da Männer bei der Partnersuche andere Kriterien an den Tag legen). Das wurde vor sehr vielen Seiten bereits diskutiert :)



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