Hallo Ihr Lieben,
bin momentan in einer emotionalen Achterbahn und muss, so glaube ich, bei voller Fahrt aussteigen.
Hier meine Geschichte:
Bin seit über 20 Jahren mit meinem Nochehemann zusammen, seit 5 Jahren emotional, sexuell und paarmäßig voneinander getrennt, seit einigen Monaten auch "richtig" - soll heißen wir beide haben eingesehen dass das mit uns als Paar nichts mehr werden wird und bevor wir noch mehr Lebenszeit verschwenden, wir lieber einen Schlussstrich ziehen. Das hat erstaunlich gut geklappt, selbst unsere Kinder, beide im Teenager Alter finden es gut dass und wie wir die Trennung geschafft haben.
Nun habe ich mich vor gut 4 Wochen auf einer Singlebörse angemeldet, ich war ehrlich gesagt neugierig auf meinen "Marktwert"und auch neugierig darauf, was für Männer es da so gibt.
Ich war allerdings NICHT auf Beziehungssuche, ich bin so froh darüber jetzt alleine zu leben und möchte das auch erst mal genießen.
Ich fand allerdings einen Mann dort, verheiratet und auf der Suche nach Frauen zum ausgehen, Konzert anschauen etc. Ich dachte mir, oh super, der KANN dir ja gar nicht gefährlich werden, schreib halt mal mit dem ein bißchen.
Das haben wir dann auch getan, sehr angenehm, locker und ziemlich schnell war klar dass wir uns gerne kennen lernen würden, eben für besagte nette Ausflüge zu zweit. Er meinte dazu nur, er redet einfach lieber mit Frauen als mit Männern und seine Frau hätte einfach nicht so Lust das Haus zu verlassen.
Wir verabredeten uns also in einem Café, ich war ehrlich gesagt nicht besonders aufgeregt, ich fand ihn halt auch von seinem Bild her jetzt nicht umwerfend, sondern einfach nur sympathisch.
Tja und dann kam der Moment als wir uns das erste Mal sahen.
Was soll ich sagen? Wir umarmten uns zur Begrüßung, schauen uns an und küßten unsEs war echt so, dass wir gar nicht anders konnten, sagten irgendwie beide sowas wie "huch, was war das denn?" und redeten die nächsten Stunden über unser Leben und alles mögliche und dachten dabei aber die ganze Zeit"wow, was ist das denn jetzt hier?"
Dann verbrachten wir noch ein paar Stunden wild knutschend im Park und waren uns einig dass wir uns auf jeden Fall wieder sehen wollte.
Die folgenden Tage waren einfach nur schön, es war nach diesem Auftakt ja irgendwie klar dass wir im Bett landen würden ( siehe auch mein Beitrag zum "Sexgott")
Was wir miteinander erleben ist so eine intensive Begegnung, die sich oft so unglaublich vertraut anfühlt, dass wir beide da staunend vor stehen. Jetzt nicht nur was den Sex angeht, auch unsere Gespräche sind so offen und so empathisch, das habe ich noch nicht oft im Leben erlebt.
Gespräche über eine Zukunft oder über unsere Gefühle zueinander haben wir beide mit Absicht augeklammert, wir wollten einfach genießen was uns das Leben schenkt - also ich meine natürlich sagen wir wie toll wir uns finden, aber eben nichts darüber hinaus gehendes. Weder er noch ich waren ja auf der Suche ( oder vielleicht doch?) und das kam dann doch alles etwas überraschend.
Dann kam irgendwann eine Meldung von ihm dass seine Frau wohl was gemerkt hat ( der Gute hatte wohl ein bißchen zu oft sein Handy in der Hand). Sie hat ihn also ab sofort so oft wie möglich überwacht, ihm tausend Sachen zu tun gegeben, ist zu ungewöhnlichen Zeiten nach Hause gekommen etc. Das hat natürlich die blinde Begeisterung für uns ein wenig gestoppt, wir haben lange darüber gesprochen wie und ob es mit uns weiter gehen kann. Von ihm kam ein klares: ich will das mit uns nicht beenden, aber ich KANN es auf diese Art und Weise vielleicht auch nicht weiter machen, von mir kam so ungefähr das gleiche.
Ich für meine Teil kann da ganz gut mit leben, ich bin jetzt nicht völlig fixiert auf ihn, erwarte nicht auf jede Meldung gleich eine Antwort, will auch gar nicht dauernd telefonieren - ich lebe meine Leben und wenn seins und meins sich ab und zu kreuzen ist das wunderschön.
Ich sitze hier und schreibe Euch das, weil ich genau spüre dass etwas passiert ist - seit gestern mittag herrscht absolute Funkstille.
Ja, ich weiß das ist nicht lange, aber das hat es in diesen 4 Wochen noch nicht ein einziges Mal gegeben. Wenn einer von uns beiden wußte, das er sich länger nicht melden kann, so war das immer so dass wir uns das gesagt haben - jetzt nicht weil einer mal ne Stunde joggen war, sonder wenn klar war dass es mal einen Tag lang eng wird wg. Arbeit oder sowas.
Also ist mir schon klar dass dieses Schweigen ein bedeutsames ist.. und auch wenn es das nicht ist, mir die Situation zunehmend entgleitet, sonst würde ich nicht hier sitzen und das schreiben.
Ich finde es wunderbar ihm begegnet zu sein und hätte mir ganz egoistisch noch mehr Zeit mit ihm gewünscht, aber mir ist gerade total klar geworden dass ich das nicht weiter machen kann - ich wollte meine Leben nie wieder so von einem Mann abhängig machen - sitze aber hier schon den ganzen Tag wie eine Irre und starre auf mein Handy
Wie seht Ihr das? Aussteigen, solange man noch einigermaßen ( wobei ich das noch nicht abschätzen kann) unversehrt bleibt, oder sitzen bleiben, um dann im höchsten Looping rauszufliegen und so richtig auf der Fresse zu landen?
Danke für Eure Denkanstösse,
alles_und_mehr
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 37
Thema: meine persönliche Achterbahn
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11.05.2013, 16:49
meine persönliche Achterbahn
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11.05.2013, 17:18
AW: meine persönliche Achterbahn
Ich kann dir ja nur raten, wie ich mich selbst in deiner Situation verhalten würde. Also ich würde weder aussteigen, noch sitzen bleiben. Ich würde einfach abwarten, was passiert. Wenn er sich nicht meldet, herrscht in seinen vier Wänden derzeit wohl dicke Luft. Vllt. hat seine Frau auch das Handy gegen die Wand geklatscht oder die beiden sind jetzt am reden.
Er hat sich als verheirateter Mann in einer SB angemeldet und muss jetzt die Konsequenzen tragen. Es ist sein Problem, nicht deines. Und ich wüsste keinen Grund, warum du dir jetzt seinen Kopf zerbrechen solltest. Du hast doch jetzt erstmal selber eine Ehe aufzuarbeiten. Also ganz entspannt sein und einfach schauen, was da noch kommt. Dass du dich aber derzeit nicht feste binden möchtest, weis er? Nicht dass er nachts noch mit seinem Köfferchen vor deiner Tür steht.
Also mach dir einen entspannten Abend, schalte bis mindestens Montag morgen dein Handy völlig aus und sei einfach nicht erreichbar. Nicht, weil du ihn hängen lässt sondern damit du klare Gedanken fassen kannst und nicht immer darauf wartest, ob er sich nun meldet oder nicht. Bestell dir ne Pizza, mach dir ne Flasche Wein auf und guck was schönes im Fernsehen.
Das wäre es, was ICH an deiner Stelle tun würde.Lg Mondfisch
Die schöne Dame auf meinem Avatar ist Madame de Montespan und sie war lange Zeit die Mätresse des Sonnenkönigs...
* * * * *
Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib Acht, ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist.
Friedrich Nietzsche
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11.05.2013, 17:26Inaktiver User
AW: meine persönliche Achterbahn
..aussteigen und zwar sofort ist mein ganz persönlicher rat und da diese affärengeschichten sich ja im prinzip alle ähneln, brauche ich auch nicht mehr hinzuzufügen und ich bin mir sicher du weißt es doch selbst auch was zu tun ist
nur deine rosarote brille lässt dich gerade den überblick verlieren..
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11.05.2013, 17:33Inaktiver User
AW: meine persönliche Achterbahn
Hallo liebe alles_und_mehr,
ich hab ja Deinen Thread mit dem Sexgott schon gelesen
Um es kurz zu machen: Ich schließe mich Mondfisch an. Hab Geduld! Geduld ist wirklich das einzig richtige.
Allerdings würde ICH nicht das Handy ausschalten. Ich würde mir viel zu viel Kopfzerbrechen machen, dass mir dabei etwas entgehen würde oder während ich es ausgestellt hatte, etwas entgangen wäre...
Du hast keinen Grund, angespannt zu sein. Diese Distanz jetzt zwischen Euch ist sehr gut. Jetzt findest Du wieder etwas zu Dir selbst zurück.
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11.05.2013, 17:36
AW: meine persönliche Achterbahn
Hallo Mondfisch,
danke für deine Antwort.
Ich wollte jetzt auch nicht direkt alles hinschmeißen, weiß ja überhaupt nicht was los ist. Merke nur das mir die Situation leicht über den Kopf wächst. Handy ausschalten ist eine gute Idee, hab ich vorhin schon gemacht
Also seinen Kopf zerbreche ich mir nicht, der kann und muss mit SEINER Seite der Geschichte klar kommen - oder eben auch nicht.
Aber ich weiß einfach nicht ob das länger für mich gut ist
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11.05.2013, 17:41Inaktiver User
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11.05.2013, 17:43Inaktiver User
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11.05.2013, 17:50
AW: meine persönliche Achterbahn
Du musst auch in der jetzigen Situation noch gar nicht wissen was gut oder schlecht für dich ist. Versuch es mal von der anderen Seite zu sehen. Du warst frisch getrennt und hast dich in SB angemeldet um deinen Marktwert zu testen. Aber einen neuen Partner hast du doch gar nicht gesucht. Dein Bekannter hat sich aber dort angemeldet, um außerhalb seiner Ehe eine Frau zu finden, mit der er Spaß hat. Offensichtlich doch nicht so ganz mit Einwilligung der Ehefrau.
Nun hat er eine außereheliche Affäre angefangen und seine Frau hats raus gekriegt. Wer weis, vielleicht nicht zum ersten Mal? Dumm gelaufen für den Guten und wenn er Pech hat, setzt sie ihn bald vor die Tür. Dennoch ist das alles nicht DEIN Problem. Genieße du jetzt erstmal schön deine beziehungslose Zeit und genieße das Leben. Wenn du ihn hin und wieder treffen kannst und das auch möchtest, dann mach es. Wenn du es nicht möchtest, dann machst du es eben nicht.
Aber das sind alles keine Dinge, die du JETZT entscheiden solltest. Lass dich zu gegebener Zeit von deinem Bauchgefühl leiten und investiere um Himmels Willen kein Gefühl in die Sache.Lg Mondfisch
Die schöne Dame auf meinem Avatar ist Madame de Montespan und sie war lange Zeit die Mätresse des Sonnenkönigs...
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Friedrich Nietzsche
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11.05.2013, 17:52Inaktiver User
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11.05.2013, 17:54
AW: meine persönliche Achterbahn
Liebe Elliot, bitte denk dran, dass die TE gerade aus einer langjährigen fast sex- und emotionslosen Ehe kommt. Wir beide, du und ich, hätten bei dem Stichwort "verheiratet" direkt weggeklickt. Aber wieso und warum wir das getan hätten, wird die TE erst noch lernen müssen. Leider.
Lg Mondfisch
Die schöne Dame auf meinem Avatar ist Madame de Montespan und sie war lange Zeit die Mätresse des Sonnenkönigs...
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Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib Acht, ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist.
Friedrich Nietzsche


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). Sie hat ihn also ab sofort so oft wie möglich überwacht, ihm tausend Sachen zu tun gegeben, ist zu ungewöhnlichen Zeiten nach Hause gekommen etc. Das hat natürlich die blinde Begeisterung für uns ein wenig gestoppt, wir haben lange darüber gesprochen wie und ob es mit uns weiter gehen kann. Von ihm kam ein klares: ich will das mit uns nicht beenden, aber ich KANN es auf diese Art und Weise vielleicht auch nicht weiter machen, von mir kam so ungefähr das gleiche.
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