@latona,Zitat von Latona
muss nicht sein, kann aber. beide wissen, dass sie einen arbeitsplatz zu verlieren haben...
welche risiken geht der mensch nicht ein, die er nie eingegangen
wäre, hätte er nicht plötzlich das gefühl, dass es ihm das ausnahmsweise einmal wert sein kann. ich stelle mir vor, dass gerade beziehungen solcher art besonders intensiv sind, wenn sie entstehen und eine grössere chance haben, es auch dauerhaft zu bleiben. allerdings kann ich nicht für mich persönlich sprechen, denn ich habe selbst keine entsprechende erfahrung gemacht. die beobachtung entstand in meinem umfeld.
sich aus vernunft zu überlegen, welche risiken man für sich selbst vermeiden möchte, ist klug und vorrausschauend.![]()
gruss
lady_julia
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Thema: wieviele finden .....
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09.11.2006, 17:01Inaktiver User
AW: wieviele finden .....
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10.11.2006, 10:58Inaktiver User
AW: wieviele finden .....
Der Spruch
ist in meinen Augen zuerst (rein rational gesehen) vernünftig und im gewissen Sinne auch eine Schutzreaktion.
Zitat von Latona
NUR:
Mal ehrlich, man sucht sich doch nicht aus, WO man sich verliebt, oder? Wenn der Blitz einschlägt, dann ist es eben so.
Wenn man einen Kollegen/Chef hat, den man toll findet und die Chemie stimmt, dann fände ich es schade, eine Beziehung (vielleicht sogar die große Liebe) sausen zu lassen, nur weil man auf diesem Grundsatz beharrt. Und wenn alle so denken würden, gäbe es überhaupt keine Familienbetriebe.
Zum Thema "Beziehungsende = neue Jobsuche":
Es wird ja quasi unterstellt, daß man sich IMMER im schlechten trennt, mit viel Streit und Haß, so daß man sich danach nicht mehr sehen mag und einen neuen Job suchen muß. Dem ist aber nicht so.
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10.11.2006, 11:54Inaktiver User
AW: wieviele finden .....
Wie das allgemein ist, kann ich nicht sagen. Ich habe erst eine meiner Partnerinnen bei der Arbeit (bzw. Studium, was der Situtation des täglichen Zusammengezwungenseins ja entspricht) kennengelernt, die übrigen: im Bus angesprochen, von einer Freundin verkuppelt, in der WG zusammengewohnt (und vorher nicht gekannt) und über eine Partnerbörse im Internet. Vielleicht ist es kein Zufall, dass ich über die letzte, gezielte Partnerwahl über das Partnerforum meine Frau gefunden habe, mit der ich nun schon viele Jahre sehr glücklich bin - während die anderen Partnerschaften immer vom Zufall bestimmt und irgendwie erzwungen waren: na ja, wenn er/sie mich schon fragt, probiere ich ihn/sie halt mal aus. Eine bewußte Wahl zwischen mehreren interessierten Partnerinnen scheint mir langfristig erfolgreicher zu sein. Die Arbeit und die Disko sind für mich Notlösungen, die nur von den Menschen begangen werden, die blind durch ihr Leben stolpern statt bewußt ihre Ziele zu verwirklichen.
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10.11.2006, 12:08Inaktiver User
AW: wieviele finden .....
Hilfe! Lange keinen solchen Bockmist mehr gelesen.
Zitat von Inaktiver User
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10.11.2006, 12:28Inaktiver User
AW: wieviele finden .....
eben genau, weil ich anderer meinung bin, schrieb ich die umfrage.
Zitat von Inaktiver User
der arbeitende mensch treibt sich zu etwa 85 % seiner tageszeit in seinem arbeitsumfeld herum, manche sogar nachts.
ein grosser teil unseres lebens spielt sich auf arbeit ab. ein grosser teil unserer energie wird durch den beruf gefordert. ein noch grösserer teil unserer emotionen wird dort wahrscheinlicher auf die probe gestellt, als da, wo wir uns seltener aufhalten. und der grossteil unseres verstandes setzt sich die meissten stunden des tages mit dem auseinander, was wir als unseren beruf ausüben. selbst rein körperliche arbeit funktioniert nicht sinn- bzw. zweckerfüllend ohne den einsatz unseres verstandes .
wenn zwangsläufig unserer berufliches umfeld zu dem uns am meissten bestimmenden bzw. prägenden umfeld wird (es sei denn, jemand hat absolut keine lust auf seinen job und verrichtet monotone tätigkeiten, doch selbst da begegnet er 8 stunden am tag menschen, die seine emotionen auf die probe stellen), so ist die wahrscheinlichkeit, dass dort auch beziehungen entstehen können, immer gegeben. aber eine solche beziehung ist doch dann nicht zwangsläufig die folge davon, dass jemand blind und planlos durch's leben gestolpert ist.
lady_juliaGeändert von Inaktiver User (10.11.2006 um 12:41 Uhr)
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10.11.2006, 13:02Inaktiver User
AW: wieviele finden .....
Die Beziehungen ergeben sich bei der Arbeit nicht, weil das eine Möglichkeit ist, sondern, weil es kaum andere Möglichkeiten gibt für Menschen, die die meiste Zeit bei der Arbeit verbringen. Und sich unter dieser Bedingung zu verlieben ist keine Partnerwahl sondern ein Zufall - weil man nimmt, was man eben vorfindet. Und das ist planlos.
Zitat von Inaktiver User
Mit wievielen Männern arbeitet die durchschnittliche Frau denn zusammen? Und wie viele davon kommen ernsthaft als Partner in Frage? Und wieviele von diesen sind schon gebunden? Wieviele bleiben übrig? Also nimmt sie einen von den weniger geeigneten. Selber schuld. Und dann dürfen wir hier im Forum wieder das Gejammer lesen: er geht fremd; seine Mutter ist scheiße; ich habe mich in einen andern verliebt; ich will Hugh Grant im Bett; usw.
Ihr macht werweißwasfürein Theater, wenn ihr Autos, Joghurt oder Kindersitze kauft, aber verliebt Euch in jemanden, nur weil er einfach da ist??? Da fahre ich lieber ein zufälliges Schrottauto und bin mit meiner mühsam gefundenen Frau so glücklich, wie vor meiner Heirat noch nie :-)
(Und nur, um da keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Sie hat mich ebenso herausgefiltert, ist sehr glücklich mit mir und teilt meine oben ausgeführe Meinung.)
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10.11.2006, 13:11Inaktiver User
AW: wieviele finden .....
so einfach ist es eben nicht.
Zitat von Inaktiver User
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10.11.2006, 15:00
AW: wieviele finden .....
Also ich muß nicht alles in meinem Leben bis ins letzte kontrollieren. Will ich auch gar nicht. Und meine Freunde lerne ich doch auch so kennen und suche nicht im Internet. Die Freundschaft zu meiner besten Freundin ist alles andere als erzwungen. Und wunderbar wertvoll. Wieso sollte ich nicht auch einen Partner durch "rumstolpern" kennenlernen?
Zitat von Inaktiver User
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10.11.2006, 15:17
AW: wieviele finden .....
@ Zeta
Klar, man kann sich nicht aussuchen, wo und in wen man sich verliebt. Es ist vielleicht auch eine Frage, wie man an seine Arbeit und seine Arbeitskollegen rangeht. Ich bin auf der Arbeit immer sehr sachlich und flirte nicht, denn ich bin dort eben in erster Linie zum Arbeiten und nicht auf Partnersuche. Ich bin auf der Arbeit gar nicht offen für die Liebe und ich finde das auch gut so. Ich bin auf der Arbeit auch viel zu wenig entspannt, um für Liebeleien offen zu sein. Das ist für mich etwas, wofür ich in meiner Freizeit bereit bin.
Natürlich trennt man sich nicht immer im Schlechten. Man sollte es aber realistischerweise einkalkulieren. Und selbst, wenn ich meinerseits meinem Ex nichts nachtragen würde, heißt das ja noch lange nicht, dass er mir deswegen auch nichts nachträgt. Und das Letzte, was ich an einem Arbeitsplatz brauchen könnte, wäre Mobbing durch einen verletzten Ex. Oder einen Ex, der aus Rache vertrauliche und persönliche Dinge über mich an Kollegen weitertratscht. Deshalb halte ich auch zu meinen Kollegen immer einen gewissen Abstand, um mich nicht unnötig angreifbar zu machen. Und was nun das Verhältnis mit einem Chef angeht – ich meine, da dürfte es ja wohl klar sein, wer seinen Hut zu nehmen hat, wenn die Beziehung zu Ende ist.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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10.11.2006, 16:09Inaktiver User
AW: wieviele finden .....
Latona,
ich gebe Dir völlig recht. Aber trotzdem glaube ich, daß auch DU Dich verlieben würdest, wenn es einen entsprechenden Kollegen geben würde.
Wenn man in einer Firma arbeitet, in der alle kühl zueinander sind, sich siezen und es keine privaten Plaudereien gibt, dann ist die Gefahr natürlich sehr gering, daß man sich verliebt. (soll im umgekehrten Fall natürlich nicht heißen, daß dann jeder mit jedem...)
Ich glaube sogar, daß Beziehungen, die am Arbeitsplatz entstanden sind, eventuell sogar länger halten als eine Disco-Bekanntschaft z.B.
Einen Kollegen kennt man bereits, weiß, wie er in gewissen Situationen reagiert (auch unter Druck). Man hat quasi Zeit, das Objekt der Begierde ein bißchen zu studieren und kennenzulernen. Ein Mensch, der tagtäglich 8-10 Stunden unter "Beobachtung"
des anderen steht, kann sich nämlich nicht auf Dauer verstellen.


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