Ja, schon verwirrend die vielen Ratschläge, wie es denn nun klappen sollGerade der: nicht "bedürftig erscheinen" vs. sich anmerken lassen, dass man bereit ist.
Trotzdem finde ich, die meisten Beispiele schließen sich nicht aus, sind die Frage von entweder oder, sondern sowohl als auch:
Zum Beispiel:
Der Richtige kommt irgendwann schon von alleine" und um ihn zu erkennen: "Finde genau heraus, was und wen du suchst und dann geh die Sache systematisch an"
"Jemanden kennenzulernen braucht seine Zeit" aber "Das Bauchgefühl im ersten Moment ist entscheidend"
"Wenn du es am Wenigsten erwartest, wirst du dich ganz plötzlich verlieben" und damit das passiert "Du musst auch bereit sein für etwas Neues"
usw.
Letztendlich nützen die Ratschläge aber sowieso nichts. Denn man kann sich ja nicht auf Knopfdruck wahlweise auf locker oder bereit stellen, aufhören zu suchen, wenn man doch gerne jemanden hätte und den Wunsch einfach abstellen.
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Ergebnis 11 bis 20 von 34
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12.05.2013, 20:20Inaktiver User
AW: "Partnersuche" - Wie es geht, wie es nicht geht, und ob es überhaupt geht
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12.05.2013, 20:44
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12.05.2013, 20:53Inaktiver User
AW: "Partnersuche" - Wie es geht, wie es nicht geht, und ob es überhaupt geht
Niemand soll oder muss irgendwas abstellen. Ich halte den Ansatz, so toootal unabhängig und gar nix bedürfend und gaaaaanz besonders nicht einen Partner, für ziemlich verheerend. Und bei weitem nicht nur für die Partnersuche.

Jeder braucht etwas, jeder ist irgendwo bedürftig.
Die Frage ist doch eher: Sterbe ich, wenn ich dies oder das nicht bekomme?
Lebe ich mit meiner Sehnsucht - oder lebt meine Sehnsucht mein Leben?
Bei grundlegenden Bedürfnissen wie Essen, Schlafen, Pischen und so, Wohnung, Arbeit, Freunde [= soziale Kontakte und Zuwendung] beantwortet sich diese Frage mit "ja". Kaum diskutabel, denke ich.
Ich halte ein "Bedürfnis" nach Partnerschaft für absolut legitim. Da gibt es nix wegzureden oder zu verbessern, das artet nur in verschlimmbessern oder unterdrücken aus. Partnerschaft ist gemeint im Sinne von: Ein Mensch, mit dem ich und der mit mir freiwillig eine Nähe eingeht, die ich mit keinem anderen Menschen habe.
[hier gäbe es Formen von Nähe und Vertrautheit zu differenzieren, das lasse ich hier, weil´s sonst unsäglich komplex wird] Diese Nähe habe ich "so" mit keinem Freund oder Freundin. Mit den Eltern auch nicht.
Diese spezielle Form gibt es nur in eienr Partnerschaft.
Und da muss man sich dennoch die Frage stellen: Sterbe ich, wenn ich das nicht kriege?
Nein, tuste nicht.
good news, oder?
Man verbringt leider zuviel Zeit damit, sich in seinem Mangel oder - als positive Form davon - in seinen Träumen von dieser Innigkeit aufzuhalten. Diese Zeit soll und darf sein - aber man darf alle anderen Dinge, die einen glücklich machen, nicht darüber vernachlässigen.
Das ist alles kein Patentrezept für den nächsten Partner oder die nächste Partnerin - außer dem Ansatz, mit sich selbst glücklich zu sein, eine Sehnsucht (oder mehrere) zu haben und haben zu dürfen - und dabei offen zu sein und zu bleiben.
Ein wenig Glück gehört manchmal auch dazu.
Und viel, viel weniger Verhaltensmaßregeln. Partnerschaft ist keine Plus-Minus-sonstwie-Gleichung. Wenn das wer hätte berechnen können, hätten wir den ultimativen Multimilliardär. Es ist nicht berechenbar, und das muss man akzeptieren.
Meine Idee also: Mehr annehmen und akzeptieren als in Optimierungs- und Regelbefolgungswahn verfallen.
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12.05.2013, 20:55
AW: "Partnersuche" - Wie es geht, wie es nicht geht, und ob es überhaupt geht
Doch, ein Ratschlag nützt etwas. Ich hab ihn mir im Alter von 19 Jahren an die Wand gepinnt. Es war die Zeit als ich von meinem damaligen Freund verlassen worden war und mein ganzes Umfeld in gemeinsame Wohnungen zog:
Zu dem der warten kann, kommt alles mit der Zeit.
Es ist völlig egal was man tut, ob man sucht, wie man sucht, ob man Wünsche ans Universum schickt... Man muss einfach nur die Gewissheit haben, dass irgendwo auf diesem Planeten ein Mensch auf einen wartet und man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein wird. Zwei Jahre später hab ich dann geheiratet.Lg Mondfisch
Die schöne Dame auf meinem Avatar ist Madame de Montespan und sie war lange Zeit die Mätresse des Sonnenkönigs...
* * * * *
Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib Acht, ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist.
Friedrich Nietzsche
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12.05.2013, 21:02Inaktiver User
AW: "Partnersuche" - Wie es geht, wie es nicht geht, und ob es überhaupt geht
und mit diesem wissen hat man auch eine gute austrahlung..man sagt ja nicht umsonst, der glaube versetzt berge..und das halte ich für absolut wahr und ist meine persönliche erfahrung..yes
ich glaube an mich,auch wenn ich mal bedürftig bin und das auch ausstrahle..nicht alles so eng zu sehen oder nach regeln leben..mache sind gut aber nicht alle immer passend für einen selbst
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12.05.2013, 21:09Inaktiver User
AW: "Partnersuche" - Wie es geht, wie es nicht geht, und ob es überhaupt geht
Geändert von Inaktiver User (12.05.2013 um 21:12 Uhr)
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12.05.2013, 21:13Inaktiver User
AW: "Partnersuche" - Wie es geht, wie es nicht geht, und ob es überhaupt geht
Schöne Auflistung, Tulpensalat!

Mir scheinen das, was die Ratschläge vermitteln sollen, oft als Extreme - und dazwischen befindet sich dann für mich meine Wahrheit.
Was es so interessant macht sind oft die Empfindungen, die mir manche "Extreme" beim Lesen bereiten: das nutze ich dann für mich zur Positionsbestimmung. Z.B. gerade diese "Unabhängigkeits"-Maximen hab ich meist als eher unangenehm empfunden. Und die, die das postulierten, irgendwie auch als abhängig - von ihrem Unabhängigkeitsgefühl.
Also: gar nicht mal so schlecht, diese Extreme zur eigenen Positionsbestimmung, wenn man sich nicht blind nach anderer Leute Ratschläge richtet sondern diese geschickt nutzt, um sein eigenes Ding zu machen.
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12.05.2013, 21:33Inaktiver User
AW: "Partnersuche" - Wie es geht, wie es nicht geht, und ob es überhaupt geht

Das hast Du schön geschrieben, sehr wahr.
Denn was nützen all die Regeln, wenn es im Inneren ganz anders aussieht?
Aber um erstmal dorthin zu kommen, annehmen zu können, mit sich zufrieden zu sein trotz des gespürten "Mangels" an einem Partner, und entspannt abzuwarten, wer da noch so vorbei kommt, ist es mitunter ein langer Weg.
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12.05.2013, 22:51
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12.05.2013, 23:03Inaktiver User
AW: "Partnersuche" - Wie es geht, wie es nicht geht, und ob es überhaupt geht
Geändert von Inaktiver User (12.05.2013 um 23:10 Uhr)


Gerade der: nicht "bedürftig erscheinen" vs. sich anmerken lassen, dass man bereit ist.
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