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    Abschied von unerfüllter "Liebe"

    Liebe Bri,

    ich bin schon lange hier dabei und möchte Euch heute, unter neuem Nick, um Unterstützung, Anregung, Hilfe bitten und ggf. einladen, eine große potentielle Liebe zu verarbeiten.

    Klingt schon blöd, ich weiß, aber vielleicht kennt das jemand...ich liebe einen Mann, der nicht meiner ist, der mir zwar sagt, dass er ebnfalls Gefühle für mich hat, der aber einfach nicht aus dem Quark kommt. Mir bleibt also nichts anderes übrig, als anerkennen, dass ich ihn zwar lieben könnte, er mir aber wohl weder geben kann noch will, was ich mir wünsche.

    Tja, und da stehe ich nun und zweifel vor mich hin...sollte ich noch warten, Geduld haben?? Soll ich kämpfen, will ich das überhaupt??

    Mich auf mich konzentrieren...ja, das tue ich. Mir fehlt trotzdem noch meine klare Entscheidung gegen ihn (nicht gegen meine Liebe für ihn) und ein Abschied. Fühle mich durch das viele zweifeln, rumhirnen, hoffen und enttäuscht werden inzwischen ganz schön erschöpft.

    Hat jemand Tipps, wie man so was durchziehen kann, bei sich zu bleiben und nicht zu sehr auf jemand anderen fixiert zu bleiben??

    Würde mich freuen, fühle mich gerade so allein und einsam...

    Liebe Grüße,
    zaubersehnsucht

    P.S.
    Sind um die 50 und natürlich spielen die Umstände eine grosse Rolle...nur leider hilft Vernunft da nicht wirklich.

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    AW: Abschied von unerfüllter "Liebe"

    ich denke, dass Du einfach lernen musst, Entscheidungen seinerseits zu akzeptieren. Er will und kann nicht, da gibt es nach meiner Meinung nicht die geringste Hoffnung. Hoffnungen kann man auch mal zu Grabe tragen, wenn sie nicht gelebt werden können.

    Das tut weh, das muss es sogar! Sonst lebt man jahrelang mit einer sich nie erfüllenden Hoffnung vor sich hin und verpasst sein Leben.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Abschied von unerfüllter "Liebe"

    Hallo Opelius,

    sehe ich ja genauso und ja, das tut weh...nur, wie trage ich denn meine Hoffnungen zu Grabe??

    Von ihm gibt's leider kein klares Nein, eher ein hinhalten...was auch ein Nein ist, schon klar, aber schwerer zu akzeptieren, irgendwie. Ich habe immer noch im Hinterkopf, dass er...

    Ach Mensch, ich weiss das ja, fühle es nur nicht...

  4. Inaktiver User

    AW: Abschied von unerfüllter "Liebe"

    Zitat Zitat von Zaubersehnsucht Beitrag anzeigen
    ...nur, wie trage ich denn meine Hoffnungen zu Grabe??
    Vielleicht am ehesten, indem du in der Gegenwart lebst. Einen Tag nach dem andern. Dir vielleicht jeden Tag eine Viertelstunde nimmst, in der du dich hemmungslos deiner Schwärmerei hingibst - denn mehr als eine Schwärmerei lese ich da nicht heraus. Liebe ihn in dieser Viertelstunde mit ganzem Herzen und ohne jeden Anspruch. Und dann kehre zu deinem Tag zurück. Vielleicht verändert sich was.

    Hoffnungen zu Grabe tragen halte ich für ein Ding der Unmöglichkeit. Hoffnungen sind Untote, flüchtig, nicht greifbar. Versuch lieber, das, was du dir von ihm erhoffst - Zuwendung? großartigen Sex? Befreiung aus unguten Verhältnissen? was auch immer... - in deinem Leben mit deiner eigenen Kraft selbst zu schaffen. Das fällt am Anfang wahrscheinlich nicht leicht. So wie es einem Süchtigen schwerfällt, die Finger von seinem Stoff zu lassen. Deshalb: einen Tag nach dem andern. Wenns ganz schwer wird: eine Stunde nach der andern.

    P.S. Und denk mal über deinen Nick nach - der spricht für sich.

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    AW: Abschied von unerfüllter "Liebe"

    Danke!

    Mein Nick ist bewusst gewählt umd spielt auf Hesse an...ich hab Sehnsucht nach dem Zauber, der jedem Anfang innewohnen soll ;-).

    Aber vielleicht hast Du Recht umd ich sollte dieser Liebe und ja, eine nicht gelebte und wohl nicht lebbare, einen festen Platz geben und ansonsten weiterleben.

    Ich versuche es schon, aber es gibt Tage, da erschlägt mich irgendwie alles.

    Seufz.

  6. Inaktiver User

    AW: Abschied von unerfüllter "Liebe"

    Zitat Zitat von Zaubersehnsucht Beitrag anzeigen
    Mein Nick ist bewusst gewählt umd spielt auf Hesse an...ich hab Sehnsucht nach dem Zauber, der jedem Anfang innewohnen soll ;-)
    Dann lies dir doch noch mal das ganze Gedicht durch - diese Poesiealbumszeile wird, aus ihrem Zusammenhang genommen, ja gern hingebogen, wie man's grade braucht.

    Vor dem Anfang, dem der Zauber innewohnen kann, steht der Abschied. Es geht also darum, dem Zauber, nachdem die alte Heimstatt unbrauchbar geworden ist, eine neue Wohnung zu schaffen. Und in der Zeit dazwischen ist der Zauber, wie bei jedem Umzug, eine Weile unbehaust, bevor er sich neu heimisch machen kann.

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    AW: Abschied von unerfüllter "Liebe"

    Yes :-)

    Und die Frage ist ja, wie ich einen Abschied hinbekomme...wie ich diese kraeftezehrenden Hoffnungen begrabe.

    Oder geht das gar nicht und die Zeit wirds zeigen??

    Ich glaube, darum gehts mir gerade...dieser Schwebezustand blockiert meine Energie, mich auf anderes zu besinnen.

    Wahrscheinlich ist das auch der Punkt...alles Wissen hilft mir da nur wenig. Leider...

  8. Inaktiver User

    AW: Abschied von unerfüllter "Liebe"

    Lies einfach das Gedicht noch mal:

    Stufen - Hermann Hesse

    Die Frage ist, von welcher Lebensstufe verabschiedest du dich gerade. Manchmal sind diese Sehnsüchte ja Projektionen, um sich vom eigentlich notwendigen Abschied abzulenken.

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    AW: Abschied von unerfüllter "Liebe"

    Zitat Zitat von Zaubersehnsucht Beitrag anzeigen
    Liebe Bri,


    Klingt schon blöd, ich weiß, aber vielleicht kennt das jemand...ich liebe einen Mann, der nicht meiner ist, ...
    Was heisst das denn? Bist Du gebunden, ist er gebunden oder beide?

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    AW: Abschied von unerfüllter "Liebe"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein tolles Gedicht, ich lese es immer wieder gern!

    @Zaubersehnsucht: ich glaube, es ist ein ganz besonders schwerer Abschied, wenn es sich noch so "offen" anfühlt, nicht abgeschlossen wurde, weil keine Abschiedsworte gesprochen wurden, keine klare Absage erteilt wurde.

    Vielleicht suchst du nochmal das Gespräch? Und sei es nur darum, dass er sich "demaskiert" als jemand der nur eiert und hinhält (obwohl nach meiner Einschätzung er das schon getan hat). Ich weiß ja nicht wie abtörnend das für dich wäre, für mich jedenfalls sehr. ich glaube, ich würde ihm ein abschließendes Statement "abpressen" um meinen Frieden zu finden. ... Obwohl ich selbst das noch nicht erlebt habe. Bei mir erledigt sich so etwas bei fehlendem Gegeninteresse meist automatisch.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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