Liebe BriCom,
aufmerksam habe ich viele Beiträge hier im Forum gelesen.
Nun möchte auch ich mich einmal zu Wort melden.
Ausschlaggegend für meinen Beitrag ist das oft kritisierte Buch „The Rules“ von Fein & Schneider und der Eindruck, dass viele Frauen die Männer „jagen“, anstatt sich erobern zu lassen.
Viele Regeln scheinen sicherlich sehr streng gefasst zu sein. Aber grundlegend stelle ich folgende These zur Diskussion: Wenn sich jede Frau an diese Regeln halten würde, hätte dieses Forum nicht einmal halb so viele Einträge.
Denn mal ehrlich, wer das Kennenlernen mit einem Mann schon in einem öffentlichen Forum zur Diskussion stellt, kann doch an die ganze Sache schon einen Haken setzen. Dann ist was gewaltig faul.
Warum setzen sich so viele Frauen zum Ziel, irgendeine halbherzige Beziehung mit irgendeinen Kerl (den man nur übers Internet kennt, mit dem man 2,3 aus oder sogar im Bett war und sich dann doch nicht meldet ,der bis zum Hals in Problemen steckt usw.) zu führen?
Wenn sich ein Mann in der Kennenlernen schon keine Mühe gibt, welche Erwartungen stellt Ihr dann an die Beziehung?
Wer sich in der Kennenlernphase als Frau schon ein Bein ausreißen muss, muss es während der ganzen Beziehung über auch. Warum sollte sich dadurch etwas ändern? Warum sollte er auf einmal anfangen, sich zu bemühen, wenn er die Frau doch sicher hat?
Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Aber wollt Ihr das Risiko wirklich eingehen?
Warum haltet ihr euch nicht vor Augen, was IHR wollt? Wollt Ihr wirklich Unzuverlässigkeit, Unehrlichkeit, Pleitegeier, Nichtsnutze, Muttersöhnchen?
Sollte das Ziel nicht sein, eine erfüllte, glückliche Beziehung mit einem besonderen Mann zu führen?
Der sich jeden Tag aufs neue bemüht? Bei dem IHR euch sicher sein könnt?
Und ich bin der Meinung, um diesen einen besonderen Mann zu finden, sind die Regeln optimal.
Ihr sollt euch nicht (wie es oft von Lesern gedeutet wird) desinteressiert geben, sondern distanziert. Habt nicht ständig Zeit, seid nicht immer erreichbar.
Durch dieses Verhalten schüttelt ihr doch die ganzen Spaten im Vorfeld schon ab. Und dadurch bleiben euch neben Zeit und Herzschmerz noch viele andere Dinge erspart.
Die Regeln zielen schließlich nicht darauf ab, jeden Mann um den Finger zu wickeln..sondern den einen,einzig richtigen zu finden.
Wenn euch euer jetziges Verhalten noch nicht den gewünschten Partner gebracht hat, warum probiert Ihr dann nicht einfach mal das komplette Gegenteil aus?
Natürlich sind wir Frauen Meister im Schönreden. Aber die Wahrheit ist: Wenn ihr Eurer Freundin euren Kummer über einen Mann klagt ,weil er nicht anruft, weil er sich nicht entscheiden kann, weil er verheiratet ist.., dann, ja, dann ist das Ganze tatsächlich genauso schlimm, wie es sich anhört...
Ich bin auf Eure Meinungen gespannt![]()
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 235
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25.08.2014, 15:47
Diskussionsrunde Dating-Regeln "The Rules"
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25.08.2014, 15:52Inaktiver User
AW: Diskussionsrunde Dating-Regeln "The Rules"
Erzähl doch mal was von Dir - hat's mit den "Rules" bei Dir geklappt?
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25.08.2014, 15:56Inaktiver User
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25.08.2014, 16:17
AW: Diskussionsrunde Dating-Regeln "The Rules"
Seh ich ganz anders. Wenn man schon Spielchen spielen muss, dann bringt das Ganze schon nihcts. Auch hab ich die Erfahrung gemacht, dass man einen wirklich interessierten Mann auch mit öfters melden nicht verscheuchen kann. Auch verliebt sich kein Mann dadurch, dass man sich distanziert gibt. Kenne einige Mädels, die auch diese Regeln fahren und das ohne Erfolg bei den Männern.
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25.08.2014, 16:18Inaktiver User
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25.08.2014, 16:20
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25.08.2014, 16:22Inaktiver User
AW: Diskussionsrunde Dating-Regeln "The Rules"
Ich verbieg mich nicht, um einen Partner zu bekommen. Entweder ich bin für ihn so in Ordnung, wie ich bin oder eben nicht. Einen Mann, den ich nur bekomme, weil ich merkwürdige Regeln einhalte, den will ich nicht mal geschenkt. Der passt garantiert nicht zu mir.
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25.08.2014, 16:23
AW: Diskussionsrunde Dating-Regeln "The Rules"
Fühlt euch bitte nicht von meinem Text "angegriffen".
Ich habe meine Beitrag bewusst provokativ und kritisch geschrieben, damit jeder, der ihn liest, "gezwungen" wird, sich mal mit sich selbst auseinander zu setzen.
Ich habe die Weisheit ganz sicher auch nicht mit Löffeln gefressen, sondern bin durch die Erfahrung vieler schmerzhaften, halbherzigen und unglücklichen Beziehungen zu der Meinung gelangt, dass man sich als Frau ein klares Ziel setzen muss.
Was will ich? Kann ich mit diesem Mann glücklich werden?
Seitdem ich mich an diese Regeln halte (ca. seit 6 Monaten), läuft es deutlich besser als vorher.
Ich bin nicht mehr so "männerlastig" und stecke nicht in jede neue Bekanntschaft eine Erwartung und mache mich nicht mehr gefühlsmäßig von einem Mann, den ich kaum kenne, abhängig.
Ich rede in der "Wir"-Form, da auch ich eine Frau bin.
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25.08.2014, 16:26Inaktiver User
AW: Diskussionsrunde Dating-Regeln "The Rules"
Ich frage mich gerade, ob es ähnliche Regeln für Männer gibt. Wenn die Frauen sich an Regeln halten, so müssen es Männer doch irgendwie auch, ansonsten machen Regeln doch keinen Sinn.
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25.08.2014, 16:27
AW: Diskussionsrunde Dating-Regeln "The Rules"
Ich habe The Rules gelesen. Ich finde diese Regeln zum Teil sehr gestelzt bis bescheuert.
Allerdings: einen wahren Kern haben sie. Man muss sicherlich nicht Spielchen spielen, aber wenn man sich gerade in der Anfangsphase schon viel Mühe gibt, wirkt das eher abschreckend. Umgekehrt ist es genauso: wenn ich jemanden gerade kennengelernt habe und derjenige überschüttet mich mit Anrufen und SMS, dann fühle ich mich erstickt. Ist also kein Mann-/Frau-Ding, IMHO, sondern normale menschliche Psychologie für beiderlei Geschlechter.
Und: aus erlernten Mustern auszusteigen ist gar nicht so einfach. Wenn ich von klein auf gelernt habe, ständig Abweiseungen einzustecken und dass ich nur geliebt werde, wenn ich mir über Gebühr Mühe gebe, dann ist das schwer zu durchbrechen. Wenn man sich dann nur an die Rules hält und nicht nach den Ursachen forscht, dann ist das, als würde man hübsche Farbe über eine schimmelige Wand streichen. Irgendwann kommen die Unsicherheiten durch...
Fein/ Schneider haben meines Erachtens ein fürchterlich antiquiertes Frauenbild, wonach es das erklärte Ziel jeder XX-Chromosomenträgerin ist, in den heiligen Hafen der Ehe einzulaufen, sich ein Häuschen im Grünen mit wei0em Lattenzaun anzuschaffen und so zu leben, wie es in den 50er Jahren angepriesen wurde.



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