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  1. Inaktiver User

    AW: Macht Trennung stark oder verbittert für’s Kennen lernen ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    @lady_julia

    halte ich genauso wie du für wesentlich. Aber zur Eingangsfrage: Haben dich Trennungen stark gemacht, nicht gefühlskalt ? Hast du deinen Optimismus behalten ?

    @all
    Die "Trennung" den Begriff möchte ich erweitern um, Verlust, Abschied, Abschiebung. Trennung ist einseitig oder gegenseitige Trennung. Trennung ist aber auch unvorhersehbarer Verlust, zwangsweise Trennung durch Tod, etc.

    Oft geht Trennung mit einer tiefen Depression einher. Kennt ihr das ? Wie habt ihr, wenn ihr es erlebt habt, euch wiedergefunden und seid ihr nun stark genung wieder einer möglichen Trennung hinzugeben ?
    @felix,
    gut, also zu mir direkt:
    eigentlich hatte ich mit meinem etwas theoretischem posting auch die gerade oder schon länger getrennte situation miteinschliessen wollen. ein mensch ohne optimismus in bez. auf einen möglichen neuen partner, hat kaum eine chance zu einer neuen beziehung, finde ich. auch nach einer schweren trennungssituation sollte irgendwann zumindest wieder vertrauen in die eigene kraft und beobachtungsgabe vorhanden sein, denn ohne die altruistische einsicht und den mut zum arrangement geht es nie.

    persönlich muss ich aber gerbera recht geben. negative erfahrungen (besonders wenn es mehrere waren) können einem jeden optimissmus rauben. und es bestätigt sich immer wieder, dass nicht die "guten" und einsichtigeren gewinnen, sondern genausogut immer wieder enttäuscht werden. solange bis sie sich fragen: "was mache ich verkehrt?" dabei muss es nicht an der person liegen, die sich das fragt.

    optimissmus lässt sich ersteinmal nur durch wieder neugewonnenes vertrauen in sich selbst aufbauen. ich würde jedem menschen raten - besonders gerade schwer enttäuschten und resignierten - bei einer neuen beziehung den zeitfaktor wirken zu lassen. man lernt aus schlechten erfahrungen besser zu beobachten und ich fände es persönlich angebrachter, meinen neuen partner und mich besser zu prüfen. auch ein gegenüber, der an einer beziehung zu mir interessiert ist, sollte das versuchen zu verstehen. eine reifere beziehung lebt immer besonders von der geduld und bei menschen mit grösserer lebenserfahrung sollte man geduld eigentlich vorraussetzen können und dürfen.

    lg
    lady_julia

  2. Inaktiver User

    AW: Macht Trennung stark oder verbittert für’s Kennen lernen ?

    [QUOTE=Inaktiver User]@gerbera59 & Pusteblume41

    Ist eure "Verbitterung" und Selbstbeschränkung auf eine mögliche heterosexuelle Beziehung beschränkt, oder habt ihr das Gefühl euch auch aus dem Rest des Lebens etwas mehr herausgezogen zu haben ?

    QUOTE]

    Also bei mir ist diese "Verbitterung" nur auf eine Beziehung beschränkt. Ich genieße mein Leben jetzt endlich. Nach der sehr schlimmen Scheidung hatte ich mich lange ganz zurückgezogen, jetzt krieche ich langsam aus meinem Schneckenhaus. Und dieses Jahr habe ich gemerkt, ich brauche nicht zwingend einen Partner, um ein erfülltes Leben zu führen. (Soll aber nicht heißen, dass ich jetzt ein Männerfeind bin. ) Ich war z.B. zum 1. Mal im Leben alleine im Urlaub ... es hat mich Überwindung gekostet und es war toll! Aus dem Leben zurückgezogen habe ich mich definitiv nicht. Dafür bin ich wohl mit 44 auch noch etwas zu jung.

  3. User Info Menu

    AW: Macht Trennung stark oder verbittert für’s Kennen lernen ?

    An Felix:

    Die Selbstbeschränkung bezieht sich bei mir nur auf – wie du so schön formulierst – hetero-sexuelle Beziehungen. Mein Freundeskreis hat sich eher vergrößert bzw. verfestigt. Ich denke, so ganz ohne zwischenmenschliche Kontakte wäre das Leben gar zu traurig. Nein, es geht bei meinem Pessimismus nur um das andere Geschlecht. Leider musste ich für mich immer öfter feststellen, dass dabei auch männliche Verwandte und die Ehepartner einiger Freundinnen durchs Raster fallen. Was natürlich bei mir nur noch mehr zur Resignation führt.

    Glücklicherweise gibt es „ganz manchmal“ auch Beziehungen im Bekanntenkreis, die wirklich funktionieren, bei denen beide Partner ausgeglichen und zufrieden sind. So stelle ich mir das vor. Vielleicht passiert es mir ja doch irgendwann…

    An Lady Julia:

    Klar habe ich mich schon gefragt: Was mache ich falsch? Nachdem ich zweimal ganz bös „auf den Bauch gefallen“ war, habe ich viel darüber nachgedacht. Sicher ist man nie ganz schuldlos am Scheitern einer Beziehung. Nur leider habe ich festgestellt, dass ich immer wieder denselben Typ Mann anziehend finde. Den Typ Mann, der mir am wenigsten gut tut. Es ist sehr schwer, daran etwas zu ändern, weil das mit Verstand nicht zu lösen ist. Dabei hatte ich so viel Geduld … (drei Jahre?!)

  4. Inaktiver User

    AW: Macht Trennung stark oder verbittert für’s Kennen lernen ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ...weiß aber, dass es nicht immer für Dauer ist, bis zum richtigen Moment. Wer läuft, sich bewegt, auf andere zugeht, kann stolpern und auf die Nase fallen. Wer verharrt bereitet sich meiner Ansicht nach auf den Tod vor und wird sich vor ihm fürchten.
    Kuck an,
    1. Teil gehe ich konform
    2. nicht.
    Wer verharrt, bewegt sich nicht, korrekt, aber er fürchtet nicht unbedingt den Tod.
    Er fürchtet den Schmerz und Schmerz ist Leben.
    Hilly

  5. Inaktiver User

    AW: Macht Trennung stark oder verbittert für’s Kennen lernen ?

    Zitat Zitat von gerbera59

    An Lady Julia:

    Klar habe ich mich schon gefragt: Was mache ich falsch? Nachdem ich zweimal ganz bös „auf den Bauch gefallen“ war, habe ich viel darüber nachgedacht. Sicher ist man nie ganz schuldlos am Scheitern einer Beziehung. Nur leider habe ich festgestellt, dass ich immer wieder denselben Typ Mann anziehend finde. Den Typ Mann, der mir am wenigsten gut tut. Es ist sehr schwer, daran etwas zu ändern, weil das mit Verstand nicht zu lösen ist. Dabei hatte ich so viel Geduld … (drei Jahre?!)
    hi gerbera,

    dass zum scheitern einer beziehung immer zwei gehören, stimmt in den meissten fällen auch. nicht in allen. es gibt immer ein fehlendes gleichgewicht, dass zum scheitern einer beziehung führt: fehlende toleranz auf der einen seite, zuviel auf der anderen seite zum beispiel. wer hat den grösseren fehler in diesem fall gemacht ??? eine beziehung entwickelt sich immer, zum positiven oder negativen. unterwegs können beide partner unterschiedlich für diese entwicklung gesorgt haben.
    aber es gibt auch den zerstörerischen bzw. destruktiven anteil und den kann eine person von beiden ganz allein leisten. die zweite person wird mit nach hinten gezogen oder gezwungen, konsequenzen zu ziehen, die zu einer trennung führen. (m.E.nach) nicht selten behauptet der destruktivere teil, dass ihm genau so sehr am erhalt der beziehung liegt.

    deine persönliche einschätzung kann ich gut nachvollziehen. das problem habe ich selbst auch.

    ich habe darüber genauso nachgedacht wie du und bin auch noch nicht weiter...

    aber ich lasse mich nichtmehr auf laue kompromisse ein oder warte erst solange. probleme werden und dürfen nicht lange unausgesprochen werden, notfalls gehören sie sofort auf den tisch. macht sich eine gleichgewichtsschieflage bemerkbar, die sich als nicht korrigierbar (mangels besserer einsicht des einen oder anderen partner's, in diesem falle natürlich des anderen, denn ich gehe zu dem zeitpunkt schon davon aus, dass mein eigener beitrag einfach nicht akzeptiert wurde), so ziehe ich schon eine trennung in betracht. sie ist in beiderseitigem interesse dann wohl das beste.

    herrscht demzufolge ersteinmal chaos (zu deutsch: machtkampf), hat plötzlich jeder recht und das kann dann aber schon zu einem unrecht geworden sein. wenn jeder recht hat, lässt sich ebensowenig miteinander reden. statt dessen wird der spiess immer wieder hin-und hergedreht und sich dennoch nie geeinigt. wer dann recht hat bzw. den machtkampf gewinnt, wird auf andere weise entschieden, nämlich durch einen kompromiss, der auch nicht gerecht sein kann.

    lg
    lady_julia
    Geändert von Inaktiver User (13.11.2006 um 17:19 Uhr)

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