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29.08.2013, 08:36Inaktiver User
AW: "Verlorene Männerseelen" retten – ich rätsele
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29.08.2013, 09:09
AW: "Verlorene Männerseelen" retten – ich rätsele
Au contraire, madame!
Bei der "Retter"-Dynamik geht es ja um Anmaßung. Die Retterin erhöht SICH. Nicht den Mann.
Deswegen ist die Lösung auch nicht, "größer" zu werden. Ganz im Gegentum. Die Lösung ist: "kleiner" zu werden. Von der Anmaßung zu lassen: "Ich weiß aber besser, wie du dein Leben am flottesten organisieren solltest."
Wie klein? So klein, bis sie ihm, den sie retten will, gleich wird.
(Dann darf die "Rettungsambition" aufhören)."Es gibt nirgends Schildkröten!"
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29.08.2013, 10:19
AW: "Verlorene Männerseelen" retten – ich rätsele
Ich bin auch der Ansicht, dass es damit zu tun, dass Frau nicht (genügend) gelernt hat, dass sie liebenswert ist OHNE dafür eine Leistung erbringen zu müssen.
Liebe muss quasi erarbeitet werden - und deshalb die Auswahl von Männern, an denen sich abgearbeitet werden kann.
Ja, das ist eine Selbstwertproblematik.
Allerdings halte ich es nicht für zielführend, gerade in diesem Zusammenhang wieder die "Leistungskeule" auszupacken. Denn das, was gelernt wurde, war ja gerade: "Du bist nicht gut genug, nicht wertvoll genug".
Dann zu sagen: "Arbeite, arbeite, arbeite an Dir" ist ja dann nur die (fatale) Wiederholung der fest sitzenden Leistungsstruktur.
Meiner Meinung nach geht es eher darum, sich immer mehr seiner Strukturen bewusst zu werden und auf diese aber mit einer gewissen Milde zu blicken. "Los-werden-wollen" funktioniert nicht, verändern und sich anders verhalten aber sehr wohl !
"Ach, da gefällt mir schon wieder ein Problembeutel. Muss das denn sein ? Ach nein, das kenn ich schon, will ich nicht mehr."
Und dann lässt man es.
Ich vermute stark, dass, wenn sich in diesem Punkt Entspanntheit eingestellt hat, man von den "Verlorenen" garnicht mehr "angesprochen" wird bzw diese ihren Reiz verlieren.
Und ich bin der Meinung, dass es durchaus beziehungsunfähige Menschen gibt - ob man selbst das ist oder der andere, lasse ich mal dahingestellt
, aber es gibt sie.
Grüsse
KaramellHinfallen
Wieder aufstehen
Krone richten
Weitergehen
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29.08.2013, 10:26Inaktiver User
AW: "Verlorene Männerseelen" retten – ich rätsele
Hallo Marvel,
ich habe "den Einen" vor acht Jahren gefunden. Es war aber nicht der Anfang, den man sich in romantisch verklärten Träumen vorstellt, denn mein Beuteschema war ja der unnahbare, sexy "lonely cowboy", an dem ich mir die Zähne ausbeißen muss. Dann kam einer von den netten und ich fühlte mich zwar wohl und geborgen bei ihm, aber verliebt war ich gar nicht. Und erotisch angezogen auch nicht. Negativ beeinflusst war ich natürlich durch meinen eigenen Anspruch, dass es in Herz und Bett gerade am Anfang sofort stimmen muss, weil es sonst sowieso sinnlos ist. Aber dann habe ich mich doch darauf eingelassen und einfach mal abgewartet, was passiert. Und konnte es nicht fassen: erstmalig fand ich einen echten Partner auf Augenhöhe, einen, der den Mut und die Ausdauer hatte, sich mit allem auseinanderzusetzen, was echte Partnerschaft ausmacht. Ich konnte auch offen mit ihm über das sprechen, was mir bei ihm fehlte. Natürlich war nicht alles eitel Sonnenschein und die Defizite haben sich auch nicht von heute auf morgen aufgelöst. An manchen arbeiten wir heute noch. Aber ich habe für mich erkannt, dass mir diese Partnerschaft gut tut, dass ich mich darin wirklich sehr zu meinem Vorteil entwickele und all die "Erwachsenenspielchen", die ich vorher immer gespielt habe (die auch irgendwie Spaß machen, aber auf Dauer so anstrengend und kräftezehrend sind!) sein lassen konnte.
Ich bin mit meinem mittlerweile Mann erwachsen geworden, ich kann zu dem stehen, was ich immer noch für Männer empfinde, die den oben genannten Kriterien entsprechen. Aber ich habe mich entschieden für ein Leben, in dem die Partnerschaft nicht ein täglicher Kampf, sondern eine gegenseitige Wertschätzung und Unterstützung ist. Mit allem, was auch an Nachteilen dazugehört.
Ich grüße dich sehr herzlich! Lilly
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29.08.2013, 10:26Inaktiver User
AW: "Verlorene Männerseelen" retten – ich rätsele
Seelsorge ist Dir ein Rätsel?
Ich finde,dass das in jede gut funktionierende Beziehung oder Freundschaft gehört.
Ohne Erwartungen,sondern ehrenamtlich.
Alles andere wäre unmenschlich.
Es gibt jedoch auch Grenzen.
Welche das sind,spürt jeder für sich selbst.
Sind diese erreicht,sollte man besser Abstand nehmen,sonst frisst es einen innerlich auf und man wird selbst zur "verlorenen Seele".
Seelsorge ist also eine nicht zu unterschätzende,risikobehaftete Tätigkeit.
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29.08.2013, 11:01Inaktiver User
AW: "Verlorene Männerseelen" retten – ich rätsele
"verlorene Männerseelen retten" klingt für mich sehr überheblich... erstens klingt es danach, als ob nur Männerseelen "verloren" im Sinne von schwach, verletzt, vielleicht noch mehr "nicht richtig funktionierend" sind und zweitens, als ob Frauen automatisch die besseren Menschen seien, die sich aber nicht "verschwenden" sollten, indem sie sich mit den "minderwertigen" Exemplaren abgeben.
Ich würde mal behaupten, jeder Mensch hat seine Defizite, egal ob Mann oder Frau. Es gibt Defizite, die fallen auf den ersten Blick nicht groß auf. Wenn jemand massive Schwierigkeiten hat, sich im Alltagsleben zurechtzufinden, einer geregelten Arbeit nachzugehen, sich und sein Umfeld zu pflegen etc. sehen wir das sofort. Wenn jemand Defizite hat, mit Geld umzugehen, kann er das vielleicht vor Außenstehenden vertuschen, genauso sieht es mit emotionalten Defziten aus. Man sieht sie vielleicht nicht auf den ersten Blick. Und manch eine/r will sie auch nicht sehen und schafft es auch, sie innerhalb einer Beziehung zu ignorieren und hat dadurch auch weniger Probleme.
Wenn zwei Menschen sich aber wirklich nahe kommen, sehen sie dadurch auch die gegenseitigen Defizite. Jetzt mit dem Finger darauf zu zeigen und sich abzuwenden, finde ich eigentlich nicht fair. Denn die meisten haben sich ihre Defizite nicht selber ausgesucht, sie sind leider im Laufe der Entwicklung zustande gekommen und machen den Betroffenen meistens am meisten zu schaffen, indem sie sie an einem erfüllten Leben hindern. Wie gesagt, man kann natürlich sagen "iieh, der andere hat ein Defizit, entweder bin ich so toll und zeig ihm, wie er das weggkriegt oder ein besserer Partner muss her". Oder man kann sich gemeinsam anschauen, woher das Defizit kommt, was es bewirkt und wie man gemeinsam damit umgehen kann, kurz gesagt, man kann den anderen so annehmen, wie er nun mal ist. Solange man aber nicht erst einmal SICH selber so annimmt wie man ist, nämlich auch mit dem einen oder anderen Defizit, ist man erst recht nicht in der Lage, den anderen in seiner "Unperfektion" anzunehmen.
Zu guter letzt möchte ich einfach noch den Gedanken einwerfen, was eigentlich ein "Defizit" ist, was der Maßstab dafür ist, wie "man" sein sollte und wer den festlegt? Vielleicht wäre es besser, sich selber und andere ohne Wertung zu sehen und viele Beziehungsprobleme würden gar nicht erst entstehen...
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29.08.2013, 12:08Inaktiver User
AW: "Verlorene Männerseelen" retten – ich rätsele
@Ambiva:
Nein, den Gedanken sie zu retten hatte ich nie. Ich habe die Frage der TE auch weniger auf den Aspekt des Rettens als eher auf den der "verlorenen Seelen" hin beantwortet. Ich wollte damit sagen, dass das Motiv, sich auf solche Männer einzulassen, nicht unbedingt immer nur der Wunsch nach Errettung ist, sondern manchmal auch der Wunsch, eine solch harte Nuss zu knacken;-)Geändert von Inaktiver User (29.08.2013 um 12:13 Uhr)
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29.08.2013, 13:18Inaktiver User
AW: "Verlorene Männerseelen" retten – ich rätsele
Man kann Dinge einfach beschließen und sie dann durchziehen, auch wenn man emotional dazu neigen würde, sie zu tun.
Kann man... z.B. wenn es sich um die Entscheidung handelt, den rotbackigen und eben nicht wieder den grünen Apfel , der nicht schmeckt zu kaufen. Das wäre ein sinnvoller, folgerichtiger Entschluss auf Basis rationaler Erwägungen.
Menschliche Emotionen verhalten sich anders. Ungeordnet, chaotisch scheinbar, aber stets der Genetik und Prägungg folgend.Will heißen: Beziehungsmuster sind unveränderlich, laut Fachfrauen/männern, laut Fachzeitschriften (Du siehst: Fachbegründungen)...
Dann hast Du Dich entschlossen, den netten, guten Mann zu nehmen (roter Apfel). Kommt um die Ecke tatsächlich ein grünbackiger Cowboy geritten, wärst Du entgegen Deiner bewussten und begründeten Entscheidung zu 98% wieder bereit, Dich von ihm ins Land der tausend Sterne entführen zu lassen. Vielleicht nicht sofort. Vielleicht nicht in 10 Jahren. Aber irgendwann schlägt das wieder durch und in der Gesamtschau wird das überwiegen, was Du nicht mehr wolltest.
Als ein Beispiel möchte ich das Liebesleben eines männlichen Psychologen (ca. 68 Jahre alt) anführen, der sich selbst schon zur Genüge analysiert hat, reflektiert ist und Selbiges noch tut und trotzdem: Immer die Frauen schlussendlich präferiert, die laut Analyse absolut ausgeschlossen wurden.Geändert von Inaktiver User (29.08.2013 um 13:26 Uhr)
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29.08.2013, 13:26Inaktiver User
AW: "Verlorene Männerseelen" retten – ich rätsele
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Unbedingt harte Nüsse. Wer mag denn keine kniffligen Rätsel?QUOTE]Ich wollte damit sagen, dass das Motiv, sich auf solche Männer einzulassen, nicht unbedingt immer nur der Wunsch nach Errettung ist, sondern manchmal auch der Wunsch, eine solch harte Nuss zu knacken;-)[/QUOTE
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29.08.2013, 13:37Inaktiver User



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