Ich beobachte eher (und hab das auch selbst erlebt) dass das durchaus versucht wurde und gescheitert ist und irgendwann lässt man es dann eben bleiben. Und passt sein Beuteschema den Erfahrungen an, das seh ich jedenfalls häufiger als dass jemand von vornherein irgendwas kategorisch ausschließt, das kenn ich so weniger in meiner Umgebung. Auch wenn ich weiß dass es Frauen in meinem Alter gibt für die Automarke und Frisur immer noch die wichtigsten Partnerwahlkriterien sind - aber denen kann man dann genauso wenig helfen wie Männern die nach Körbchengröße selektieren...
Klar kann man sagen, man hat seine Unbeschwertheit verloren - aber andererseits ist es ja auch nicht sinnvoll, nix aus seinen Erfahrungen zu lernen. Das ist immer eine Gratwanderung zwischen offen bleiben und den gleichen Fehler immer wieder machen.
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Thema: Es kommt kein Mann mehr...
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16.07.2013, 16:22Inaktiver User
AW: Es kommt kein Mann mehr...
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16.07.2013, 16:23Inaktiver User
AW: Es kommt kein Mann mehr...
Ich stimme beim dem strukturellen Problem weitgehend zu, aber das allein die Schoenheit zaehlt, glaube ich nun weniger. Der Karrieremann will oftmals eine Frau, die irgendwie repraesentieren kann. Dazu muss sie zwangslaeufig gebildet sein, aber er bevorzugt, dass sie ihm bei der Karriere nicht in die Quere kommt. (Mir ist klar, dass ich dies ueberzeichne, aber es geht in die richtige Richtung.)
Es faengt schon beim Kennenlernen an, dass man z.B. bei einem grossen Bildungsgefaelle oftmals aneinander vorbeiredet, und eine halbwegs ausgewogene Beziehung in diesem Fall kaum moeglich ist. Bei meinen Frauen gab es daher fast eigentlich nur eine Konstante: Den Hochschulabschluss.
Auch in einem weiteren Umfeld sehe ich dies recht deutlich: Soziale Schichten, auch vom Bildungsniveau, bleiben weitgehend unter sich.
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16.07.2013, 16:31Inaktiver User
AW: Es kommt kein Mann mehr...
Ich glaube nicht, dass es ein reines Vorurteil sein muss, das Beziehungen wo die Frau gebildeter ist als der Mann nicht so recht funktionieren, es hat für mich viel mehr damit zu tun was du hier schreibst: was brauch ich denn wirklich um mich in einer Beziehung wohlzufühlen.
Ich glaub der größte Knackpunkt sind die Erwartungen an Kommunikation und kulturellem Interesse - beides ist für Frauen tendenziell wichtiger, und je ungebildeter ein Mann ist desto weniger wird sie da bekommen was sie braucht.
Eine Beziehung zu einem Mann, der lieber Holz hackt und Motorrad fährt als mit in die Oper zu gehen und zu diskutieren ist auf Dauer für viele "erfolgreiche" Frauen nicht das was sie wollen und auch brauchen um sich wohlzufühlen - da kann er noch so herzensgut sein. Die scherenschnittartige Darstellung bitte ich zu entschuldigen, ich denke jeder versteht worum es geht.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Auch klar.
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16.07.2013, 16:36Inaktiver User
AW: Es kommt kein Mann mehr...
Was ja auch keine reine Bösartigkeit der Männer ist: es ist auf Dauer eben auch verdammt anstrengend eine Beziehung zu führen wenn beide extrem gefordert sind im Job. Dass es verlockend ist dann jemand zu haben der einem daheim den Rücken frei hält find ich durchaus nachvollziehbar, deshalb muss sie ja keine dumme Nuss sein.
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16.07.2013, 16:53
AW: Es kommt kein Mann mehr...
Das ist in unserem Alter so und sicher eine schwierige Gratwanderung.
Ich sehe solche Verpaarungsversuche aber sehr selten.
Ich kenne ich nur zwei Paare, wo es geklappt hat.
Bei dem einen Paar ist es "nur" das Materielle, dass ein sehr starkes Gefälle aufweist, bei dem Zweiten primär der (Aus-)Bildungshorizont.
Ich kenne allerdings persönlich aber auch kein Paar, wo der Mann "sehr viel weiter oben" rangiert als seine Frau.
Was Kommunikation angeht, naja. Ich erlebe viele Menschen um mch herum, die sehr kommunikationsstark sind, diese Kommunikation aber nicht in lupenreinem "elaboriertem Code" abwickeln. Ich mag die sehr, die haben oft "das Herz auf dem rechten Fleck" und "machen aus ihrem Herzen keine Mördergrube".
Kulturelles Interesse wurde in uns allen ja irgendwann mal geweckt oder eben nicht.
Und man kann da auch als Erwachsener noch viel kennen- und dazu lernen, wenn man das will.
Ich habe eine liebe Freundin, die mir sehr viel an Oper und klassischer Musik nahebringt.
Dafür kann ich sie und andere Menschen in anderen, auch aber nicht nur kulturellen Bereichen "bereichern".
Partnerschaft ist ein Geben und Nehmen, jede muss beides wollen und können.
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16.07.2013, 17:03Inaktiver User
AW: Es kommt kein Mann mehr...
Ich auch nicht viele, aber deutlich mehr als andersrum. Und tatsächlich auch Paare wo sie still und stumm dabei sitzt, weil sie einfach nicht viel zu den Themen beitragen kann - dafür ist er eben auch der Superhero, uneingeschränkt. So wahr wie klischeehaft. Ich kenn keine Frau die sich in so einer Konstellation wohlfühlen würde.
Gar keine Frage. Ich sortier meine Freundeskreis auch nicht nach Karrierestufe oder Jahreseinkommen. Trotzdem könnt ich nicht mit einem Mann der Bob Ross für einen tollen Maler hält...Was Kommunikation angeht, naja. Ich erlebe viele Menschen um mch herum, die sehr kommunikationsstark sind, diese Kommunikation aber nicht in lupenreinem "elaboriertem Code" abwickeln. Ich mag die sehr, die haben oft "das Herz auf dem rechten Fleck" und "machen aus ihrem Herzen keine Mördergrube".
Hm. Ich werd demächst 50 - und von einem ungefähr gleichaltrigen Mann erwarte ich doch auch eine gewisse Eigeninitiative und geistigen Horizont. Da sind dann nimmer die Eltern Schuld wenn man das letzte Buch in der Schule gelesen hat...Kulturelles Interesse wurde in uns allen ja irgendwann mal geweckt oder eben nicht.
Und man kann da auch als Erwachsener noch viel kennen- und dazu lernen, wenn man das will.
An die Hand genommen und ihnen manche Dinge nahegebracht hab ich meine Kinder - bei einem Partner möcht ich das so grundlegend (!) eigentlich nicht. Dass einem jeder Mensch irgendwas vermitteln kann steht dem ja nicht entgegen, aber wer geistig interessiert ist hat es nicht 50 Jahre lang geschafft von manchen Dingen nix zu wissen und nix zu hören. Meine ich...
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16.07.2013, 17:13
AW: Es kommt kein Mann mehr...
Obacht, das Fettgesetzte ist ein sinnentstelltes Zitat:
Allein Schönheit spielt da eine Rolle. Und ansonsten eben all das, wo man von stark und schwach nicht wirklich sprechen kann.
Da ich selbst keinen Hochschulabschluss habe und reichlich Schwachköpfe mit Diplomen oder Staatsexamina kenne, geht's bei mir quer durch die Last.Es faengt schon beim Kennenlernen an, dass man z.B. bei einem grossen Bildungsgefaelle oftmals aneinander vorbeiredet, und eine halbwegs ausgewogene Beziehung in diesem Fall kaum moeglich ist. Bei meinen Frauen gab es daher fast eigentlich nur eine Konstante: Den Hochschulabschluss.
Und ich habe noch nie ein Frau verlassen oder bin verlassen worden, weil sie mir oder ich ihr zu ungebildet oder begriffsstutzig war.
Auch was das Repräsentative angeht, man kann alles lernen.
Ich sehe weit häufiger Studierte, die "sich nicht benehmen können."
Auch bei Kindern aus gutem Hause, die bei meinen Kindern zu Gast sind, sehe ich das häufiger als bei denen mit sehr einfacher, niedrigerer sozialer Herkunft.
Es wird ja auch kein Zufall sein, dass Benimm und Tischsitten mittlerweile in Kursen für ManagerInnen und Karriere-AufsteigerInnen angeboten und nachgefragt werden.
Was dort gelehrt wird, wissen, können und leben meine Kinder bereits (ok, abzüglich kniggegerechtem Krustentierverzehr und Austernschlürfen).
Aus was für Elternhäusern kommen die Studierten aber mehrheitlich?
Und was wird denn dort wohl (vor-)gelebt, wenn die das als Studenten oder Absolventen immer noch nicht können?
Anyway, sicherlich gibt es die Tendenz zur Paarbildung unter sozial und materiell ähnlich oder gleich Gestellten.
Das fängt ja schon mit dem Kennenlernen an - ich bin halt seltenst im Golfclub oder Yachthafen unterwegs.
Dieser Trend löst in erster Linie das "Mann verpaart sich nach unten"-Phänomen ab.
Das machen viele Männer nicht mehr, weil sie nicht mehr allein die finanziellen Lasten einer Familie tragen wollen.
Und viele Frauen suchen nach "Gleich oder höher"-Männern, weil sie selbst arbeiten wollen und die nicht-finanziellen Lasten einer Familie nicht mehr allein tragen wollen.
So verschärft sich die Tendenz zur sozialen Abgrenzung.
Cheers,
KK
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16.07.2013, 17:27
AW: Es kommt kein Mann mehr...
Bob Ross kenne ich nicht, aber Rosina Wachtmeister ...
... und Bruno Bruni.

Kann ich verstehen, geht mir ähnlich, aber hiermitHm. Ich werd demächst 50 - und von einem ungefähr gleichaltrigen Mann erwarte ich doch auch eine gewisse Eigeninitiative und geistigen Horizont. Da sind dann nimmer die Eltern Schuld wenn man das letzte Buch in der Schule gelesen hat...
bin ich offener.An die Hand genommen und ihnen manche Dinge nahegebracht hab ich meine Kinder - bei einem Partner möcht ich das so grundlegend (!) eigentlich nicht.
Weil ich es eben genauso schätze, wenn solche Menschen mir von dem erzählen und das nahebringen, was sie wissen, erlebt haben und können.
Ich glaube, da habe ich mir koketteriefrei einfach ein gutes Stück Kindheit erhalten.
Meine ich auch.Dass einem jeder Mensch irgendwas vermitteln kann steht dem ja nicht entgegen, aber wer geistig interessiert ist hat es nicht 50 Jahre lang geschafft von manchen Dingen nix zu wissen und nix zu hören. Meine ich...
Wenn ich von Goethes Faust spreche und jemand Goethe für einen Boxer hält,
wenn ich von Kennedy's Ermordung spreche und es kommt:
"*Kreisch* - Nigel Kennedy ist tot??",
oder jemand nicht weiss, dass und warum der Normalbürger keinen Bundespräsidenten wählen darf, wohl aber zum Bundespräsidenten gewählt werden könnte, wird's schwierig.
Aber mal ehrlich, wie oft triffst Du solche Leute?
KK
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16.07.2013, 17:28
AW: Es kommt kein Mann mehr...
Shit, ich habe Bob Ross gegoogelt
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16.07.2013, 17:37Inaktiver User
AW: Es kommt kein Mann mehr...
Ziemlich oft. Leider. Wahrscheinlich seh ich zu unbedarft aus... und da wo ich gern hingehe ist die Frauenquote 90%, und von den Männern sind wieder 90% von ihren Frauen hingezerrt, Rentner oder schwul...
Und beim sonstigen Ausgehen treff ich eher auf Herren die meine Interessen weniger teilen.
Das letzte reale Beispiel war dass jemand Bauhaus nur als Konkurrenz von OBI kannte... Und ziemlich selten treff ich welche die wissen von was ich rede (oder gern reden würde...) - dabei bin ich nicht mal Akademikerin...
So Killersätze sind auch: über was duuuuu dir alles Gedanken machst... oder: hast du die Bücher alle gelesen???
Ich find das auf Dauer schon frustrierend, um so mehr weil ich finde, dass geteilter Genuß sehr verbindend ist in einer Beziehung. Klar kann jemand auch mir zuliebe irgendwo hin mitgehen - aber wieviel schöner ist es wenn er selbst auch mit Begeisterung dabei ist...Geändert von Inaktiver User (16.07.2013 um 17:43 Uhr)



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