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Thema: Dialekt

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    AW: Dialekt

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Warum soll es ein Zeichen von Oberflächlichkeit sein, wenn ich es mag, dass mein OdB des Hochdeutschen mächtig ist? Heißt ja nicht, dass man/frau seine Herkunft verleugnen muss.
    Sagst du das auch für deinen eigenen (Ex)Dialekt?

    Ich glaube, ich hätte nichts gegen einen leichten Dialekt-Einschlag einzuwenden. Beim eigenen darf es entwpannt auch etwas mehr sein. Wer es aber im mir fremden Dialekt übertreibt oder ihn nicht wegen der Verständlichkeit mäßigt, ist allerdings eher unten durch, weil er dann doch etwas ignorant rüberkommt. Und Ignaoranz kann ich mal gar nicht leiden

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    AW: Dialekt

    Zitat Zitat von Fcl
    Na, ich würde es anders formulieren.Tiefer Dialekt ist ein Misfit für die Gesellschaft jenseits des Dorfs. Wer gegen das ungeschriebene Kriterium verstößt, wird einfach nicht als (volles) Mitglied in der Gruppe akzeptiert. So sind nun einmal die Spielregel.
    Mit Verlaub gesagt, stimmt das so nicht. Der Akzeptanzhorizont für den Dialekt eines Akademikers ist innerhalb seines dialektsprechenden Bundeslandes durchaus gegeben. Das gilt auf jeden Fall für Baden-Württemberg, und ich vermute, für einige andere Regionen ebenfalls. Niemand hält in Tübingen einen schwäbelnden Uni-Dozenten für ignorant, aber sehr wahrscheinlich in Hamburg. Man geht aber davon aus, dass der Dozent in seiner Laufbahn schon soweit rumgekommen ist, dass er auch einigermaßen Hochdeutsch kann.


    @ Sugarnova

    Es zeugt ein bisschen von Intoleranz, wenn es jemand in einem akademischen Beruf bzw. mit akademischer Ausbildung NICHT schafft, vom Dialekt ins Hochdeutsche zu "switchen". Die meisten, die das NICHT konnten, waren auch so ignorant: "Mir ist es wurscht, wie es rüberkommt, Hauptsach, ich werd verstanden!"
    Die Grenzen zwischen "den Dialekt auf verständlich (=Hochdeutsch) umstellen" und "Hochdeutsch mit dialektalem Einschlag" sind fließend. Oft ist es eine biographische Frage: Je länger du in einer Region lebst, wo du im Heimatdialekt nicht verstanden wirst, desto mehr Zugeständnisse an das Hochdeutsche wirst du in deiner Sprechweise machen. Die typischen dialektalen Merkmale verschwinden mehr und mehr, es bleibt meist noch der Tonfall.

    Nun sind aber nicht längst alle Akademiker derart mobil, dass sie längere Zeit ihres Lebens ausserhalb ihres dialektalen Raum verbringen. Willst Du ihnen die Auswirkung dessen auf ihre Sprechweise zum Vorwurf machen?
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  3. Inaktiver User

    AW: Dialekt

    Bei aller Liebe - uns wurde schon im Gymnasium nahe gelegt, dass Hochdeutsch wohl die bessere Wahl ist. Kommt aber auch auf die Schule an, stimmt.

    Okay, ich bin fürs Studium umgezogen - aber schon DA hat es von Anfang an keiner rausgehört, wo ich herkomme. Keine Frage übrigens, dass ich jederzeit mit meiner Mama am Telefon bayrische. Ich genieße sogar, mit dem Zug nach Haus zu fahren und die Leute in meiner Sprache reden zu hören. Allerdings ist das für mich eher "Switchen" als Zwang. Wer es als Zwang empfindet, in einer für alle verständlichen Sprache zu reden, der hat es
    a) nie bzw. zu spät gelernt
    b) will es eigentlich auch gar nicht.

    Und wie gesagt - ich hatte bisher nur studierte Freunde. Und mir als Sprachbegeisterte ist eine ästhetische Sprache wichtig.

    Ich will ja nicht, dass alles in mir abstirbt, wenn mir mein OdB ins Ohr flüstert: "Ischgumme".

    Fies ist natürlich immer, dass Hamburger, Hannoveraner einen klaren Vorteil haben. Oder bestimmte Dialekte per se positiv bzw. negativ belegt sind. Oder in manchen Regionen Dialekt okay ist, in anderen ein NoGo. Das ist halt so.

    Genau so, wie ich einen US-amerikanischen deutschen Akzent süß finde, andere Akzente wiederum nicht sooo toll.

    Fakt ist übrigens auch: Was mich am Anfang einer Beziehung durch die rosane Brille n büschn nervt, nervt mich gegen Ende KOLOSSAL.

  4. Inaktiver User

    AW: Dialekt

    @ Latona,

    okay, es kommt aufs Fach an. Wobei ich auch schon tiefsächselnde Germanistinnen hatte. Grauenhaft. Nein, wir waren NICHT im Dialektik-Seminar. Die studieren übrigens hauptsächlich auf Lehramt.

    Ich kann mich an einen Ingeniörsstudenten erinnern, bei dem sich wirklich alles in mir aufstellte - im negativen Sinne. Der hatte einfach kein Sprachgefühl. Ich hab den auch ein einziges Mal Englisch reden hören - Himmel, der hatte sogar in England studiert. Grausamster Akzent. Und Phraseologismen wortwörtlich übersetzt. Klar, geht doch. Nein, und wenn davon der Erhalt der Menschheit abhinge - NIEMALS NIE.

  5. Inaktiver User

    AW: Dialekt

    Zitat Zitat von Fcl



    Samma, Mädsche, hast 'ne Schlach mit der Wixbärscht?


    Hach, tut das gut!!!!

    Zu hören, meine ich!


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