Die Arbeit - insofern sie dich beglückt und mit der Anerkennung der Menschen belohnt - kann durchaus zu deiner "Beziehung" werden. (Würde das bei mir im Augenblick so sehen, auch wenn ich es keinesfalls als Dauerzustand wollte.)Zitat von Tiana
Männer, die dieses Modell leben, nehmen sich zumeist eine Frau, die sich von Beginn an damit arrangiert. Daraus ergeben sich mit der Zeit zwei Lebensformen:
a) Ein wohltemperiertes, zeitlich stark limitiertes Mit- oder Nebeneinander
b) Der Mann bekommt Gefallen am Zusammenleben mit seiner Frau, überdenkt seine Position und wendet sich verstärkt seiner Beziehung zu
Eine Frau wie Tiana, die ins Leben eines solchen Mannes knallt, wird zwar als an- und aufregend empfunden, aber auch als Bedrohung, die man immer wieder mal in die Schranken weist.
Daß sich daraus dennoch ein dauerhaftes Miteinander entwickelt, ist möglich, wenn man einander wie nebenbei unverzichtbar wird.
Rechnen würde ich damit jedoch keinesfalls.
Lg blow_up
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Thema: ich will zu dir
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09.11.2006, 14:02
AW: ich will zu dir
Das einzige Rohmaterial ist die Selbstbezauberung. (V. Nabokov)
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09.11.2006, 15:19Inaktiver User
AW: ich will zu dir
... lass, was du willst
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10.11.2006, 15:49
AW: ich will zu dir
tja, dann danke sehr für eure antworten.
ganz besonderer dank geht an michaela, die mir eine therapie geraten hat. lach....
jemand er ein komplexes "problem" hat bzw. sich gedanken um ein etwas komplexeres "ding" macht als die üblichen sachen "warum ruft er nicht an (innerhalb von 12 stunden)?" oder "Internetmann die 95." oder "bin ich zu schüchtern?", der gehört also therapiert?
*mitdem kopfschüttel*
Natürlich habt ihr recht. ich verschwende unter umständen energie, zeit, herzblut. aber das ich den ultimativen traummann verpasse, nur weil ich mich mit dem "abfinde" was ich momentan von jemandem bekomme, der mir wichtig ist, glaube ich nicht. die zeit scheint halt noch nicht reif für was ernstes, festes, verbindliches, für ein "wir" mit allem was dazu gehört....
vielleicht, ja, vieleicht will mir diese ganze story ja auch einfach nur das deutlich machen.
nicht mehr und nicht weniger....
tiMaybe I'm too young to keep good love from going wrong
But tonight you're on my mind so you never know
I'm broken down and hungry for your love with no way to feed it
Where are you tonight, you know how much I need it
Too young to hold on and too old to break free and run
__________________________________
Das Schwierigste am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf freundschaftlicher Basis (Woody Allen)
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10.11.2006, 19:24Inaktiver User
AW: ich will zu dir
Hallo Tiana,
solange du das Feuerwerk mitnehmen kannst, ohne weiter drüber nachzudenken, gibt es doch gar kein Problem.
Du darfst das halt nicht festhalten, eine Beziehung draus machen wollen, in irgendeine Form pressen, Zukunftsgedanken anstellen.
Und rechne jedes Mal damit, dass es das Letzte mal war mit dem Mann und er sich von heute auf morgen nicht mehr melden wird.
Ich lese aber jetzt schon raus, dass du es nicht locker nimmst und Schaden davon tragen wirst.
Mit dem Mann liebst du ins Leere.
Das ist eine hohe Kunst. Ob das deine Sache ist, weiß ich nicht.
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10.11.2006, 20:03
AW: ich will zu dir
du belügst dich selbst.
er genießt die Stunden ohne Gefühe, sonst hätte er logischer Weise über eine Beziehung gesprochen.tut er aber nicht, ganz im Gegenteil.
kennst du seine Freunde und Bezugspersonen ? kennst du seine Eltern / Geschwister ?
hat er dich gefragt, wann er endlich deine Familie mal kennenlernen darf ....?
nimmt er dich mit zu " offiziellen " Anlässen ???
ne, so toll kein kein Mann sein, dass ich mich derartig demütigen lasse......du bist sehr labil.
lagaluga
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11.11.2006, 10:15Inaktiver User
AW: ich will zu dir
Auch wenn es für ihn ein Feuerwerk sein sollte, er steht nicht auf dich. Du suchst mal wieder Nähe und Bestätigung beim falschen Mann.
Das wird aufhören, wenn du lernst, dir selbst zu genügen.
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14.11.2006, 19:41Inaktiver User
AW: ich will zu dir
Tiana, ich moechte Dir zu meinem Rat "Therapie" etwas sagen. Ich habe mich sehr kurz gehalten und deshalb koennte es ein wenig zynisch aussehen, das wollte ich nicht beabsichtigen. Sorry.
Hm, ich habe deshalb provokant den Vorschlag gemacht, um deutlich zu machen, wie wichtig es ist, dass Du bei DIR bleibst und etwas fuer DICH tust, Deinen eigenen Selbstwert erkennst und Dir auch Deine Angst vor Naehe mal anschaust.
Man kann es auch Lebenshilfe oder Beratung nennen, letztlich wirst Du aber fuer Dich sehr viel profitieren. Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass sich ansonsten vieles beim naechsten Mann wiederholen wird, immer das gleiche Muster und ich habe daruf keinen Bock gehabt. Meine Angst vor Naehe ist noch da, aber nicht mehr so gross, in meinen schlimmsten Zeiten habe ich mir Maenner ausgesucht, bei denen ich naemlich Naehe gar nicht richtig leben koennte.
Liebe Tiana, ich hoffe, dass es Dir bald besser geht...
liebe Gruesse !
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14.11.2006, 22:43
AW: ich will zu dir
wisst ihr, ich habe den arsch voll arbeit (ja, ich weiß, das haben andere auch). ich komme wunderbar alleine klar und schmeiße "den laden" alleine.
ich habe momentan (und das wird sich auch so bald nicht ändern) einfach keine zeit, keine kraft oder energie für irgendwelche therapien, beratungen oder ähnliches. zumal ich denke, dass jeder mensch nunmal eine gewisse entwicklung durchmachen muss bzw. auch mit seiner gesamten lebensgeschichte umgehen lernen muss.
ich kenne meine defizite und kann wenigstens mit offenen augen ins unglück rennen.
@cora...wenn ich labil wäre, hätte ich mir angesichts meiner derzeitigen lebenssituation (job, familie, gesudheit, etc.) schon längst nen strick genommen.
ja klar, die konstellation ist bequem für ihn, er nimmt sich nur das, was er braucht und lässt mich ansonsten außen vor. aber wenn ich so wahnsiinig viel wert auf mehr legen würde, würde ich dass doch auch zwangsläufig auch einfordern. danach ist mir aber gerade nicht. klar, ab und an hätte ich gerne ein paar alltagssituationen mit ihm. aber so wie sich unsere beiden leben gestalten, wird das selbst bei einer festen bindung nicht realisierbar sein. diesen tatsachen blicke ich realistisch ins auge.
aber die zeit die ich habe genieße ich....mit dem risiko mich wieder auf die fresse zu legen. und ja, wenn er es nicht wäre, wäre es ein anderer blöder kerl, der mir das herz brechen würde. ich bin vielleicht im moment nicht (oder nicht wieder) bereit für was anderes und fühle mich so sicher, weil man mir nichts antun kann bzw. nichts, was ich nicht vorher auch einkalkuliert habe.
das hört sich berechnend an? aber sicher doch.
wäre ich das nicht, würde ich unter gehen.
es ist schweirig, wenn die ganze welt von einem erwartet, dass man alles packt und einen so schnell nichts umhaut. da fällt es schwer schwäche zu zeigen und da fällt es schwer nähe aufzubauen, denn verletzungen tun a) weh und b) rauben sie mir persönlich die nötigen kräfte für mein sonstiges leben.
vielleicht bin ich ein emotionaler krüppel. aber wenn ich mich zu sehr "hingebe" würde, dann würde ich darin versumpfen, mich schlimmstenfalls für jemanden aufgeben und letzendlich niemals die dinge ereichen, die ich erreichen will um auch mit mir selbst glücklch zu sein. und mein persönliches glück definiert sich gerde eher über die bastelei an der karriere.
wäre doch schlimm, wenn jetzt mein prinz käme und eine familie wollte ;-)...hin und hergerissen zwischen gefühlen, zukunftsplänen in privater und beruflicher hinsicht, familienplanung evtl....
dann doch das kalkulierbare risiko.
und davon mal abgesehen, er geht sehr wahrscheinlich eh weg und dann ist das problem eh gelöst.
ich glaub ich werd ihm mal den link schicken, damit er sich das hier durchliest....
lg tiMaybe I'm too young to keep good love from going wrong
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15.11.2006, 00:05
AW: ich will zu dir
Liebe Tiana,
das, was du schreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Wie oft dachte ich, wie du, ach, es geht doch, manchmal ist es auch sehr schön, und ich bin doch cool genug, damit klar zu kommen, ich bin nicht schwach... Und überhaupt: Für eine echte Beziehung hätte ich sowieso keine Zeit...
Ich möchte damit nicht sagen, daß das alles für mich Vergangenheit ist, im Gegenteil. Gerade kommt alles wieder, all die alten Gefühle - mein Ex-Fast-Freund ist wieder aufgetaucht..., und auch ich frage mich: Was will ich eigentlich??
Ich weiß nicht, ob ich das hier schon gepostet habe. Ich habe mal in einer Zeitschrift was gelesen, was mich sehr beeindruckt hat: Daß es verschiedene Formen von Bindungsängsten gibt, eine, die offensichtlich ist: diejenigen, die beim kleinsten Problem wieder Schluß machen - und diejenigen, die sich einfach nur die 'aussuchen', die sie nie 'wirklich' wollen... Auf den ersten Blick erschien mir das unklar: Kann ich etwas dafür, wenn ich immer an so freiheitsliebende Männer mit den großen Leidenschaften (Musik z.B.) - neben denen ich keinen Platz hatte - gerate? Aber vielleicht bedeutet das, daß ich im Grunde Angst davor habe, daß jemand mich will, wirklich mich. Und daß dann ICH es wäre, die sich vielleicht mal eingeengt fühlt, die sich entscheiden muß: Will ich ihn überhaupt. Und vor allem: die mit einer festen Beziehung ein viel größeres Risiko eingeht: Von einer Affäre, egal wie geliebt sie war, verlassen zu werden, ist - auch meiner Erfahrung nach - wenig im Vergleich dazu, daß der feste Freund einen nicht mehr liebt - auf den ich mich einließ, den ich liebte, und bei dem ich vor allem zulassen durfte, ihn zu lieben...
Ein befreundetes Paar von mir kennt sich seit neun Jahren, seit einem Jahr sind sie verheiratet. Und nachdem ich in den letzten Monaten obiges Schema glaube bei mir entdeckt zu haben, tat es mir sehr gut, die beiden eine Weile im Sommer um mich zu haben, sie zu beobachten: zu sehen, wie sie miteinander umgehen: liebevoll, manchmal noch richtig verliebt, dann wieder kabbeln sie sich, planen ihren gemeinsamen Alltag, schneiden für den anderen Jobanzeigen aus - leben eben ein gemeinsames Leben. Bedingungslos. Ohne die Hintertür offen. Und ohne sich eingeengt zu fühlen.
Ich versuche gerade zu lernen, diesen Wunsche zuzulassen: Den Wunsch nach einer warmherzigen, ehrlichen Beziehung. Warmherzig hört sich kitschig an, und bis vor kurzem habe ich noch gelästert über meine Geschwister, die seit Jahren in festen Beziehungen sind. Das wäre mir viel zu eng, hab ich gesagt. Aber ich bin mir nicht mehr sicher, ob das wahr ist. Ob das nicht nur ein Schutz war, um sich selbst und anderen 'cool' vorzukommen.
Und ich habe die überraschende Erfahrung gemacht: Wenn ich mir selbst sage: Ja, ich wünsche mir langfristig eine warmherzige, liebevolle Beziehung. Ja, ich wünsche mir einen Freund. Nein, ich möchte nicht mehr nur Spannung und Kribbeln und doch zurückgewiesen werden - ich möchte das ganze Paket. Und bis das auftaucht, achte ich auf mich. - Dann fühlt sich das gar nicht schwach an. Sondern sehr stark. Und ehrlich.
Paß auf dich auf, Tiana. Du mußt selbst wissen, wieviel Energie du in deinem Alltag noch hast für eine Geschichte wie diese. Oder ob er dir wirklich etwas gibt - was die vergangene Verletzung, und wohl auch eine zukünftige, aufwiegen würde. Ich glaube nicht, daß du "das wahre Glück" verpaßt, wenn du ihn nicht verläßt - als ob morgen dein Traumprinz vorbeikäme, und du ihn nicht sehen würdest. Das ist Quatsch. Nur verpaßt du es vielleicht, dich selbst zu achten, und darauf zu achten, daß es dir gut geht... Das mußt du selbst wissen...
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15.11.2006, 10:32Inaktiver User
AW: ich will zu dir
aber wenn ich so wahnsiinig viel wert auf mehr legen würde, würde ich dass doch auch zwangsläufig auch einfordern.
>>Eben nicht, weil du weißt du kannst gar nichts von diesem Mann fordern, weil er dann weg ist.
ja, wenn er es nicht wäre, wäre es ein anderer blöder kerl, der mir das herz brechen würde.
>>Genau das ist ja dein immer gleiches Muster
Du suchst dir nicht den Mann, der gut zu dir ist, weil er deinen Wert erkennt.
aber wenn ich mich zu sehr "hingebe" würde, dann würde ich darin versumpfen, mich schlimmstenfalls für jemanden aufgeben und letzendlich niemals die dinge ereichen, die ich erreichen will um auch mit mir selbst glücklch zu sein. und mein persönliches glück definiert sich gerde eher über die bastelei an der karriere.
>>Hört sich nach einer Co-Abhängigkeit an. Hat nichts mit Liebe zu tun.
wäre doch schlimm, wenn jetzt mein prinz käme und eine familie wollte ;-)...hin und hergerissen zwischen gefühlen, zukunftsplänen in privater und beruflicher hinsicht, familienplanung evtl....
dann doch das kalkulierbare risiko.
>>Kein Mann will von heute auf morgen eine Familie mit dir. Da ist genug Zeit zum Planen.


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