Antworten
Seite 5 von 52 ErsteErste ... 3456715 ... LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 512
  1. User Info Menu

    AW: Ketzerische Frage: Wieso soll Verknalltheit die Basis einer Beziehung sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also erklärt's dem Schrat: Warum eine Beziehung auf Verliebtheit aufbauen?
    Weil ich Leidenschaft in meinem Leben brauche (auf verschiedenen Ebenen). Und jemanden, mit dem ich die auch nach Durststrecken wieder entfachen kann. Wie könnte ich eine Leidenschaft entfachen, die noch nie dagewesen ist (weil ich meinen Partner rational gewählt habe)?

    Ich habe übrigens mal den rational richtigen Partner eingetauscht gegen einen, bei dem die Verliebtheit/Leidenschaft gesprüht hat. Und tatsächlich funktioniert das so für mich besser. Wie andere schon schrieben: Es trägt.

    Ein mir gut bekanntes Ex-Paar hat sich bei einer Partnerbörse kennengelernt und auch rational bestens zusammengepasst. Sie haben schnell zwei Kinder bekommen. Aber so funktioniert das Leben leider nicht - sie hatten eben unterm Strich gar keine wirkliche emotionale Verbindung und kämpfen heute, in ihrer Scheidungsphase, bis auf´s Blut um Geld und Kinder. Die wären ehrlich gesagt besser nie zusammengekommen.

    Bevor ich mit dem rational richtigen Partner mein leidenschaftsloses Leben verplempern würde, weil ich mich immer in die Falschen verliebe, würde ich eher ein paar Monate Zeit nehmen und an mit (therapeutisch) arbeiten. Ungünstige Muster kann man knacken - es hat ja Gründe, warum jemand immer auf die Falschen fliegt.
    Das größte Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.

  2. User Info Menu

    AW: Ketzerische Frage: Wieso soll Verknalltheit die Basis einer Beziehung sein?

    "Verknalltsein" ist an sich ja was Schönes und ich habe manchmal heimlich Leute
    bewundert, bei denen das so schnell und einfach (und immer wieder!) vorkommt...und
    meistens irgendwann geht.
    So bin ich nicht gestrickt-leider oder Gott sei Dank.
    Bei mir standen-vom frühen Teenageralter mal abgesehen- immer erst eine Zeitlang
    Freundschaft,Sympathie, Gemeinsamkeiten (und interessante Unterschiedlichkeit),
    vor allem aber Vertrauen im Vordergrund.Für mich die Basis weitergehende Gefühle
    erst zulassen zu können.War die Basis da,kam allerdings irgendwann auch Verliebtheit
    dazu, mit allem was man darunter so versteht
    Ich zäume sozusagen das Pferd von hinten auf und bin damit ganz gut gefahren.
    Rein rational eine Beziehung aufbauen, das ginge allerdings bei mir auch nicht.
    Es muss Anziehung da sein,auch körperlich,sonst könnte ich keinen Sex zulassen
    und genießen.
    Der Vorteil des langsamen Verliebens war bzw. ist bei mir: es hält.
    Bei meiner knapp 21 jährigen Tochter ist es genau anders rum: sie ist sehr leicht
    entflammbar und enthusiastisch, leider bisher immer nur temporär, eher kurzfristig,
    der Prinz wird oft ziemlich schnell zum grauslichen Frosch.....
    Ihr Glauben an Mr. Right ist trotzdem ungebrochen- Zeit hat sie ja noch.
    Mein 27jähriger Sohn ist in Liebesangelegenheiten so wie ich, bereits verheiratet und Vater.
    Ich glaube niemand kommt aus seiner Haut raus, wie man ist so ist man- und wenn man
    mit den Konsequenzen fertig wird ist es ok.
    Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
    kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
    wir waren

    Aharon Appelfeld

  3. Inaktiver User

    AW: Ketzerische Frage: Wieso soll Verknalltheit die Basis einer Beziehung sein?

    Zitat Zitat von gezeitenfrau Beitrag anzeigen
    "Verknalltsein" ist an sich ja was Schönes und ich habe manchmal heimlich Leute
    bewundert, bei denen das so schnell und einfach (und immer wieder!) vorkommt...und
    meistens irgendwann geht.
    So bin ich nicht gestrickt-leider oder Gott sei Dank.
    Bei mir standen-vom frühen Teenageralter mal abgesehen- immer erst eine Zeitlang
    Freundschaft,Sympathie, Gemeinsamkeiten (und interessante Unterschiedlichkeit),
    vor allem aber Vertrauen im Vordergrund.Für mich die Basis weitergehende Gefühle
    erst zulassen zu können.War die Basis da,kam allerdings irgendwann auch Verliebtheit
    dazu, mit allem was man darunter so versteht
    Ich zäume sozusagen das Pferd von hinten auf und bin damit ganz gut gefahren.
    Rein rational eine Beziehung aufbauen, das ginge allerdings bei mir auch nicht.
    Es muss Anziehung da sein,auch körperlich,sonst könnte ich keinen Sex zulassen
    und genießen.
    Der Vorteil des langsamen Verliebens war bzw. ist bei mir: es hält.
    Bei meiner knapp 21 jährigen Tochter ist es genau anders rum: sie ist sehr leicht
    entflammbar und enthusiastisch, leider bisher immer nur temporär, eher kurzfristig,
    der Prinz wird oft ziemlich schnell zum grauslichen Frosch.....
    Ihr Glauben an Mr. Right ist trotzdem ungebrochen- Zeit hat sie ja noch.
    Mein 27jähriger Sohn ist in Liebesangelegenheiten so wie ich, bereits verheiratet und Vater.
    Ich glaube niemand kommt aus seiner Haut raus, wie man ist so ist man- und wenn man
    mit den Konsequenzen fertig wird ist es ok.
    Du hast das super auf den Punkt gebracht, ich sehe das für mich auch so

  4. Inaktiver User

    AW: Ketzerische Frage: Wieso soll Verknalltheit die Basis einer Beziehung sein?

    Zitat Zitat von gezeitenfrau Beitrag anzeigen
    Für mich die Basis weitergehende Gefühle
    erst zulassen zu können.
    Aber wieso soll man Gefühle denn nicht zulassen wollen? Mir wär das zu kontrolliert.

    Und es gibt ja auch noch die Variante sich selten aber wenn dann schnell zu verlieben.

    Es gibt doch nicht nur die, die sich ständig immer wieder verlieben vs die, die Gefühle erst nach eingehender Prüfung zulassen wollen.

  5. User Info Menu

    AW: Ketzerische Frage: Wieso soll Verknalltheit die Basis einer Beziehung sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber wieso soll man Gefühle denn nicht zulassen wollen? Mir wär das zu kontrolliert.
    Ich finde sogar faszinierend, das zu können. Wenn ich ans Verlieben denke, kann ich mir kein bißchen vorstellen, wie ich das unter Kontrolle haben sollte. Hätte ich irgendeine Wahl gehabt, hätte ich mich wohl nicht in meinen heutgen Partner verliebt. Aber das hätte ich kein Stück kontrollieren können - bevor ich überhaupt gemerkt hab, dass ich mich verliebe, stand mein Herz schon in Flammen. Rational gesehen (damals) ein ganz falscher Weg - aber aus heutiger Sicht perfekt. Mein Herz wusste vor meinem Verstand, wo´s für mich am besten lang geht. Darum würde ich wohl auch wenn ich könnte (wie auch immer) es nicht unterdrücken wollen.

    Wobei ich mich jetzt auch nicht jede Woche neu verliebe und auch nicht jedes Jahr, mein Herz ist da schon treu. Es ist sicher anstrengend, wenn man sich dauernd verliebt und dem dauernd nachgibt. Aber unterdrücken? Also dass man das aussitzt bis es vorbei geht, ja - aber ich wüsste nicht, wie ich Verliebtheit beenden/aufhalten sollte.
    Das größte Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.

  6. Inaktiver User

    AW: Ketzerische Frage: Wieso soll Verknalltheit die Basis einer Beziehung sein?

    Zitat Zitat von uppla Beitrag anzeigen
    Klar ist das ein "junges" Phänomen. Versorgungsehen werden dieser Tage nicht mehr gebraucht und älter werden die Menschen auch - also die Zeit, die man mit dem nüchtern erwählten Partner verbringt, kann sich ganz schön ziehen, wenn beide über 80 werden...
    Genau. Natürlich kann die Erinnerung an den Rausch der Verliebtheit, die Leidenschaft des Anfangs, auch später noch tragen bzw. das ist dann das historische Fundament der Beziehung ("Weißt du noch...?").
    Die Frage ist ja: ist das unbedingte Voraussetzung, diese starken Empfindungen von Anfang an zu haben, und wie stark müssen diese Empfindungen sein. Relativ gesehen und absolut.

    Nie hatten wir mehr Freiheit, was die Partnerwahl angeht, wenn man an unwichtig gewordene gesellschaftliche Konventionen denkt, als heute.
    Aber gerade diese Freiheit würde es uns doch theoretisch erlauben, die Partnerwahl auch unter ganz anderen Gesichtspunkten zu betrachten und birgt auch die Frage, ob denn das Ideal "ein Partner bis der Tod uns scheidet" wirklich noch aktuell ist oder ob sich Partnerschaft als kurzlebigere Lebensform schon längst etabliert hat?
    Je älter wir werden und je wechselhafter unsere Lebensumstände sind, desto schwieriger wird es doch, den einen Menschen zu finden mit dem man sich gemeinsam entwickelt. Eigentlich finde ich das sogar ziemlich utopisch.
    Finde ich auch. Doch was ist die Konsequenz?
    Anerkennen, dass die leidenschaftlich-romantische Liebe eben endlich ist und, sofern sie keine Reifung und damit Transformation erfährt, schon das Drama für ein würdiges Ende impliziert (siehe Literatur: Romeo und Julia etc. pp.)?
    Sich verabschieden vom Ideal, welches auch noch für immer sein soll?

    Oder wirklich anerkennen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt?

    Was hier gerne als "Vernunftbeziehung" dargestellt wird, empfinde ich eher als anderen Einstieg in eine Beziehung.
    Auch Paare, die sich eher aufgrund rational empfundener Übereinstimmung, Sympathie und Fairness zusammen gefunden haben, können Leidenschaft für einander empfinden. Eben erst in dem Zusammenhang, wie sich die Beziehung vertieft.

    Das ist nicht besser und nicht schlechter - nur anders.

  7. Inaktiver User

    AW: Ketzerische Frage: Wieso soll Verknalltheit die Basis einer Beziehung sein?

    ..
    Geändert von Inaktiver User (28.11.2013 um 07:42 Uhr)

  8. User Info Menu

    AW: Ketzerische Frage: Wieso soll Verknalltheit die Basis einer Beziehung sein?

    Es hängt ja auch davon ab welchen Glückskonstrukt man in seinem Kopf trägt und welche Möglichkeiten man selbst hat (nicht jedem steht die ganze Welt stets offen..).
    Wenn zum Lebensentwurf, der das Glück verkörpern soll Eigentumshaus mit Garten, Mann, zwei Kinder und ein Hund gehören, dann muss Frau an irgendeiner Stelle Abstriche machen. Spätestens dann, wenn die Bilogie es befehlt.
    Wenn man dem Leben eher offen steht und der unverbindliche, spontane Typ ist, der keine solch feste Ziele anstrebt, liegt die Prioritätenskala etwas anders. Da kann man sich verlieben oder nicht. Da kann die Verliebtheit zu eine Beziehung führen oder nicht. Da kann alles kommen, alles sein.
    Es gibt dann nichts wichtigeres als Emotion, denn alles andere (materielle) bekommt man entweder alleine hin oder will es erst gar nicht.
    (Stichwort: Moderne und Freiheit)

    Vernunftsbeziehungen werden so genannt, weil sie vorerst genau das sind.
    (Wenn später "mehr" = Gefühle der Liebe und Anziehung, entsteht, sind es also keine Vernunftsbeziehungen mehr.)
    Man will halt seine Ruhe, sich verlassen, vertrauen können. Dinge erreichen, erschaffen, erarbeiten.
    Die Beziehung ist die sichere Basis, die all das ermöglicht. Sie wird vorasugesetzt.
    Ein Haus kaufen oder Kinder bekommen, kann man aber heutezutage auch ohne Mann/Beziehung.
    Ein Haus kaufen oder Kinder bekommen, entspricht auch nicht mehr den gängigen Wunsch jedes Menschen.

    Das ist der Unterschied zu "damals". Wobei die romantische Liebesgefühle absolut keine Erfindung der Moderne sind - das ist wirklich grob verallgemeinert. Die gab es schon immer! Dass viele Menschen heute wie damals aus Vernunfftsgründen zusammenkommen/heiraten, bedeutet lange nicht, dass die rein romantische Liebe nicht schon immer besungen und bewundert wurde. Oder dass nicht einige nur aus Liebe geheiratet haben oder eben gar nicht mehr. Es gibt eine Unmenge alte (traurige) Geschichten, die solche Themen behandeln.

    Daher ist die Frage: "Wieso soll Verknalltheit die Basis einer Beziehung sein?", ganz leicht zu benatworten:
    "Weil wir es können."

    Wobei wir eben nicht alle sind.

    Kaori

  9. User Info Menu

    AW: Ketzerische Frage: Wieso soll Verknalltheit die Basis einer Beziehung sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Anerkennen, dass die leidenschaftlich-romantische Liebe eben endlich ist und, sofern sie keine Reifung und damit Transformation erfährt, schon das Drama für ein würdiges Ende impliziert (siehe Literatur: Romeo und Julia etc. pp.)?
    Sich verabschieden vom Ideal, welches auch noch für immer sein soll?
    Warum werden immer diese 16-jährigen Teenager als Beispiel für dann letztendlich das scheitern des Ideals von romantischer Liebe genommen?

  10. Inaktiver User

    AW: Ketzerische Frage: Wieso soll Verknalltheit die Basis einer Beziehung sein?

    Zitat Zitat von Ozean_ Beitrag anzeigen
    Warum werden immer diese 16-jährigen Teenager als Beispiel für dann letztendlich das scheitern des Ideals von romantischer Liebe genommen?
    Frag ich mich auch. Noch dazu, wo sie ja nicht an sich und ihren Gefühlen gescheitert sind...

Antworten
Seite 5 von 52 ErsteErste ... 3456715 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •