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  1. User Info Menu

    AW: Er ist vergeben, ist es zu spät?

    Danke ihr beiden Pacifique und Elliot Ja das fühlt sich für mich auch als der gangbarste Weg an. Ohne Lügen, weshalb ich den Kontakt einschränken will, aber auch ohne ihn unter Druck zu setzen.

  2. Inaktiver User

    AW: Er ist vergeben, ist es zu spät?

    Zitat Zitat von Papageia Beitrag anzeigen
    Danke ihr beiden Pacifique und Elliot Ja das fühlt sich für mich auch als der gangbarste Weg an. Ohne Lügen, weshalb ich den Kontakt einschränken will, aber auch ohne ihn unter Druck zu setzen.

  3. gesperrt

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    AW: Er ist vergeben, ist es zu spät?

    Zitat Zitat von Papageia Beitrag anzeigen
    Hallo Mathilda, danke für deine Antwort, ja da steckt viel wahres drin ....

    Tut immer noch weh sowas zu hören/lesen ....aber ich weiß ja selbst dass es stimmt. Dass manches nie ganz normal laufen wird, auch wenn sich schon so vieles gebessert hat ....
    Ist auch wirklich ein Punkt der es mir besonders schwer macht. Weil ich immer denke, jetzt hat er eine, mit der es wohl ziemlich unproblematisch läuft alles... warum soll ich mich da einmischen, habe nichts besseres zu bieten...

    Das weiß ich auch nicht. Wie das funktionieren soll ....
    Fühlt sich auch falsch an, sich aus der Freundschaft einfach so langsam "raus zu schleichen", wo wir doch immer ehrlich zueinander waren .... und ich kann mir auch nicht vorstellen dass er das so ohne weitere Erklärung hinnehmen wird ....

    Ich habe gedacht, dass ich ihm vielleicht sage, dass ich den Kontakt einschränken will .... weil bei mir da noch die alten Gefühle sind, die zwischen uns waren ....und es mir schwer fällt mit so viel Kontakt zu ihm.
    Ohne ihm zu sagen, dass ich mir jetzt eine Beziehung vorstellen kann, ohne Druck auf ihn auszuüben, einfach nur sagen dass die alten Gefühle noch da sind ....dass ich in ihn sehr verliebt war das weiß er ja ....
    Sorry, wenn ich zu offen geschrieben habe. Ich wollte Dir nicht weh tun. Aber es ist halt so, dass sich solche gravierenden Erlebnisse immer auf den Rest des Lebens auswirken. Auch wenn Du Dich jetzt stabil fühlst, kann es immer vorkommen, dass es Rückschläge gibt. Dass ist immer so, wenn man an Problemen arbeitet. Und Deine Probleme sind so einschneidend, dass Du sehr froh sein kannst, dass Du mit diesem Hintergrund schon so weit vorangekommen bist!!!!

    Ne, ne, so würde ich das nicht sehen. Du hast Dich zu bieten und in Dich hat er sich verliebt und ist es vielleicht immer noch. Und er wollte Dich als Partnerin. Er wusste, um Deine Vergangenheit und wird sich bewusst gewesen sein, dass er mit anderen Problemen konfrontiert wird als die, die er partnerschaftlich bisher schon kennengelernt hat. Er hat sich so in Dich verliebt, wie er Dich kennengelernt hat, mit Deiner Geschichte. Das war ihm aber egal, denn sonst wäre er nicht 2,5 Jahre treu an Deiner Seite geblieben. Das ist eine sehr lange Zeit. Ich wüsste nicht, wer so was machen würde, wenn ihm diese Person nicht besonders viel bedeuten würde!!!!

    Willst Du ihn jetzt mit Halbwahrheiten aus Deinem Leben bugsieren?! Einen Mann, der 2,5 Jahre an Deiner Seite war, der alles mit Dir geteilt hat, den Du so intensiv an Deinem Leben hast teilhaben lassen, wie sonst niemanden??? Ne, mach das nicht. Er hat die Wahrheit verdient.

    Weisst Du, ich bin nicht der Fan von späten Geständnissen, nicht, wenn man sich in eine Beziehung einmischt. Aber bei Eurer "Beziehung" und Deiner Geschichte, sehe ich das anders.

    Ich hoffe, Du findest eine für Dich lebbare Lösung. Auch wenn Du ihn damit erst mal in eine schwierige Situation bringst, denke ich, dass er die Wahrheit wissen sollte. Damit er für sich entscheiden kann, wie er sein Leben weiterleben möchte. Für die besten Entscheidungen braucht es eben auch alle Infos, die es gibt.

  4. Inaktiver User

    AW: Er ist vergeben, ist es zu spät?

    Zitat Zitat von Almare Beitrag anzeigen
    Liebe Papageia,

    wenn man als Kind Mißbrauchsopfer ist, hat man kaum eine Wahl sich aktiv zu schützen. Schutz entsteht durch entziehen, durch nicht provozieren, etc. Das prägt vor allem die Beziehungen in denen es um was geht.
    Wenn Du Dich stark genug fühlst, würde ich den aktiven Schritt gehen. Das ist auch Selbstsorge.
    Wenn nicht, dann lass Dir Zeit. Ich glaube nur, die Gedanken, was es in seiner Beziehung auslösen könnte, sind aus einem alten Gedankenschema heraus gedacht. Wichtig ist, was Dir heute möglich ist. Du musst keine Verantwortung für ihn und seine Beziehung übernehmen. Langsam aktiv zu werden hast Du durch die Ehrlichkeit sehr gut umgesetzt. Jetzt kommt die Hürde des Handelns, also nicht mehr des 'nicht handelns' sondern des 'vorwärts gehens'. Mach das in Deinem Tempo, dann wird es gut.
    Liebe Grüße,
    Almare
    Wenn ich dich richtig verstanden habe, indem was du schreibst:

    Es gibt Situationen, in denen kann man eben nicht immer so handeln, wie einem gerade so ist und wie es für einen selbst das Beste ist. Es wäre der Idealfall. Manchmal ist es auch egoistisch.
    Manchmal muss man auch Rücksichten nehmen auf andere Menschen/andere Beziehungen/auf geänderte Situationen.
    Da kann man nicht durchs Leben gehen wie die Axt im Walde.
    (Ich beziehe mich vor allem auf deinen Satz, dass die TE keine Verantwortung für ihn und seine Beziehung übernehmen muss.)

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    AW: Er ist vergeben, ist es zu spät?

    Hallo Almare,

    danke fürs schreiben.
    Ja sicher ist es so, alles was man erlebt hat und im Leben irgendwie bedeutend war, im Guten wie im Schlechten...das prägt einen und prägt auch das Verhalten, manches muss man mühsam wieder umlernen.

    Bei all dem hadern ist sicher viel altes noch dabei ....Gedanken wie, darf ich überhaupt Bedürfnisse haben? Darf ich die überhaupt äußern? Darf ich selber einen Willen haben und mir was wünschen? Darf es sich schön anfühlen mit einem Mann?
    Ja das taucht immer wieder auf, auch was du geschrieben hast, das gelernte Vermeiden, Stillhalten .... Muss man dann halt alles versuchen zu trennen, was ist heute aktuell und was gehört in frühere Jahre, was sind Ängste/Gefühle/Sorgen die damals passten, aber heute nicht mehr nötig sind...
    Habe versucht das alles hier großteils raus zu lassen ....ist ja keine Therapiestunde hier

    Und ich denke das meiste was ich hier geschrieben habe ist auch "normal", so würde es manch anderen mit anderem Hintergrund vielleicht auch gehen. Ich bin ja auch mehr als nur das was mir früher passiert ist, heute zum Beispiel bin ich eine Frau die in einen vergebenen Mann verliebt ist und das ist vielleicht eine Situation die auch bei anderen Frauen mit weniger traumatischen Hintergrund ein Gefühlschaos und viel hin und her im Kopf anrichten könnte



    Wenn Du Dich stark genug fühlst, würde ich den aktiven Schritt gehen.
    Ich werde wohl den oben beschriebenen Mittelweg gehen, und auch das ist für mich schon ziemlich "aktiv"

    Grüße, und gute Nacht zusammen!

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    AW: Er ist vergeben, ist es zu spät?

    Pacifique,

    wenn jemand mißbraucht worden ist, vor allem in jungen Jahren, steht eine (abhängige) Beziehung auf dem Spiel. Abhängig deshalb, weil man als Kind ja nicht einfach gehen kann. Je wichtiger die Bezugsperson ist, um so mehr fühlt man sich in der Verantwortung, was das 'öffnen und daraus entstehenden Konsequenzen' betrifft.
    Deshalb entsteht schnell ein hohes Verantwortungsgefühl für Andere auf eigene Kosten. Das wollte ich zu bedenken geben. Von Egoismus oder die Axt im Walde ist das weit entfernt, das kann man aus all den Postings deutlich heraus lesen. In dem Fall ist es gut, die Verantwortung wieder an die Menschen zurück zu geben, die damit durchaus umgehen können (sollten), anstatt sie weiterhin vorsorglich zu übernehmen. Ich sehe nicht, warum der Freund plötzlich vor Ehrlichkeit geschützt werden müsste, blos weil er eine andere Beziehung eingegangen ist. Bisher konnte er wohl sehr gut damit umgehen. Das beschützen wollen der 'anderen' Beziehung sehe ich eher ktitisch, weil hier wieder alte Muster aktiviert werden.

    LG,
    Almare

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    AW: Er ist vergeben, ist es zu spät?

    Er wusste, um Deine Vergangenheit und wird sich bewusst gewesen sein, dass er mit anderen Problemen konfrontiert wird als die, die er partnerschaftlich bisher schon kennengelernt hat. Er hat sich so in Dich verliebt, wie er Dich kennengelernt hat, mit Deiner Geschichte.
    Ja Mathilda das stimmt wohl.
    Nur sind es natürlich auch immer zwei Paar Schuhe .... sich etwas theoretisch bewusst machen, und es dann andererseits tatsächlich zu leben. Wer weiß, vielleicht wäre ihm das in einer richtigen Partnerschaft doch auch alles zu viel geworden mit mir, im Alltag und wenn immer wieder Probleme auftauchen... Er war verliebt und er wollte trotz allem eine Beziehung mit mir, glaube ihm auch dass er das völlig ernst gemeint hat. Aber es richtig zu leben im Alltag, wäre vielleicht anders gewesen .... wer weiß.
    Wenn er jetzt noch Single wäre .... dann hätte ich mir gedacht, wir versuchen es eben. Wenn es nicht geht, wenn es ihm zu anstrengend wird, dann können wir immer noch Konsequenzen draus ziehen. Einen Versuch wärs ja wert ....
    Nur jetzt ist er eben NICHT Single und einfach mal versuchen, geht nicht.
    Es würde bedeuten dass er dafür eine Beziehung aufgibt, eine die vielleicht leichteres Leben und Lieben versprochen hätte.



    Willst Du ihn jetzt mit Halbwahrheiten aus Deinem Leben bugsieren?! Einen Mann, der 2,5 Jahre an Deiner Seite war, der alles mit Dir geteilt hat, den Du so intensiv an Deinem Leben hast teilhaben lassen, wie sonst niemanden??? Ne, mach das nicht. Er hat die Wahrheit verdient.
    Ich verstehe was du schreibst, und ja diese Gedanken habe ich ja auch selber
    Aber ich habe letzten Endes doch zu viel Angst davor, dass er was für mich aufgibt, die Angst ihm etwas zu zerstören und es nachher nicht "wert gewesen" zu sein, im Sinne von, dass es mit uns einfach nicht klappt ....
    Oder er ist im Grunde glücklich mit der Situation wie sie jetzt ist, und dann komme ich an und bringe alles wieder durcheinander, klar wenn man 2,5 Jahre so intensiv mit jemandem verbunden war, wird das wohl etwas in Aufruhr bringen so ein Geständnis... und in einer so frischen Beziehung könnte das was kaputt machen.

    Für mich fühlt sich dieser Mittelweg grad richtig an.
    Ich weiß es sind irgendwo Halbwahrheiten ....aber ich will ihm auch die Chance geben mit seiner Freundin ganz normal glücklich zu sein/zu werden, ohne nach einem halben Jahr an zu kommen und vielleicht durcheinander zu bringen.

    Ich geh jetzt mal schlafen
    Nacht!

  8. Inaktiver User

    AW: Er ist vergeben, ist es zu spät?

    Zitat Zitat von Almare Beitrag anzeigen
    Pacifique,

    wenn jemand mißbraucht worden ist, vor allem in jungen Jahren, steht eine (abhängige) Beziehung auf dem Spiel. Abhängig deshalb, weil man als Kind ja nicht einfach gehen kann. Je wichtiger die Bezugsperson ist, um so mehr fühlt man sich in der Verantwortung, was das 'öffnen und daraus entstehenden Konsequenzen' betrifft.
    Deshalb entsteht schnell ein hohes Verantwortungsgefühl für Andere auf eigene Kosten. Das wollte ich zu bedenken geben. Von Egoismus oder die Axt im Walde ist das weit entfernt, das kann man aus all den Postings deutlich heraus lesen. In dem Fall ist es gut, die Verantwortung wieder an die Menschen zurück zu geben, die damit durchaus umgehen können (sollten), anstatt sie weiterhin vorsorglich zu übernehmen. Ich sehe nicht, warum der Freund plötzlich vor Ehrlichkeit geschützt werden müsste, blos weil er eine andere Beziehung eingegangen ist. Bisher konnte er wohl sehr gut damit umgehen. Das beschützen wollen der 'anderen' Beziehung sehe ich eher ktitisch, weil hier wieder alte Muster aktiviert werden.

    LG,
    Almare
    Natürlich sehe ich, dass es für die TE sehr problematisch ist. Aber deshalb muss sie dennoch Rücksicht drauf nehmen, dass der Freund eine andere Beziehung eingegangen ist und deshalb kann sie auch nicht drauf pochen, dass alles für sie jetzt frei geräumt wird.
    Der Mann hat schließlich auch sein Leben und die Freundin darf auch nicht gleich verprellt werden.

    Papageia scheint allerdings auf dem richtigen Wege zu sein.

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    AW: Er ist vergeben, ist es zu spät?

    Liebe Papageia,
    ich wollte Dich gewiss nicht in eine Schublade stecken, wenn das so angekommen ist, sorry.
    Jede/r von uns muss immer wieder die vergangenen Erfahrungen von dem jetztigen Erleben trennen,
    wie Du schreibst. Wer Missbrauch erlebt hat, hat es da allerdings besonders schwer, weil Liebe und Agression vermischt sind und Liebe eben nicht Liebe war.
    Ich finde, Du hast so viel Stärke und Überlebenswillen, sonst wärst Du jetzt nicht an dem Punkt, wo Du bist.
    Sei stolz auf Dich. Du hast keinen Makel, Du hast es allerdings in manchen Punkten schwerer als Andere. Dafür kannst Du aber nichts.
    Und normal gibt es nicht, jede/r hat sein Päckchen, die einen mehr, die anderen weniger. Die Logik der Aufteilung hat sich mir bisher nicht erschlossen...bleibt letztendlich nur, damit zu leben und lernen, zum Leben 'Ja' zu sagen. Das ist das Schwierigste überhaupt, oder? Weil 'Ja' heißt ja nicht Ablenkung. Ich finde jedenfalls, Du machst das richtig gut.
    LG,
    Almare

  10. User Info Menu

    AW: Er ist vergeben, ist es zu spät?

    Pacifique,

    es geht doch nicht ums darauf pochen, sondern darum, sich zu zeigen mit dem was da ist. Und darauf zu vertrauen, dass der
    Andere damit umgehen kann und trotzdem für sich selber die richtigen Entscheidungen treffen kann.

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