Ja, klar, das gibt es. Es gibt ja auch nicht nur schwarz und weiss, sondern eine ganze Skala an Zwischentönen. Festhalten, ein Klaps auf ein Hintern, ein Biss in die Schulter, Fesselspielchen sind sicher weit verbreitet und schon ein Schritt weg vom "Blümchensex". Und das sind nur die körperlichen Aspekte, Dominanz und Submission gibt es ja auch ganz ohne sadistisch/masochistische Anteile im Sinne körperlicher Schmerzen.
Trotzdem war mir das doch etwas zu heftig: Ich glaube nicht viele Minderjährige halten es für normal, ihre erste richtige Freundin auf ihren Wunsch hin regelmäßig auszupeitschen. Selbst wenn sie offen für alles und sowieso begeistert sind, wenn es um Sex geht und sogar, wenn sie spüren, dass das gar nicht so schlimm ist, wenn es wirklich Spaß macht. Da wird auch ShadesOfGrey & Co. nicht viel dran geändert haben.
Eben, normalerweise nicht.
Es sind halt mehrere Aspekte: Ich war noch kein Mann. Ich konnte mit niemanden außer mit ihr darüber reden, es gab kein Internet oder dergleichen, um feststellen zu können, dass wir kein Einzelfall waren. Ihre Bücher und Filme ("Geschichte der O") waren Fiktion, die sie nachstellen und teilweise übertreffen wollte. Wollte ich überhaupt eine Freundin haben, die sich offenbar als angehende Sexklavin für jedermann sieht? Könnte ich sie vielleicht auf die "Spur der Tugend" führen und ihr beibrigen, das Schmusen auch schon mal genügen kann (ok, kann ich im nachhinein drüber Lächeln). War sie überhaupt so sicher, dass das das richtige für sie war und ihr guttat? Oder wiederholte sie nur irgendwelche Erfahrungen, die ihr gar nicht guttaten? Ihre Eltern waren geschieden, sie hatte keine einfache Kindheit, usw.
Aber ausschlaggebend war letztllich ihre Haltung, die sich schließlich entwickelte: Nimm mich, ich bin mit Haut und Haar Dein. Und das war mir einfach deutlich zuviel.
Nein, das konnte einfach nicht klappen. Damals jedenfalls mit mir nicht. Da hätte auch kein "Mentor" geholfen, der mich aufgeklärt und mir beiseite gestanden hätte.
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Thema: Dominante Männer
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26.11.2013, 12:58
AW: Dominante Männer
Geändert von Alaska (26.11.2013 um 13:02 Uhr)
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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26.11.2013, 13:16
AW: Dominante Männer
Alaska, ich habe in meiner Antwort nicht speziell von Dir gesprochen, natürlich ist es mit 16 etwas anderes als mit 30. Ich habe nur den Teil von Dir als Zitat genommen, weil Du geschrieben hast, "die meisten Männer sehen eine Sub entweder als Sexstück oder können ihr nicht weh tun, wenn sie sie lieben", das war mir zu verallgemeinernd.
Ich würde der TE auch raten nochmal in sich zu gehen und zu überlegen, was sie wirklich sucht. WENN sie zum Schluss kommt, dass das was sie will wirklich in Richtung BDSM geht, dann würde ich auch zusätzlich (im realen Leben kann man ja IMMER auch die Augen offen halten) in einschlägigen Portalen suchen. Ich habe dort ganz viele wunderbare Männer kennengelernt (intelligente, kultivierte, im Leben stehende Männer), Freundschaften sind entstanden. Man MUSS dort viel aussortieren, natürlich. Aber mit einem anständigen Profil ergeben sich nebst dem Mist eben auch gute Kontakte.
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26.11.2013, 13:28
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26.11.2013, 15:12Inaktiver User
AW: Dominante Männer
Das ist auch der Punkt, von dem ich meinte, der Mann sollte keine Zweifel haben.
Ich habe schon so viele, an und für sich tolle Männer kennengelernt, die sich anfangs ganz begeistert zeigten, irgendwann dann aber feststellen, dass es nicht wirklich ihrer Überzeugung und auch keiner tiefer sitzenden Neigung entspricht.
@Alaska
Das waren aber auch keine überzeugten BDSMler, sondern "normale" Männer, denen ich eine entsprechende Neigung zugetraut hätte.So selten scheint mir das jedenfalls nicht zu sein:
Zitat von 0Lina0
Das kenne ich von einigen Männern, dass ihnen vereinzelte Aspekte sehr zusagen, die Gesamtheit jedoch überfordernd wirkt, oder einen Gewissenskonflikt hervorruft.
Ich denke schon, dass es in Richtung BDSM geht... bin mir aber wie gesagt nicht 100% sicher, in dieser Szene gut aufgehoben zu sein.Ich würde der TE auch raten nochmal in sich zu gehen und zu überlegen, was sie wirklich sucht. WENN sie zum Schluss kommt, dass das was sie will wirklich in Richtung BDSM geht, dann würde ich auch zusätzlich (im realen Leben kann man ja IMMER auch die Augen offen halten) in einschlägigen Portalen suchen. Ich habe dort ganz viele wunderbare Männer kennengelernt (intelligente, kultivierte, im Leben stehende Männer), Freundschaften sind entstanden. Man MUSS dort viel aussortieren, natürlich. Aber mit einem anständigen Profil ergeben sich nebst dem Mist eben auch gute Kontakte.
Als ich damals in einem entsprechenden Portal unterwegs war, haben mich die vielen, teilweise echt extremen Vorlieben und Praktiken ziemlich abgeschreckt. Dazu kam dann noch diese Flut an eher unseriösen Anfragen. Ich hatte aber auch ein paar Kontakte, die vielversprechender waren, einer davon ganz besonders. Kurz bevor es hätte konkret werden können, habe ich aber einen Rückzieher gemacht... weil ich es plötzlich mit der Angst bekam.
Ich verstehe mich in dem Punkt selbst nicht, aber irgendwie erzeugt es eine Art Druck, mich so offen dazu zu bekennen, als würde ich mich damit unweigerlich zu etwas verpflichten, so wie "wer A sagt, muss auch B sagen".
Beim realen Kennenlernen habe ich mit solchen Ängsten keine Probleme. Aus diesen Grund habe ich mich bisher auch darauf konzentriert. So richtig erfolgreich bin ich damit aber auch nicht.
Das ist eine Zwickmühle, in der ich stecke
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26.11.2013, 16:05
AW: Dominante Männer
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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26.11.2013, 17:26
AW: Dominante Männer
Das ist das schöne am BDSM. Das sich aus vielen Teilen jeder sein eigenes Puzzle bastelen kann. Leider ist auch genau das für viele das erschreckende. Meist für Leute die eher starre Lebenssvorgaben gewöhnt sind. Dann heißt es plötzlich selbst zu entscheiden was man will, mag, nicht mag und warum... und alles ohne fertige Schubladen die einem sagen wie das am besten ist. BDSM erfordert meist ein frei machen davon darauf zu hören was andere sagen. Oft ist das der Knackpunkt wo sich entscheidet "kann ich das?" oder eher nicht.
Meine letzte Freundin hat 2 Jahre lang immer wieder mit diesem Punkt gekämpft. Mal war sie sich zu 100% sicher, mal zu 100% unsicher... meist aber etwas dazwischen.
Von heute auf morgen muss das auch niemand wissen. Wer "sich zeit geben" nicht mit "verdrängen" verwechselt, wird seinen Weg meist finden. In welche Richtung auch immer.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
(c) ASP
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26.11.2013, 18:39
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26.11.2013, 19:30
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26.11.2013, 19:34
AW: Dominante Männer
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26.11.2013, 19:49
AW: Dominante Männer
Meiner Meinung nach im Vorwege (also vor dem Kennenlernen) ganz. Die von dir geschilderten Dinge geschehen in Freiheit (Losgelöstheit von Anspruchs/Erfüllungsdenken) oder sie geschehen nicht. Es lässt sich nicht im Vorwege sagen, ob dieser Mensch a) all deine Wunschvorstellungen mitbringt (oder zumindest Ansätze zeigt), b) ob dieser Mensch diese nicht bei dir entwicklen könnte, obwohl er bisher gar nicht wusste, dass er der Typ dazu ist und c) ob ihr euch überhaupt ineinander verlieben könnt, selbst wenn er dir perfekt passend erscheint.
An ein Kennenlernen frei herangehen, auf das eigene Bauchgefühl hören und die Augen öffnen. Nicht viel anders, als auch Bindungen zu Menschen entstehen, die Freunde werden.. Oder die Bindung zum eigenen Kind. Nichts davon ist an Ansprüche gekoppelt, die es zu erfüllen gilt, bevor du überhaupt weißt, wen du vor dir hast. Womit ich nicht meine, dass jegliche Grundvoraussetzungen über den Haufen gewerfen sollten (bspw keinen Drogensüchtigen, keinen Schläger etc) - sondern das Fallenlassen des ganzen detailreichen Vorstellungsgerüstes.
Die Chemie muss natürlich stimmen, aber das tut sie automatisch (oder automatisch nicht), auch ohne detailreiche Anspruchshaltungen. Lass dich doch zur Abwechslung mal ganz unverkopft führen - von deinem Bauchgefühl.



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Mennooou
