Ich habe den Eindruck, dass du diese "Beziehung" mit deinem Freund nicht WIRKLICH hinterfragst. Oder irre ich mich, wenn ich sage, dass eine Trennung für dich doch eigentlich nie in Frage kam?Denn auf derartige Beiträge gehst du nicht ein.
Mir kommt es eher so vor, als versuchst du nur, möglichst gut mit den hingeworfenen Krümelchen klarzukommen und der Beziehung so gut es geht, Positives abzugewinnen.
Sollte ich dir da Unrecht tun, so tut es mir leid!
Letztendlich ist es natürlich eh deine eigene Entscheidung. Mir tut das nur so leid, weil man deinen Beiträgen entnehmen kann, dass es dir nicht wirklich gut geht. Und ein Mann sollte einem gut tun, nicht das Gegenteil.
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02.11.2013, 00:05Inaktiver User
AW: Drunter und drüber - wie haben wir eine Chance?
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02.11.2013, 07:45Inaktiver User
AW: Drunter und drüber - wie haben wir eine Chance?
..Lisalou, sehe ich genauso wie du
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02.11.2013, 09:49
AW: Drunter und drüber - wie haben wir eine Chance?
jede Geschichte unterscheidet sich und hinter Handlungen, die oberflächlich betrachtet scheinbar gleich sind, können sich ganz unterschiedliche Motive verbergen. Ich sehe das deshalb in diesem Fall nicht zwangsläufig als Krümelfütterei (und ich war auch lange Krümelfresserin)
Ich stelle mir das mal andersrum vor: da wäre ein Typ, der eigentlich ständig das Wort Beziehung bzw Statusansage im Hinterkopf hat und das nicht nur immer wieder, mehr oder weniger von hinten durch die Brust ins Auge, zum Thema macht, sondern auch in seinen nonverbalen Aktionen transportiert. Ich würde mich da vermutlich zunehmend eingeengt und unwohl fühlen, vielleicht lange ohne zu wissen, warum eigentlich. Wenn er dann "plötzlich" diesen gefühlten Würgegriff loslassen würde, dann könnte ich wieder durchatmen und dabei auch mal wieder selbst agieren, anstatt immer nur reagieren (zu müssen und es deshalb oft gar nicht mehr zu tun). Kurz - ich könnte dann auch wieder mehr mich selbst spüren und was ich eigentlich will und wenn mich die Sehnsucht packt, könnte ich der Ausdruck verleihen, ohne deshalb fürchten zu müssen, dass ich auch gleichzeitig für den entsprechenden Abstand sorgen zu müssen, den ich zum atmen brauche.
Ob das bei den beiden so war, weiss ich natürlich nicht. Aber es sind nicht immer nur bindungsängstliche Männer, es ist auch oft eine Dynamik zwischen zwei Menschen, an der jeder seinen Teil dazu beiträgt, die zu solchen Situationen führen.
Übrigens kann auch eine Verunsicherung aus früheren Erfahrungen zu einer Bindungsängstlichkeit führen, nämlich zu der Variante, in der zu viel und/oder zu früh an Sicherheitsgebungen des potentiellen Partners erwartet bzw eingefordert wird. Es gibt eben immer zwei Seiten einer Medaille.Geändert von Amelie63 (02.11.2013 um 09:53 Uhr)
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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02.11.2013, 10:18
AW: Drunter und drüber - wie haben wir eine Chance?
dem kann ich mich anschließen

wenn ich einen menschen bereits zu beginn in die enge treibe, dann lerne ich sicher nicht den wahren menschen kennen sondern versuche ihn zu etwas zu machen dass meinem idealbild entspricht. ich nehme also nicht wahr ob er so ist wie ich es mir wünsche sondern idealisiere ihn, mit dem ergebiss dass ich enttäuscht werden kann u. dafür dann vielleicht auch noch den anderen verantwortlich mache (weil er meine erwartungen an ihn nicht erfüllt hat).
wir kennen einen menschen nach ein paar dates sicher nicht, wir haben höchstens eine waage ahnung wer er sein könnte. nun können wir beschließen herauszufinden ob er dieser ahnung entspricht od. es lassen.
war er authentisch od. hat er versucht sich so zu präsentieren wie er dachte dass wir es erwarten? das merkt man oft erst später, nur muß man sich diese zeit wohl geben bzw. auch damit rechnen dass es nicht passen könnte.
nur wird er kaum autentisch sein können wenn wir ihn bereits zu beginn mit erwartungshaltungen eindecken, selbige ständig einfordern od. ihm deren ausbleiben sogleich negativ anhaften.
erstaunlich finde ich oft auch dass frauen immer wieder sagen "er soll einfach ehrlich sein damit ich weiß woran ich bin", aber damit dann so garnicht umgehen können/wollen. wenn ich zu etwas nicht ja sage, dann sollte man auch nicht erwarten dass ich es will. jeder hat doch die möglichkeit für sich zu entscheiden ob er darin dann ein nein sieht u. die sache lieber dabei belässt. stattdessen wird daraus aber lieber ein vielleicht gemacht u. das ja in der zunkunft geschoben.
kann natürlich sein, aber als grundlage würde ich das nicht hernehmen u. noch viel weniger den anderen dann vielleicht auch noch mit aussagen wie "du hast aber nie nein gesagt" zum sündenbock abstempeln. da fehlt mir irgendwie die selbstverantwortung für das was ich höre od. hören will.
wenn ich ein eindeutiges ja erwarte dann sollte ich, wenn das nicht kommt, zu mir stehen u. sagen "sorry, aber das ist dann eben nichts für mich". nur erwarte ich da zu beginn doch etwas viel, denn wenn sich herausstellt dass es nicht passt hat man(n) mit dem ja auch wieder die a****-karte gezogen, denn dann hat man ja was verspochen dass man nicht gehalten hat. so gesehen kann man es ja nur verkehrt machen, sagt man gleich ja verspricht man zuviel, sagt man nicht ja will man sich nur nicht festlegen. das dies sehr eindimensional ist sollten manche frauen vielleicht mal überdenken
Männer haben für jede Lösung ein Problem!
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02.11.2013, 10:39
AW: Drunter und drüber - wie haben wir eine Chance?
Stimmt Punto, das ist ein Aspekt, der immer wieder zu Irrungen und (Ver-)wirrungen führt: "bedenke was du fragst, es könnte eine Antwort kommen, die du nicht hören willst"
Zitat von Punto30
Ein weiterer Aspekt ist der, dass Wahrheit leider etwas zutiefst subjektives ist. d.h. es wird womöglich eine wahre Antwort auf eine Frage erwartet, die derjenige gar nicht geben kann, weil ER sich diese FRAGE gar nicht stellt.
Es ist sicher immer der Fall, dass wir, wie Punto es schön beschreibt, wenn wir uns verlieben, viel projizieren und sich das dann mit dem besseren Kennenlernen (meist unmerklich) verändert (warum dann nicht selten aus einer TÄUSCHUNG eine ENT-Täuschung wird, was aber deswegen noch nicht das Ende bedeuten muss). Drum finde ich es schon sehr wichtig, eine Wahrnehmung und Benennung meiner eigenen Wünsche und Bedürfnisse, unabhängig vom temporären OdB zu haben. Das ist die beste Prävention, um BRAUCHEN nicht mit LIEBEN zu verwechseln, denn aus dieser Verwechslung entstehen die meisten Verstrickungen mit ihren ganzen Leidensgeschichten.
Punto, das gibts umgekehrt aber auch zur Genüge, wenn auch mit anderen Kriterien entsprechend unserer Rollensozialisierungen. Ich war 13 Jahre kein Single, und dann vorübergehend Single und hab da eine ziemliche Verschärfung auf dem "Fleischmarkt" dahingehend bemerkt, dass viele Männer es sehr eilig damit haben zu checken, ob da sexuell was geht oder nicht. Und wenn ich mir die Zeit für ein kennenlernen nehmen wollte, iwurde ich desöfteren praktisch schlagartig nicht mal mehr mit dem A.. angeguckt, nach dem Motto "da investier ich lieber nix, wenn es nicht klar ist, ob sich das auszahlt" (in dem Sinne, ob dabei Sex rauskommt).so gesehen kann man es ja nur verkehrt machen, sagt man gleich ja verspricht man zuviel, sagt man nicht ja will man sich nur nicht festlegen. das dies sehr eindimensional ist sollten manche frauen vielleicht mal überdenken
Erst hielt ich das noch für eine Auswirkung der midlifecrisesgebäutelten mittelalterlichen Männer, aber das selbe kriege ich auch von jüngeren und sehr jungen zugetragen. Gerade auch von denen, die ihr Jagdrevier aufs Internet ausgedehnt haben. Dieses Medium bedient diese Konsum- und Erwartungshaltungen eben auch sehr gut.
Für mich ist das nur die umgekehrte und nicht weniger verkrampfte männliche Variante von dem, was hier so oft Thema zu sein scheint: erstmal checken, ob beziehungsmäßig was geht, bevor frau sich sexuell einlässt. Und auch hier sehr oft: entweder nix oder alles.
Auf der einen Seite wird das emotionale bzw. persönliche Einlassen als Engagement gesehen, bei dem was rauskommen muss, auf der anderen Seite ist Sex der Einsatz, der was bringen muss. In beiden Fällen steht für mich eine große Bedürftigkeit, die vll aufgrund des verschärft zunehmenden Konsumverhaltens aber nicht mehr gespürt bzw erkannt wird. Keine Ahnung. Ich kann mich täuschen.Geändert von Amelie63 (02.11.2013 um 10:52 Uhr)
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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02.11.2013, 11:13
AW: Drunter und drüber - wie haben wir eine Chance?
hallo amelie

da ist ganz sicher was dran, aber ich denke dass das problem vielschichtiger ist. frauen wollen angeblich öfter das "gesamtpaket" u. männer geben sich angeblich öfter mit "nur sex" zufrieden. ich würde beides aber im reich der mythen ansiedeln u. auch nicht generell auf alle männer/frauen münzen, hab auch erlebt dass männer bei frauen abgeblitzt sind weil sie beim ersten/zweiten date nicht eindeutig sexuell wurden od. frauen keine bez. wollen sondern nur unverbindliches irgendwas.
auf der anderen seite liegt aber natürlich auch eine unlogik in dem ganzen spiel. frau will angeblich das gesamtpaket, schließt aber zu beginn die komponente sex lieber mal aus. wenn sie aber das andere bekommt u. der sex sie dann nicht erfüllt, ist der rest doch meist genauso nicht für ein halten der bez. ausreichend. das ausklammern ist also auch nicht der weisheit letzter schluß, auch wenn ich die gründe dafür (siehe oben) natürlich verstehe.
ich denke das einfach mehr offenheit gut wäre, was aber eher nicht zu erwarten ist, siehe dein beispiel der sb's, die am ende ja hauptsächlich von der anonymität u. der möglichkeit des "schnellen abchecken" leben.
ich denke frau wie mann möchte ja eig. das selbe, jemanden finden mit dem eine bez. auf dauer führen kann.
ich bin mir sicher dass auch männer nicht dauernd sex mit anderen frauen wollen, sondern dass es auch für sie erfüllender und angenehmer ist sexualität mit einer partnerin zu leben, nur kommt es eben nicht selten vor dass nachher genau das nicht möglich ist. sie stehen hald einfach oft ehrlicher dazu dass sie darauf nicht verzichten wollen (dabei aber gleichzeitg sehrwohl die erwartungen an sich als partner erfüllen sollen). frauen tun da aus meiner sicht gern mal so als wäre das ja nicht so wichtig, stimmt meiner erfahrung nach aber nicht wirklich
der unterschied liegt also wohl mehr in der ehrlichen definition. frauen hoffen da wohl eher dass das nachher schon passen wird, männer möchten das dann wohl lieber wissen bevor sich drauf einlassen, was ja eig. nicht verwerflich ist, aber gern so hingestellt wird.
für beide entscheidet doch am ende das gesamtpaket, da sind sie sich wieder einig, also warum sollte man das zu beginn dann nicht auch offen sagen bzw. beide sich gegenseitig auch darauf prüfen? würde doch viel leid ersparen. aber da wird lieber angenommen, gehofft, spekuliert u. nachher kommt gern das böse erwachen bei dem beide verlieren.Männer haben für jede Lösung ein Problem!
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02.11.2013, 14:20
AW: Drunter und drüber - wie haben wir eine Chance?
OT an:
Punto, ich weiss es nicht, weil ich zeitlebens schon immer anders getickt habe und mich daher in diesen ganzen Überlegungen nicht wieder finde. Das ist mir alles zu berechnend, so oder so. Ich hab nie die Beziehug bzw DEN "Richtigen" gesucht und war vll gabs deshalb auch immer irgendwelche Beziehungen in meinem Leben, keine Ahnung. Mich hat immer die Neugier an anderen Menschen getrieben, mit denen was auch immer anzufangen - oder eben nicht, und nicht irgend ein Modell, eine Vorstellung, die ich im Kopf habe. So ist halt jeder Jeck anders...
Deine Signatur ist jedenfalls lustig
OT ausGeändert von Amelie63 (02.11.2013 um 14:24 Uhr)
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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05.11.2013, 15:46
AW: Drunter und drüber - wie haben wir eine Chance?
Heute gibt es tatsächlich Positives zu berichten! Wie vorgeschlagen hatte ich letzte Woche mit ihm geredet und ihm gesagt, dass ich mich freuen würde, wenn wir uns etwas häufiger sehen könnten, als es derzeit der Fall ist. Gleichzeitig hab ich im allerdings auch klar gemacht, dass die Initiative ruhig mal von ihm ausgehen könnte. Ehrlich gesagt habe ich mir keine großen Hoffnungen gemacht, ich wurde allerdings eines besseren belehrt. Er hat heute angefragt, ob ich am Freitag mal wieder früh Feierabend mache und ob ich dann Lust hätte mit ihm zu Essen, er kocht. Nachdem ich 10 Minuten vor lauter Freude durch mein Büro gehüpft bin, hab ich natürlich zugesagt
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Eine Trennung kam sowieso nie in Frage, da wir ja keine Beziehung haben. Aber davon abgesehen hab ich öfters daran gedacht, das Kapitel abzuharken. Nach dem Knatsch um die Beziehungsfrage wollte ich ihn wirklich sein lassen und hätte er es nicht mehrfach versucht, wäre von meiner Seite aus nichts mehr gekommen.
Das mit der Krümelfütterei sehe ich ähnlich... ich bin mir nicht sicher, was wirklich dahinter steckt und ob sein Verhalten Absicht ist, oder ob es teilweise zeitlich wirklich nicht anders möglich war. Klar kenne ich ihn erst kurz und bestimmt noch lange nicht gut genug, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er versucht mich "für schlechte Zeiten" gnädig zu stimmen oder gar mit mir spielt. Mag sein, dass ich mich irre, aber eigentlich ist er nicht der Typ dafür.
Ich hoffe, dass er sich nicht im "Würgegriff" gesehen hat. Wie bereits mehrfach gesagt, ich fand die Frage damals einfach angebracht und nicht zu früh. Es kann aber sein, dass er das völlig anders gesehen hat. Ich korrigiere - er hat es anscheinend völlig anders gesehen. In jedem Fall kommt derzeit wirklich viel mehr von ihm, fast wieder wie zu Anfang. Ich hab ihn in der ganzen letzten Woche nicht ein Mal von mir aus "kontaktiert", er hat von sich aus den Kontakt gesucht und letztendlich sogar ein Treffen vorgeschlagen. Entweder es liegt wirklich daran, dass ich ihm zu verstehen gegeben hab, dass mal was von ihm kommen muss und ich keine Lust habe, den Alleinunterhalter zu spielen, oder vielleicht an unserem letzten Treffen. Das war wirklich schön und sehr harmonisch, ich hatte anschließend auf jeden Fall ein paar Schmetterlinge im Bauch, er vielleicht auch? Egal woran es liegt, es kann auf jeden Fall so bleiben!
Ich muss zugeben: eine Aussage, die auch von mir hätte stammen können. Ich weiß auch gerne woran ich bin, egal um was es geht. Ansonsten dreh ich durch, weil ich alles im Kopf hin und her wende, drehe, biege und tot interpretiere. Klar ist die Enttäuschung groß, wenn die Antwort nicht so ausfällt, wie man sich das vorgestellt hat, aber alles ist besser als monatelang im Dunkeln gelassen zu werden - zumindest für mich. Ich hab ja auch Konsequenzen aus der Antwort gezogen und hab es als beendet gesehen, hätte er nicht gesagt, dass er nicht will, dass es beendet ist. Ich finde, der Interpretationsraum ist in dem Fall etwas berechtigt.
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05.11.2013, 18:30
AW: Drunter und drüber - wie haben wir eine Chance?
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.



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