Ich bin einigermaßen erstaunt über die Meinung einiger User, dass man es doch an der Situation ablesen könne, dass man etwas gut findet/sich wohl fühlt und man dies nicht aussprechen braucht.
Nee, hin und wieder kann/sollte man durchaus auch mal seine positiven Empfindungen äußern.
Noch mehr erstaunt mich diese Ansicht, da gerade in der Bri immer wieder zu lesen ist: sprich mit ihm/ihr darüber, schaffe Klarheit, sprich es aus.
An die TE: wenn die Männer, denen du sagst, dass du sie sympathisch findest, dies nicht verstehen oder richtig einordnen können, dann haben die deine Sympathiekundgebungen nicht verdient. Spätestens an dieser Stelle wird ihre Engstirnigkeit deutlich.
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15.09.2014, 23:38Inaktiver User
AW: Darf man einem (verheirateten) Mann seine Sympathie gestehen...
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16.09.2014, 00:53
AW: Darf man einem (verheirateten) Mann seine Sympathie gestehen...
Geändert von mckenzie (16.09.2014 um 00:59 Uhr)
Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.
Mckenzie
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16.09.2014, 02:05
AW: Darf man einem (verheirateten) Mann seine Sympathie gestehen...
Ich habe darüber nachgedacht, was ich sage und wie ich es wirklich formuliere: Geht mir ähnlich, ich gebe eigentlich eher das Kompliment an die Situation und sage damit durch die Blume dem anderen, dass er ja daran mitgewirkt hat - ich sage dann "danke für den kurzweiligen Abend" oder auch mal "Hey…ich habe schon lange nicht mehr so viel lachen müssen wie mit dir heute; das hat mir gut getan!" …. aber ich sage dann nicht "Du bist so ein witziger Typ, das gefällt mir"
Aber manchmal kommt es auch darauf an, wem man gegenüber steht - wie gut man den anderen kennt, wie vertraut man miteinander ist. Menschen, die ich lange und gut kenne, denen kann ich auch eher ein direktes Kompliment machen, weil wir im Gespräch vertraut sind und ich mir sicher sein kann, dass meine Sympathiebekundung auch so ankommt, wie ich sie meine und nicht in falscher Richtung gedeutet wird. Bei Leuten, die ich nicht so gut kenne, da bin ich zurückhaltender mit direkten Komplimenten.LG WhiteTara
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16.09.2014, 08:53Inaktiver User
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16.09.2014, 09:00
AW: Darf man einem (verheirateten) Mann seine Sympathie gestehen...
Ich persönlich kann auch nicht so ganz nachvollziehen, warum man den Drang verspürt, Leuten unbedingt sagen zu müssen, dass man sie sympathisch findet.
Ich habe das noch nie jemandem so explizit gesagt (außer natürlich engen Freunden, Familie und Partner, dass ich sie lieb habe oder liebe), und trotzdem wissen die, die ich sympathisch finde, dass ich sie sympathisch finde. Das zeigt man doch regelmäßig im Umgang, durch Gesten und Verhaltensweisen... Man lächelt ehrlich erfreut, wenn jemand den Raum betritt (oder sagt: "Oh, das ist aber schön, dass Du mich besuchst!") begrüßt ihn mit Handschlag oder einer freundschaftlichen Umarmung, lacht über seine Witze oder verbringt freiwillig seine Freizeit mit ihm, hilft ihm, wenn er Probleme hat, bedankt sich herzlich, wenn derjenige einem einen Gefallen getan hat, lobt ihn, wenn man findet, dass er etwas gut gemacht hat, gibt 'mal einen Kaffee aus und so weiter...
Ich finde nicht, dass es überhaupt nötig sein sollte, jemandem verbal die Sympathie zu bekunden.
Wenn ich jemanden sympathisch finde, dann zeige ich es ihm einfach...
Und wie heißt es noch so schön: "Taten sagen mehr, als Worte!""Wir hoffen immer, und in allen Dingen ist besser hoffen als verzweifeln." (Johann Wolfgang von Goethe)
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16.09.2014, 09:13
AW: Darf man einem (verheirateten) Mann seine Sympathie gestehen...
Das wäre mir schön oft definitiv zu wenig gewesen. Ich kann mich an Menschen erinnern, deren Gegenwart so wichtig, wohltuend, lehrreich oä für mich war, dass es für mich eindeutig wichtig war, dies deutlich zu sagen und nicht nur, durch für Interpretationsspielraum offenes Verhalten, zu zeigen. Ich wollte klar haben, dass jene Person in meinen Worten hört, was ich empfinde. Damit meine ich keine Liebesbeziehungen sondern Begegnungen auf menschlich wichtiger Weise.Ich finde nicht, dass es überhaupt nötig sein sollte, jemandem verbal die Sympathie zu bekunden.
...
Hätte ich verabsäumt, dies mitzuteilen, würde mir definitiv etwas fehlen.
Genauso schätze und genieße ich es, wenn ich solche Empfindungen von anderen für mich klar gezeigt kriege. Ich höre gern und problemlos und sage gern und problemlos wenn etwas wertvoll und schön war. Oder die Tatsache jemanden kennengelernt zu haben.Durchsage:
"Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."
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16.09.2014, 09:23
AW: Darf man einem (verheirateten) Mann seine Sympathie gestehen...
Ja, genau... das meine ich doch (hab' ich ja auch so geschrieben...).
"Schön, Dich kennengelernt zu haben" oder "Ich freue mich, dass Du mich besuchst" oder "Das war ein schöner Tag/Abend etc." gehört für mich auch dazu.
Aber ich muss jemandem nicht sagen: "Ich finde Dich sympathisch und fühle mich in Deiner Gegenwart wohl." (Und mir muss das auch niemand sagen.) Ich finde, dazwischen ist ein Unterschied. Aber das ist sicher irgendwie das persönliche Empfinden unterschiedlicher zwischenmenschlicher Umgangsformen.
Der eine empfindet das als "too much", irgendwie aufdringlich, übergriffig, unpassend... der andere freut sich vielleicht drüber.
Dabei kommt es meines Erachtens nach auch immer darauf an, wie gut man sich kennt.
Im Zweifel - also wenn ich mir nicht sicher bin, dass jemand, der mir nicht allzu nahe steht, sich grundsätzlich über deutliche verbale Sympathiebekundungen à la "Ich fühle mich in Deiner Gegenwart wohl" freut - würde ich es unterlassen (um auf die Frage der TE zurück zu kommen).
Sympathie/Zuneigung bekundet man meiner Meinung nach ohnehin überzeugender durch Taten. Sagen kann jeder viel, wenn der Tag lang ist...
Ich gebe ehrlich zu, dass ich das auch irgendwie seltsam finden würde, wenn ein verheirateter Mann, der lediglich ein (flüchtiger) Bekannter oder Kollege ist (kein Freund) mir das so explizit sagen würde...Geändert von Nolle (16.09.2014 um 09:54 Uhr)
"Wir hoffen immer, und in allen Dingen ist besser hoffen als verzweifeln." (Johann Wolfgang von Goethe)
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16.09.2014, 10:32Inaktiver User
AW: Darf man einem (verheirateten) Mann seine Sympathie gestehen...
Das Problem hat man nicht, wenn man sagt, was man denkt. Wenn jemand bei Sympathiebekundungen lügt, ist das nicht sehr sympathisch. ;-)
Aber hier ging es ja auch nicht darum, zu heucheln, dass man jemanden sympathisch findet (in dem Fall müssten die widersprüchlichen Taten einen dann ja eh verraten, weil Taten ja mehr sagen als Worte ;-)), sondern darum, dass man seine Taten durch (ehrliche!) Worte ergänzt. Also nicht entweder - oder, sondern sowohl - als auch.
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16.09.2014, 10:45
AW: Darf man einem (verheirateten) Mann seine Sympathie gestehen...
Ach so... dann habe ich den Strang-Titel und das Eingangsposting falsch verstanden.
Ich hatte es aufgrund dieser Formulierungen:
... so verstanden, dass es schon explizit darum geht, dass man jemandem seine Sympathie gesteht in Form von verbal äußert...
Abgesehen davon wollte ich mit meinem Posting nicht implizieren (und ich denke, das habe ich auch nicht), dass man automatisch lügt, wenn man sagt, dass man jemanden sympathisch findet, sondern dass es nicht nötig ist, etwas verbal zu äußern, wenn man seine Symphatie durch Taten zeigt, weil Taten in meinen Augen nunmal mehr Bedeutung haben, als Worte... Beziehungsweise, dass es reicht, wenn man jemandem (den man nicht allzu gut kennt, wie z.B. den Kollegen des Mannes der TE) 'rüberbringt, dass man den anderen sympathisch findet und dass man das nicht zusätzlich noch verbal äußern muss.
Aber möglicherweise habe ich mich da wiedermal missverständlich ausgedrückt...
Geändert von Nolle (16.09.2014 um 10:53 Uhr)
"Wir hoffen immer, und in allen Dingen ist besser hoffen als verzweifeln." (Johann Wolfgang von Goethe)
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16.09.2014, 10:52Inaktiver User
AW: Darf man einem (verheirateten) Mann seine Sympathie gestehen...
Nee, sorry, mein Fehler. Ich meinte mit "hier" die Diskussion auf den letzten Seiten, in der einige von uns ihre Erfahrungen mit dem Thema geschildert haben.
Das Problem der TE erscheint mir etwas (für mich) zu undurchsichtig, um mir eine Meinung darüber zu bilden. Das mit dem "Sympathie gestehen" fand ich jedenfalls auch merkwürdig.




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