Aniko, ich hoffe, wenigstens DEINE Mutter ist 80+
also echt jetzt
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11.01.2014, 14:39
AW: Kontaktbörsen für ältere Frauen sinnvoll und seriös?
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11.01.2014, 14:59
AW: Kontaktbörsen für ältere Frauen sinnvoll und seriös?
nee, knapp 70.
Was hat das damit zu tun? Sie geht ja raus, lernt aber offenbar keinen kennen.
Was ist daran so schlimm, sich darüber Gedanken zu machen, wenn die Mutter Abend für Abend allein rumsitzt?
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11.01.2014, 15:02Inaktiver User
AW: Kontaktbörsen für ältere Frauen sinnvoll und seriös?
Als mein Opa starb und meine Oma mit 67 Jahren plötzlich alleine war, haben wir ihr einen Hund gekauft. Das hat auch nicht funktioniert!
*ironie aus*
Deine Mutter ist über 60 - aber keine Greisin.
Sie kommt, sagst du, alleine zu recht.
Sie geht halt nur alleine nicht so viel raus.
Das ist der Punkt, an dem du ansetzen musst. Und zwar nicht, indem du sagt "geh halt mal raus, vielleicht findest du da einen Mann".
Wenn du deiner Mutter helfen (und dich etwas entlasten) willst, dann such entsprechende Angebote. Und bestärke sie darin, sich das zumindest mal anzusehen. Ich lebe nun in ener wirklich provinziellen Gegend, aber sogar bei uns gibt es für Menschen von 60+ eine ganze Menge:
- eine Kirchengemeinde bietet alle zwei Wochen einen Nachmittag in sehr netten Räumen an. Kommen kann, wer mag. Kaffee und Kuchen gibt es gratis (Spenden willkommen). Dazu immer ein Programm: Diavortrag, Vortrag über Homöopathie, Lesung, gemeinsames Weihnachtsliedersingen.... übrigens auch ein Treffen am ersten Weihnachtsfeiertag, das sehr gut angenommen wird, nicht nur von Menschen, die sonst alleine wären
- ebenfalls eine Kirchengemeinde bietet einen Computertreff für Senioren. Die offenen Nachmittage sind gratis, die Workshops kosten was. Referenten sind Leute zwischen 50 und 85 - also ebenfalls "Spätzünder" am PC, die aus eigener Erfahrung wissen, wie schwer man sich als älterer Mensch am Computer tun kann. Themen: Mailen mit den Enkeln, Bildbearbeitung, Gestaltung von Grußkarten, Fotobücher. Die Computer dort darf man an den offenen Tagen für eigene Zwecke nutzen
- ein Sportverein bietet einmal monatlich eine Nachmittagswanderung an mit anschließender Einkehr
- im Museum gibt es regelmäßig Führungen am Vormittag
- Im Kino gibt es das Filmcafé: ein schöner Spielfilm, eine Stunde vor Beginn Kaffee und KUchen - im Preis mit drin
- Die Volkshochschule bietet einen Englisch-Konversationskurs für Senioren an: Man muss keine Vokabeln und keine Grammatik pauken, sondern die Teilnehmer erzählen von sich und diskutieren - eben alles auf Englisch
- im Mütterzentrum schmeißen Damen über 60 ehrenamtlich einen Second-Hand-Laden, in dem sich Familien mit wenig Geld preisgünstig ausstatten können
- ein Busunternehmen bietet Theaerfahrten in die größeren Orte in der Umgebung an. Immer am Sonntagnachmittag, so dass die Teilnehmer abends nicht zu spät nachhause kommen. Gemeinsames Kaffeetrinken vor der Aufführung inclusive.
Du merkst schon, es gibt eine ganze Menge, was du deiner Mutter schmackhaft machen kannst. All das sind Angebote, die zu nichts verpflichten, wo man nicht erst Mitglied werden muss und wo man schnell wieder raus ist, wenn es einem nicht zusagt. Überall kommt man leicht mit anderen Menschen ins Gespräch und kann Kontake knüpfen.
Wichtig ist, dass deine Mutter nicht das Gefühl hat, dass sie gedrängt wird. Such raus, was in eurer Stadt möglich ist. Vielleicht kannst du sie zu der einen oder anderen Aktivität begleiten?
Aber zu sagen: Mutter braucht einen Mann, damit sie nicht so alleine ist - das klappt nicht. Da kauft ihr ihr vielleicht doch lieber einen Hund. Oder einen Wellensittich.
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11.01.2014, 15:12
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ok, knapp 70. da war man mal alt, noch früher schon mit 30.
ich habs ja schon geschrieben: ob es die Lösung ist, jemanden kennenzulernen, bezweifle ich! Schon in jungen Jahren schwierig genug, einen passenden Partner zu finden, aber da ist man noch flexibler und die Auswahl größer. Die potenziellen Partner sind weder altersstarrsinnig noch inkontinent. Stünden 100 Bewerber vor deiner Mutter, wäre sie wahrscheinlich in 150 Fällen allein glücklicher - was nicht ausschließt, dass sie mit dem 151. eine tolle Zeit haben könnte.
was mich (deutlich über 60) aufregt, ist die Sichtweise: "fährt Auto". "versorgt sich noch (!) allein". kann internet - ja. das ist heute so. normal. wie die Tatsache, dass die 40-jährigen nicht nur in schwarz und beige rumlaufen und nach Enkeln greinen
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11.01.2014, 15:20
AW: Kontaktbörsen für ältere Frauen sinnvoll und seriös?
Ich weiß nicht, was das Problem ist.
Meine Mutter unternimmt ja ne Menge, hat Hobbies, Freunde. Wenn ich ihr vorschlagen würde, in einer Kirchgemeinde Kuchen zu verkaufen wäre das weit übergriffiger, genau dasselbe mit einem Tier. Absurde Vorstellung für mich!
Internet und Mails schreiben kann sie auch, da helfe ich ihr immer bei Fragen.
Sie hätte ja gern jemanden, muss kein ständiger Partner sein, eben jemand zum mal ins Konzert gehen oder ins Kino, der nicht ihre Kinder ist...
Ein Wellensittich macht sich dafür nicht so gut. Ihr müsst euch nicht gleich so angegriffen fühlen.
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11.01.2014, 15:23
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Wo hat hier jemand geschrieben "versorgt sich noch allein" - vielleicht interpretierst du mal nicht so über. Ich habe geschrieben, dass sie allein lebt. Und Autofahren habe ich erwähnt, weil sie damit ständig rumbraust und unabhängig ist. Ich kann z.b. selbst NICHT Auto fahren.
Und das Menschen mit knapp 70 fit mit dem Computer, mit Mails, Fotobearbeitung sind, ist so selbstverständlich auch nicht.
Sie trägt auch kein beige und grau - ich weiß nicht, warum hier solche Vorurteile bedient werden, die weder die TE noch ich erwähnt haben. Trägt auch nicht zur eigentlichen Fragestellung bei.Geändert von Aniko_Berlin (11.01.2014 um 15:27 Uhr)
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11.01.2014, 15:27Inaktiver User
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Ich möchte ilazumgeier vollumfänglich unterstützen.
Leutz, was haben einige hier für ein Bild von "Alter"? Und was ist das überhaupt? Diese ewige Konnotation, dass spätestens mit 60 die Pflegebedürftigkeit, das Zittern und Pattern, die Unsicherheit und das ewig-maulende "Koooommmmst du aaaaaauch? Warum geeeeeehst du schoooooon" beginnt, ist schlicht zum Göbeln.
Frauen, die heute 60 sind, waren 1984 30 Jahre alt. 1984 - nicht im Spätmittelalter! Nicht zu Ludwigerhardwirtschaftswunderzeiten! Die hatten i.d.R. Führerschein, Beruf, Ahnung von der Welt, waren im Ausland, haben sich nicht mehr "für die Ehe aufgespart" und nutzten die Pille! Sie haben sich mit dem Computer auseinandergesetzt, die Entwicklung von Handies von Anfang an mitbekommen und nutzen das Netz. Vielleicht nicht ganz so schnell, nicht ganz so routiniert wie heute 20jährige - aber hallo! Die kommen nicht direkt von der Keilschrift weg!
Klar gibts Unselbständige, an-Familie-Klebende, chronisch Kranke etc. in dieser Altersgruppe, ebenso Provinizielle, Technikskeptische etc. Aber genau die gibts bei "Jüngeren" eben auch.
Ü60 heißt nicht notwendigerweise: bald Rollator, Seniorenbeige, Pflegedienst und zu-sich-Holen. Ü60 heißt: noch jede Menge Zeit und nicht: Altenkorsett.
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11.01.2014, 15:28Inaktiver User
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ich gebs zu- ich habe den strang überflogen.
eine frage an die "kinder" die der ansicht sind: muttern braucht jemanden:
warum? damit sie euch weniger mit beschlag belegt- oder weil sie (die mütter) selbst wieder jemanden suchen?
so rüstig wie hier die mamas jenseits der 60 beschrieben werden, mit auto fahren usw, meint ihr nicht, dass eure mütter das für sich selbst entscheiden dürfen- und wenn sie eben nicht in wallung kommen, der wunsch/drang nach einem gegenüber vielleicht doch nicht so ausgeprägt ist wie man/frau es gerne glauben möchte.
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11.01.2014, 15:30Inaktiver User
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Wenn du mich meinst: Ich habe mich auf das Ausgangspost von Zotteldido bezogen. Und sowohl Wellensittich als auch Hund waren eindeutig ironisch gemeint.
Ich - Mitte 50 - muss ilazumgeier völlig recht geben: Eine Frau zwischen 60 und 70 ist doch nicht alt! Sie hat vielleicht, wenn sie länger mit einem Partner gelebt hat, wenig Übung darin, für sich alleine die Initiative zu ergreifen. Und sie braucht vielleicht einen ganz kleinen Schubs, um sich zu informieren, welche Möglichkeiten es gibt, etwa zu unternehmen.
Hier war nie die Rede davon, dass jemand zu etwas gedrängt wird. Und als Tochter würde ich meiner Mutter auch nie Dinge vorschlagen, von denen ich weiß, dass sie nicht ihr Ding sind. Meine Mutter ist über 80, lebt seit 10 Jahren allein, ist körperlichund geistig fit. Ich würde sie jetzt tatsächlich nie dazu bringen wollen, in der Kirchengemeinde Kuchen zu verkaufen oder eine Senioren-Busfahrt zum nächsten Adler-Outlet zu machen. Sie würde mir den Vogel zeigen und sagen, dass das was für alte Leute ist! ;-)
Zum Glück muss ich meiner Mutter keine Vorschläge machen. Kann ich auch schlecht. Weil sie nämlich kaum einmal daheim ist. Sondern auf Theaterfahrt, wandern, in ihrer Tanzgruppe, im Chor...
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11.01.2014, 15:32Inaktiver User



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