ok. ok., wenn man über "Dialekt" sucht, findet man auch ein paar Stellungnahmen, aber keinen eigenen thread.
Wo wir doch hier das gerollte schwiezer "R", Sachsen, Wiener, Kölner, Berliner, etc. haben, frage ich mich, ob der Dialekt ein Hinderungsgrund fürs "kennen lernen" sein kann. Im Wintersport habe ich eine Sächsin kennen gelernt, die sich den Dialekt ganz abgewöhnt hat, weil sie Probleme in der Kommunikation damit hatte.
Ein leichter Tonfall eines Dialekts mag ganz süss sein, aber so ein harter Dialekt ? Der Dialekt aus dem Kölner Umland geht mir ziemlich auf den Senkel und eine Frau, die nur Dialekt spricht kann ich mir nicht vorstellen.
Wie seht ihr das ?
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Thema: Dialekt
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26.09.2006, 16:07Inaktiver User
Dialekt
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26.09.2006, 16:11
AW: Dialekt
Es kommt wirklich darauf an, wie stark der Dialekt ausgeprägt ist. Die rheinische Mundart gefällt mir ganz gut. Kunststück, da ich ja nicht weit von Düsseldorf entfernt wohne. Sächsisch und Schwäbisch ziehen mir dagegen schon die Schuhe aus. Das sind für mich keine Dialekte mehr, sondern schon Fremdsprachen.
"Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, einer, der nach ihr giert." (Darth Bane)
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26.09.2006, 16:20
AW: Dialekt
Sächsisch ist grauenvoll!!! Das wäre bzw. ist für mich ein Hinderungsgrund beim Kennenlernen. Auch niederbayrisch find ich ziemlich heftig. Obwohl ich selber sehr bayrisch bin.
Ich habe den Eindruck, dass es Menschen gibt, die bayrisch oder Dialekt sprechen grundsätzlich mit Dummheit gleichsetzen.
Letzte Woche hab ich einen Schweizer auf der Wiesn kennengelernt...auf der Wiesn fand ich es lustig...im Moment verkehren wir schriftlich. Ob mich das nervt, wird sich rausstellen.
Österreichisch hör ich gerne, bin ja nah dran :-)
Während ich mit Berliner, Kölner etc. pp. schon ziemlich Probleme hab.
Gestern auf der Wiesn hab ich einen netten Typen aus Baden-Württemberg kennengelernt. Sein leichter Dialekt war echt süüüüß. Ob's nur an der Wiesn lag, wird sich noch rausstellen ;-)
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26.09.2006, 16:23
AW: Dialekt
Also ich persönlich hab damit keine großen Probleme.
Bin sozusagen "zweipsrachig" aufgewachsen. Ich wohne auf der schwäbischen Alb und studiere in Oberschwaben, mein Vater kommt aber aus dem Rheinland.
Also ist für mich die Kommunikation zwischen Dialekten eher normal. Hab auch selten Verständnisprobleme, wobei ich aus eben diesem Grund außer schwäbisch auch recht gut hochdeutsch kann.
Nervig ist für mich eher das Feintuning, zum Beispiel kann ich einen bestimmten schwäbischen Tonfall aus der Stuttgarter Gegend garnicht hören. Da hätte ich vielleicht dann doch Probleme denjenigen richtig sympathisch zu finden
Wenn ich sagen wir mal einen Berliner oder so treffe, ist der Dialekt vielleicht sogar eher ein Thema zum drüber ins Gespräch kommen oder sich gut amüsieren!
Der Austausch von irgendwelchenlustigen Dialekt-Wörtern ist schon sehr unterhaltsam -- alles schon passiert!
LG Farbspielerin
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26.09.2006, 16:52Inaktiver User
AW: Dialekt
Ohh, ich komme aus dem Norden, bei einem Stuttgarter, Schweizer oder einem Franzosen bekomme ich weiche Knie, das ist doch süß.
Andererseits habe ich auch einen Bekannten aus Leipzig und wenn wir eine Stunde reden, höre ich den Dialekt nicht mehr, dann hat man sich dran gewöhnt. Generell kann ich sagen, dass die Person mehr punktet, also im laufe der Zeit und der Dialekt in den Hintergrund tritt.
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26.09.2006, 17:44
AW: Dialekt
Hab mal in 'ner Single-Börse einen -per Mail- interessanten und witzigen Mann kennengelernt. - Unser erstes Telefonat war jedoch der Abturner schlecht hin. Weniger wegen des Inhalts, sondern wg seines hessisch...........
Das ging leider gant nicht. Hatte bislang nicht gedacht, dass ich so "oberflächlich" bin, aber ich fand es echt abstoßend.
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26.09.2006, 17:51Inaktiver User
AW: Dialekt
Sächsisch geht gar nich....da kriege ich eine Gänsehaut
auch mit sehr ausgeprägtem Ruhrpottslang habe ich meine Probleme (musste mich da selber teilweise beherrschen, aber mittlerweile habe ich das -meiner Ansicht nach- ganz gut im Griff). "Schwäbeln" mag ich auch nicht so gerne...den Kölner Dialekt hingegen sehr. Was auch ein absolutes no-go ist: deutsch sprechende Holländer
wobei ich holländisch als Sprache auch überhaupt nicht ab kann.
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26.09.2006, 17:54
AW: Dialekt
Ich finde den holländischen Akzent super süß.......
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26.09.2006, 18:07
AW: Dialekt
Zitat von Tirza
Alle Ausländer, die deutsch sprechen. Akzent macht doch sexy, oder?!
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26.09.2006, 18:21
AW: Dialekt
Hallo Felix,
Zitat von Inaktiver User
im Wesentlichen stimme ich Dir zu.
Ein leichter mundartlicher Einschlag in der Sprache wäre für mich bei einer Partnerin akzeptabel. Manche Dialekte höre ich ganz gerne (norddeutsch, hannöversch, hessisch, fränkisch), bei manchen anderen kringeln sich mir sämtliche Nägel (sächsisch, mannheimisch, pfälzisch, niederbayerisch, schwäbisch). In etliche Dialekte kann ich mich gut reinhören und bei manchen anderen habe ich keinen blassen Schimmer (z.B. extremes Pfälzisch oder extremes Niederbayerisch), worum es geht, auch wenn ich mir Mühe gebe und aufmerksam zuhöre. Ich höre dann allenfalls am Tonfall und einzelnen Wortfetzen, daß es deutsch ist.
Und da sind wir auch schon am Punkt, was das in einer Partnerschaft ausmacht. Bei starken Dialektsprechern kann es schon zu Verständigungsschwierigkeiten kommen und andauernd nachfragen, was mein Gegenüber gerade gesagt hat, ist auch nicht so prima. Irgendwann wird es dann anstrengend mit dem Zuhören und das kann ja auch nicht Sinn und Zweck der Übung sein.
Meine Aussprache ist auch nicht frei von Dialektfärbung, aber ich gebe mir zumindest Mühe, verständlich zu sprechen. Ganz furchtbar finde ich es, wenn jemand sich keine Mühe gibt, damit ich ihn verstehe bzw. halbwegs Hochdeutsch zu sprechen. Da finde ich dann den "Nationalstolz", dann schon reichlich übertrieben.Schöne Grüße
Hudsonhawk
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"Feminismus existiert nur, um haessliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren." Charles Bukowski


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