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  1. Inaktiver User

    über-autonom versus bedürftig wirken

    Ich hab wohl irgendwie ein Problem mit Männern. Oder sie mit mir. Ich wirke entweder überautonom oder bedürftig. Die Mitte ist wohl nicht zu finden. Versteht ihr was ich meine? Geht's noch jemandem so und was kann ich dagegen tun?

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    AW: über-autonom versus bedürftig wirken

    Mh... ich finde, du solltest einfach so sein, wie du bist, und nicht krampfhaft versuchen, dich in eine Richtung anzupassen. Wenn du einen 24/7-aufeinanderkleben und hinterher-Telefonierer erwischst, wirkst du vielleicht schon als kaltherzig und überautonom, wenn du mal mit ner Freundin Kaffee trinken gehen willst. Wenn du einen Mann erwischst, der sehr viel Zeit für sich/seine Freunde/Hobby/Arbeit braucht, wirkst du vielleicht schon klammernd, wenn du ihn 2mal die Woche sehen willst.
    Wenn es passt, passt es, wenn nicht, nicht.
    Dieses ganze "ich-darf-mich-jetzt-3-Tage-nicht-melden-damit-er-nicht-denke-dass-ich-klammere"-Gedöns ist sowieso furchtbar...
    Idealerweise ist man mit sich selbst glücklich und nicht völlig davon abhängig, wie ein potentieller Partner einen einschätzt.

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    AW: über-autonom versus bedürftig wirken

    Zitat Zitat von Aniko_Berlin Beitrag anzeigen
    ....Dieses ganze "ich-darf-mich-jetzt-3-Tage-nicht-melden-damit-er-nicht-denke-dass-ich-klammere"-Gedöns ist sowieso furchtbar...
    Stimmt.

    Ich glaube, es ist gar nicht so sehr das Problem mit dem anderen sondern eher das Problem, das sich ergibt, wenn man sich verbiegt, damit er nicht denkt, dass man denkt, dass er denkt, dass.....

    Sobald es um mehr als eine Ecke geht, ist's schon Krampf.

    Es kann nur passen, wenn man sich nicht zu viele ... keine! Fragen stellt, wie man auf jemanden wirkt.... ob man auch ja "richtig" rüberkommt.

    Bei wem es passt, passt es.

    Punkt.

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    AW: über-autonom versus bedürftig wirken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hab wohl irgendwie ein Problem mit Männern. Oder sie mit mir. Ich wirke entweder überautonom oder bedürftig. Die Mitte ist wohl nicht zu finden. Versteht ihr was ich meine? Geht's noch jemandem so und was kann ich dagegen tun?
    Du solltest total bedürftig sein.

    Aber gleichzeitig total voller Hingabe.

    Du gibst alles.

    Und der Mann gibt Dir alles zurück.

    Würde Dir das gefallen?

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    AW: über-autonom versus bedürftig wirken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hab wohl irgendwie ein Problem mit Männern. Oder sie mit mir. Ich wirke entweder überautonom oder bedürftig. Die Mitte ist wohl nicht zu finden. Versteht ihr was ich meine? Geht's noch jemandem so und was kann ich dagegen tun?
    Spontan: Du solltest etwas dafür tun - Dich damit beschäftigen, wie Menschen funktionieren (und funktioniert werden). Das macht gelassener, auch gegenüber den eigenen Vorstellungen.

    Dann wirkst Du vielleicht noch autonomer, aber gleichzeitig ermunternd (eventuell sogar herausfordernd). Weil die Bedürftigkeiten eines autonomen Menschen die Möglichkeit bieten, ihm Zuwendung zum Geschenk zu machen anstatt sie sich abgefordert zu sehen.

    "Die Mitte" ist doch völlig spannungslos...
    Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco

    Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia

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    AW: über-autonom versus bedürftig wirken

    Vielleicht sendest Du zum falschen Zeitpunkt die falschen Signale aus.

    Wenn ein Mann von Dir die Sicherheit braucht, dass Du an ihm interessiert bist, dann ist es falsch, sehr autonom aufzutreten, denn dann denkt er, Du legst keinen besonderen Wert auf ihn.

    Wenn ein Mann dagegen aus Deinem bisherigen Verhalten schon schließen konnte, dass Du total verknallt in ihn bist, ist es besser, wenn er merkt, dass er deshalb noch lange nicht mit Dir machen kann, was er will. Bedürftigkeit lädt dann schnell zu gleichgültigen oder gar miesem Verhalten Dir gegenüber ein. Hier ist es wichtig, Grenzen zu setzen.

    Beobachte Dich mal, in welchen Situationen Du Dich wie verhältst.

    Vielleicht hast Du ja auch Schwierigkeiten, die Befindlichkeit der jeweiligen Männer einzuschätzen.
    Ein Mann, der sich Dir gegenüber unsicher fühlt, wird das nicht unbedingt zugeben. Überlege dann, ob er anhand Deines bisherigen Verhaltens eigentlich schon ausreichend Sicherheit haben sollte, dass Du Interesse hast. Ist das der Fall, solltest Du nicht noch ewig mit Entgegenkommen nachlegen, sondern ihn kommen lassen. Kommt nichts von ihm, dann steht er wohl nicht so auf Dich.

    Es gibt übrigens auch bei Männern selbstwertschwache Exemplare, die ständig besonders gepampert werden wollen. Da ist die Frage, ob so ein Mann es Dir wert ist, dass Du Dir das antust. Denn bei solchen Menschen kann es schnell passieren, dass Du das Gefühl hast, sie seien ein schwarzes Loch, in dem all Deine Aufmerksamkeit und Zuwendung spurlos verschwindet, und sie jammern dann immer noch rum, dass sie sich nicht ausreichend geliebt fühlen - weil sie sich selbst zu wenig lieben.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  7. Inaktiver User

    AW: über-autonom versus bedürftig wirken

    Danke, Latona. Das muss ich mal öfter lesen und wirken lassen. Damit kann ich arbeiten

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    AW: über-autonom versus bedürftig wirken

    Liebe Latona,

    wie genau definierst Du denn "autonom"?

    Und soll frau ihre Autonomie (wie auch immer verstanden, aber doch sicher als wichtigen Bestandteil ihrer Persönlichkeit) tatsächlich zurückmoderieren, um einen Mann nicht zu verunsichern? Was macht sie dann später - ihn wieder von ihrer "Pflegeleichtigkeit" entwöhnen?

    Und was will frau mit einem Mann, der dazu neigt, sie mies zu behandeln, sobald er sie erst einmal halbwegs sich verbunden weiß? Immer wieder auf's neue Grenzen setzen? Glaubst Du, dass ein einziges Mal reicht?

    Eine erstrebenswerte Partnerschaft darf doch nicht zum permanenten K(r)ampf um Terrain in der selben auszuarten "drohen". Natürlich sollte man sich immer mal wieder über gewisse Grenzen verständigen, dass man sie womöglich erweitern möchte oder schon unangenehm weit gegangen ist - gegebenenfalls einen neuen Konsens finden, Dinge und Verhaltensweisen verändern etc. pp. Das ist bestimmt besser, als voreilend "rücksichtsvoll" garkeine mehr auszuloten, einfach immer das Engstmögliche vom Partner anzunehmen.

    Aber quasi vorbestimmt ständig auf der Hut sein müssen, seine Grenzen zu wahren? Puh, wie anstrengend und zusätzlich verunsichernd! Ich glaube nicht, dass jemand, bei dem ich das tun müsste, sich dauerhaft von mir "umerziehen" ließe. Und was bewirkte das erst noch bei mir? (Ich habe solche Fälle kennengelernt und sie führen m. E. in Dauerblockade und Dauerfrust.)

    Dann sprichst Du noch davon, dass frau überlegen soll, ob sie dem Mann nicht bereits genug "sichere" Signale gesendet habe, dass nun er endlich auch einmal "kommen" sollte. Eine Information erhält aber erst beim Empfänger eine Bedeutung (für ihn) und vielleicht deutet er sie ja "unsicher"? Die BriCom strotzt von solchen Fällen mit umgekehrten Vorzeichen...

    Ich mag solche Lebenshilfe-Vereinfachungen nicht, sie schaffen nicht etwa mehr Klarheit und Selbstsicherheit, sondern zementieren m. E. Spekulation, Konfabulation und Vorurteile und reduzieren die mögliche Erfahrung (zugegeben: auch negative).

    Sorry, bloß meine Meinung - aber ich stehe nun mal auf wirklich Selbst-bewusste (sic!) Menschen - weil die auch ihre Schwächen zugeben können und Schwächen meinerseits nicht ausnutzen (müssen), um sich gut zu fühlen.
    _____

    P.S.: Ich finde es überhaupt nicht erstrebenswert, "aufzutreten", denn auch kurze Begegnungen könnten eigentlich dazu führen, stattdessen miteinander "zu werden".

    "Auftreten" muss man ohnehin leider oft genug im Beruf, weil man sonst irgendwann untergebuttert wird.
    Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco

    Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia

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    AW: über-autonom versus bedürftig wirken

    @ Cygnus

    Unter "autonom" verstehe ich, dass eine Frau auch ohne Beziehung zu einem Mann ein erfülltes, glückliches Leben füllen kann. Eine Frau, die nicht auf die Beziehung zu einem Mann angewiesen ist, um glücklich zu sein.

    So eine Frau hat nämlich weniger Probleme, Grenzen zu setzen, wenn ein Mann sich daneben benimmt.
    Sie wird sich auch vermutlich gar nicht erst auf einen Mann einlassen, der immer wieder austestet, wie weit er bei ihr gehen kann, bis sie sich genötigt fühlt, Grenzen zu ziehen.

    Eine Frau, die bei einem Mann bleibt, obwohl er sie immer wieder mies behandelt, ist nicht wirklich autonom.
    Sonst würde ihre Selbstachtung nicht erlauben, dass sie sich das antun lässt.

    Ich gestehe Männern zu, dass sie unsicher sind, und manche brauchen vielleicht - wie viele Frauen auch - ein bisschen mehr an Bestätigung, dass sie bei einer Frau an der richtigen Adresse sind. Das muss jede Frau selbst entscheiden, wie sehr sie einem Mann entgegen kommen will. Das kann manchmal sogar sehr weit sein.

    Wenn jedoch darauf von ihm nicht wirklich etwas kommt, dann ist es ein deutliches Zeichen dafür, dass sie ein totes Pferd reitet. Also heißt es absteigen, anstatt sich das Desinteresse dieses Herrn weiterhin mit Schüchternheit schönreden zu wollen und sein Ego immer noch weiter zu pimpen - ohne dass sie dafür im Gegenzug irgendwas annähernd Vergleichbares von ihm bekommt.

    Menschen, die von anderen zu viele Vorschußlorbeeren wollen, ohne sich dafür anstrengen zu müssen, laufen Gefahr, enttäuscht zu werden. Denn zu diesem Geschäft ist nicht jeder bereit.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: über-autonom versus bedürftig wirken

    In diesem Beispiel sieht man, wie so etwas laufen kann:

    Ein Widerspruch in sich....

    Ich möchte allen Frauen hier im Forum davon abraten, einem Mann mehr Sicherheit zu geben, nachdem er das mehrmals gesagt hat - egal ob in der Kennenlernphase oder am Anfang einer Beziehung. Ich habe schon so einigen Männern mehr Sicherheit gegeben, weil ich sie von der Ernsthaftigkeit meiner Absichten überzeugen wollte und bin jedes Mal bitter enttäuscht worden.

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