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    AW: Eigenschaften, die zu Liebe führen

    Was mich in diesem Zusammenhang einmal interessieren würde, ist die Frage, warum
    Verlieben so oft nicht auf Gegenseitigkeit beruht?

    Müsste das, was bei dem einen Verlieben auslöst, nicht bei dem anderen spiegelbildlich genauso ausgelöst werden?
    Es macht doch evolutionsbiologisch keinen Sinn, wenn Verliebtheit so oft einseitig ist, denn dann kommt es seltener zu Fortpflanzungen.
    Und jemand, in den ich mich aufgrund seiner (genetisch bedingten) Zauberformel verliebe, der müsste sich doch auch von meinem biochemischen Minschungsverhältnis genauso angesprochen fühlen, oder übersehe ich hier was?
    Der Gipfel des Wahnsinns ist es, auf Veränderungen zu hoffen, ohne etwas zu verändern. A. Einstein

  2. gesperrt

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    AW: Eigenschaften, die zu Liebe führen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer sagt das? Auch auf den ersten Blick kann man sehr viel erkennen - die Intuition stützt sich auf sehr viele Informationen, die wir speichern und verarbeiten, und stehen dem bewußten Beurteilen nicht unbedingt nach. Das meinen nur viele, dass die Ratio da weit überlegen wäre, ist sie aber nicht.
    Lies Dir doch mal die vielen Posts in den Foren durch. Wenn Du Charakter direkt erkennen könntest, dann wären die Foren wohl kaum so besucht bzw. würde es nicht so viele Trennungen geben.

    Und das sich Interesse oder Kein Interesse schon sehr herauskristallisiert, das ist wissenschaftlich bewiesen.

    Es mag sein, dass sich Dein 1. Eindruck revidiert, aber dazu musst Du die Person noch weitere Male treffen. Und wenn es nicht gerade im Freundeskreis geschieht oder der Typ die gleiche Lieblingsdisko oder das gleiche Lieblingslokal hat, wirds schwierig.

    Ich schreibe vom 1. Eindruck, nicht vom Kennenlernen.

    Einen Ex habe ich auf der Feier einer damaligen Freundin kennengelernt. Als ich ihn zum 1. Mal gesehen habe, dachte ich, eingebildeter Gockel, noch dazu mit wenig Haaren (damals eigentlich ein No-Go). Hätte er mich in der Disko angesprochen, hätte ich ihm eine Abfuhr erteilt. Aber auf dieser Feier sind wir im Laufe des Abends ein paar Mal ins Gespräch gekommen. Die ersten 1 oder 2 Mal habe ich ihn einfach auflaufen lassen, weil ich keine Lust hatte, mit ihm zu quatschen. Er ist aber immer wieder auf mich zugekommen und irgendwann habe ich mich einfach auf ein Gespräch mit ihm eingelassen und wir haben uns super unterhalten.

    Seine Arroganz war in Wirklichkeit Unsicherheit. Aber das habe ich erst später rausgefunden.

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    AW: Eigenschaften, die zu Liebe führen

    Zitat Zitat von rosalack Beitrag anzeigen
    Was mich in diesem Zusammenhang einmal interessieren würde, ist die Frage, warum
    Verlieben so oft nicht auf Gegenseitigkeit beruht?

    Müsste das, was bei dem einen Verlieben auslöst, nicht bei dem anderen spiegelbildlich genauso ausgelöst werden?
    Es macht doch evolutionsbiologisch keinen Sinn, wenn Verliebtheit so oft einseitig ist, denn dann kommt es seltener zu Fortpflanzungen.
    Und jemand, in den ich mich aufgrund seiner (genetisch bedingten) Zauberformel verliebe, der müsste sich doch auch von meinem biochemischen Minschungsverhältnis genauso angesprochen fühlen, oder übersehe ich hier was?
    Nunja, aus evolutionsbiologischer Sicht ist sexuelle Selektion eine Form der intraspezifischen Konkurrenz . Soll heißen, Männchen und Weibchen konkurrieren untereinander um Zugang zu den "besten" Partnern. Und das bedeutet auch, dass z.B. ein bestimmtes Weibchen die beste Wahl für ein bestimmtes Männchen wäre, dieses jedoch unter all seinen Konkurrenten noch was tolleres im Angbot hat und sich für das beste Männchen entscheidet.

    Ist jetzt sehr krude und zoologisch formuliert, beim Menschen gehört da bestimmt noch mehr dazu, aber wohl eben auch das: Nur weil ich mich von jemandem angezogen fühle, weil er (biochemisch, genetisch, charakterlich... was auch immer) aus meiner Sicht toll zu mir passt, heißt das noch lange nicht, dass ich für ihn auch die ideale Ergänzung zu seinen Eigenschaften darstelle - es kommt auch auf meine "Konkurrenz" an. So gesehen ist auch einseitige Verliebtheit und sexuelle Anziehung kein evolutionärer Humbug, weil eben jeder Partner die Chance hat, aus dem gesamten Angebot potentieller Partner zu wählen - und wenn es dann bei beiden passt, ist die Chance hoch, dass der Nachwuchs ein großes Arsenal an begehrenswerten und überlebensfördernden Eigenschaften mitbekommt (denn darum geht es ja eigentlich, zumindest bei den Tierchen ).

    lg Radisi (die sich freut, dass ihr Studium auch mal zu was gut ist *g*)
    Du bist ein lebender Mensch, eine Frau, und kannst irren und zweifeln und gut sein. (Erich Fried)

  4. Inaktiver User

    AW: Eigenschaften, die zu Liebe führen

    Zitat Zitat von Mathilda67 Beitrag anzeigen
    Lies Dir doch mal die vielen Posts in den Foren durch. Wenn Du Charakter direkt erkennen könntest, dann wären die Foren wohl kaum so besucht bzw. würde es nicht so viele Trennungen geben.
    Dazu sag ich: man könnte es erkennen, wenn man nicht höchst aktiv verdrängen würde was da deutlich wird, aus vielerlei Gründen.

    Das sind dann die ebenfalls zahlreichen Fälle wo man hinterher lesen kann, dass der eigentliche Trennungsgrund von Anfang an da war, man wollte es nur nicht wahrhaben.

    Das der Verstand der Intuition überlegen ist ist ein Ammenmärchen.

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    AW: Eigenschaften, die zu Liebe führen

    Zitat Zitat von Radisi Beitrag anzeigen
    Nunja, aus evolutionsbiologischer Sicht ist sexuelle Selektion eine Form der intraspezifischen Konkurrenz . Soll heißen, Männchen und Weibchen konkurrieren untereinander um Zugang zu den "besten" Partnern. Und das bedeutet auch, dass z.B. ein bestimmtes Weibchen die beste Wahl für ein bestimmtes Männchen wäre, dieses jedoch unter all seinen Konkurrenten noch was tolleres im Angbot hat und sich für das beste Männchen entscheidet.

    Ist jetzt sehr krude und zoologisch formuliert, beim Menschen gehört da bestimmt noch mehr dazu, aber wohl eben auch das: Nur weil ich mich von jemandem angezogen fühle, weil er (biochemisch, genetisch, charakterlich... was auch immer) aus meiner Sicht toll zu mir passt, heißt das noch lange nicht, dass ich für ihn auch die ideale Ergänzung zu seinen Eigenschaften darstelle - es kommt auch auf meine "Konkurrenz" an. So gesehen ist auch einseitige Verliebtheit und sexuelle Anziehung kein evolutionärer Humbug, weil eben jeder Partner die Chance hat, aus dem gesamten Angebot potentieller Partner zu wählen - und wenn es dann bei beiden passt, ist die Chance hoch, dass der Nachwuchs ein großes Arsenal an begehrenswerten und überlebensfördernden Eigenschaften mitbekommt (denn darum geht es ja eigentlich, zumindest bei den Tierchen ).

    lg Radisi (die sich freut, dass ihr Studium auch mal zu was gut ist *g*)
    Ich finde es außerordentlich interessant, menschliche Beziehungen unter evolutionsgeschichtlichen Aspekten zu betrachten. Dazu ist es sinnvoll, mal einen Schritt zurück zu treten und größere Gebiete und größere Zeiträume zu betrachten. Und sich Fragen zu stellen wie ... welchen Sinn macht Liebe überhaupt für die Vermehrung? Wobei es leider oft so ist, dass Evolution falsch betrachtet und beschrieben wird. Evolution macht ja nichts, entscheidet auch nicht, sondern das sind Prozesse über seeeehr lange Zeiträume, die dazu führen, dass diejenigen sich besser vermehren, die zufällig Eigenschaften haben, mit denen man sich besser vermehren kann. Aufgrund der technischen Revolution und Entwicklung der Medizin spielen dabei natürliche Eigenschaften bei Menschen m.E. immer weniger eine Rolle. Es ist nunmal so, dass eigentlich nicht überlebensfähige Menschen in modernen Gesellschaften eher überleben. Durch moderne Medizin ist der Prozess der Selektion weigehend ausgeschaltet. Ich finde das alles sehr spannend.

    Bleibt die Frage .... werden sich Menschen, die sich leichter verlieben, mehr vermehren? Das wäre ja toll ... dann hätte dieser Planet die Chance, in 1.000.000 Jahren nur noch von liebenden Menschen regiert zu werden
    Tritt manchmal einen Schritt zurück und überlege Dir, was wirklich wichtig im Leben ist. Besonders, bevor Du mit Jemanden einen Streit anfängst.

  6. Inaktiver User

    AW: Eigenschaften, die zu Liebe führen

    Zitat Zitat von Andreas41 Beitrag anzeigen
    Bleibt die Frage .... werden sich Menschen, die sich leichter verlieben, mehr vermehren? Das wäre ja toll ... dann hätte dieser Planet die Chance, in 1.000.000 Jahren nur noch von liebenden Menschen regiert zu werden
    oh, liebe und verliebtheit sind aber keineswegs dasselbe!! das würde ich nicht so gleichsetzen!

    aber träum ruhig weiter

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    AW: Eigenschaften, die zu Liebe führen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    oh, liebe und verliebtheit sind aber keineswegs dasselbe!! das würde ich nicht so gleichsetzen!

    aber träum ruhig weiter
    Und wer vermehrt sich mehr .... Verliebte oder Liebende? ;-)

  8. Inaktiver User

    AW: Eigenschaften, die zu Liebe führen

    Zitat Zitat von rosalack Beitrag anzeigen
    Was mich in diesem Zusammenhang einmal interessieren würde, ist die Frage, warum
    Verlieben so oft nicht auf Gegenseitigkeit beruht?

    Müsste das, was bei dem einen Verlieben auslöst, nicht bei dem anderen spiegelbildlich genauso ausgelöst werden?
    Es macht doch evolutionsbiologisch keinen Sinn, wenn Verliebtheit so oft einseitig ist, denn dann kommt es seltener zu Fortpflanzungen.
    Und jemand, in den ich mich aufgrund seiner (genetisch bedingten) Zauberformel verliebe, der müsste sich doch auch von meinem biochemischen Minschungsverhältnis genauso angesprochen fühlen, oder übersehe ich hier was?

    Das ist mal echt eine interessante Frage!

    Ich sehe das auch so und für mich zeigt das unter anderem die Grenzen evolutionsbiologischer Erklärungsmodelle auf.
    Welche mich übrigens nerven.
    Nicht, weil ich das alles komplett anzweifle - sondern weil ich das einerseits als Diktat (so und nicht anders funktioniert's!), andererseits in seiner populärwissenschaftlichen Darstellung als allzu geeignet halte, sich eine bequeme, eindimensionale Antwort auf komplexe Fragen zu geben.
    Am Ende liegt es immer irgendwie an der Geneddig/Ewolutsion!

  9. Inaktiver User

    AW: Eigenschaften, die zu Liebe führen

    Zitat Zitat von Andreas41 Beitrag anzeigen
    Bleibt die Frage .... werden sich Menschen, die sich leichter verlieben, mehr vermehren? Das wäre ja toll ... dann hätte dieser Planet die Chance, in 1.000.000 Jahren nur noch von liebenden Menschen regiert zu werden
    Schön wärs!

    Hängt wohl auch davon ab, wie sich die Menschheit insgesamt entwickelt.

    Wenn man davon ausgeht, dass Liebe ein langfristiges Beziehungsengagement fördert, würde ich darauf tippen, dass sich die liebesfähigen eher vermehren. Weil Menschenkinder aufzuziehen eben lange dauert und damit eine gewisse Planung/Festlegung nützlich ist.
    Andererseits werden die schnell verliebten auch schneller Beziehungen eingehen und damit ihre Chancen ausgleichen.

  10. Inaktiver User

    AW: Eigenschaften, die zu Liebe führen

    Zitat Zitat von rosalack Beitrag anzeigen
    Was mich in diesem Zusammenhang einmal interessieren würde, ist die Frage, warum
    Verlieben so oft nicht auf Gegenseitigkeit beruht?
    Ich persönlich würde das dann nicht verlieben nennen.

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